_Tsunami_
Urgestein
Vergebung
Ich las: „Solange jemand nicht bereit ist, auch verantwortlich für eigene dunklen Seiten zu sein, solange braucht dieser Mensch eine Vergebung, die er womöglich nie erlangen kann.“
Ich denke: wenn jemand für seine eigenen dunklen Seiten nicht verantwortlich sein will, dann sucht er auch keine Vergebung – unabhängig davon, ob er sie braucht oder nicht.
Auch hier fällt es mir schwer, das Ganze ohne ein Beispiel in einen Kontext zu bringen.
Nehmen wir mal als (extremes) Beispiel einen Mann, der aufgrund eines cholerischen Anfalls oder aus Nachlässigkeit heraus dafür verantwortlich ist, dass sein eigenes Kind oder das seines besten Freundes zu gravierendem körperllichem Schaden kommt oder stirbt. Ich komme auf dieses Beispiel, weil ein guter Freund von mir in einer Lokalität direkt an der Spree mit sehr wachsamen Augen auf seine herumtollende Tochter schaute, mehr als die Mutter beispielsweise. Er hatte die Befürchtung, dass seine kleine Tochter in die Spree fallen/springen könnte, und er nicht schnell genug ist, sie zu greifen oder hinterherzuspringen.
Ausgehend von einem tatsächlich eingetretenen "Schadensfall" hielte ich es für durchaus nachvollziehbar, dass man sich das den Rest des Lebens nicht vergibt, oder ggf. einem anderen. Die Vergebung gegenüber sich selbst oder einem anderen würde wahrscheinlich ein sehr an Größe (?) erfordern.