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Der wahre Grund von Hartz IV

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Ach komm schon...

Ich möchte niemandem zu nahe treten, der wirklich in Not und finanziellen Problemen lebt, auch nicht den kleinen Angestellten mit nicht mal 1.000 € netto, aber schau dich doch um, was die Leute konsumieren. Knapp ein Drittel aller Smartphone-Nutzer in Deutschland entscheiden sich für ein IPhone...
 
Während unsere Großeltern noch sparsam waren und vorausschauend gewirtschaftet haben...

Sie haben nicht vorausschauend gewirtschaft. Sie haben an das goldene Kalb geglaubt, auf ein Leben im goldenen Ruhestand mit Zinszuschlag. Der Glaube der Älteren war noch geprägt davon das sich die harte Arbeit und Sparsamkeit später auszahlt. Das lag auch daran das ihr Lebenslauf konstant und planbar war. Und sie haben auf Kosten der zukünftigen Generationen Schulden gemacht und relativ zur jeweiligen Zeit einen höheren Wohlstand gehabt.
Früher war der durschnittliche Mittelschichtsmann Alleinverdiener. Davon wurde Frau und Kinder ernährt, ein Haus gebaut mit Auto in der Garage und angespart fürs Alter mit Lebensversicherung plus Zins. Das ist mit vorausschauendem Wirtschaften heut nicht mehr drin.
 
Stimmt nicht. Sie haben nicht "nicht vorausschauend gewirtschaftet". Sie haben nicht "auf Kosten der zukünftigen Generationen Schulden gemacht". Sie haben fleißig gezahlt, ins Rentensystem, Steuern bezahlt, konsumiert und wieder bezahlt von dem, was sie erarbeitet hatten. Wer hier nicht vorausschauend gewirtschaftet und für zukünftige Generationen Schulden verursacht hat, das war der Staat, die Regierung, die Politiker, die "selbstverständlich" von unendlichem Wachstum für alle Zeiten ausgegangen sind, die nie daran gedacht haben, das Rentensystem auf eine Kapitalbasis zu stellen, die immer das von-der-Hand-in-den-Mund-System favorisiert haben, weil es für den Staat dadurch um so einfacher war, Überschüsse für andere Zwecke abzuschöpfen. Solange, bis sich die Zeiten änderten, bis das endlose Wachstum samt darauf basierendem "Generationenvertrag" als Irrtum entlarvt war, bis keine Überschüsse mehr vorhanden waren und selbst die aktuellen Bedürfnisse des Rentensystems nicht mehr gedeckt werden konnten. Wenn die arbeitenden Menschen von damals und Rentner von heute ihre Rentenbeiträge nicht an den Staat gezahlt, sondern in eine beliebige sichere Geldanlage - z. B. Kapitallebensversicherung - gesteckt hätten, stünden sie heute finanziell ganz anders da, weil sich Banken und Versicherungen eben nicht (immer) leisten können, was der Staat/die Politiker sich an faulen Versprechungen leisten.
Übrigens, "sichere" Berufe gibt es immer noch. Beamte und Soldaten werden immer noch eingestellt, wenn auch längst nicht mehr so viel oder einfach wie früher. Oder im boomenden Pflegebedarf - zwar nicht gut bezahlt und mit psychisch und physisch belastender Tätigkeit, aber dafür krisensicher, denn Pflegekräfte braucht man immer. Nur, wer will das heute noch machen, da die persönlichen Freiheiten im Vordergrund stehen und sich jeder viel Einkünfte und ein schickes Leben für Null Arbeitsleistung einbildet?
wo soll man da noch groß sparen? Beim Essen? Bei der Freizeit?
Früher hätte da die Antwort gelautet: Was für Freizeit? Man gönnte sich im Jahr vielleicht zwei Wochen Urlaub, und das war´s. Was man nicht beruflich geschuftet hat, hat man privat geschuftet - beim Häuslesausbau, im eigenen Garten, bei der Hausarbeit, beim Holzmachen für den Ofen... Freizeit war, mal nach Feierabend in der Kneipe ein Bier zu zischen, Sonntags nach der Kirche der Frühschoppen oder beim gemeinsamen Fernsehen abends die Füße hochzulegen. Eine Freizeitkultur wie heutzutage konnten sich damals nur die sehr Betuchten leisten, die ihr Geld für sich arbeiten lassen konnten.
 
Oder im boomenden Pflegebedarf - zwar nicht gut bezahlt und mit psychisch und physisch belastender Tätigkeit, aber dafür krisensicher, denn Pflegekräfte braucht man immer. Nur, wer will das heute noch machen, da die persönlichen Freiheiten im Vordergrund stehen und sich jeder viel Einkünfte und ein schickes Leben für Null Arbeitsleistung einbildet?

Wenn man sehr belastende Tätigkeiten auch noch schlecht bezahlt wills eben keiner machen. Braucht sich doch Niemand zu wundern.
Aber nein, natürlich liegt es nur wieder an den verweichlichten, egoistischen und faulen Leuten von heute. Die alte Leier halt. 🙄

Früher hätte da die Antwort gelautet: Was für Freizeit? Man gönnte sich im Jahr vielleicht zwei Wochen Urlaub, und das war´s. Was man nicht beruflich geschuftet hat, hat man privat geschuftet - beim Häuslesausbau, im eigenen Garten, bei der Hausarbeit, beim Holzmachen für den Ofen... Freizeit war, mal nach Feierabend in der Kneipe ein Bier zu zischen, Sonntags nach der Kirche der Frühschoppen oder beim gemeinsamen Fernsehen abends die Füße hochzulegen. Eine Freizeitkultur wie heutzutage konnten sich damals nur die sehr Betuchten leisten, die ihr Geld für sich arbeiten lassen konnten.

Zum Glück sind die Zeiten vorbei. Klingt nämlich ziemlich beschissen. Allerdings scheinst du dafür ja irgendwie einen gewissen Fetisch zu haben.
 
Mensch Leute. Bei unserem geldsystem muss der Schuldenberg ansteigen. Zumindest, wenn die Wirtschaft wachsen soll, denn nur durch Schulden steigt die Geldmenge. Es ist überhaupt nicht vorgesehen, dass Staaten ihre Schulden zurückzahlen, sie müssen nur die Zinsen erwirtschaften können. Schuldenabbau geht nämlich nur durch Verringerung von Guthaben und Vernichtung von Forderungen. Das ganze ist nicht die Schuld früherer Generationen, sondern ein Problem des geldsystems! Und wie bitte soll man sparen, wenn man zu den Leuten gehört, die 1500 netto im Monat verdienen und weniger, das sind in Deutschland knapp 40 %. Außerdem ist sparen nie gut für eine Volkswirtschaft, besonders, wenn es wie momentan Unternehmen und Staat tun. Im Gegensatz zu uns können die das machen, aber so wird die Wirtschaft nicht wachsen. Und hat hier jemand wirklich die kapitalgedeckte Altersversorgung gepriesen? Das Umlagesystem ist viel sicherer gewesen, bis es von Rot-Grün zerstört worden ist im Zuge einer klientelpolitilk für Maschmeyer&Co.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mensch Leute. Bei unserem geldsystem muss der Schuldenberg ansteigen. Zumindest, wenn die Wirtschaft wachsen soll, denn nur durch Schulden steigt die Geldmenge.

Stimmt doch nicht. Wenn Land A für 5 Mio Rohstoffe importiert und mit 2 Mio Aufwand Industrieprodukte produziert, die für 10 Mio verkauft werden, dann erhöht sich die Geldmenge um 3 Mio.

Und wie bitte soll man sparen, wenn man zu den Leuten gehört, die 1500 netto im Monat verdienen und weniger, das sind in Deutschland knapp 40 %.

Soll ja jeder selber wissen, ob er sparen WILL, aber mit 1500 € netto KANN wohl fast jeder sparen.

Und hat hier jemand wirklich die kapitalgedeckte Altersversorgung gepriesen? Das Umlagesystem ist viel sicherer gewesen, bis es von Rot-Grün zerstört worden ist im Zuge einer klientelpolitilk für Maschmeyer&Co.

Und was ist wenn mangels Einzahler das Umlagesystem nicht mehr tragfähig ist? Wir haben doch mehr Rentner im Vergleich zu Beschäftigten als jemals zuvor. Wer zahlt morgen über ein reines Umlagesystem die Renten?
 
Das Umlagesystem allein ist nicht tragfähig. Man könnte es aber ( wieder ) auf solide Beine stellen, in dem - wie jetzt schon - andere Steuern zur Finanzierung herangezogen werden und in dem die Beiträge erhöht werden. Das Umlagesystem ist jedenfalls sicherer, wie alle kapitalgedeckten Versuche.
 
Das Umlagesystem allein ist nicht tragfähig. Man könnte es aber ( wieder ) auf solide Beine stellen, in dem - wie jetzt schon - andere Steuern zur Finanzierung herangezogen werden und in dem die Beiträge erhöht werden. Das Umlagesystem ist jedenfalls sicherer, wie alle kapitalgedeckten Versuche.

Dem kann ich zustimmen, zumal die wenigsten Menschen privat ausreichend vorsorgen.
Allerdings muss man dann eben (wie du es zurecht sagst) klar ausdrücken, dass ein Umlagesystem HEUTE teuer würde. Wer sagt das Umlagesystem ist besser, muss es auch finanzieren.
 
Das stimmt nur, wenn man berücksichtigt das aus Steuermitteln ein Drittel in die Rentenkasse geht - im ganzen aber zur Zeit noch Überschüsse entstehen. Die Problem der Alterspyramide kommen erst massiv.
Viele Menschen können gar nicht privat vorsorgen, weil sie zu wenig verdienen.
 
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