Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Monogamie als einzige Option?

Jaja, da sind wir wieder an dem Punkt: Die Ehe ist eine aufgezwungene Last für die armen Männer und nur Frauen haben was davon....
Dass Männer oft die Ehe wollen, um sich Exklusivrechte an der Frau zu sichern, davon ist nicht die Rede...gell🙄

Naja, gut solche Sprüche sollen nicht über die Frage des TE wegtäuschen:
Ich sehe es wie die anderen: Jeder soll, wie er will und merkt, dass es für ihn gut ist.
Polygamie stelle ich mir stressig vor: Ist schon schwer genug, zwei Leute unter einen Hut zu bringen....braucht man da noch mehrere😉
Ich sehe die Monogamie allerdings ganz anders begründet: Wenn wir uns anschuen, wie sich ein Kind entwickelt: Es braucht am Anfang nur wenige Bezugspersonen- zu viele Leute verwirren das Kind und lassen es unsicher werden. Damit meine ich nicht, dass Kindern viele Kontakte schaden, aber es braucht nunmal seinen sicheren "Hafen". Meist eben die Mutter und der Vater. Wir alle wissen doch, dass Kinder auch später ihre Eltern oft nur ungern teilen. Und mal ehrlich: Auch als Erwachsene ist das noch so: MEINE Mama und MEIN Papa- die wollen wir nicht teilen- auch nur ungern mit den Geschwistern. Wir wollen von Beginn an das Gefühl haben, für unsere Eltern einzigartig und nicht austauschbar zu sein.
Ich denke, solche Einzigartigkeitsgefühle sind tief in uns verankert. Im Endeffekt handeln Erwachsene da wie Kinder: Um uns sicher zu fühlen, brauchen wir das Gefühl Einzigartig für unseren Partner zu sein.
Sieht man ja auch daran, dass es für die meisten Leute leichter ist, fremd zu gehen, als das fremdgehen des Partners zu akzeptieren.
Ich glaube, das liegt einfach in unserer Natur: Wir wollen sicher sein, dass wir für unsere Hauptbezugspersonen nicht austauschbar sind- und das wäre man in der Polygamie aber leider schon.
 
Jaja, da sind wir wieder an dem Punkt: Die Ehe ist eine aufgezwungene Last für die armen Männer und nur Frauen haben was davon....
Dass Männer oft die Ehe wollen, um sich Exklusivrechte an der Frau zu sichern, davon ist nicht die Rede...gell🙄

Naja, gut solche Sprüche sollen nicht über die Frage des TE wegtäuschen:
Ich sehe es wie die anderen: Jeder soll, wie er will und merkt, dass es für ihn gut ist.
Polygamie stelle ich mir stressig vor: Ist schon schwer genug, zwei Leute unter einen Hut zu bringen....braucht man da noch mehrere😉
Ich sehe die Monogamie allerdings ganz anders begründet: Wenn wir uns anschuen, wie sich ein Kind entwickelt: Es braucht am Anfang nur wenige Bezugspersonen- zu viele Leute verwirren das Kind und lassen es unsicher werden. Damit meine ich nicht, dass Kindern viele Kontakte schaden, aber es braucht nunmal seinen sicheren "Hafen". Meist eben die Mutter und der Vater. Wir alle wissen doch, dass Kinder auch später ihre Eltern oft nur ungern teilen. Und mal ehrlich: Auch als Erwachsene ist das noch so: MEINE Mama und MEIN Papa- die wollen wir nicht teilen- auch nur ungern mit den Geschwistern. Wir wollen von Beginn an das Gefühl haben, für unsere Eltern einzigartig und nicht austauschbar zu sein.
Ich denke, solche Einzigartigkeitsgefühle sind tief in uns verankert. Im Endeffekt handeln Erwachsene da wie Kinder: Um uns sicher zu fühlen, brauchen wir das Gefühl Einzigartig für unseren Partner zu sein.
Sieht man ja auch daran, dass es für die meisten Leute leichter ist, fremd zu gehen, als das fremdgehen des Partners zu akzeptieren.
Ich glaube, das liegt einfach in unserer Natur: Wir wollen sicher sein, dass wir für unsere Hauptbezugspersonen nicht austauschbar sind- und das wäre man in der Polygamie aber leider schon.


Würde uns das nicht schon zu früh eingesessenen,extremen Egozentrikern machen?Und somit für jeden eine "Alles dreht sich um mich"-Weltanschauung erzeugen?Im Großen und Ganzen scheinen mir Beziehungen (auf partnerschaftlicher Ebene) ein sinnloses,"durchgedrücktes" Konstrukt zu sein,von dem man meint es nur haben zu wollen,weil es als erstrebenswert gilt bzw. gesellschaftlich hochlobend anerkannt wird (man kann sich heutzutage nicht mehr oder nur äußerst schwer als glücklicher,(z.B.)35-jähriger Single präsentieren)[SUP]1[/SUP].Ich bin der überzeugten Auffassung,dass ein heranwachsendes Kind von einem möglichst frühen Zeitpunkt an den Kontakt zu seiner Umwelt aufbauen sollte.
Mit Umwelt sei sowohl der menschliche Kontakt als auch die der unbeeinflussten Natur gemeint.Letzteres fällt leider bei Großstadtkindern komplett weg,die bei der "Industrialisierung/Mechanisierung des Menschen" von Geburt an mit eingeschlossen sind..
[SUP]
1[/SUP]Kleines Gedankenexperiment: Würdet ihr immer noch die Monogamie pflegen,mit einer einzigen Person,die auch diese Auffassung teilt,auch wenn alle Anderen um euch herum die Polygamie genießen?

PS:Auch an dieser Stelle ein Dankeschön an all diejenigen die geantwortet haben🙂.
 
Würde uns das nicht schon zu früh eingesessenen,extremen Egozentrikern machen?Und somit für jeden eine "Alles dreht sich um mich"-Weltanschauung erzeugen?Im Großen und Ganzen scheinen mir Beziehungen (auf partnerschaftlicher Ebene) ein sinnloses,"durchgedrücktes" Konstrukt zu sein,von dem man meint es nur haben zu wollen,weil es als erstrebenswert gilt bzw. gesellschaftlich hochlobend anerkannt wird (man kann sich heutzutage nicht mehr oder nur äußerst schwer als glücklicher,(z.B.)35-jähriger Single präsentieren)[SUP]1[/SUP].Ich bin der überzeugten Auffassung,dass ein heranwachsendes Kind von einem möglichst frühen Zeitpunkt an den Kontakt zu seiner Umwelt aufbauen sollte.
Mit Umwelt sei sowohl der menschliche Kontakt als auch die der unbeeinflussten Natur gemeint.Letzteres fällt leider bei Großstadtkindern komplett weg,die bei der "Industrialisierung/Mechanisierung des Menschen" von Geburt an mit eingeschlossen sind..
[SUP]
1[/SUP]Kleines Gedankenexperiment: Würdet ihr immer noch die Monogamie pflegen,mit einer einzigen Person,die auch diese Auffassung teilt,auch wenn alle Anderen um euch herum die Polygamie genießen?

PS:Auch an dieser Stelle ein Dankeschön an all diejenigen die geantwortet haben🙂.

Ich finde es herablassend, wenn so oft von Polygamisten behauptet wird, man würde ja nur deshalb Monogamie favorisieren, weil "die Gesellschaft" es einem eingetrichtert haben soll und nicht weil man eigene Gründe haben könnte dieses Modell zu bevorzugen. Als ob niemand selber denken könnte. Das finde ich bei diesen Diskussionen befremdlich.
Zu deiner Frage: Ja, ich würde weiterhin monogam leben wollen, selbst wenn Polygamie sich flächendeckend durchsetzen würde.
 
Würde uns das nicht schon zu früh eingesessenen,extremen Egozentrikern machen?
Naja, das sind wir doch auch: Babys sind zu Beginn zu 100% egozentrisch. Erst nach und nach entwickeln wir unser Weltbild weiter.
Aber ich bin überzeugt, dass diese Sehnsucht nach Akzeptanz und Einzigatigkeit (also innerhalb der Bezugsgruppe) einfach bei jedem vorhanden ist.

Im Großen und Ganzen scheinen mir Beziehungen (auf partnerschaftlicher Ebene) ein sinnloses,"durchgedrücktes" Konstrukt zu sein,von dem man meint es nur haben zu wollen,weil es als erstrebenswert gilt bzw. gesellschaftlich hochlobend anerkannt wird
Natürlich spielt die Gesellschaft hier eine Rolle, aber wäe das Konzept so sinnlos, hätte es sich vermutlich nicht so konsequent gehalten und durchgesetzt.
Wer sollte es "durchdrücken" duruch die Jahrtausende, wenn es sinnlos ist? Die Gesellschaft? Wer ist denn die Gesellschaft? Das sind doch wir alle, nech?

Kleines Gedankenexperiment: Würdet ihr immer noch die Monogamie pflegen,mit einer einzigen Person,die auch diese Auffassung teilt,auch wenn alle Anderen um euch herum die Polygamie genießen?
Das lässt sich wohl nicht mit Sicherheit beantworten.
Aber wie wäre es mit folendem Gedankenexperiment: Würdest Du Polygamie gut finden, wenn Du die Garantie bekämst, dass Deine Patnerin dir treu ist, aber Du polygam sein darfst? Vermutlich ja: Dein Bedürfnis nach Sicherheit wäre befriedigt, also könntest Du Abenteuer wagen.
Wie sähe es aus, wenn Du und Deine Partnerin sich gleichermaßen ausleben würden? Vermutlich schon nicht mehr ganz so behaglich (zumindest will man doch nicht wissen, was sie so treibt und mit wem- ein fader Beigeschmack bleibt)
Ich denke, dieses Besitzdenken ist einfach da und man sollte da einfach auch ehrlich mit sich selber sein.
Aber wie gesagt: Jeder wie er will. Ich würde das niemals verurteilen- das ist echt was, was jeder selber wissen muss.
Das große Problem bei Polygamie ist halt: Meist weiß ein Partner nix von seinem "Glück" und ahnt nicht dass er in einer solchen Beziehung lebt.
 
Monogamie ist ja keine Erfindung der Neuzeit. Es herrscht im Menschen ein tiefes Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit.

Und was kann sicherer sein als ein exklusiver Partner, den man nie teilen muss? Zugegeben, sicher ist nix, aber in Polygamen Beziehungen sind so viele Menschen mit Bedürfnissen beteiligt, dass zwangsläufig weniger dominante Menschen leicht untergehen. Und wer möchte in einer Beziehung ständig gegen Dritte kämpfen müssen? In unserer Gesellschaft haben wir daher mit der Zeit Polygamie ächten gelernt, weil wir unsere Partner verurteilen (wollen) wenn sie Beziehungen mit anderen Menschen haben.

Nein, Monogamie ist nicht gottgegeben (auch wenn manche Religion dies fordert). Im Tierreich und auch in manchen menschlichen Gesellschaften gibt es viele Alternativen. Mir fallen aber spontan kaum emanzipierte und intelligente Gesellschaften ein, die nicht primär monogam leben. Polygamie ist immer mit Macht verbunden, oft mit Macht eines Geschlechtes über das andere oder mit der Macht Wohlhabender über Arme. Meist sind es einzelne starke, die mehrer schwache Partner haben. Eine gegenseitige faire Polygamie ist ist meist nur während der Orientierungsphase/Parterfindungsphase halbwegs vertreten, spätestens bei der Familiengründung/"Sesshaftwerdung" empfinden es Menschen aber als schwierig. Wie sollte es auch gehen? Wie kann ich einem Partner 100% vertrauen wenn ich gleichzeitig einem anderen 100% vertrauen soll? Konflikte bringen mich doch bereits bei Freunden, Familie und bei der Arbeit in eine Zwickmühle. Eine Beziehung auf eine Dreiecks-oder-mehr-Ebene zu stellen ist recht schwierig.
 
Als ob niemand selber denken könnte.

Ja,das stimmt.Du wirst dich wahrscheinlich dein Leben lang in einem,für die dich Umgebenden verträglichen Rahmen bewegen.Beispiel der Klimawandel: Die beste Zeit sich nach alternativen,umweltschonenderen Energiequellen umzusehen und endlich einmal den ressourcensparenden Massentransport in Betracht zu ziehen.Trotzdem kauft sich (annäherungsweise) jeder ein Auto.Wo bleibt da der eigenständige Verstand,den du versucht heraufzubeschwören?Jeder Autofahrer wird dir erbost den Finger zeigen,wenn du ihn bittest sich mit laufenden Motor in eine Garage einzuschließen.Aber dieselben Personen scheinen nicht zu begreifen,dass die Erde,mit ihrer dünnen,empfindlichen Atmosphäre ebenfalls einen geschlossenen "Raum" bildet.Das lässt sich ganz einfach erklären:Gruppenzwang.

Das ist auf fast jede (Lebens-)Situation zu übertragen.
Man kann den,sonst immer auf ihre Gesundheit (vornehmlich zu Erhalt ihrer Figur) achtenden,Teenie-Girls hundertmal erklären,welche Auswirkungen das Schminken in späteren Jahren nach sich ziehen wird (Verblassen der Haut,etc.),dennoch werden sie am nächsten morgen das Haus nicht ohne (übertrieben) 5-Kilo-Maske verlassen.Verstand:nicht zu finden.Phänomen:Gruppenzwang.

Natürlich spielt die Gesellschaft hier eine Rolle, aber wäe das Konzept so sinnlos, hätte es sich vermutlich nicht so konsequent gehalten und durchgesetzt.

Der (teils übermäßige) Genuss von Alkohol konnte sich auch durchsetzen,genauso wie,mittlerweile wieder abnehmend,das Rauchen von Tabak.Für den menschlichen Organismus keine gute Wahl,was?
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben