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Darf man sein Kind schlagen?

Natürlich geht es um das Wohl des jeweiligen Kindes. Es gibt bessere Erziehungsmaßnahmen als Schlagen. Dem stimme ich grundsätzlich zu. Aber ich denke, dass es Situationen gibt, in denen eine Entscheidung für oder gegen schon ziemlich schwer ist. Soldaten werden ausgebildet, um Waffen bedienen zu können. Aber es gibt weder eine Eheschule, noch eine Erziehungsschule. Daher mal Situationen, die ich bei anderen Familien beobachten durfte und es wäre schön, wenn erfahrene Eltern antworten. Von Theorien halte ich wenig.

Wenn ein 6j-Kind mit dem Stock andere Kinder schlägt und auf wiederholte Ermahnungen nicht reagiert, Stubenarrest den nächsten Zeitpunkt nur in die Zukunft verlagert: Wie lange seht ihr zu, wie oft darf das Kind andere Kinder schlagen? Wie würdet Ihr als Vater oder Mutter handeln?

Wenn ein 6j.-Junge dazu neigt, sich selbst immer und immer wieder in Gefahr zu bringen, trotz umfangreichster Erklärungen und Verbote, wie würdet Ihr als Vater oder Mutter handeln?

Du warst Soldat?
Ich verstehe Deine Vergleiche momentan nicht. Mag auch daran liegen, dass ich nun Dir gegenüber inzwischen voeingenommen bin nach Deinem "Schuldthread".

Nun lass uns einander verbal nicht hauen, sondern behutsam miteinander umgehen.


LG
Landkaffee
 
Mir geht es mehr um den Thread "Hilfe, ich schlage mein KInd" und die dort gemachten Unterschiede zwischen "bösen" und "lieben" Schlägen.

Den Thread kenne ich zwar nicht, aber was sollen denn "liebe Schläge" sein? Schläge die darauf abzielen das Kind von seinem Fehlverhalten zu überzeugen? Warum funktioniert das nicht mit Worten oder indem man als Elternteil aufzeigt, was das Kind falsch gemacht hat?

Wer mit Worten und Gesten nichts erreicht, erreicht mit Schlägen wohl erst recht nichts, zumal auch vermeintlich "sanfte Schläge" eine Demütigung für das Kind sind und gewisse psychische Folgen nach sich ziehen können.
 
Hi,

ich sage Nein. Und die Eltern, die es dennoch tun werden es wohl irgendwann bereuen.

Ich z.B. wurde von klein auf bis zum Gymnasium oft genug verdroschen... Das war schlicht die Strafe für jeglichen Fehler. Nerven, schlechte Noten, Ungehorsam, Dreck, Unordnung, etc.

Heute? Hasse ich meine Eltern zwar nicht mehr - aber wer sich einbildet es gäbe ein enges, familiäres Verhältnis, das auf etwas anderem wie Höflichkeit und den Versuchen sich "richtig" und nett zu verhalten basiert hat sich geschnitten.

Ich für meinen Teil sehe, dass meine Eltern mittlerweile viel bereuen, weiß wie viel Mühe sie sich geben und damals sicher auch gegeben haben, merke, dass es Ihnen weh tut, wenn sie merken, dass unser Verhältnis nicht normal ist - und hab dort auch mittlerweile Mitleid - nur ändern kann ich das nicht.

Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl, was ich bei anderen Familien oft spüre ist schlicht nicht da.

Und genau das würde ich mir als Elternteil vor Augen halten.

LG

Edit: Bei mir war's üblicherweise der Kochlöffel - selten im Affekt - sondern in aller Ruhe und Härte - hat jedenfalls nicht nur einen Löffel gekostet...
 
Zuletzt bearbeitet:
Allein der Gedanke, Schläge in Betracht zu ziehen, ist schon verwerflich.:mad:

Ich weiss, dass ich als junger Vater damals nicht alles richtig machte. Heute habe ich mehr Erfahrung. Aber es würde mich doch sehr interessieren, ob Du die Lösung kennst für Situationen aus dem Leben, wie ich sie in Beitrag 11 geschildert habe.
 
Ich habe zwar selber keine Kinder, aber eine Antwort auf die Frage kann ich trotzdem geben.

NEIN!! Niemals!!

Genau so wenig wie man andere Menschen schlagen darf, ich meine das ist doch nichts anderes. Ob ich jetzt einen sieben jährigen oder siebzig jährigen ohrfeigen möchte.
Beides geht gar nicht und ist verboten...zu recht.

Aber besonders Kinder brauchen viel halt besonders von ihren Eltern...viel vertrauen geht verloren wenn man sein Kind schlägt.
Ich selber kann zwar nichts zu Gewalt in der Kindheit sagen da ich komplett Anti-Autoritär erzogen wurde (Diskussionen anstatt Gewalt...anders kannte ich es nie)
Aber deswegen kann ich auch sagen das man solche "disziplinar Maßnahmen" in der Erziehung eines Kindes gar nicht braucht, auch die ganz kleinen verstehen schon viel wenn man es altersgerecht verpackt. Die Strafe: Du darfst heute kein Nintendo Spielen, war für mich schlimmer als jeder Schlag hätte sein können.

Ich finde hinter jeden der sein Kind schlägt sollte jemand stehen, der den schlagenden einen Schlag gibt (soll ja das Denkvermögen ankurbeln.....)
 
man darf niemanden schlagen. egal ob erwachsen oder ein kind. was aber nicht heisst das es nicht passiert.

lg melody
 
Hallo, Momo,
danke für Deinen Beitrag. Es gibt schwierige Situationen im Leben. Um in diesen Situationen das optimale Verhalten herauszufinden, wenn es überhaupt ein optimales Verhalten gibt, braucht es schon viel Zeit und Erfahrung und bei Kindern noch mehr, als ggf. bei Erwachsenen. Und viele vor allem junge Eltern haben weder genügend Zeit – noch ausreichend Erfahrung.

Ich würde heute, mit vielen Jahren und mehreren Kindern Erfahrung auch einiges anders machen, als früher. Trotzdem lehrt mich das Leben, dass es Grenzsituationen gibt, die ich auch mit Erfahrung nicht so schnell richtig einschätzen kann.
In Deiner ersten Situation schilderst Du sehr gut, welche Alternative Du zum Schlagen (Klaps auf den Po) gefunden hast. In der zweiten Situation tue ich mich schwer, Dich für Dein Handeln zu verurteilen. Natürlich nicht! Das aber kann Dir hier passieren, vor allem von Menschen, die noch nie in einer vergleichbaren Situation steckten. Und eine Erziehungsmethode, die bei einem Kind gut wirkt, kann bei einem anderen Kind völlig wirkungslos sein. Daher bin ich vorsichtig in der Beurteilung von Situationen und Erziehungsmethoden. Schema F ist bei Kindern falsch!

LG, Nordrheiner
 
Ich finde das sehr übel, dass du, Nordrheiner, hier überall auf den großen Christen machst, aber gleichzeitig befürwortest, Kinder zu schlagen.
 

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