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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Ich denke, dass mein letzter Beitrag zwar durchaus zum Denken anregen kann, aber sonst nicht besonders viel hergibt.

Mehr denke ich, dass wir uns nicht meiner "uralten Aussage" widmen sollten, sondern deiner "uralten Frage":

Warum tun Menschen, was sie tun?
 
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Ich denke, dass mein letzter Beitrag zwar durchaus zum Denken anregen kann, aber sonst nicht besonders viel hergibt.

Mehr denke ich, dass wir uns nicht meiner "uralten Aussage" widmen sollten, sonder deiner "uralten Frage":

Warum tun Menschen, was sie tun?

Obwohl es viele Gründe gibt, lassen sich doch die meisten und die wesentlichen Gründe aus meiner Sicht auf folgende zwei Hauptgründe zurückführen:

1) Erreichung von Glück
2) Vermeidung von Leid
 
Obwohl es viele Gründe gibt, lassen sich doch die meisten und die wesentlichen Gründe aus meiner Sicht auf folgende zwei Hauptgründe zurückführen:

1) Erreichung von Glück
2) Vermeidung von Leid

Aus meiner Sicht vollkommen richtig, Nordrheiner. Und in aller Tatsache basiert das auf einem Gefühl bzw. Gefühlen. Da nimmt es sich nicht wirklich viel, ob jemand alt, jung, männlich, weiblich, intelligent, dumm, reich oder arm ist. Das Prinzip ist immer dasselbe.

Vielleicht sollten wir das ein wenig eruieren bzw. differenzieren.

Vielleicht sollten wir unsere alltäglichen Entscheidungen, Gefühle und Gedanken unter den Aspekt stellen, dass es immer Kompromisse sind.

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Auch da, wo Menschen oft das Größte verorten, außerhalb eines Gottes oder Geld, da stellt sich die Frage, was ist man tatsächlich bereit, für einen Partner, die Kinder oder sich selbst zu tun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus meiner Sicht vollkommen richtig, Nordrheiner. Und in aller Tatsache basiert das auf einem Gefühl bzw. Gefühlen. Da nimmt es sich nicht wirklich viel, ob jemand alt, jung, männlich, weiblich, intelligent, dumm, reich oder arm ist. Das Prinzip ist immer dasselbe.

Ich verstehe, dass die meisten Menschen Glück hauptsächlich anhand ihrer Gefühle bestimmen.
Wenn Menschen von Glück reden, meinen sie oft das Zufallsglück oder das Sich-Wohlfühlen in einer Situation.
Menschen sprechen z.B. von Glück in der Liebe bzw. Glück in einer Partnerschaft, solange beide harmonisch miteinander auskommen und Bedürfnisse erfüllt werden. Manchmal meinen Menschen ohne Glück nicht mehr leben zu können. Auch kommt es zu Neid auf das Glück anderer Menschen.

Das ist nicht mein Weg. Für mich ist Glück ein anderer Begriff für Sinn und ist nicht von Gefühlen abhängig. Beispiel: Der Satz " Ohne keine Husa Angst Dich keine ich habe" ist unverständlich und daher sinnlos. Ordnen wir Buchstaben und Worte in folgender Ordnung "Ohne Dich habe ich keine Angst im Haus" erkennen wir den Sinn. Erst wenn wir Zusammenhänge erkennen und darauf unser Denken und Handeln aufbauen, können wir uns entscheiden, einfache oder schwere Aufgaben durchführen oder für uns hilfreiche Schlussfolgerungen ziehen.

Stehst Du an einer Kreuzung, mußt Dich für einen Weg entscheiden und hast keine Orientierung, wirst Du Dich nicht wohl fühlen. Hast Du jedoch Orientierung, erkennst Du Zusammenhänge, wirst Du Dich auch wohlfühlen.

Im Leben müssen wir oft Entscheidungen treffen, die sich über unsere momentane Sicht hinaus auswirken. Von daher ist es (für mich) wichtig, über sich hinaus zu denken. Glück bedeutet also für mich, dass ich Zusammenhänge erkenne, die mein Leben betreffen und mir eine Entscheidung ermöglichen. Noch größer wird mein Glück, wenn ich Zusammenhänge erkenne, die über mein Leben hinausgehen. Dann kann ich sogar den Sinn eines ganzen Lebens, meines Lebens, sogar Sinn des Leidens, erkennen.


Vielleicht sollten wir das ein wenig eruieren bzw. differenzieren.

Vielleicht sollten wir unsere alltäglichen Entscheidungen, Gefühle und Gedanken unter den Aspekt stellen, dass es immer Kompromisse sind.

Es ist für mich nicht so entscheidend, ob Kompromisse bei welcher Entscheidung auch immer gemacht werden. Für mich ist viel wichtiger, ob ich Zusammenhänge erkenne und mich auch in der Findung eines Kompromisses in Richtung auf ein von mir gewolltes Ziel zubewege.

Insofern sollte ein Kompromiss immer der bestmögliche Schritt sein, um in der jeweiligen Situation dem eigenen Ziel näher zu kommen. Auch hier sehen wir wieder, wie wichtig es ist, den Zusammenhang zu erkennen, der in diesem Beispiel zwischen Ziel und Entscheidung (Kompromiss) besteht. Dann kann man sogar von einem glücklichen Kompromiss reden.


Auch da, wo Menschen oft das Größte verorten, außerhalb eines Gottes oder Geld, da stellt sich die Frage, was ist man tatsächlich bereit, für einen Partner, die Kinder oder sich selbst zu tun?

Das Leben besteht aus Denken und Handeln. Ein nur denkender Mensch verhungert und ein nur handelnder Mensch erkennt keine Zusammenhänge, handelt orientierungs- und somit sinnlos. Die Bereitschaft für wen auch immer etwas zu tun, hängt davon ab, inwieweit der Mensch den Sinn von Denken und Handeln erkennt. Je stärker sich mein Denken und Handeln nur auf meine Person bezieht, fehlt die Erkenntnis des Zusammenhangs eines Lebens in Gemeinschaft mit anderen Menschen.

Der Mensch, der nur sein eigenes Leben im Blick hat, erkennt keinen Sinn der über das Leben des einzelnen Menschens hinausgeht.
 
Schuld und Sinn

Ich behaupte, dass denkende Menschen bewusst oder unbewusst mit dem Sinn ihres Lebens befasst sind. Der Mensch bemüht sich um Erkenntnis von Zusammenhängen seines Seins und seines Tuns.

Das Verstehen von Zusammenhängen setzt voraus, dass wir auseinander liegende Bruchstücke einer Informationsmenge, einer Sache oder eines Geschehens oder des gesamten Lebens so zusammenfügen, dass sie plausibel erscheinen und somit einen Sinn ergeben.

Es heisst: viele Köpfe, viele Möglichkeiten. Von daherstellt sich die Frage, welches Zusammenfügen und welche Interpretation die jeweils richtige ist? Die Vielzahl möglicher Interpretationen stellt für vieleMenschen eine Überforderung dar. Überforderte Menschen hören auf Zusammenhänge herzustellen und geben sich der Überzeugung spezieller oder allgemeiner Sinnlosigkeit hin.

Und ich denke, hier liegt ein Schuldfaktor. Schuld an derÜberzeugung allgemeiner Sinnlosigkeit verorte ich nicht bei den Menschen, die mit Fragen und Aufgaben überfordert sind. Schuld verorte ich bei den Menschen, die Zusammenhänge herstellen, verdeutlichen und mitteilen können – dies aber aus Bequemlichkeit oder aus Gleichgültigkeit nicht tun.

Eine weitere Schuld sehe ich bei den Menschen, die zwar einen Zusammenhang herstellen, verdeutlichen und mitteilen, dies aber zwecks Befriedigung ihres egoistischen Wesens tun.


LG, Nordrheiner
 
Tut mir leid, dass ich noch nicht richtig geantwortet habe, aber ja, ich bin langsam.

In der Kürze jedoch Folgendes: "Zufälle sind Zusammenhänge, die man nur noch nicht verstanden hat."
 
Tut mir leid, dass ich noch nicht richtig geantwortet habe, aber ja, ich bin langsam.

In der Kürze jedoch Folgendes: "Zufälle sind Zusammenhänge, die man nur noch nicht verstanden hat."

Was Du schreibst leuchtet ein.
Es geht immer um das Erkennen eines plausiblen Zusammenhangs, der am Anfang Grund zur Hoffnung auf eine gute Lösung und anschliessend auf den Weg zum Erreichen des Zieles führt.

Ich habe nicht den Ehrgeiz, alle zufällig scheinenden Ereignisse verstehen zu wollen. Jedoch habe ich den Wunsch das zu verstehen, was für mein Leben bedeutsam ist, auch wenn irgendwas dem Anschein nach zufällig passieren sollte.

Ich stelle mir die Frage nach einem Zusammenhang auf unterschiedliche Art und Weise:

So gibt es...
1) Regeln, die uns einen logischen Zusammenhang verdeutlichen
2) argumentative Zusammenhänge, die uns Begründungen liefern
3) kausale Zusammenhänge, warum etwas geschieht
4) konditionale Zusammenhänge (...dass dies geschieht, wenn jenes gegeben ist)
5) utilitäre Zusammenhänge (welchen Nutzen etwas hat).

Entscheidend ist aber oft der subjektive Zusammenhang, der verdeutlicht, welche Sicht Du auf einen Punkt hast.
Du musst nicht erst studieren oder sehr intelligent sein, um die Fragen nach Zusammenhängen selbst zu beantworten. Aber Du brauchst den Willen, Fragen zu stellen und plausible Antworten anzunehmen.

Und auch Antworten hinterfrage ich. Eine Antwort erscheint mir besonders dann plausibel, wenn möglichst viele Zusammenhänge - siehe obige 5 Punkte - deutlich werden. Monokausale Antworten stimmen mich meist skeptisch.
 
Da kann ich dir nicht widersprechen, Nordrheiner. Werde noch näher auf alles eingehen, aber jetzt erstmal nur fragmentarisch.

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder du siehst die kleinen und einfachen Dinge im Leben, und transzendierst sie, oder aber du bist ohnehin in der Transzendenz beheimatet und brichst sie auf das Kleinste und Einfachste herunter. Beides könnte man Leben nennen.

Warum ein Mensch, ein Land, ein Leben exakt so ist, wie es ist, ist nicht immer so einfach. Auch ggf. vorhandene Schuld bzw. Schuldfrage ist nicht so einfach zu beantworten.

Vieles, was der jeweilige Mensch tut, ist nicht zuletzt durch Familie, Kultur und sonstige Einflussfaktoren vorgegeben bzw. bestimmt. Das nachfolgende Video gibt es so nur auf Englisch. Es soll nur im Vergleich Deutschland-Japan verdeutlichen, dass Vieles, was man an Kultur oder Individuum wird, von der "Schule" abhängt, nicht von der "freien Wahl" alleine.

School Lunch in Japan - It's Not Just About Eating!
 
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