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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Für weitere Antworten geschlossen.
Darf ich mich noch mal einschalten?
Die Thematik "Einsamkeit" hat für mich auch etwas mit Scham zu tun. Mir ist das aufgefallen, als vor vielen Jahren ein Pfarrer in meiner Gemeinde, Menschen, die sonst einsam seien, am Heilig Abend zu einer Feier einlud.
Paar Tage nach Weihnachten erschien dann ein Bericht in der Lokalzeitung mit Bildern zu dieser Veranstaltung und die einsamen Menschen waren dort abgebildet.
Ich habe das vor einem Jahr wieder gesehen, wieder "einsame Menschen" in einer Feier der Gemeinde und mit Bild.
Das warf für mich Fragen auf:
Was tut eine Gemeinschaft, damit sich Menschen nicht mehr einsam fühlen?
Reicht es da, sie einmal im Jahr einzuladen und sie für zwei, drei Stunden zu beglücken?

Kurzum: Was muss geschehen, um einen Menschen aus dem Zustand der Einsamkeit herauszuholen?
In wessen Interesse geschieht das? Geschieht es, damit sich die Einlader nochmal darstellen können?
Ist das ein Blitzlicht für jetzt und gerade oder will man längerfristig nicht nur auf ein Problem aufmerksam machen und es angehen?

Ja, Einsamkeit ist ein Problem, für mich auch.
Aber ich werde es doch nicht in Welt hinausposaunen, um zum Gegenstand fremder Sorge zu werden.
Das verlangt von mir eine große Überwindung, nämlich der Scham, von der ich eingangs sprach.

Und last but not least: Ich möchte, dass sich da jemand für mich interessiert, weil er/sie mich für einen liebenswürdigen, vielleicht auch interessanten, sympathischen Zeitgenossen hält, der auch etwas zu bieten hat.

Ich sage es in einem Vergleich: Wir haben Einrichtungen, die arme Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen.
Das ist richtig und gut, und diesen Menschen hilft es, zu überleben.
Langfristig aber muss es doch heißen, die Tafeln überflüssig zu machen.
Das hat etwas mit Würde zu tun.
Veranstaltungen für einsame Menschen beheben deren Problem nicht, mildern es manchmal.


Burbacher
 
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Re: Ist Einsamkeit ein Problem?
Ja genau mir persönlich fällt es schwer in die Praxis umzusetzen. Ich glaube Tsunami hat es richtig beschrieben irgendwie bin ich an Leid, Schicksalsschläge interessiert, aber nicht an Menschen. Mich interessiert es nicht was sie an der Freizeit machen oder ob sie Probleme in ihrer Beziehung haben usw. Selbst in der Schule/Ausbildung rede ich mit den anderen über die Schule, Fächer, Lehrer usw. Wenn einer anfängt über privates zu erzählen schalte ich gleich ab. Ich bin zwar höflich und höre zu. aber Interessieren tut es mir weniger.
Mit anderen Worten mir ist bewusst das ich selber daran Schuld bzw. Verantwortlich darum bin. Ich kann jetzt keiner Person konkret Schuld geben das ich mich so Verhalte.


Ui. Eine klare und interessante Aussage. Deine Aussage erinnert mich an die Bildzeitung, der man nachsagt, mit dem Leid und den Problemen anderer Menschen Geld zu verdienen. Auch Dir geht es nicht um den anderen leidenden Menschen, sondern um Dich.
Eigentlich dürftest Du kein Interesse haben, dass Leid geringer wird oder gar verschwindet. Denn dann fiele der Gegenstand Deines Interessens völlig weg. Was bleibt Dir, wenn kein Leid mehr besteht?

Es gibt Menschen, die zu einer Katastrophe laufen und zuschauen, wie Einsatzkräfte helfen. Befriedigung der Neugierde sowie Mitgefühl, das Eine mal mehr, das Andere mal weniger, sind die Gründe.

So wie ich Deinen Beitrag verstehe: Bei Dir sind die Gründe Neugierde (Interesse am Leid anderer Menschen) und Dein Selbstgefühl. Wo andere Mitgefühl empfinden, besteht bei Dir Dein Selbstgefühl. Es besteht aus Leiden unter dem Leiden anderer Menschen. Das Leiden anderer Menschen gibt Dir etwas. Es ist so eine Art Selbstbestätigung. Menschen zwicken sich schonmal in den Arm, um zu bestätigen, dass sie real erleben, was sie gerade erleben. Du zwickst Dich zwar nicht in deinen Arm, Du nimmst das Leiden anderer zur Selbstbestätigung und zu so einer Art Selbstbefriedigung Deines Selbst. Darüber kann man mal nachdenken, oder?
Das würde erklären, warum Du den Eindruck machst, dass Du nicht wirklich an Verminderung von Leid anderer Menschen interessiert bist. Du bist sehr feinfühlig und hast ein gutes Gespür für Missstände – aber wirkst hilflos wenn es darum geht, Missständen entgegenzuwirken.

LG, Nordrheiner
 
Darf ich mich noch mal einschalten?
Die Thematik "Einsamkeit" hat für mich auch etwas mit Scham zu tun. Mir ist das aufgefallen, als vor vielen Jahren ein Pfarrer in meiner Gemeinde, Menschen, die sonst einsam seien, am Heilig Abend zu einer Feier einlud.
Paar Tage nach Weihnachten erschien dann ein Bericht in der Lokalzeitung mit Bildern zu dieser Veranstaltung und die einsamen Menschen waren dort abgebildet.
Ich habe das vor einem Jahr wieder gesehen, wieder "einsame Menschen" in einer Feier der Gemeinde und mit Bild.
Das warf für mich Fragen auf:
Was tut eine Gemeinschaft, damit sich Menschen nicht mehr einsam fühlen?
Reicht es da, sie einmal im Jahr einzuladen und sie für zwei, drei Stunden zu beglücken?

Kurzum: Was muss geschehen, um einen Menschen aus dem Zustand der Einsamkeit herauszuholen?
In wessen Interesse geschieht das? Geschieht es, damit sich die Einlader nochmal darstellen können?
Ist das ein Blitzlicht für jetzt und gerade oder will man längerfristig nicht nur auf ein Problem aufmerksam machen und es angehen?

Ja, Einsamkeit ist ein Problem, für mich auch.
Aber ich werde es doch nicht in Welt hinausposaunen, um zum Gegenstand fremder Sorge zu werden.
Das verlangt von mir eine große Überwindung, nämlich der Scham, von der ich eingangs sprach.

Und last but not least: Ich möchte, dass sich da jemand für mich interessiert, weil er/sie mich für einen liebenswürdigen, vielleicht auch interessanten, sympathischen Zeitgenossen hält, der auch etwas zu bieten hat.

Ich sage es in einem Vergleich: Wir haben Einrichtungen, die arme Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen.
Das ist richtig und gut, und diesen Menschen hilft es, zu überleben.
Langfristig aber muss es doch heißen, die Tafeln überflüssig zu machen.
Das hat etwas mit Würde zu tun.
Veranstaltungen für einsame Menschen beheben deren Problem nicht, mildern es manchmal.


Burbacher

Lieber Burbacher,
na klar darfst Du Dich einschalten. Interessant, dass Du das überhaupt fragst.

Einsamkeit und Armut signalisieren Hilfsbedürftigkeit. Daher erklärt sich das Schamgefühl. Du würdest – wie viele – lieber Teil einer starken Gruppe sein. Wer möchte nicht stark sein, finanziell unabhängig und in der Position den Schwachen helfen zu können, anstatt auf der anderen Seite der Hilfe bedürfen?
Dazu kommt noch der Stolz. Ich tue mich jetzt schwer, Stolz zu definieren. In jedem Fall kann man sich für Stolz nichts kaufen. Und ein Schamgefühl, welches nicht aufgrund eigenen Fehlverhaltens besteht, ist ebenso unnütz wie Stolz. Menschen sind groß oder klein, schwarzhaarig oder blond, haben eine körperliche Beeinträchtigung oder auch nicht. Sich schämen – wofür? Weil Du ein Mensch bist? Unnütz. Ein solches Schamgefühl ist die kranke Schwester von Stolz.

Veranstaltungen, wie Du sie beschrieben hast, mindern das Leid bzw. die Einsamkeit von Menschen etwas. Du schreibst: „Ich möchte, dass sich da jemand für mich interessiert, weil er/sie mich für einen liebenswürdigen, vielleicht auch interessanten, sympathischen Zeitgenossen hält, der auch etwas zu bieten hat.“

Hast Du Dir schonmal überlegt, dass Dein Tischnachbar einer solchen Veranstaltung vielleicht ähnlich fühlt und denkt? Warum müsst ihr Euch von dem Veranstalter oder von anderen fremden Dritten abhängig machen?
Ich habe den Eindruck, dass Einsamkeit und Armut zu einer Isolation führen, die man selbst mitgestaltet, weil man seine Erwartungshaltung einseitig auf andere richtet, von denen man sich mehr und bessere Hilfe wünscht.
Ich möchte Dich ermuntern, Dir Mut machen, den Spiess umzudrehen. Wenn Du solche Veranstaltungen besuchst, dann ist das Deine Gelegenheit Menschen kennenzulernen, die durch Einsamkeit und Armut isoliert leben. So, wie Du Deine Einsamkeit und Armut überwinden kannst, so daß sie nicht zu Säulen der Isolation werden, können das andere Menschen auch. Du bist doch Lehrer, oder? Wie hast Du Schüler motiviert, dass sie trotz schlechter Noten sich Mühe gaben, ihre Noten zu verbessern? Du hast Dich doch bestimmt nicht hingesetzt und mit ihnen gemeinsam über die Lage gejammert, oder?
Dabei hast Du als Lehrer Schüler kennengelernt, die sich nicht motivieren lassen wollten. Aber Du hast auch in einigen Fällen Schüler kennengelernt, die ihre eigenen Kräfte mobilisierten, die sich motivieren liessen und so ihre Noten verbessert haben.

So wirst Du auch „heute“ Menschen kennenlernen können, die sich motivieren lassen, aus ihrer Einsamkeit auszubrechen. Du kannst einer von diesen Menschen sein. Du kannst unter den vielen einsamen Menschen die aufspüren, die sich motivieren lassen.
Du drehst einfach Deinen Wunsch um: „Ich möchte unter den Einsamen jemanden kennenlernen, der ein interessanter und sympathischer Zeitgenosse ist, der etwas zu bieten hat.“ Und das teilst Du dem Tischnachbarn mit. Und Du wirst neben vielen Absagen und demotivierbaren Menschen auch den einen oder anderen kennenlernen, der sehr davon angetan ist, dass Du in ihm einen interessanten und sympathischen Zeitgenossen siehst.
Und so, wie Du in den Wald hineinrufen wirst, wird es auch herausschallen. Meine Erfahrung.

Wenn ein so guter Lehrer, wie Du es warst und immer noch in Fleisch und Blut bist, das nicht kann, wer denn sonst? Auch wenn keine Schulbehörde nach Dir ruft – motivierbare Menschen gibt es noch. Sie sind evt. in der Minderheit, aber es gibt sie. Und Du kannst sie finden und motivieren.

LG, Nordrheiner
 
Ui. Eine klare und interessante Aussage. Deine Aussage erinnert mich an die Bildzeitung, der man nachsagt, mit dem Leid und den Problemen anderer Menschen Geld zu verdienen. Auch Dir geht es nicht um den anderen leidenden Menschen, sondern um Dich.
Eigentlich dürftest Du kein Interesse haben, dass Leid geringer wird oder gar verschwindet. Denn dann fiele der Gegenstand Deines Interessens völlig weg. Was bleibt Dir, wenn kein Leid mehr besteht?

Es gibt Menschen, die zu einer Katastrophe laufen und zuschauen, wie Einsatzkräfte helfen. Befriedigung der Neugierde sowie Mitgefühl, das Eine mal mehr, das Andere mal weniger, sind die Gründe.

So wie ich Deinen Beitrag verstehe: Bei Dir sind die Gründe Neugierde (Interesse am Leid anderer Menschen) und Dein Selbstgefühl. Wo andere Mitgefühl empfinden, besteht bei Dir Dein Selbstgefühl. Es besteht aus Leiden unter dem Leiden anderer Menschen. Das Leiden anderer Menschen gibt Dir etwas. Es ist so eine Art Selbstbestätigung. Menschen zwicken sich schonmal in den Arm, um zu bestätigen, dass sie real erleben, was sie gerade erleben. Du zwickst Dich zwar nicht in deinen Arm, Du nimmst das Leiden anderer zur Selbstbestätigung und zu so einer Art Selbstbefriedigung Deines Selbst. Darüber kann man mal nachdenken, oder?
Das würde erklären, warum Du den Eindruck machst, dass Du nicht wirklich an Verminderung von Leid anderer Menschen interessiert bist. Du bist sehr feinfühlig und hast ein gutes Gespür für Missstände – aber wirkst hilflos wenn es darum geht, Missständen entgegenzuwirken.

LG, Nordrheiner

Genau so ist es.
 
Hallo, liebe Kareena,

da Du uneingeschränkt meinem Beitrag Nr. 207 zustimmst, steht also die folgende These im Raum:

Das Leiden anderer Menschen erinnert Dich an Dein Leiden, welches Dir jedoch verborgen bleibt.

Es scheint mir so zu sein, als ob Du lediglich Bestätigung für Deine innere Stimme suchst, die Dir sagt: Du hast ein Leid. Leid ist normal. Alle oder zumindest sehr viele Menschen leiden. Und weil Leid normal ist, akzeptiere es und leide weiter.

Und jetzt gehst Du raus und siehst, dass es stimmt: Viele Menschen leiden.

Nur hilft Dir diese Bestätigung nicht weiter. Weder löst Du andere Menschen von ihren Leiden, noch findest Du – wenn Du auf andere leidende Menschen schaust – Dein Leiden, den Grund warum Du leidest. Jeder leidende Mensch hat sein persönliches Leid, welches evt. dem Leiden eines anderen Menschen ähnlich ist, aber nie 100%ig das Gleiche.

Und nur weil es stimmt, dass viele Menschen leiden, ist es unwahr, dass Dein Leid für Dich normal bzw. unabänderlich ist. Was Dein Leid verursacht, ist Deine Einsamkeit. Nicht Einsamkeit ist die Ursache für Dein Leiden sondern umgekehrt.

Es sind auf keinen Fall die Probleme anderer Menschen, die Dich leidend machen. Für diese Behauptung spricht, dass Du an den anderen Menschen selbst nicht interessiert bist.

Es ist etwas in Dir, was wie im Nebel liegt und Dir Leid zufügt. Nur gräbst Du auf fremden Grundstücken rum, anstatt dort zu graben, wo das Problem vergraben ist, nämlich in Dir. Deswegen kommst Du nicht zu Deiner Lösung. Verschiedene Ursachen sind möglich. Es kann sich um irrationale Lebensängste handeln oder um Störungen im Zusammenleben mit Menschen.

In sich selbst zu graben ist für viele Menschen alleine nicht möglich. Deshalb gibt es Fachleute, Psychologen, die darin geübt sind.

Hast Du mal überlegt, einen Psychologen um Hilfe zu fragen?

LG, Nordrheiner
 
Hallo, liebe Kareena,

da Du uneingeschränkt meinem Beitrag Nr. 207 zustimmst, steht also die folgende These im Raum:

Das Leiden anderer Menschen erinnert Dich an Dein Leiden, welches Dir jedoch verborgen bleibt.

Es scheint mir so zu sein, als ob Du lediglich Bestätigung für Deine innere Stimme suchst, die Dir sagt: Du hast ein Leid. Leid ist normal. Alle oder zumindest sehr viele Menschen leiden. Und weil Leid normal ist, akzeptiere es und leide weiter.

Und jetzt gehst Du raus und siehst, dass es stimmt: Viele Menschen leiden.

Nur hilft Dir diese Bestätigung nicht weiter. Weder löst Du andere Menschen von ihren Leiden, noch findest Du – wenn Du auf andere leidende Menschen schaust – Dein Leiden, den Grund warum Du leidest. Jeder leidende Mensch hat sein persönliches Leid, welches evt. dem Leiden eines anderen Menschen ähnlich ist, aber nie 100%ig das Gleiche.

Und nur weil es stimmt, dass viele Menschen leiden, ist es unwahr, dass Dein Leid für Dich normal bzw. unabänderlich ist. Was Dein Leid verursacht, ist Deine Einsamkeit. Nicht Einsamkeit ist die Ursache für Dein Leiden sondern umgekehrt.

Es sind auf keinen Fall die Probleme anderer Menschen, die Dich leidend machen. Für diese Behauptung spricht, dass Du an den anderen Menschen selbst nicht interessiert bist.

Es ist etwas in Dir, was wie im Nebel liegt und Dir Leid zufügt. Nur gräbst Du auf fremden Grundstücken rum, anstatt dort zu graben, wo das Problem vergraben ist, nämlich in Dir. Deswegen kommst Du nicht zu Deiner Lösung. Verschiedene Ursachen sind möglich. Es kann sich um irrationale Lebensängste handeln oder um Störungen im Zusammenleben mit Menschen.

In sich selbst zu graben ist für viele Menschen alleine nicht möglich. Deshalb gibt es Fachleute, Psychologen, die darin geübt sind.

Hast Du mal überlegt, einen Psychologen um Hilfe zu fragen?

LG, Nordrheiner

Ja habe ich aber ich kriege es nicht hin ohne das meine Eltern das mitbekommen.
 
Was wäre daran so schlimm? Was befürchtest Du?

LG, Nordrheiner

Meine Mutter sagt sie will so ein Psycho Kind nicht und sie meint wenn du zum Arzt gehst weil du z.b körperliche Beschwerden hast sehen die Ärzte das du beim Psychologen warst und das sei peinlich. Die würden dich nirgendswo einstellen. Gerade wenn du im sozialen Bereich arbeitest. Sie will einfach ein normales Kind was ein perfekten Lebenslauf hat und kein Probleme. Aber da das nicht bei mir der Fall ist. Kommen immer diese Vergleiche mit meinen Cousin/Cousine. Die schaffen das alles und duuu? Ich soll mich nicht so anstellen du hast doch keine Probleme. Schau dir mal andere an usw. Du hast doch alles und du bist Verwöhnt usw.....
 
Liebe Kareena,

wir wissen beide, dass die Ansichten Deiner Mutter nicht akzeptabel sind. Es gibt kein normales Kind, sowie es auch keine normalen Menschen gibt. Es fehlt die Norm.

Und wenn in Deiner Krankenkartei steht, dass Du mal bei einem Psychologen warst, dann steht das eben da. Wenn Deiner Mutter das peinlich ist, dann ist das ihr Problem. Ihre Ansichten, so verkehrt ich sie finde, darf sie gerne behalten. Ich vermute fast, dass Deine Mutter Minderwertigkeitsgefühle hat und den Ausgleich über ihre Tochter, Dich, sucht, die perfekt sein soll.

Bei Deiner Mutter ist anscheinend der Ausgleich ihrer Minderwertigkeitsgefühle wichtiger als das Glück und die Gesundheit der Tochter. Merkwürdig, merkwürdig.
Da würde ich ja gerne mal auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen, so ganz locker.

Willst Du glücklich und gesund werden – oder lieber die „perfekte“ Tochter spielen, die Du in ihren Augen doch nie werden wirst, weil Deine Cousine in ihren Augen besser ist?

Du hast ganz andere Probleme zu lösen. Es ist jetzt nicht die Situation, um auf die merkwürdigen und falschen Ansichten Deiner Mutter Rücksicht zu nehmen.

Würdest Du nur angemotzt werden – oder fliegst Du zuhause raus, wenn Deine Mutter erfährt, dass Du zu einem Psychologen gehen willst? Oder gibt es noch andere negative Konsequenzen? Lebst Du mit Deiner Mutter alleine oder gibt es noch einen Vater?

LG, Nordrheiner
 
Liebe Kareena,

wir wissen beide, dass die Ansichten Deiner Mutter nicht akzeptabel sind. Es gibt kein normales Kind, sowie es auch keine normalen Menschen gibt. Es fehlt die Norm.
Naja es gibt halt Menschen die haben ein geraderen Weg Gymnasium, Studium/Ausbildung eigene Wohnung usw.
Und wenn in Deiner Krankenkartei steht, dass Du mal bei einem Psychologen warst, dann steht das eben da. Wenn Deiner Mutter das peinlich ist, dann ist das ihr Problem. Ihre Ansichten, so verkehrt ich sie finde, darf sie gerne behalten. Ich vermute fast, dass Deine Mutter Minderwertigkeitsgefühle hat und den Ausgleich über ihre Tochter, Dich, sucht, die perfekt sein soll.
Ja es kann sogar sein das sie Minderwertigkeitsgefühle hat.
Bei Deiner Mutter ist anscheinend der Ausgleich ihrer Minderwertigkeitsgefühle wichtiger als das Glück und die Gesundheit der Tochter. Merkwürdig, merkwürdig. Sie hält halt nicht viel von Therapie, weil ich schon von klein an Probleme hatte.
Als kleines Kind hatte ich motorische Schwierigkeiten
da ich eine starke Sehschwäche hatte. Mit 3 Jahren habe ich eine Brille bekommen und dann habe ich angefangen zu lesen. Ich konnte mit 3 Lesen hat niemanden Interessiert. Meine Mutter ist dann zur Erzieherin gegangen und hat gesagt das ich mit 3 Lesen konnte. Die Erzieherin hat sich nicht dafür Interessiert und hat gesagt ist ja schön aber das Interessiert uns nicht mit Motorik meine ich feinmotorik also so etwas wie malen und basteln usw.

Dann war meine Mutter im Krankenhaus wegen meiner Oma und ich war als kleines Kind mit ich konnte sogar Spiegelverkehrt Lesen. Aufjedenfall kam eine Psychologin in die Kita und die meinte ich hätte was drauf aber wenn ich ihn die Grundschule gehe sollte ich noch zur Ergotherapie. Meine Mutter war stolz und daraufhin hat die Psychologin oder Pädagogin die Erzieher angeschrien das sie falsch mit mir Umgegangen sind. Durch meine motorischen Schwierigkeiten bin ich aber erst in einer Vorschule
gegangen und da haben sie es auch gesehen und ich durfte dann ab und zu in die erste reinschnuppern.

Dann war ich halt in der Grundschule+Ergotherapie. In der dritten Klasse ist meine Oma gestorben usw. hatte dann etwas schlechtere Noten nur eine 4 auf dem Zeugnis aber ansonsten 1,2,3.
Also in der 4. Klasse wurde ja schon entschieden auf welcher Schulform ich kommen sollte. 2 Lehrerinnen haben sich gestritten zwischen Haupt oder Realschule. Meine Klassenlehrerin war eher für die Hauptschule mit der Begründung: Wegen der 4 und das ich zu Perfektionistisch sei und auf einer Hauptschule würde ich zu den besten gehören und bei einer Realschule würde ich das psychisch nicht verkraften. Ich habe dann die Hauptschule besucht. Meine Mutter hatte kein Problem damit da sie selber eine Hauptschule besucht hatt. Auf der Hauptschule war ich dann gut und habe dann die 10 drangehangen mit einem Schnitt von 2,1 und habe daraufhin den Realschulabschluss bekommen. Wenn ich 2,0 hätte, hätte ich dann den erweiterten. Dann habe ich die 1 jährige Wirtschaftsschule (höhere Handelsschule) besucht. Wirtschaft lag mir nicht.

Anschließend habe ich eine Fachoberschule besucht mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales war durchwachsen aber leider habe ich es nicht geschafft. Da der Lehrer meinte ich würde nicht der Norm entsprechen. Die Schüler verstehen mich nicht und die Gruppenarbeit/Projekt hat dadurch nicht funktioniert. Er meinte ich sei immer ein Schritt zu weit bei Aufgabenstellungen. Er meinte er findet das echt Interessant das ich mit Geburtsdaten merken kann und ich habe mein Klassenlehrer immer erinnert wenn irgendwelche Termine anstehen. Da ich aber so ungewöhnlich bin und ich ein ungewöhnlichen Stil habe Fragen zu beantworten konnte er mich schlecht bewerten.
Jetzt mache ich ja die Ausbildung die ich auch ok finde, aber ich fühle mich so wertlos.
Vielleicht ist das ja eine bessere Erklärung warum meine Mutter diesbezüglich sich so Verhält.

Da würde ich ja gerne mal auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen, so ganz locker.

Willst Du glücklich und gesund werden – oder lieber die „perfekte“ Tochter spielen, die Du in ihren Augen doch nie werden wirst, weil Deine Cousine in ihren Augen besser ist?
Cousinen Grundschule perfekt, Gymnasium mein Cousin erweiteter Realschulabschluss und dann abgeschlossene Ausbildung und jetzt hat er ein festen Job. Und da wirke ich halt sooo... 🙄
Du hast ganz andere Probleme zu lösen. Es ist jetzt nicht die Situation, um auf die merkwürdigen und falschen Ansichten Deiner Mutter Rücksicht zu nehmen.
Ja das stimmt schon, aber ich habe keine Lust auf Streitereien.
Würdest Du nur angemotzt werden – oder fliegst Du zuhause raus, wenn Deine Mutter erfährt, dass Du zu einem Psychologen gehen willst? Oder gibt es noch andere negative Konsequenzen? Lebst Du mit Deiner Mutter alleine oder gibt es noch einen Vater?

LG, Nordrheiner
Ich glaube nicht da sie mich rausschmeißen würde. Aber ich denke sie würde mich noch mehr runterziehen.
Ich lebe noch mit meinem Vater zusammen. Ich denke der wär auf meiner Mutters Seite aber nicht weil er die gleiche Meinung hat, sondern sie den dominanteren Teil übernimmt sondern lieber ja sagt und sich dünne macht.
 
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