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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Re: Eigene Schuld - fremde Schuld
Das denke ich nicht. Gegen Deine Annahme spricht, daß "jeder" Mensch sich selbst als seine oberste Instanz sieht und festlegt, was gut ist und was nicht.

Falsch.
Falscher geht es garnicht mehr.
Das tun nur die dummen Menschen die nicht bemerken, dass sie egozentrisch denken.
(egoistisch und egozentrisch sind 2 verschiedene Dinge)
 
Wir Menschen sehen nur das, was vor Augen ist. Daher neigen wir dazu, uns mal zu überschätzen oder zu unterschätzen. Und selbst wenn wir uns und unsere Fähigkeiten genau kennen, bedeutet das noch lange nicht, dass wir wissen, zu was wir fähig sind, wenn wir nicht nur unsere derzeit genutzten 10% des Gehirns zur Verfügung haben, sondern auch die übrigen 90%.
Manchmal denke ich, dass Gott den Schlüssel hat zu den übrigen 90%, jedoch den Schlüssel nicht rausrückt, weil er sieht, dass wir mit den 10% schon genügend Unsinn anstellen. Und während Menschen nach dem Schlüssel in der Biologie oder der Physik suchen, sitzt Er nebenan, schaut uns zu und hält den Schlüssel in seiner Hand. Und dann frage ich mich: Wo - in welcher Richtung - macht die Suche Sinn?
Ach bitte, nicht wieder den Unfug mit den "90 % ungenutzten Kapazitäten". Das war von vorneherein falsch verstanden, es heißt in Wirklichkeit so, daß maximal 10 % an Kapazität (wenn überhaupt) für die Funktionen des Wachbewußtseins verwendet werden, alles andere geht für ordinäre Körperfunktionen wie etwa die Atmung, das Unterbewußtsein und andere Zwecke drauf, für aufwendige Sonderfunktionen wie etwa die Darmfunktion gibt es sogar ein extra "Zusatzgehirn" aus Nervenmasse im Bauchbereich. Sowas wie ungenutzte Gehirnmasse gibt es nicht - was der Körper nicht nutzt, das wird abgebaut, damit es keine Energie verschwendet. Weiß jeder, der mal zwangsweise zwei Wochen im Krankenhausbett liegen mußte, wie stark schon nach dieser kurzen Zeit die Muskeln abgebaut haben... und Gehirnmasse ist ein größerer Energiefresser als Muskeln. Wenn ein Gehirnteil seinen Zweck nicht erfüllen kann, weil es nicht beansprucht wird, kann es passieren, daß Arbeit von anderen Gehirnteilen dorthin "ausgelagert" wird, ob erwünscht oder unerwünscht ("Phantomschmerz" nach Amputationen...)
 
Es gibt solche und solche. Das kann man natürlich nicht verallgemeinern da hast du vollkommen Recht Burbacher.(Aus diesem grund war es mir ja auch so wichtig ob jmd nun in der Lage ist für alle Christen zu sprechen oder nur für sich als Individuum, da das schon wichtig ist das zu differenzieren)
Also welche auf die das zutrifft und welche auf die das nicht zutrifft.
Ich bin mir nicht sicher ob Daoga dich und deine Lebenserfahrung gemeint hat Burbacher.
Auch wenn sie natürlich unter der allgemeinen Begrifflchkeit "der Gläubigen" das allgemein ausgedrückt hat, wer jetzt pingelich sein will.
Aber dazu kann Daoga ja mit Sicherheit nochwas sagen und es genauer ausführen.

@Laures und Burbacher: Es gibt solche und solche, völlig korrekt. "Laue" Atheisten sind solche, die vielleicht in einer areligiösen Umgebung aufgewachsen sind oder in einem religiösen Umfeld, das sich jedoch nie in irgendeiner Weise - positiv oder negativ- hervorgetan hat, weshalb Religion im späteren Leben auch keine Rolle spielt. Trifft man allerdings einen "aggressiven" Atheisten, dann ist da immer eine Leidensgeschichte mit Religion - oder eine schwere Enttäuschung im Spiel. Religion schützt halt nicht vor Schicksalsschlägen, und Religion ist keineswegs ein Garant für eine glückliche Kindheit, ein erfülltes Leben etc.. Allerdings ist für manche Gläubige schon jeder Atheist automatisch "aggressiv", der nicht zu jedem Glaubensnonsens ja und Amen sagt. Und wenn es dann der eine oder andere Atheist auch noch "wagt", sich besser als ein Gläubiger in der Bibel und Religionsgeschichte auszukennen und den Gläubigen die ganzen Ungereimtheiten um die Ohren zu hauen... einem Gläubigen wie Burbacher fällt das mit der Selbstgefälligkeit vieler Gläubiger wahrscheinlich gar nicht so auf, dazu muß man schon ein "Ungläubiger" sein, um zu merken, wie viele Gläubige ihr Selbstwertgefühl an ihrem Glauben aufrichten, Religion als Viagra für das Selbstwertgefühl, gewissermaßen, nicht nur im Christentum, sondern extrem - zur Zeit sichtbar - im Islam, das geht im Extremfall so lange, bis Religion und Selbstwertgefühl als identisch verstanden werden und eine Kritik oder "Beleidigung" des einen automatisch zur Kritik und "Beleidigung" des anderen wird...
 
Daoga,

Du schreibst:

"Und wenn es dann der eine oder andere Atheist auch noch "wagt", sich besser als ein Gläubiger in der Bibel und Religionsgeschichte auszukennen und den Gläubigen die ganzen Ungereimtheiten um die Ohren zu hauen... einem Gläubigen wie Burbacher fällt das mit der Selbstgefälligkeit vieler Gläubiger wahrscheinlich gar nicht so auf, dazu muß man schon ein "Ungläubiger" sein, um zu merken, wie viele Gläubige ihr Selbstwertgefühl an ihrem Glauben aufrichten, Religion als Viagra für das Selbstwertgefühl, gewissermaßen, nicht nur im Christentum.."

Da Du mich persönlich ansprichst, gebe ich einen kleinen Hinweis auf meine religiöse Entwicklung. Ich bin in einer sehr konservativen und evangelikalen Gegend Deutschlands aufgewachsen. Meine erste religiöse Prägung erfuhr ich im und unter dem Einfluss des Pietismus.

Das wiederum war für mich Anlass, mich mit diesen Fragen intensiver und schließlich wissenschaftlich zu befassen, fanden sie doch Eingang in meine Theologische Staatsarbeit, in der ich mich sehr ausführlich mit der evangelikalen Richtung innerhalb meiner Kirche befasste.

Ich weiß sehr wohl, wovon ich und warum ich über diese Fragen schreibe.

Menschen wie ich, und das meine ich nicht Mitleids heischend, stehen im Grunde immer zwischen den Fronten:
Den Frommen sind wir nicht fromm genug und den Kritikern zu fromm. Ich sage auch mit einem Augenzwinkern, dass ein solcher mit einem gewissen Vergnügen ausgetragener Disput durchaus Spaß machen kann.

Mein Selbstwertgefühl ziehe ich an diesem Punkt und in dieser Auseinandersetzung exakt daraus, dass ich mich von keiner Seite vorschnell vereinnahmen lasse.
Da sehe ich mich, und ich hoffe, damit nicht anmaßend rüberzukommen, durchaus auch in der Nähe dieses Jesus, der den Frommen nicht fromm genug und den Ungläubigen zu fromm erschien.

Wenn mein Selbstwertgefühl in einem religiösem Gedanken wurzelt, dann darin, dass ich mich als von Gott angenommen weiß in allem was und wie ich bin, mit allen Mängeln und allen Vorzügen.

Gruß

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Daoga,
Wenn mein Selbstwertgefühl in einem religiösem Gedanken wurzelt, dann darin, dass ich mich als von Gott angenommen weiß in allem was und wie ich bin, mit allen Mängeln und allen Vorzügen.
Gruß
Burbacher
... und würde dieses Selbstwertgefühl leiden - für Dich selbst oder auch nach außen hin, in Deiner Interaktion mit Deiner Umwelt - wenn Du aus irgendeinem Grund nicht mehr an die Existenz eines Gottes glauben könntest? Oder wäre es letztlich bedeutungslos, ob Du Dich von einem Gott angenommen weißt, oder ob Du Dich "nur" selbst so annehmen kannst, wie Du bist?
 
Hallo, Laures,

damit wir nicht den Zusammenhang verlieren, wiederhole ich meine Aussage:
„Jeder“ Mensch sieht sich selbst als oberste Instanz und legt fest, was gut ist und was nicht.

Falsch.
Falscher geht es garnicht mehr.
Das tun nur die dummen Menschen die nicht bemerken, dass sie egozentrisch denken.
(egoistisch und egozentrisch sind 2 verschiedene Dinge)

Was ist für Dich dumm?
Aus meiner Sicht: Daoga, z.B., handelt so, wie ich es in meiner Aussage beschrieb.
Dabei befindet er sich in bester Gesellschaft mit vielen klugen Köpfen.
Ist es nicht blind und überheblich, diese Menschen als dumm zu bezeichnen? Gerade Daoga empfinde ich als einen
angenehmen Menschen, der mit seiner hohen Bildung dazu beiträgt, dass nächtliche Gedankenausflüge wieder auf
dem Boden landen.

Die Frage ist doch auch hier: Warum tun Menschen was sie tun?

Und als ich meine Aussage - siehe gaaanz oben - schrieb, dachte ich dabei gerade an Dich, Laures.


LG, Nordrheiner
 
... und würde dieses Selbstwertgefühl leiden - für Dich selbst oder auch nach außen hin, in Deiner Interaktion mit Deiner Umwelt - wenn Du aus irgendeinem Grund nicht mehr an die Existenz eines Gottes glauben könntest? Oder wäre es letztlich bedeutungslos, ob Du Dich von einem Gott angenommen weißt, oder ob Du Dich "nur" selbst so annehmen kannst, wie Du bist?

Hallo, Daoga,

wenn ich die Frage beantworten darf:

Das Wissen, dass ich ein von Gott angenommener Mensch bin, ist das Eine. Das Selbstwertgefühl spiegelt lediglich wieder, wie ich mich sehe, empfinde und bewerte.

Es gibt Christen, die ein niedriges Selbstwertgefühl haben. Diesen Menschen kann ich sagen: Deine Selbstbewertung ist falsch. Wenn der Höchste Dich als wertvoll ansieht und so bewertet, dann bist Du wertvoll, ob Deine Gefühle Dir das widerspiegeln oder nicht.

Es gibt Menschen, vielleicht sogar Christen, die ein überzogenes Selbstwertgefühl haben. Dieses überzogene Selbstwertgefühl verleitet Menschen, sich in ihrer Wertanschauung über andere Menschen zu stellen. Und dann muß ich korrigierend sagen, dass man in dem Fall auch als Christ den biblischen Boden verlässt.

Ob ich mich von Gott angenommen weiss, ist hinsichtlich der Tatsache als solche, bedeutungslos. Denn wenn „ich“ angenommen bin, dann ist das so. Ob „mir“ mein Selbstwertgefühl das widerspiegelt oder nicht.
Dieses Angenommensein von Gott ist insofern sehr bedeutungsvoll, denn es führt den Christen zu der Frage: Was will Gott von mir?
Und es führt weg von der Einstellung: Ich entscheide…

Mir fällt dazu folgendes Beispiel ein: Wenn sich Herr X bei einem Unternehmen bewirbt und dazu auch nicht weiß, welcher Arbeitsplatz seinen Fähigkeiten entspricht, dann wird er sich zunächst über die Annahme freuen dürfen. Der einstellende Unternehmer verschafft sich einen Überblick über die Fähigkeiten des neuen Angestellten und wird diese Fähigkeiten schulen bzw. ergänzen. Und je nach Lernfortschritt wird er dem Angestellten den Platz zuweisen, auf dem der Angestellte sich am besten einbringen kann und zum Wohl des Unternehmens beiträgt. Würde der Angestellte selbst entscheiden, wie und wo er tätig sein will, ist anzunehmen, dass er sich einen falschen Platz sucht und seine Bestimmung verfehlt.

LG, Nordrheiner
 
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