Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ist Einsamkeit ein Problem?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich glaube nicht da sie mich rausschmeißen würde. Aber ich denke sie würde mich noch mehr runterziehen.
Ich lebe noch mit meinem Vater zusammen. Ich denke der wär auf meiner Mutters Seite aber nicht weil er die gleiche Meinung hat, sondern sie den dominanteren Teil übernimmt sondern lieber ja sagt und sich dünne macht.

Hallo, Liebe Kareena,

was ist Dir lieber:
a) keinerlei Risiko (Streitgespräch) eingehen - und alles bleibt wie es jetzt ist
oder
b) kleines Streitgespräch - und Du hast freie Bahn, den Weg der Gesundung und des Glücklichwerdens zu beschreiten?

Bei b) helfe ich Dir. Es ist längst nicht so schwer und stressig, wie Du denkst, auch wenn ich Deine Mutter nicht persönlich kenne.

LG, Nordrheiner
 
A

Anzeige

Re: Ist Einsamkeit ein Problem?
Liebe Kareena!

Was Du drauf hattest zeigt, daß Du ein besonderer Mensch bist, der besondere Förderung braucht!
Doch, Du bist wertvoll - das sage ich jetzt nur so, weil Du selber das Wort gebrauchst, Du Dich selber als wertlos fühlst.

Deine Probleme erwachsen nach meiner Ansicht daraus, daß in unserem Bildungssystem die Verantwortung liegt und auch ein Teil in der Verantwortung der Menschen liegt, die über Deinen Weg Entscheidungen getroffen haben.

Es ist schwer alle Menschen über eine Leisten zu ziehen und allen im gleichen Maße Bildung beizubringen, in dem man alle gleichmäßig fördert bzw. ein Angebot macht und alle müssen zulangen, wer zu langsam ist, hat Pech. Dadurch geht vieles daneben. Nicht nur die besonderen Begabungen gehen verloren oder werden nicht gefördert, nein, der begabte erleidete dadurch unnötige seelische Konflikte. Leider hat das offenbar Deine Mutter nicht erkannt bzw. konnte sie nicht veranlassen, daß Du zielstrebig gefördert wurdest.

Schau, ich vertrete die Ansicht, daß die Menschen von Geburt an verschieden sind, daß mehr in den Genen liegt, was man durch den unterschiedlichen Umgang, gerade am Anfang eines Menschenlebens durch unterschiedliche Prägung wesentlich zum Guten beeinflussen kann.

Es ist eben nicht günstig, mehr oder minderbegabte alle in eine Klasse zu setzen und keine spezifische Beschulung zukommen zu lassen. Dann müßten für die begabteren immer Sonderwege geboten, bzw. Sonderaufgaben zusätzlich gestellt werden und für die langsameren ein anderer Zeitfonds oder andere Systematik angebracht werden. Das geht alles nicht in einer Klasse. Da aber von der führenden Gesellschafts-Elite an solcherlei Projekten kein Interesse besteht, weil alle für das Erwerbsleben ausgebildet werden und eben, daß die Erziehung der Kinder nicht irgendwelchen Idealen unterliegt, wird sozusagen gelehrt, daß sich "alle zu fügen haben". Um die Folgen wieder etwas auszugleichen, haben wir dann wieder Psychologen, die aber das nie ausgleichen können, nie den Erfolg haben werden, was eine altersgerechte Förderung bringen und gleichzeitig vermeiden würde.

Ich bezweifle, daß den Schülern Angebote zum Aussuchen von Vorbildern geboten wird, was ja auch eine charkterliche Beeinflussung befördern würde. Wozu Ideale? Vorbilder? - in dieser Gesellschaft? Aber das
b r a u c h e n ganz selbstverständlich die Menschen.
Dieses "alle zusammenstecken" - glaube ich - , - wenn nicht besonderer Wert darauf gelegt wird - verhindert das auch etwas wichtiges entstehen kann: die Bildung einer (Klassen-/Gruppen-)Gemeinschaft, was ich für den künftigen Lebenweg für bedeutsam halte. Das ist nie wieder in einen Menschen so einzupflanzen, wie während der Schulzeit!

Jetzt gibt es ja diese Gruppenbildung nach Wahl und keine Betreuung der Kinder über einen langen Zeitraum, durch die gleichen (guten) Lehrkräfte, wie wir es genossen haben. Ich hatte Lehrkräfte die ab der 5. - 10. Klasse gelehrt haben, meine Klassenlehrerin gar ab der 4. !!! Klasse.

Es ist so in der Erziehung: etwas nicht rechtzeitg getan, ist meist so wie nicht getan und läßt sich später, wenn, dann nur mit einem größeren Aufwand erreichen. Weil da ein Mangel herrscht, entstehen in unserer Gesellschaft so häufig diese gewisse psychischen Probleme. Da brauchen wir uns gar nicht drüber zu wundern.

Ja, also - - ich möchte Dir raten das Angebot von Nordrheiner anzunehmen, wenn es ernst gemeint ist von ihm und machbar wäre, denn: es bringt Dir sicherlich von mir keine spezielle Problemlösungshilfe😱🙂, meine Meinung zu lesen, aber ich denke, daß es Dir - hoffe ich-, eine spezielle Sicht auf die Umstände Deiner Problematik bringt. Es hängt nämlich immer alles irgendwie zusammen. Weil ich nicht glauben kann, daß unsere Elite das nicht blickt, deshalb habe ich das Gefühl, daß das alles so gewollt ist.

Freilich gibt es Schichten und Gruppen, die sich abstrampel dagegen, aber das kann nur Flickwerk bleiben. Erziehung -das ist eine Systemfrage.

Freundliche Grüße
Gelinda

p.s. ehm ja, jetzt weiß ich gar nicht, ob ich Dir schon mal was geschrieben habe😱 aber macht ja nix😀😉
upps, ich meine womöglich schon mal das gleiche -- uhahah😱😱
 
Liebe Kareena!

Was Du drauf hattest zeigt, daß Du ein besonderer Mensch bist, der besondere Förderung braucht!
Doch, Du bist wertvoll - das sage ich jetzt nur so, weil Du selber das Wort gebrauchst, Du Dich selber als wertlos fühlst.

Deine Probleme erwachsen nach meiner Ansicht daraus, daß in unserem Bildungssystem die Verantwortung liegt und auch ein Teil in der Verantwortung der Menschen liegt, die über Deinen Weg Entscheidungen getroffen haben.
Ja das habe ich auch gemerkt. Die Erzieherinnen haben sich geirrt. Meine Grundschullehrein wusste auch nicht wo sie mich hinschicken sollte. Deswegen gab es ja den Streit zwischen den beiden Lehrerinnen. Das Problem war sogar das die Orientierungstufe sogar abgeschafft wurde und da die Grundschullehrer keine Erfahrungen hatte bezüglich der Empfehlungen. Kann man ja sehen was daraus geworden ist. Ich weiss leider das es aktuell immer noch der Fall ist.
Es ist schwer alle Menschen über eine Leisten zu ziehen und allen im gleichen Maße Bildung beizubringen, in dem man alle gleichmäßig fördert bzw. ein Angebot macht und alle müssen zulangen, wer zu langsam ist, hat Pech. Dadurch geht vieles daneben. Nicht nur die besonderen Begabungen gehen verloren oder werden nicht gefördert, nein, der begabte erleidete dadurch unnötige seelische Konflikte. Leider hat das offenbar Deine Mutter nicht erkannt bzw. konnte sie nicht veranlassen, daß Du zielstrebig gefördert wurdest.
Ich sollte so ein psychologischen Test machen, weil ich so früh Lesen konnte, ich habe es mir ja selber beigebracht, aber meine Mutter wollte das nicht. Sie hatte Angst was dabei rauskommt. Sie wollte ein normales Kind was in der Gesellschaft akzeptiert wird.
Schau, ich vertrete die Ansicht, daß die Menschen von Geburt an verschieden sind, daß mehr in den Genen liegt, was man durch den unterschiedlichen Umgang, gerade am Anfang eines Menschenlebens durch unterschiedliche Prägung wesentlich zum Guten beeinflussen kann.
Ich hoffe es. Ich hatte leider immer das Gefühl das ich gebremst wurde.
Es ist eben nicht günstig, mehr oder minderbegabte alle in eine Klasse zu setzen und keine spezifische Beschulung zukommen zu lassen. Dann müßten für die begabteren immer Sonderwege geboten, bzw. Sonderaufgaben zusätzlich gestellt werden und für die langsameren ein anderer Zeitfonds oder andere Systematik angebracht werden. Das geht alles nicht in einer Klasse. Da aber von der führenden Gesellschafts-Elite an solcherlei Projekten kein Interesse besteht, weil alle für das Erwerbsleben ausgebildet werden und eben, daß die Erziehung der Kinder nicht irgendwelchen Idealen unterliegt, wird sozusagen gelehrt, daß sich "alle zu fügen haben". Um die Folgen wieder etwas auszugleichen, haben wir dann wieder Psychologen, die aber das nie ausgleichen können, nie den Erfolg haben werden, was eine altersgerechte Förderung bringen und gleichzeitig vermeiden würde.
Da müsste was aufjedenfall gemacht werden. Aber anderseits finde ich es auch schlecht wenn Kinder so selektiert werden. Ich z.b war total neidisch auf Gymnasiasten. Ich habe mich so minderwertig gefühlt.
Bei uns war die Hauptschule, Realschule und das Gymnasium an einem Gebäude und eine Gymnasiastin st so selbstbewusst stolziert und der Rest war so am Rand. Förderschulen finde ich auch irgendwie gemein. Die sitzen irgendwo isoliert in einer Einrichtung und das ist ja auch keine individuelle Förderung, weil man ja jeden Förderschüler gleich behandelt obwohl jeder ein Individuelles Wesen ist und durch die Begriffe wie Förderschüler kann er sein Potenzial schlecht zeigen. Man sollte sich mehr mit dem Menschen/Schüler beschäftigen und nicht mit dem Titel.

Ich bezweifle, daß den Schülern Angebote zum Aussuchen von Vorbildern geboten wird, was ja auch eine charkterliche Beeinflussung befördern würde. Wozu Ideale? Vorbilder? - in dieser Gesellschaft? Aber das
b r a u c h e n ganz selbstverständlich die Menschen.
Dieses "alle zusammenstecken" - glaube ich - , - wenn nicht besonderer Wert darauf gelegt wird - verhindert das auch etwas wichtiges entstehen kann: die Bildung einer (Klassen-/Gruppen-)Gemeinschaft, was ich für den künftigen Lebenweg für bedeutsam halte. Das ist nie wieder in einen Menschen so einzupflanzen, wie während der Schulzeit!

Jetzt gibt es ja diese Gruppenbildung nach Wahl und keine Betreuung der Kinder über einen langen Zeitraum, durch die gleichen (guten) Lehrkräfte, wie wir es genossen haben. Ich hatte Lehrkräfte die ab der 5. - 10. Klasse gelehrt haben, meine Klassenlehrerin gar ab der 4. !!! Klasse.

Es ist so in der Erziehung: etwas nicht rechtzeitg getan, ist meist so wie nicht getan und läßt sich später, wenn, dann nur mit einem größeren Aufwand erreichen. Weil da ein Mangel herrscht, entstehen in unserer Gesellschaft so häufig diese gewisse psychischen Probleme. Da brauchen wir uns gar nicht drüber zu wundern.
Ja das ist wahr. Ich tue mich auch mit Gruppenarbeiten so schwer. Irgendwie bin ich zu ungeduldig. Ich will das immer lieber alleine machen. Das sind so Charaktereigenschaften die ich noch trainieren muss. Obwohl ich mich mit meinen Klassenkameraden zurzeit sehr gut verstehe und die Gruppenarbeit klappt ganz gut. Obwohl ich innerlich noch etwas ungeduldig bin, aber ich kriege das auf die Reihe.
Ja, also - - ich möchte Dir raten das Angebot von Nordrheiner anzunehmen, wenn es ernst gemeint ist von ihm und machbar wäre, denn: es bringt Dir sicherlich von mir keine spezielle Problemlösungshilfe😱🙂, meine Meinung zu lesen, aber ich denke, daß es Dir - hoffe ich-, eine spezielle Sicht auf die Umstände Deiner Problematik bringt. Es hängt nämlich immer alles irgendwie zusammen. Weil ich nicht glauben kann, daß unsere Elite das nicht blickt, deshalb habe ich das Gefühl, daß das alles so gewollt ist.
Dein Beitrag hat mir sehr viel geholfen. Vielen Dank ich bin froh das du deine Meinung geschrieben hast.
Ich glaube nur das wir weg von eigentlichen Thema sind. 😀

Freilich gibt es Schichten und Gruppen, die sich abstrampel dagegen, aber das kann nur Flickwerk bleiben. Erziehung -das ist eine Systemfrage.

Freundliche Grüße
Gelinda

p.s. ehm ja, jetzt weiß ich gar nicht, ob ich Dir schon mal was geschrieben habe😱 aber macht ja nix😀😉
upps, ich meine womöglich schon mal das gleiche -- uhahah😱😱

Ich hoffe die Gesellschaft ändert sich noch.
 
Danke Kareena - Du (Dein Name) bist jetzt nun für mich ein Begriff -
danke, daß Du uns hier einen Einblick in Dein Leben gegeben hast. Es hat mich zum besseren Verstehen meines Enkels geführt.

FG Gelinda
 
Ist Einsamkeit ein Problem?

meine Frage möchte ich nicht mit einem klaren „Ja“ beantworten. Einsamkeit ist eine Lebensform des Menschseins. Es gibt Menschen, z.B. Eremiten, die mit dieser Lebensform zufrieden oder sogar glücklich sind. Für die Mehrheit der Menschen trifft das nicht zu. Für viele Menschen gehört das Miteinander, vor allem das liebevolle Miteinander, zum Leben dazu. Die einzelne Einsamkeitssituation, in die jeder mal gerät oder sogar gerne wählt, ist eher ein Ausruhen, wird als eine kurze Erholungspause empfunden, bevor es wieder losgeht. Man nennt das dann auch eher Alleinsein. Alleinsein ist wohl die positive Variante.

Das liebevolle Miteinander ist für die meisten Menschen ein sehr wichtiger Faktor für Lebensqualität, vielleicht sogar der wichtigste Faktor.
Einsamkeit ist kein Problem – verdeutlicht aber „unsere“ Schwierigkeiten, mit negativen Erlebnissen und negativen Faktoren konstruktiv umzugehen.
Negative Faktoren sind z.B. Faulheit, Egozentrik, Undankbarkeit, Hoffnungslosigkeit, Sturheit, Bosheit, Lieblosigkeit, (künstliche bzw. selbstgemachte) Angst.

Wenn solche negativen Faktoren in zunehmendem Maße zutreffen, verlieren andere Menschen ihr Interesse am Mitmenschen. Das trifft auf beide Seiten zu. Es gibt Menschen, die „mit Hilfe dieser Faktoren andere in die Einsamkeit treiben – und diese sich dahin treiben lassen. Und es gibt Menschen, die diese Faktoren bei sich pflegen und daher einsam leben, von anderen gemieden werden.

Das eigentliche Problem sind eher negative Faktoren, die sich in „unserem“ Leben breit gemacht haben, die dann zu meiner Einsamkeit oder der anderer führen. Die Einsamkeit ist dann eher das Ergebnis.
Das Ergebnis wieder lässt sich ändern, wenn der Einzelne bereit ist, die negativen Faktoren zu identifizieren und gegen diese anzugehen.

Was meint Ihr?

LG, Nordrheiner
 
Ja, Du bringst es auf den Punkt.

Man kann ja unter vielen Menschen einsam sein.

Wenn man in sich die Gewißheit hat, daß die eigene Einstellung die ist, die richtig ist, dann kann man zwar unglücklich sein, daß man nicht den Gleichklang in seiner Umwelt findet, man kann sich aber doch treu bleiben.

Ob man dagegen angehen kann, das hängt mit den verschiedensten Faktoren zusammen.

FG
 
Ja, Du bringst es auf den Punkt.

Man kann ja unter vielen Menschen einsam sein.

Wenn man in sich die Gewißheit hat, daß die eigene Einstellung die ist, die richtig ist, dann kann man zwar unglücklich sein, daß man nicht den Gleichklang in seiner Umwelt findet, man kann sich aber doch treu bleiben.

Ob man dagegen angehen kann, das hängt mit den verschiedensten Faktoren zusammen.

FG

Hallo, Gelinda,

„sich treu bleiben“ ist ein guter Gedanke, an den ich anknüpfen möchte.

Diese Einstellung des „sich treu Bleibens“ wird nach meiner Erfahrung auch schonmal mißbraucht und zwar dann, wenn man damit z.B. eigene Sturheit oder Faulheit etc. etc. schön reden möchte. Auch gibt es Menschen, die sich
in der Opferrolle wohl fühlen. Damit kann man auch benötigte Zuwendung bekommen - leider nur die Situation nicht immer grundlegend verbessern.

Wenn ich nicht den Gleichklang mit meiner Umwelt finde, dann sehe ich zwei Möglichkeiten: Möglichkeit 1: Ich arbeite daran.
Hoffnungsvolles Motto: Einsatz für ein gutes Ziel findet oft auch Unterstützer.

Möglichkeit 2: Ich wechsel mein Umfeld, suche mir die zu meiner Einstellung passenden Menschen. Hoffnungsvolles Motto: Wer suchet – der findet.

LG, Nordrheiner
 
Ich möchte mal auf folgende Aussage reagieren:

Einsamkeit ist kein Problem – verdeutlicht aber „unsere“ Schwierigkeiten, mit negativen Erlebnissen und negativen Faktoren konstruktiv umzugehen.
Negative Faktoren sind z.B. Faulheit, Egozentrik, Undankbarkeit, Hoffnungslosigkeit, Sturheit, Bosheit, Lieblosigkeit, (künstliche bzw. selbstgemachte) Angst.

Ich verstehe nicht ganz warum du, @Nordrheiner gerade diese Faktoren herausgesucht hast. Vieles ist nicht selbstgemacht, doch wenn ich dies lese, lese ich änder dein Verhalten.
Wieso sollte das sein?
Also so ganz verstehe ich die Beispiele nicht, das andere schon, trifft wohl auch häufig zu, doch die Beispiele verstehe ich nicht.
Ob Faulheit dazu beiträgt sich einsam zu fühlen? Faulheit, ich kenne da jemanden, da entstand Faulheit, um zu einer Gruppe dazu zu gehören. In der Gruppe war es halt cool nichts zu tun.
Angst, wieso selbstgemachte Angst? Oft ist Angst eine Reaktion auf Erlebtes. Angst mit anderen umzugehen und sich deshalb zurückzuziehen, hat sehr oft mit sehr vielen negativen Erfahrungen zu tun. Angst ist ein wichtiges Gefühl, wieso negativ? Angst ist im Grunde genommen ein gutes Gefühl, auch wenn es sich nicht toll anfühlt, es hat die Funktion zu warnen. Sie wahrzunehmen und auf sie zu reagieren, kann auch schon mal Leben retten.
Was aber kann ich mir unter selbstgemachte Angst vorstellen?
Wer sich bewusst entscheidet, sein Leben allein zu verbringen oder gar in der Einsamkeit, der geht anders damit um, aber wer sagt, dass in einem solchen Menschen nicht auch manchmal das Gefühl von Einsamkeit aufkommt? Nur die Wege damit umzugehen sind andere. In der freien Natur z.B. oder auch in der Nacht, da stellt sich bei mir das Gefühl von Einsamkeit oder allein gelassen sein, nur sehr selten ein. In der freien Natur, fühle ich mich nicht einsam, fühle mich meist mit dem Leben verbunden. Kein Mensch weit und breit und doch bin ich nicht einsam und allein. Einsamkeit aber ist da, wenn jemanden brauchen könnte, der mir zur Seite steht, ich aber gleichzeitig niemanden fragen kann, egal wie viele Menschen dann gerade da sind. Wenn das Gefühl da ist, du musst das alleine hinkriegen. Du darfst niemanden zur Last fallen. Du darfst nicht auffallen. Dich darf niemand bemerken.
Ich weiß, dies ist veränderbar und inzwischen kann ich fragen und ich darf auch oft genug da sein....
Aber vielleicht kannst du deine Beispiele etwas mehr erläutern, warum diese?
 
Ich verstehe nicht ganz warum du, @Nordrheiner gerade diese Faktoren herausgesucht hast. Vieles ist nicht selbstgemacht, doch wenn ich dies lese, lese ich änder dein Verhalten.
Wieso sollte das sein?
Änder Dein Verhalten! Ja, das ist die „geheime“ Botschaft, die von Dir völlig richtig verstanden wurde.


Also so ganz verstehe ich die Beispiele nicht, das andere schon, trifft wohl auch häufig zu, doch die Beispiele verstehe ich nicht.
Ob Faulheit dazu beiträgt sich einsam zu fühlen? Faulheit, ich kenne da jemanden, da entstand Faulheit, um zu einer Gruppe dazu zu gehören. In der Gruppe war es halt cool nichts zu tun.

Faulheit trägt zur Einsamkeit bei: Wenn eine Veranstaltung, ein Gruppentreffen etc. stattfinden soll und ich meinen A**** nicht vom Sofa bekomme, ist wieder mal eine Chance der Verbesserung versäumt. Hier könnte man dem einsamen Menschen sogar sagen „selbst schuld“.

Angst, wieso selbstgemachte Angst?
Künstliche Angst als Faktor für Einsamkeit:
Angst ist ein wichtiger Warner vor Gefahren. Wenn jedoch keine Gefahren bestehen, dann ist Angst so hilfreich wie ein Schwimmreifen beim Walzer.


Oft ist Angst eine Reaktion auf Erlebtes. Angst mit anderen umzugehen und sich deshalb zurückzuziehen, hat sehr oft mit sehr vielen negativen Erfahrungen zu tun. Angst ist ein wichtiges Gefühl, wieso negativ? Angst ist im Grunde genommen ein gutes Gefühl, auch wenn es sich nicht toll anfühlt, es hat die Funktion zu warnen. Sie wahrzunehmen und auf sie zu reagieren, kann auch schon mal Leben retten.
Was aber kann ich mir unter selbstgemachte Angst vorstellen?
Wer sich bewusst entscheidet, sein Leben allein zu verbringen oder gar in der Einsamkeit, der geht anders damit um, aber wer sagt, dass in einem solchen Menschen nicht auch manchmal das Gefühl von Einsamkeit aufkommt? Nur die Wege damit umzugehen sind andere. In der freien Natur z.B. oder auch in der Nacht, da stellt sich bei mir das Gefühl von Einsamkeit oder allein gelassen sein, nur sehr selten ein. In der freien Natur, fühle ich mich nicht einsam, fühle mich meist mit dem Leben verbunden. Kein Mensch weit und breit und doch bin ich nicht einsam und allein. Einsamkeit aber ist da, wenn jemanden brauchen könnte, der mir zur Seite steht, ich aber gleichzeitig niemanden fragen kann, egal wie viele Menschen dann gerade da sind. Wenn das Gefühl da ist, du musst das alleine hinkriegen. Du darfst niemanden zur Last fallen. Du darfst nicht auffallen. Dich darf niemand bemerken.
Ich weiß, dies ist veränderbar und inzwischen kann ich fragen und ich darf auch oft genug da sein....
Aber vielleicht kannst du deine Beispiele etwas mehr erläutern, warum diese?


Hallo, Mittendurch,

wenn keine reale Gefahr gegeben ist, dann nenne ich Angst künstlich. Ob andere Menschen diese Angst bewusst bewirken wollen oder mein inneres „Ich“ spielt erstmal keine Rolle. Diese Angst ist negativ, hilft mir nicht Gefahren zu vermeiden, weil es keine Gefahren gibt.
Je nach Herkunft dieser Angst sind die Abwehr- und Überwindungsmittel verschieden. Schnell geschrieben, sicherlich nicht immer leicht umzusetzen und zu lernen, den überflüssigen Schwimmreifen abzulegen. Das Bewusstsein, dass „diese Angstgefühle“ dem überflüssigen Schwimmreifen gleichen, soll helfen.

Den Argumenten meines inneren Ichs „ich darf niemandem zur Last fallen“ oder „Du darfst nicht auffallen“ oder „Dich darf niemand bemerken“ setze ich Gegenargumente entgegen:

Ich darf niemandem zur Last fallen
Fragen ist erlaubt, der Andere kann auch für sich entscheiden, ob meine Frage zumutbar ist oder nicht. Die Entscheidung nehme ich ihm nicht weg.

Du darfst nicht auffallen/Dich darf niemand bemerken:
Das ist nicht wahr. So eine Regel ist unnütz und daher unwirksam.

Mit diesem Beitrag 220 will ich darauf aufmerksam machen, daß der Einsame, der nicht einsam sein will, nicht immer so hilflos der Einsamkeit ausgeliefert ist, wie es manchmal den Anschein hat.

Ich stimme Dir zu. „Heute“ unnütze, künstliche Ängste, haben oft früher mal einen Sinn gehabt. Sie hängen auch mit real gemachten negativen Erlebnissen zusammen. Sofern die Ängste „heute“ unnütz sind, ist in etlichen Fällen ein guter Psychologe wichtig, mit dem die Vergangenheit aufgedeckt wird und beide zu der Feststellung gelangen, dass damals die Angst eine Form der Bewältigung eines bestimmten Ereignisses war – dieses Ereignis aber „heute“ nicht mehr besteht und daher die Angst auch keine Berechtigung mehr hat, abgesehen davon, dass man „heute“ mit der gleichen Situation anders umgehen könnte, als mit Angst darauf zu reagieren.
Auch gibt es etliche Fälle, in denen selbst sehr ängstliche Elternteile ihr Angstverhalten ihren Kindern beibringen. Auch hier ist Anti-Angsterziehung/Anti-Angsttraining wichtig, der eine Aufklärung der Verhaltensgrundlage vorausgehen sollte.

Und sollte die Angst mal tatsächlich aus aktuellem Anlass berechtigt sein, so ist sie als Gefahrenwarner sinnvoll, sollte aber dazu veranlassen, über Gefahrenabwehr nachzudenken. Auch hier ist verstecken oder weglaufen nicht immer die beste Methode.

Ich habe diese Faktoren herausgesucht, weil ich sie als Hemmschuh identifiziere, Aufgaben zu erledigen. Und Aufgaben, die „heute“ nicht erledigt werden, können „morgen“ zu Problemen werden oder solche verursachen. Eines dieser möglichen Probleme ist die ungewollte Einsamkeit. Und wenn Du solche Faktoren bei Dir erkennst, dann weisst Du, dass Du mehr kannst, als Dein „ich“ Dich glauben lässt. Evt. bist Du in der einen oder anderen Situation hilfsbedürftig – aber im „normalen“ Alltag selten hilflos.

LG, Nordrheiner
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben