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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Ich denke, dass wir hier kontextgemäß an einem sehr simplen Punkt im Leben angekommen sind, der sich allerdings bei jedem ein bisschen anders verhält.

In den ersten Jahren des Lebens hat man so ungefähr gar keine Wahl. Man handelt instinktiv, sehr emotional. Man ist authentisch. Nun kommt die Zeit des Aufwachsens und Hineinwachsens in die Welt. Man wird sich bewusst, seiner Handlungsoptionen bewusst. Das ist die Zeit, um unauthentisch zu werden, oder authentisch zu werden.

Ob da jetzt irgendwas gut oder schlecht ist, erklärt sich daraus erstmal nicht. Nicht sofort.

Und jetzt stehen wir alle in unserem Leben und müssen unsere Entscheidungen treffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir ist jetzt Deine Definition von Gott nicht bewusst. Aus meiner Sicht lässt sich Gott nicht definieren. Wir Menschen können nur den Teilaspekt von Gott erkennen, den Gott von sich erfahrbar bzw. sichtbar macht.
 
Ich persönlich gehe davon aus, dass Menschen gerne ehrlich und nah an der Wahrheit sind, in letzter Instanz sogar gut.

Das ganze Leben spricht aber auch davon, dass sich Menschen ganz anders verhalten.

Was denkst du, was der prädominante Grund dafür ist?
Weil die Wahrheit unangenehm, nachteilig oder schlicht zu langweilig ist. Der kleine Buchhalter, der sich vor seiner Freundin als Chef ausgibt. Das kleine Kind, das die Vase zerbrochen hat und aus Angst vor Bestrafung den "schwarzen Mann" verantwortlich macht. Der in Wahrheit nur geleaste Sportwagen, mit dem man Eindruck schinden will. Die große (vorgetäuschte) Liebe, die die Frau nur für ein Sexabenteuer ins Bett bringen soll. Und so weiter, und so weiter. Hast Du einen Menschen, hast Du hundert potentielle Gründe für Lügen, und nicht jede Lüge muß ausgesprochen werden, auch mehr Scheinen als Sein ist schon eine Lüge. Manche Leute bestehen praktisch nur aus Lügen, bauen ganze (erfundene) Lebensgeschichten zusammen - chronische Lügner und Betrüger, die vom Lügen leben, solche gibt´s. Andere könnten lügen daß sich die Balken biegen, tun es aber aus Prinzip nicht. Moi, zum Beispiel - denn was täte es mir bringen? Jede Lüge, die man in die Welt setzt, hat das Potential, irgendwann zurückzukehren wie ein Bumerang, um einen im unpassendsten Moment in den Hintern zu beißen. Da bleib ich doch lieber ehrlich, dann schlafe ich des Nachts gut und ohne Sorgen.
 
Mir ist jetzt Deine Definition von Gott nicht bewusst. Aus meiner Sicht lässt sich Gott nicht definieren. Wir Menschen können nur den Teilaspekt von Gott erkennen, den Gott von sich erfahrbar bzw. sichtbar macht.

Fragst du nach Gott, oder frage ich nach Gott?

Ich befürchte, dass das ein Thema ist, welches nicht ganz so leicht abzuarbeiten ist.
 
Im Übrigen ist dein Gott nicht allmächtig, meiner jedoch schon.

Wenn Dein Gott allmächtig ist, dann kannst Du uns sicher viel von ihm erzählen.... z.B. welche Absichten er hat.... und wie Du ihn erlebst.... oder?


Nordrheiner, du wolltest einen Kampf. Jetzt hast du ihn.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einen Kampf wollte. Anscheinend möchtest Du kämpfen... für wen, um was?

Wir sprechen in diesem Faden eigentlich über das Thema Schuld. Hast Du, Tsunami, den Eindruck, Du würdest Dich schuldig machen, wenn Du nicht kämpfst? Warum ist das so bei Dir?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Dein Gott allmächtig ist, dann kannst Du uns sicher viel von ihm erzählen.... z.B. welche Absichten er hat.... und wie Du ihn erlebst.... oder?

Sicher. Mein Gott hat keine Absichten, er IST einfach - alle Gesetze und alle Prinzipien - die absolute Idee. Wahrnehmbar in allem, was ein Mensch überhaupt wahrnehmen kann - unabhängig von Zeit, Sprache oder Ort.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich einen Kampf wollte. Anscheinend möchtest Du kämpfen... für wen, um was?

Tatsächlich habe ich den Begriff "Kampf" von dir gelernt. Mir begegnet er äußerst selten, und er hat für mich keine besondere Relevanz. Ich lebe einfach nur, mal härter, mal softer. Das ist alles.

Wenn ich mich richtig erinnere, hast du aufgrund deines Glaubens eine Mission durchzuführen, einen Kampf zu kämpfen. Bei mir ist das nicht so. Zumindest nicht auf derselben Grundlage.

Wir sprechen in diesem Faden eigentlich über das Thema Schuld. Hast Du, Tsunami, den Eindruck, Du würdest Dich schuldig machen, wenn Du nicht kämpfst? Warum ist das so bei Dir?

Das ist ein wenig schwierig. Ist eben auch der Punkt mit der Ehrlichkeit. Du sagtest ehrlicher Weise mal, dass für dich jeder Mensch schuldig ist, der nicht an Jesus Christus, den christlichen Gott, die Bibel und die biblische Schöpfungsgeschichte glaubt. Das sei dir und jedem anderen Menschen unbelassen. Nur wird eine vernünftige Diskussion auf dieser Grundlage, zumindest für mich, schwierig.

Um es mit meinen Worten und für mich kurz zu machen: Ich fühle mich nicht schuldig, wenn ich nicht kämpfe, aber ich fühle mich blöd, wenn ich nicht lebe.
 
Das ist ein wenig schwierig. Ist eben auch der Punkt mit der Ehrlichkeit. Du sagtest ehrlicher Weise mal, dass für dich jeder Mensch schuldig ist, der nicht an Jesus Christus, den christlichen Gott, die Bibel und die biblische Schöpfungsgeschichte glaubt. Das sei dir und jedem anderen Menschen unbelassen. Nur wird eine vernünftige Diskussion auf dieser Grundlage, zumindest für mich, schwierig.

Lasse es mich so ausdrücken:
Alle Menschen werden in eine jeweilige Kultur und dort in ein soziales Umfeld (z.B. Familie) hineingeboren. Wir lernen Richtiges sowie Falsches. Es liegt an uns, ob wir als erwachsene Menschen das Gelernte hinterfragen oder nicht. Und wir sind für die Konsequenzen verantwortlich, die sich aus unserem Tun oder aus unserem Unterlassen ergeben.

„Schuld tragen“ bedeutet für mich: die negativen Folgen für meine Entscheidung zu erleiden, ob ich das möchte oder nicht. Ergeben sich aus meiner Entscheidung keine negativen Folgen, gibt es also daraus weder Schuld noch Leid.

Das Gegenteil von „Schuld tragen“ ist für mich z.B. „am Glück teilhaben“ oder "glücklich sein".

Um es mit meinen Worten und für mich kurz zu machen: Ich fühle mich nicht schuldig, wenn ich nicht kämpfe, aber ich fühle mich blöd, wenn ich nicht lebe.

Das biologische Leben funktioniert i.d.R. ganz automatisch. Unser Körper sagt uns schon, wann er für die Aufnahme von Nahrung bereit ist und wann er ruhen möchte.

Jedoch das Leben in z.B. geistiger Gesundheit, glücklich oder zumindest in Zufriedenheit, ist nach meiner Erfahrung kein Leben, welches sich automatisch ergibt. Wie oft erlebe ich, dass ich ein "Problem" gelöst habe und schon klingelt es an der Türe und zwei neue "Probleme" kommen auf mich zu.

Den Begriff Problem setzte ich im vorstehenden Absatz bewusst in Hochkommas, denn ich unterscheide zwischen leichten bzw. schweren Aufgaben und Problemen. Bisher habe ich in meinem Leben nur Aufgaben gelöst. Fällt mir eine Aufgabe besonders schwer, dann sage ich schon mal "ich kämpfe um eine akzeptable oder gar um eine gute Lösung".

"Sich mit allen Kräften für etwas einsetzen" nenne ich schon mal kämpfen.
Setze ich mich nicht in der jeweiligen Situation mit allen meinen Kräften für eine gute Lösung ein, kämpfe ich nicht, dann ist die häufige Folge die, dass auch mein Leben in Mitleidenschaft gezogen wird.


 
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Nordrheiner, ich bin mir wohl bewusst, dass das jetzt etwas aus dem Blauen kommt, aber du kennst mich und weißt, dass es gar nicht fern von deinem Fadenthema ist:

Was hältst du von Gerechtigkeit?
 
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