Deine flammenden Reden, um deine Kochlöffelaktion, schön zu reden/schreiben sind nicht weniger beeindruckend.
Wir sind alle keine Übermütter/Väter und haben bestimmt Fehler in der Kindererziehung gemacht. Aber... schlagen ist ein nogo.
Ich verprügel auch nicht meine Mitmenschen, wenn sie nicht das tun, was ich will.
Warum soll ich dann mein Kind schlagen? Es vertraut mir und ich soll doch Vorbild sein.
Mein Kind kann mich aus respektieren, ohne Angst vor mir zu haben.
es ist schön und wichtig, wenn Du ein Kind hast, welches Dich respektiert - und das natürlich ohne Angst vor Dir zu haben. Ein solches Verhältnis finde ich sehr wichtig. Und was die Kochlöffelaktion betrifft, so liest jeder das raus, was er lesen will. Um das zu tun, braucht es noch nicht mal weitere Informationen.
Die Tage las ich in einem anderen Faden und in einem anderen Zusammenhang die Mitteilung eines (männlichen) Users, der von sich sinngemäß sagte: "Das Schlagen meiner Eltern war vollkommen gerechtfertigt. Auf Verhandlungen etc. hätte ich mich nie eingelassen." Ich weiß nicht, ob dieser User nicht vielleicht doch noch auf anderem Wege gelernt bzw. gehorcht hätte.
Ich denke heute anders als früher, allerdings habe ich auch viel mehr Erfahrung gesammelt. Und ich weiss, was bei einem Kind prima funktioniert, ist bei anderen Kindern ggf. wirkungslos. Es gibt genügend Eltern und Situationen, in denen Eltern klar bekennen: "ich weiss nicht mehr weiter, wie ich (anders) handeln soll." Ich propagiere bestimmt nicht das Schlagen, auch nicht den Klaps auf den Po. Aber Parolen wie "nogo" sind inhaltsleer und auch ein Zeichen von Hilflosigkeit und
Schwäche, nämlich dann, wenn Dir langsam die Mittel ausgehen, auf friedlichem Wege das zu erreichen, was Du für wichtig hältst. Wer "nogo" schreit, sollte auch für alle Fälle praktikable Alternativen haben.
Sonst ist es nur Schreierei.
Als Jugendlicher beeindruckte mich ein Mann, der in der Diskussion von sich behauptete, niemals zu körperlicher Gewalt zu greifen. Das sei auch in der harmlosesten Form ein "nogo". Konkret auf eine Situation angesprochen, in der eine Frau überfallen wird, meinte er: "Es gäbe absolut keine denkbare Situation, auch so eine nicht. Er würde mit dem Mann das Gespräch suchen und ihm Argumente präsentieren, die den Angreifer überzeugen würden, von seinem Tun abzulassen." Für mich war dieser Mann unrealistisch, ich sah in ihm eher einen Schwächling.