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Ist Einsamkeit ein Problem?

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Hallo Kareena,

Dein Ausdruck "zerdenken" gefällt mir. Folgendes will ich Dir mit auf den Weg geben:

Auch Denken erfordert Energie. Denken ist eine Leistung, die in manchen Fällen anstrengender ist, als körperliche Bewegung bzw. Arbeit. Daraus folgt meine Frage:
Arbeitest Du gerne vergeblich, sinnlos?
Sicherlich wirst Du diese Frage mit „nein“ beantworten. Folglich ist zu überlegen, welchem guten Ziel Du Dich durch das Zerdenken näherst? Ich vermute, dass Du durch Zerdenken keinen Schritt weiter kommst. Gäbe es nicht Aktivitäten, die Dir gut tun, wie Sport, oder die Dein Wissen erweitern? Ist Dein Körper fit, sehr fit, ist das auch für Deine Seele gut. Und wenn Du Deine überschüssige Energie verwendest, damit Dein Wissen erweiterst, durchschaust Du viele gesellschaftliche Prozesse besser, kannst besser analysieren und im Endeffekt besser zu positiven gesellschaftlichen Veränderungen beitragen – effektiver – als jedes Zerdenken.
Was hältst Du von meinem Vorschlag?

LG; Nordrheiner

Ja die Idee ist gut, aber ich analysiere ja die Situationen. Nur ich weis manchmal keine Lösung und ich frage mich auch wie ich das verändern soll. Nur weil ich nett und hilfsbereit bin bezüglich meines Umfeldes ist es damit ja nicht getan.

Albert Einstein hat ja mal gesagt wenn wir ein Kind zurücklassen macht die Erde keine Fortschritte oder so ähnlich und ich bin der gleichen Meinung.
Einige meinen ja jammer nicht tu was. Aber was soll ich tun wenn die Mehrheit nicht mitzieht. Dann ist das ein Windmühlenkampf.
 
Dass z.B. der Hobby-Musiker unflexibel ist und es ihm nicht gelingt, für sich Aktivitäten zu entdecken, mit denen er Gemeinschaft mit anderen Menschen haben kann.
Nun, wie arg soll sich ein Mensch auch verbiegen bis er in die Gesellschaft passt? 😉
Persönlich sage ich das es wenig nützt, wenn man gerne Punk hört und seinen Kollegen zuliebe dann auf Rock umsteigt. Dadurch wird man nicht glücklicher und belügt sich schlussendlich nur selbst, bzw. andere.

Was meinst Du mit „vergleichsweise gesundem Inneren“ ?
Einfach, das ein Mensch kein psychisches Wrack sein muss, um dennoch Einsam zu sein. Es kann dazu führen, aber in der falschen Umgebung nützt dir weder die positivste Ausstrahlung etwas, noch ein Wille für Freundschaften oder gesundes Selbstvertrauen.
 
Hi, Kareena,

Ein Grundsatz für Dich:
Lieber Gott, lass mich erkennen, was ich ändern und verbessern kann.
Dann lass mich noch erkennen, wozu ich nicht in der Lage bin oder sein werde, was für mich eine Nummer zu groß ist. Und gibt mir die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.

Das lernst Du, liebe Kareena, am besten auswendig. Mit dem Grundsatz ausgestattet, lernst Du Deinen Beruf, z.B. Sozialarbeiterin. Dabei musst Du eines Tages eine alte Frau besuchen. Während Du sie besuchst, kommt ihr Sohn, Ende 20, gut aussehend, sehr sehr nett, ins Zimmer. Ihr lernt Euch kennen und unterhaltet Euch zufällig auch über die Fehler in der Gesellschaft. Du merkst, dass er einen Anstoß braucht – und Du wirst zu seinem Anstoß. Er ist ein charismatischer Mensch, der sehr stark ist, wenn er jemanden hat, der ihm den Rücken stärkt. Und er hat die Fähigkeiten und das Wissen, welches erforderlich ist, um die Gesellschaft zu positiven Veränderungen mitzureißen.
Und glücklich lebten sie beide – in einer fast ebenso glücklichen Gesellschaft – bis an ihr Lebensende.
Damit kann das Zerdenken beendet werden, oder?

LG, Nordrheiner
 
Hi, Kareena,

Ein Grundsatz für Dich:
Lieber Gott, lass mich erkennen, was ich ändern und verbessern kann.
Dann lass mich noch erkennen, wozu ich nicht in der Lage bin oder sein werde, was für mich eine Nummer zu groß ist. Und gibt mir die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.
Ich habe mal eine andere Frage an dich: Haben die Gebete zur Gott dir geholfen?
Aber zurück zum Thema ich werde das mal versuchen.

Das lernst Du, liebe Kareena, am besten auswendig. Mit dem Grundsatz ausgestattet, lernst Du Deinen Beruf, z.B. Sozialarbeiterin. Dabei musst Du eines Tages eine alte Frau besuchen. Während Du sie besuchst, kommt ihr Sohn, Ende 20, gut aussehend, sehr sehr nett, ins Zimmer. Ihr lernt Euch kennen und unterhaltet Euch zufällig auch über die Fehler in der Gesellschaft. Du merkst, dass er einen Anstoß braucht – und Du wirst zu seinem Anstoß. Er ist ein charismatischer Mensch, der sehr stark ist, wenn er jemanden hat, der ihm den Rücken stärkt. Und er hat die Fähigkeiten und das Wissen, welches erforderlich ist, um die Gesellschaft zu positiven Veränderungen mitzureißen.
Und glücklich lebten sie beide – in einer fast ebenso glücklichen Gesellschaft – bis an ihr Lebensende.
Damit kann das Zerdenken beendet werden, oder?

LG, Nordrheiner

Das weiss ich nicht. Mal gucken

Glaubst du es ist so einfach?
 
Nun, wie arg soll sich ein Mensch auch verbiegen bis er in die Gesellschaft passt? 😉
Persönlich sage ich das es wenig nützt, wenn man gerne Punk hört und seinen Kollegen zuliebe dann auf Rock umsteigt. Dadurch wird man nicht glücklicher und belügt sich schlussendlich nur selbst, bzw. andere.

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Hallo Seth,
das hast Du sehr schön beschrieben, damit meine ich den möglichen Spagat zwischen Anpassung und „sich verbiegen.“ Man könnte es auch so ausdrücken: Wer sich nicht anpassen kann oder will, dem bleibt nur das „sich verbiegen“ oder die Einsamkeit. Anpassung ist nicht immer und überall geboten. So würde ich von Anpassung abraten, wenn es z.B. um schlechte Gesellschaft geht. Bei harmlosen Freizeitaktivitäten gefällt mir zeitweise Anpassung als Möglichkeit besser als Einsamkeit. Nur muß man sich auch anpassen können und wollen. Und diese (Un-)Fähigkeit hat einerseits etwas mit Lernen zu tun und andererseits mit innerer Stärke. Manche Menschen denken und handeln nach dem Motto: „So wie ich will – oder gar nicht.“ Bei ganz wichtigen Dingen kann ich das verstehen. Bei Freizeitaktivitäten bin ich eher zu Kompromissen bereit. Kompromisse schliessen können halte ich schon für ein Zeichen von Stärke. Für mich ist der Kompromiss – gegenüber der Einsamkeit – das kleinere Übel. Aber jeder – wie er will.

LG, Nordrheiner
 
Das weiss ich nicht. Mal gucken

Glaubst du es ist so einfach?

Hi, Kareena,

ja, Kareena, Gebete haben mir oft geholfen. Aber nicht nur Gebete, ganz isoliert von allem anderen. (Alles andere = Lesen der Bibel, überdenken was Gott will, mir bewusst machen, welche Gaben und Talente und Kräfte ich habe).

Einfach? Was ist schon einfach im Leben? Das Leben ist immer schwer, wenn wir dazu neigen, etwas zu tun, was unsere Kräfte und Fähigkeiten übersteigt. Daher sind das Sich-Selbst-Kennenlernen und das An-Sich-Arbeiten wichtig, um Kräfte und Fähigkeiten zu verbessern, sowie Grenzen zu erkennen. Und alles andere kommt „automatisch“, wie in dieser kleinen Geschichte. Und wenn es nicht so kommt, dann erzähle ich Dir dafür eine andere sehr schöne Geschichte:

Es war einmal ein hübsches Mädchen, welches lernte und arbeitete und zu allen Menschen freundlich war. Es hielt nichts von Diskos und von Mit-Jungen-Rummachen, sondern blieb eher alleine und las interessante Bücher. Eines Tages lernte sie auf ihrer Arbeitsstelle einen jungen Mann kennen, in den sie sich sehr verliebte, wobei sie nie gedacht hätte, zu sowas fähig zu sein. Die beiden heirateten und sie bekamen zwei Kinder. Beide Kinder entwickelten mit dem Gedankengut der Mutter eine Leidenschaft für gesellschaftliche Verbesserungen. Durch die Liebe und Geborgenheit, die die Kinder erlebten, wurden sie charakterlich und seelisch sehr stark. Als Erwachsene gründeten die Geschwister eine Partei und veränderten im positiven Sinne die Gesellschaft.

Und wenn diese Geschichte auch nicht zutreffen sollte, dann eben eine dritte.

LG, Nordrheiner
 
Hi, Kareena,

ja, Kareena, Gebete haben mir oft geholfen. Aber nicht nur Gebete, ganz isoliert von allem anderen. (Alles andere = Lesen der Bibel, überdenken was Gott will, mir bewusst machen, welche Gaben und Talente und Kräfte ich habe).

Einfach? Was ist schon einfach im Leben? Das Leben ist immer schwer, wenn wir dazu neigen, etwas zu tun, was unsere Kräfte und Fähigkeiten übersteigt. Daher sind das Sich-Selbst-Kennenlernen und das An-Sich-Arbeiten wichtig, um Kräfte und Fähigkeiten zu verbessern, sowie Grenzen zu erkennen. Und alles andere kommt „automatisch“, wie in dieser kleinen Geschichte. Und wenn es nicht so kommt, dann erzähle ich Dir dafür eine andere sehr schöne Geschichte:

Es war einmal ein hübsches Mädchen, welches lernte und arbeitete und zu allen Menschen freundlich war. Es hielt nichts von Diskos und von Mit-Jungen-Rummachen, sondern blieb eher alleine und las interessante Bücher. Eines Tages lernte sie auf ihrer Arbeitsstelle einen jungen Mann kennen, in den sie sich sehr verliebte, wobei sie nie gedacht hätte, zu sowas fähig zu sein. Die beiden heirateten und sie bekamen zwei Kinder. Beide Kinder entwickelten mit dem Gedankengut der Mutter eine Leidenschaft für gesellschaftliche Verbesserungen. Durch die Liebe und Geborgenheit, die die Kinder erlebten, wurden sie charakterlich und seelisch sehr stark. Als Erwachsene gründeten die Geschwister eine Partei und veränderten im positiven Sinne die Gesellschaft.

Und wenn diese Geschichte auch nicht zutreffen sollte, dann eben eine dritte.

LG, Nordrheiner

Ja mal gucken wie sich das alles entwickelt. Was ich an mir komisch finde das ich mit partnerschaftliche Liebe nichts anfangen kann. Ich habe zwar Sehnsüchte, aber irgendwie ist das anders. Ich brauche diese Zuwendung und Aufmerksamkeit nicht. Mir reicht so eine Art Zweckgemeinschaft. Wenn ich das anderen erzähle sind sie immer so erschrocken.
 
Ja mal gucken wie sich das alles entwickelt. Was ich an mir komisch finde das ich mit partnerschaftliche Liebe nichts anfangen kann. Ich habe zwar Sehnsüchte, aber irgendwie ist das anders. Ich brauche diese Zuwendung und Aufmerksamkeit nicht. Mir reicht so eine Art Zweckgemeinschaft. Wenn ich das anderen erzähle sind sie immer so erschrocken.

Zum Erschrecken sehe ich keinen Grund. Du bist wie Du bist. Solange Du Dich dabei wohlfühlst... ist alles im grünen Bereich. Es gibt etliche Menschen, die z.B. als Mönch oder Nonne leben und damit sehr zufrieden oder glücklich sind.

LG, Nordrheiner
 
Ich kann es schon nachvollziehen, dass sich viele Menschen einsam, unverbunden, allein fühlen. Das kenne ich durchaus auch. Man hat alleine schon die Arschkarte gezogen, wenn man gerne liest, lernt, sich irgendwie weiter bildet, freiwillig in der Schule Grammatik, Vokabeln und sonstiges gelernt hat. 😉 Bei mir hat sich diese intrinsische Motivation beim Lernen bis heute nicht gelernt. Ich muss auch von außen nicht motiviert werden. 😉 Die Motivation ist immer da.
Nur ist das für viele Leute ein Problem. Meine Arbeitskollegen nervt das mitunter auch. Die sehen das als krankhaften Ehrgeiz, Perfektionismus an... v.a. dass ich mich im Referendariat so reinhänge.

Ich habe durch dieses mich Reinhängen nicht viel Freizeit und entsprechend auch nicht suuuuupeeeeeeer viel Kontakt. Obwohl ich umgänglich bin, durchaus auch viele soziale Einstellungen und Züge habe, ist mir irgendwie nicht immer nach Gesellschaft. Wenn man schon so und so viele Stunden in der Schule diese Vielzahl an sozialen Situationen hatte, hat man irgendwann mal genug.

Zum anderen mache ich privat auch nicht wahnsinnig viel, um sozial was zu verbessern. Manchmal ist es auch die Trauer noch wegen meiner Mutter, die mich daran hindert.

Es muss nicht immer eine Unfähigkeit sondergleichen sein, dass jemand wenig Kontakte hat. Ich habe z.B. drei sehr gute Kontakte, die wohnen bloß nicht alle in Reichweite. Manchmal ist es mir lieber, ich habe irgendwie Wuppertal-Bayern ne Verbindung, als mich nur mit Leuten abzugeben, wo es null passt. Mittlerweile gestehe ich mir eine gewisse Anspruchshaltung auch zu. Was bringt es mir, gefühlte 100.000 Leute zu haben, wenn ich mich in ihrer Gegenwart dennoch einsam fühle. Das hatte ich oft genug. 😉

Es reicht manchmal eine einzige Person, um sich nicht mehr einsam zu fühlen.

Was man allerdings eher erreichen sollte ist, dass man sich in sich zu Hause fühlt. 🙂 Damit fährt man sicherlich besser. Es gibt Phasen im Leben, wo man einfach nicht so viele Leute hat.

Wenn ich irgendwo hingehe, komme ich eigentlich immer ganz gut an - das meine ich jetzt nicht als Arroganz - aber ich will schon von Haus aus gar nicht so viele Kontakte. Mein Beruf frisst soooo viel Zeit. Ich könnte den Menschen gar nicht in Hülle und Fülle gerecht werden.
 
Nun, wie arg soll sich ein Mensch auch verbiegen bis er in die Gesellschaft passt? 😉
Persönlich sage ich das es wenig nützt, wenn man gerne Punk hört und seinen Kollegen zuliebe dann auf Rock umsteigt. Dadurch wird man nicht glücklicher und belügt sich schlussendlich nur selbst, bzw. andere.

Hallo Seth,

Du bringst es auf den Punkt: Anpassung – oder sich verbiegen. Und als Alternative dazu die Einsamkeit.

Bei wichtigen Dingen kann ich eine Haltung „so wie ich will – oder gar nicht“ verstehen. Bei Freizeitaktivitäten halte ich für mich schon eine gewisse Kompromissbereitschaft für wichtig. Nur können (oder) nicht alle Menschen Kompromisse schliessen. Kompromissfähigkeit ist erfordert eine Stärke, die auch nicht jeder hat.

LG, Nordrheiner
 
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