K
kasiopaja
Gast
Unter "gutes Leben" versteht man allgemein materiellen Wohlstand mit einer gewissen Sicherheit desselben. .
Nicht jeder versteht das unter einem guten Leben.
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Unter "gutes Leben" versteht man allgemein materiellen Wohlstand mit einer gewissen Sicherheit desselben. .
Hallo kasiopaja,
schau mal hier: Eigene Schuld - fremde Schuld. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Unter "gutes Leben" versteht man allgemein materiellen Wohlstand mit einer gewissen Sicherheit desselben. ich persönlich halte immaterielle Werte auch für wichtiger.
Es kommt auf die Prioritäten an.
Wenn gutes Leben die erste Priorität hat, also materieller Wohlstand, dann machst Du dort keine Zugeständnisse.
Wenn immaterielle Werte, z.B. Ehrlichkeit die Priorität hat, dann wirst Du dort keine Zugeständnisse machen, wohl aber bei "gutes Leben", also Materiellem.
Jemand, der ehrlich ist, kann durchaus auch ein gutes Leben führen, einen materiellen Wohlstand haben. Aber dieser hat für ihn keine erste Priorität. Beim materiellen Wohlstand ist er bereit Verzicht zu üben oder sich mit dem begnügen wollen, was er hat. Bei Ehrlichkeit ist er zu Zugeständnissen nicht bereit.
Nur ist es nicht möglich, materiellen und immaterielle Werten die gleiche Priorität einzuräumen.
Ist es jetzt deutlich?
Typisches Nordrheiner-Schwarzweiß-Denken. Entweder oder. Daß kleine Abstriche machen und Toleranz üben zum alltäglichen Leben dazugehören, scheint Dir nicht geläufig zu sein, oder? Ein ehrlich erworbener materieller Wohlstand ist kein Verbrechen. Wer viel hat, läßt häufig auch andere daran teilhaben, denn wer viel hat, kann auch viel geben. Wenn er denn will. Wenn er allerdings automatisch beleidigt und in den Schmutz gezogen wird von wegen, er wäre automatisch "unehrlich" (in welcher Hinsicht?), nur weil er Geld und ein gutes Leben hat, dann wird der Betreffende wahrscheinlich nicht mehr so bereit sein, denen, die ihn anklagen, "zum Dank" auch noch sein Geld hinterherzuschmeißen.Es kommt auf die Prioritäten an.
Wenn gutes Leben die erste Priorität hat, also materieller Wohlstand, dann machst Du dort keine Zugeständnisse.
Wenn immaterielle Werte, z.B. Ehrlichkeit die Priorität hat, dann wirst Du dort keine Zugeständnisse machen, wohl aber bei "gutes Leben", also Materiellem.
Wieso soll das nicht möglich sein? Was ist daran verkehrt, wenn sich jemand durch ehrliche Arbeit genau das Geld verdient, mit dem er gut leben kann? Machen die meisten (?) von uns doch jeden Tag. Gehörst Du etwa zu den Leuten, die automatisch glauben, wenn jemand ein gutes Leben führt, müsse er das Geld dafür "zweifellos" jemand anderem gestohlen haben? Aber wer ehrlich arbeitet, hindert ja niemand anderen daran, es ihm gleichzutun... und gleichfalls zu arbeiten und ehrlich Geld zu verdienen.
"Immaterielle Werte" gut und schön, nur kannst Du von denen weder abbeißen noch die Miete zahlen. Materielle Werte gehen grundsätzlich vor, weil jeder Mensch materielle Bedürfnisse hat. Unterkunft, Essen, Versorgung fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erworben werden, vorzugsweise auf die "ehrliche" Art. Wenn letzteres nicht möglich (oder nicht "erwünscht") ist, muß man nach dem Grund fragen.
Die Frage "was ist gute Leben - und welches sind Deine Prioritäten?" führt sicher zu vielen interessanten Antworten.
Und dann sollte gefragt werden: "Und - lebst Du ein gutes Leben?"
Und bei "nein" sollte gefragt werden: Woran liegt das?
Und dann landen wir wieder in diesem Faden.
Ziel und immateriellem Ziel.
Ich bin keiner, der das gezielte Leiden und den selbstgewollten Zwangsverzicht predigt. Aber ich habe den Eindruck, dass wir Menschen uns nichts Gutes tun, wenn wir dem Materiellen den Vorzug vor dem Immateriellen geben, z.B. weil wir dem Leiden ausweichen wollen.
Haben wir Menschen Angst vor dem Leiden?
Bei "ja" würde hier ein Schuh daraus. Ich schätze, das wäre das größere Problem für Dich, Nordrheiner, als die Gründe bei einem "nein", oder? Mit Leuten, denen es gut geht, kommst Du schlecht zurecht.
"Ja", ich denke, ich habe soweit ein gutes Leben. Manches könnte natürlich besser sein, aber im großen und ganzen ist es einigermaßen gelungen, so wie es jetzt ist. Schlechteres in der Vergangenheit - ist passé, wenn auch nicht vergessen. Schlechteres in der Zukunft - nicht vorhersehbar und deshalb kaum verhinderbar, wir sind ja alle keine Hellseher, oder? Ergo muß man es nehmen wie es kommt, und so gut wie man kann. Bis dahin genießt man, was man hat, und sichert sich so gut wie möglich ab, denn der nächste Sturm kommt bestimmt. Gut vorbereitet kann man so manchen Schicksalsschlag einfach ausreiten.
Wir, Daoga, wissen aber, dass es für erreichtes Lebensglück keine Bestandsgarantie gibt. Ist es nicht meistens so, dass - wenn wir uns in einer guten Situation befinden - diese gute Situation verortet werden kann mit: "nach einem Unglück" sowie "vor einem Unglück" ?
Ganz sicher stimme ich Dir zu, dass erfahrenes Lebensglück auch ein gewisses Polster für den nächsten Sturm gibt. Jedenfalls bei mir ist das so. Aber zu oft erlebe ich (bei anderen Menschen), dass ihnen erlebtes Lebensglück nicht ausreicht, um dem jeweils aktuellen Sturm zu trotzen. Und warum das so ist - wenn es doch anders sein sollte - das ist eine Frage, der ich nachgehe.
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