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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Weil die Wahrheit unangenehm, nachteilig oder schlicht zu langweilig ist. Der kleine Buchhalter, der sich vor seiner Freundin als Chef ausgibt. Das kleine Kind, das die Vase zerbrochen hat und aus Angst vor Bestrafung den "schwarzen Mann" verantwortlich macht. Der in Wahrheit nur geleaste Sportwagen, mit dem man Eindruck schinden will. Die große (vorgetäuschte) Liebe, die die Frau nur für ein Sexabenteuer ins Bett bringen soll. Und so weiter, und so weiter. Hast Du einen Menschen, hast Du hundert potentielle Gründe für Lügen, und nicht jede Lüge muß ausgesprochen werden, auch mehr Scheinen als Sein ist schon eine Lüge. Manche Leute bestehen praktisch nur aus Lügen, bauen ganze (erfundene) Lebensgeschichten zusammen - chronische Lügner und Betrüger, die vom Lügen leben, solche gibt´s. Andere könnten lügen daß sich die Balken biegen, tun es aber aus Prinzip nicht. Moi, zum Beispiel - denn was täte es mir bringen? Jede Lüge, die man in die Welt setzt, hat das Potential, irgendwann zurückzukehren wie ein Bumerang, um einen im unpassendsten Moment in den Hintern zu beißen. Da bleib ich doch lieber ehrlich, dann schlafe ich des Nachts gut und ohne Sorgen.

Aus meiner Sicht treffend. Dann wiederum ist es auch immer wieder erstaunlich, dass manche Menschen glauben, dass der Mensch mehr als ein Lügner und Opportunist sei.
 
Nordrheiner, ich bin mir wohl bewusst, dass das jetzt etwas aus dem Blauen kommt, aber du kennst mich und weißt, dass es gar nicht fern von deinem Fadenthema ist:

Was hältst du von Gerechtigkeit?

Gerechtigkeit ist eine Ware, die der Staat dem Bürger in mehr oder weniger verfälschtem Zustand verkauft - als Belohnung für seine Treue, mit der der Bürger seine Steuern zahlt. So sah das Ambrose Bierce.

Man könnte auch sagen: Gerechtigkeit ist das Recht des jeweils Schwächeren.
 
Nice one.

Zählst du zu den Schwächeren oder den Stärkeren? Und was glaubst du, wo ich mich selbst einordne?

So pauschal kann ich mich nicht zuordnen.

Stärke wird unterschiedlich definiert. Mal wird Stärke an der Muskelkraft festgemacht, mal am materiellen Vermögen, mal am Waffenarsenal, mal an der Intelligenz, mal an der Qualität eines (sozialen) Netzwerkes.

Für mich sind das alles Abhängigkeiten. Wenn man über all diese Faktoren verfügt, ja dann würden die meisten Menschen von Stärke sprechen. In gewisser Weise ist das auch richtig.

Jedoch denke ich, dass ein Mensch dann sehr stark ist, wenn er zufrieden ist, obwohl er seine Zufriedenheit von keinem der vorgenannten Faktoren abhängig macht, selbst wenn er im Rollstuhl sitzt.

Und Deine Stärke könntest Du abschätzen, wenn Du Dir überlegst, wie hoch Dein Grad der Zufriedenheit ist und von welchem Faktor diese Zufriedenheit abhängt.
 
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So pauschal kann ich mich nicht zuordnen.

Stärke wird unterschiedlich definiert. Mal wird Stärke an der Muskelkraft festgemacht, mal am materiellen Vermögen, mal am Waffenarsenal, mal an der Intelligenz, mal an der Qualität eines (sozialen) Netzwerkes.

Für mich sind das alles Abhängigkeiten. Wenn man über all diese Faktoren verfügt, ja dann würden die meisten Menschen von Stärke sprechen. In gewisser Weise ist das auch richtig.

Jedoch denke ich, dass ein Mensch dann sehr stark ist, wenn er zufrieden ist, obwohl er seine Zufriedenheit von keinem der vorgenannten Faktoren abhängig macht, selbst wenn er im Rollstuhl sitzt.

Und Deine Stärke könntest Du abschätzen, wenn Du Dir überlegst, wie hoch Dein Grad der Zufriedenheit ist und von welchem Faktor diese Zufriedenheit abhängt.

Ich kann dir folgen, verstehen.

Meine Welt war noch niemals extrem materiell oder sexuell beispielsweise, mehr geistig.

Insofern war mein Leben nicht unkörperlich oder unsexuell, aber weit über allem stand immer der Geist.

Das ist schon so. Und nicht bei jedem Menschen ist das so.

Für mich bedeutet die Schönheit von Geist mehr als die Schönheit von Sex.

Das driftet jetzt ab, aber ist nicht unwahr.

~~~

Alles mündet in bzw. erinnert mich an eine "uralte Aussage" meinerseits:

Der Kern von Stärke ist Schwäche. Und der Kern von Schwäche ist Stärke.
 
Wenn Du diese uralte Aussage ggf. mit einem Beispiel erläutern könntest..... ?

Es ist nicht so einfach zu sagen.

Auf der einen Seite gibt es viele Menschen, die stark sind, wissen, was Stärke ist. Sie erhalten und trainieren das, und doch kommt eines Tages die Schwäche.

Auf der anderen Seite gibt es schwache Menschen, oft, weil sie auch sehr schwere Zeiten in ihrem Leben hatten, die ihnen alle Kraft raubten. Und doch kommt eines Tages die Stärke.

~~~

In einem rational-technischen Sinne ist meine Aussage, dass ein starker Mensch schwach werden kann, und ein schwacher Mensch stark. Beides ist im Menschen inhärent.
 
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Alles mündet in bzw. erinnert mich an eine "uralte Aussage" meinerseits:

Der Kern von Stärke ist Schwäche. Und der Kern von Schwäche ist Stärke.

Es ist nicht so einfach zu sagen.

Auf der einen Seite gibt es viele Menschen, die stark sind, wissen, was Stärke ist. Sie erhalten und trainieren das, und doch kommt eines Tages die Schwäche.

Auf der anderen Seite gibt es schwache Menschen, oft, weil sie auch sehr schwere Zeiten in ihrem Leben hatten, die ihnen alle Kraft raubten. Und doch kommt eines Tages die Stärke.


Wenn ich beide Aussagen vergleiche, müsste Deine uralte Aussage überarbeitet werden, damit sie zu Deinem Beispiel passt. Dann würde Deine Aussage heissen: Nach einer Phase der Stärke kommt die Phase der Schwäche - und umgekehrt.

Einverstanden?
 
Wenn ich beide Aussagen vergleiche, müsste Deine uralte Aussage überarbeitet werden, damit sie zu Deinem Beispiel passt. Dann würde Deine Aussage heissen: Nach einer Phase der Stärke kommt die Phase der Schwäche - und umgekehrt.

Einverstanden?

Nein. Tut mir leid. Habe mich bei meiner Erklärung schlecht ausgedrückt. Aus meiner Sicht ist es so, dass beides zeitgleich, jederzeit und mit vollem Potential im Menschen existiert.

Die Sequentialität ist eigentlich keine, sondern ergibt sich nur aus der Perspektive des jeweiligen Beobachters, weil dieser meint, dass das eine oder andere Schwäche oder Stärke gewesen wäre, und vor oder nach dem anderen gekommen wäre.

Was ich aber meine, ist, dass Schwäche und Stärke exakt dasselbe Konstrukt sind.

Das ist jetzt sehr abstrakt, ich weiß.

~~~

Das eine ist zwingend Teil des anderen. Es gibt keinen perfekt starken und keinen perfekt schwachen Menschen.
 
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