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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Ein Christ wird häufig auf Ablehnung seiner Einstellung und seinem Glauben bei Nicht-Christen stoßen. Anpassung würde ihm bei Nicht-Christen sicherlich Pluspunkte bringen. Aber das wäre sicher der falsche Weg zu leben, denn Anpassung wäre mit einem Verlust an Authentizität begleitet. Trotzdem gibt es viele Punkte, in denen Nicht-Christen und Christen zu einer gleichen Meinung kommen können. Ein Punkt davon ist das Thema "mein Umgang mit eigener sowie mit fremder Schuld" bezogen auf Mensch-Mensch-Beziehung.

Sehe ich anders, eben auf meine einzigartige Art und Weise.

Ich sehe den Menschen in erster Linie als Menschen. Und dann kommen vielleicht noch Attribute wie Alter, Geschlecht, Nationalität, Religion, Philosophie, politische Orientierung, Selbstverwirklichung, Psychologie, Soziologie, Mathematik, Physik, Massagen, Kriege, Soldaten, Mehrwertsteuer, Sozialhilfe, Benefizkonzerte, ökologische Landwirtschaft, Smartphones, die Milchstraße, Neutrinos und Marktwirtschaft hinzu. Schließlich muss sich der Mensch mit irgendwas beschäftigen.

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Ich sagte dir bereits, dass Religionen oder auch die christliche Religion nur ein kleiner Teil des Gesamtspektrums für mich sind.

Führ doch mal aus, Deinen angefangenen Satz.

Sicher, das könnte ich tun. Erstmal bleibt mir jedoch nur, auf meinen Beitrag vom 03.01.15 zu verweisen.
 
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Die exakte Definition von Geld ist:
Geld ist Schuld von einer Bank an eine nicht Bank 🙂
Die Funktion des Geldes ist ein Tauschmittel zu sein ja....

Es heist nicht umsonst Fiat Money... Der "Gegenwert" des Geldes ist die Schuld.
Ohne diese Schuld würde sich das Geld auflösen. Es besteht aus der Schuld.
Mach ein Experiment und zahl alle Schulden der Welt zurück und schau was passiert... .
Das stimmt nicht. Geld ist keine Schuld. Geld ist eine Kuh, oder deren Gegenwert als Kupferbarren in der Form eines Rinderfells. Geld ist eine Muschelkette. Geld ist ein Barren Salz. Geld ist eine Goldmünze. Geld kann alles sein, was für Menschen einen Wert hat, aufgrund seiner Nützlichkeit (Kupfer als Rohstoff für Werkzeuge, Salz als Würze und zur Haltbarmachung von Nahrungsmitteln), seiner Seltenheit und Beliebtheit als Schmuck (Gold) oder des Aufwandes, den es kostet, es herzustellen (Muschelkette). Banken und deren "imaginäres" Geld, das nur auf dem Papier steht (von Buchgeld bis Papiergeld) sind eine relativ neue Erfindung, die am Anfang ganz ordinär vor Räubern schützen sollten, weil die Leute nicht mehr gezwungen waren, auf Reisen dicke Beutel voller Gold mitzuschleppen, ein paar Papiere, die bei Einzahlung auf den jeweiligen Namen ausgestellt wurden (in einer Zeit, in der nur wenige Leute lesen und schreiben konnten) und in den jeweiligen "Bankfilialen" in größeren Städten wieder in reales Geld umgetauscht werden konnten, reichten (mittelalterliche Bankhäuser wie die Fugger oder noch früher die Templer). Mit anderen Worten, hinter "anständigem" Geld steht immer ein realer Wert, sei es, weil das Geld selbst den Wert darstellt, oder weil es eine "Deckung" hat (dafür dienen die Goldreserven der Banken, die dem Papier- und billigen Münzgeld den Wert erst verleihen). "Unanständig", könnte man sagen, wird es erst, wenn die Deckung überreizt wird, wenn weitaus mehr Geld im Umlauf ist als in irgendeiner Form gedeckt ist, sei es, weil zu viel billiges Geld gedruckt wird, oder weil Zins und Zinseszins zu einem ständigen Anwachsen der Geldmengen (auf dem Papier) führt. Eine "Schuld" ist, ganz im Gegenteil, die Abwesenheit von Geld. Wer Schulden hat, hat keinen Gegenwert (Kuh, Kupfer, Salz, Gold...), um diese Schulden abzudecken. Schulden sind etwas genauso imaginäres wie Buchgeld, aber genauso wichtig im ewigen Geben und Nehmen der Wirtschaft.
 
Führ doch mal aus, Deinen angefangenen Satz.

Ein Christ wird häufig auf Ablehnung seiner Einstellung und seinem Glauben bei Nicht-Christen stoßen. Anpassung würde ihm bei Nicht-Christen sicherlich Pluspunkte bringen. Aber das wäre sicher der falsche Weg zu leben, denn Anpassung wäre mit einem Verlust an Authentizität begleitet. Trotzdem gibt es viele Punkte, in denen Nicht-Christen und Christen zu einer gleichen Meinung kommen können. Ein Punkt davon ist das Thema "mein Umgang mit eigener sowie mit fremder Schuld" bezogen auf Mensch-Mensch-Beziehung.
Die Ablehnung hat wohl eher mit ständigen Missionierungsversuchen von Seiten der Gläubigen zu tun und der dabei häufig gezeigten Überheblichkeit besagter Gläubigen, die sich wegen dieses Glaubens für was besseres halten, und "Anpassung" wäre ein anderes Wort für "belästige Deinen Nächsten nicht mit Deinen Glaubensvorstellungen". Als Atheist oder Agnostiker ist man immer wieder versucht zu sagen, "Wenn Du Dich als Christ fühlst, dann lebe Deinen Glauben - aber geh den anderen, die diesen Glauben nicht teilen, nicht ständig damit auf den Wecker." Oder wie es irgendwo hieß, der wahre Gläubige solle nicht vor aller Augen auf der Straße beten, damit die Leute ihn darob bewundern, sondern daheim und allein im stillen Kämmerchen? Gilt - ohne den Teil mit der Bewunderung - immer noch unverändert.
 
Daoga, Du schreibst:

"Die Ablehnung hat wohl eher mit ständigen Missionierungsversuchen von Seiten der Gläubigen zu tun und der dabei häufig gezeigten Überheblichkeit besagter Gläubigen, die sich wegen dieses Glaubens für was besseres halten, und "Anpassung" wäre ein anderes Wort für "belästige Deinen Nächsten nicht mit Deinen Glaubensvorstellungen".

Tut mir leid, aber ich kann dir da wahrhaftig nicht zustimmen. Ich gehöre zu einer der beiden großen Kirchen, der Evangelischen Kirche in Deutschland.
In meiner Kirche gibt es Gottesdienste. Daneben findet einmal im Jahr der Evangelische Kirchentag statt, bei den Katholiken der Katholikentag. Zu diesen Veranstaltungen fahren in der Regel Christen, "Insider-Christen", möchte ich fast sagen. Das aber war es dann schon mit Missionierungsversuchen.
Über einige Jahre erhielt ich auch gelegentlich Besuche von Jehovas Zeugen. Selbst deren Vertreter eiferten nicht, unterhielten sich freundlich, drückten mir ihren "Wachturm" in die Hand und verabschiedeten sich.

Im Gegenteil dazu aber, und da komme ich auf Foren wie dieses zu sprechen, gerät man als jemand, der ein religiöses Bekenntnis ablegt, sofort in die virtuelle Schusslinie.
Nicht selten, und das beobachte ich gerade in Internetplattformen, werden religiöse Themen gerne präsentiert, um dann über Gläubige und Glaubensgemeinschaften, gleich welcher Richtung, herzuziehen.

Ich gehe soweit, zu behaupten, dass da fast schon eifernd ein aggressiver Atheismus gepflegt und gepredigt wird.
Da allerdings stehe auch ich dann nicht an, die christliche Position zu vertreten, denn, wenn man auch nur etwas von dem getrieben und bestimmt wird, was einen unmittelbar angeht, dann drängt es Menschen, auch davon zu reden.

Burbacher
 
Es gibt solche und solche. Das kann man natürlich nicht verallgemeinern da hast du vollkommen Recht Burbacher.(Aus diesem grund war es mir ja auch so wichtig ob jmd nun in der Lage ist für alle Christen zu sprechen oder nur für sich als Individuum, da das schon wichtig ist das zu differenzieren)
Also welche auf die das zutrifft und welche auf die das nicht zutrifft.
Ich bin mir nicht sicher ob Daoga dich und deine Lebenserfahrung gemeint hat Burbacher.
Auch wenn sie natürlich unter der allgemeinen Begrifflchkeit "der Gläubigen" das allgemein ausgedrückt hat, wer jetzt pingelich sein will.
Aber dazu kann Daoga ja mit Sicherheit nochwas sagen und es genauer ausführen.
 
Damit wir den Zusammenhang nicht verlieren: Dein folgender Satz ging voraus: "Wer sein Leben liebt, wird es nicht verlieren." Daraufhin fragte ich zurück, was Du den Menschen erklären willst, die ihr Leben lieben und doch sterben müssen, ggf. ermordet werden?

Ich habe den Satz, Deinen Satz in Blau, nicht geschrieben. Ich finde ihn falsch. Daher solltest Du die Antwort geben, wenn Du ihn immer noch richtig findest.

Meinen "Schuldentwurf" werde ich noch etwas sacken und wachsen lassen, bevor ich dazu vielleicht etwas schreibe. Formulieren und schreiben - gerade längere Texte - fällt mir aufgrund meines Seh-/Hirnproblems immer noch etwas schwierig. Habe daher "zurückgelesen" und gehe auf eine "kleine Baustelle" ein:

Gegenüber gestellt waren 2 Sätze:

1) Wer sein Leben liebt, wird es verlieren.
2) Wer sein Leben liebt, wird es nicht verlieren.

Der zweite Satz stammt von mir und ich halte ihn für symphatischer und logischer. Warum? Ich erkläre das.

Wenn man den zweiten Teilsatz betrachtet, also "wird es verlieren" oder "wird es nicht verlieren", dann scheint nur eines richtig sein zu können. Und wenn man davon ausgeht, dass der Mensch mit dem Tod sein Leben verliert, dann ist Ersteres zwingend richtig.

Aber:

Nehmen wir den ersten Teilsatz hinzu: "Wer das Leben liebt,..."

Hieraus ergibt sich die unterschwellige/implikative und aus meiner Sicht rhetorische Frage: "Wenn ein Mensch sein Leben nicht liebt, hat er sein Leben dann nicht bereits verloren"?

Und um den Brückenschlag zum Fadenthema zu machen: Kann es die Schuld eines Menschen sein, dass er sein Leben liebt oder nicht liebt?
 
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