Burbacher
Aktives Mitglied
Darf ich mich noch mal einschalten?
Die Thematik "Einsamkeit" hat für mich auch etwas mit Scham zu tun. Mir ist das aufgefallen, als vor vielen Jahren ein Pfarrer in meiner Gemeinde, Menschen, die sonst einsam seien, am Heilig Abend zu einer Feier einlud.
Paar Tage nach Weihnachten erschien dann ein Bericht in der Lokalzeitung mit Bildern zu dieser Veranstaltung und die einsamen Menschen waren dort abgebildet.
Ich habe das vor einem Jahr wieder gesehen, wieder "einsame Menschen" in einer Feier der Gemeinde und mit Bild.
Das warf für mich Fragen auf:
Was tut eine Gemeinschaft, damit sich Menschen nicht mehr einsam fühlen?
Reicht es da, sie einmal im Jahr einzuladen und sie für zwei, drei Stunden zu beglücken?
Kurzum: Was muss geschehen, um einen Menschen aus dem Zustand der Einsamkeit herauszuholen?
In wessen Interesse geschieht das? Geschieht es, damit sich die Einlader nochmal darstellen können?
Ist das ein Blitzlicht für jetzt und gerade oder will man längerfristig nicht nur auf ein Problem aufmerksam machen und es angehen?
Ja, Einsamkeit ist ein Problem, für mich auch.
Aber ich werde es doch nicht in Welt hinausposaunen, um zum Gegenstand fremder Sorge zu werden.
Das verlangt von mir eine große Überwindung, nämlich der Scham, von der ich eingangs sprach.
Und last but not least: Ich möchte, dass sich da jemand für mich interessiert, weil er/sie mich für einen liebenswürdigen, vielleicht auch interessanten, sympathischen Zeitgenossen hält, der auch etwas zu bieten hat.
Ich sage es in einem Vergleich: Wir haben Einrichtungen, die arme Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen.
Das ist richtig und gut, und diesen Menschen hilft es, zu überleben.
Langfristig aber muss es doch heißen, die Tafeln überflüssig zu machen.
Das hat etwas mit Würde zu tun.
Veranstaltungen für einsame Menschen beheben deren Problem nicht, mildern es manchmal.
Burbacher
Die Thematik "Einsamkeit" hat für mich auch etwas mit Scham zu tun. Mir ist das aufgefallen, als vor vielen Jahren ein Pfarrer in meiner Gemeinde, Menschen, die sonst einsam seien, am Heilig Abend zu einer Feier einlud.
Paar Tage nach Weihnachten erschien dann ein Bericht in der Lokalzeitung mit Bildern zu dieser Veranstaltung und die einsamen Menschen waren dort abgebildet.
Ich habe das vor einem Jahr wieder gesehen, wieder "einsame Menschen" in einer Feier der Gemeinde und mit Bild.
Das warf für mich Fragen auf:
Was tut eine Gemeinschaft, damit sich Menschen nicht mehr einsam fühlen?
Reicht es da, sie einmal im Jahr einzuladen und sie für zwei, drei Stunden zu beglücken?
Kurzum: Was muss geschehen, um einen Menschen aus dem Zustand der Einsamkeit herauszuholen?
In wessen Interesse geschieht das? Geschieht es, damit sich die Einlader nochmal darstellen können?
Ist das ein Blitzlicht für jetzt und gerade oder will man längerfristig nicht nur auf ein Problem aufmerksam machen und es angehen?
Ja, Einsamkeit ist ein Problem, für mich auch.
Aber ich werde es doch nicht in Welt hinausposaunen, um zum Gegenstand fremder Sorge zu werden.
Das verlangt von mir eine große Überwindung, nämlich der Scham, von der ich eingangs sprach.
Und last but not least: Ich möchte, dass sich da jemand für mich interessiert, weil er/sie mich für einen liebenswürdigen, vielleicht auch interessanten, sympathischen Zeitgenossen hält, der auch etwas zu bieten hat.
Ich sage es in einem Vergleich: Wir haben Einrichtungen, die arme Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen.
Das ist richtig und gut, und diesen Menschen hilft es, zu überleben.
Langfristig aber muss es doch heißen, die Tafeln überflüssig zu machen.
Das hat etwas mit Würde zu tun.
Veranstaltungen für einsame Menschen beheben deren Problem nicht, mildern es manchmal.
Burbacher
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