Eine gute und sehr zutreffende Antwort.
Ich gehöre zu den 1 %, die so etwas nicht machen. Als Juristin weiß ich, dass wegen des Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot kein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist und es keine Gewährleistung gibt. Außerdem: Was ist mit Unfall-, Renten- und Sozialversicherung für denjenigen? Bei mir ist auch die Haushaltshilfe ordnungsgemäß bei der Knappschaft angemeldet, auch wenn's mich etwas mehr Geld kostet. Wre schwarz arbeiten will, der muss es woanders tun. Bei mir nicht.
Da scheint auch Deine Haushaltshilfe an ihre Rente zu denken.
🙂 Außerdem ist es für alle ein entspannteres arbeiten, wenn Klarheit herrscht.
Bei meinen 99%, waren mindestens 70% dabei, die richtig viel Geld hatten. Einfach weil ich in einem sehr hohen Preissegment gearbeitet habe. Lustig war dabei immer, sie wollten keine Mwst zahlen, aber die volle Gewährleistung haben. Am liebsten noch 5 Jahre Garantie oben drauf.
🙄
Fakt ist, ein Auftraggeber der Schwararbeiteten zuläßt, geht ein hohes Risiko ein. Wie Du schon richtig darauf hingewiesen hast, spätesten bei einem Unfall kann es sehr teuer werden.
Tja... aber der kleine Otto Normalverbraucher hat sein ureigenes Spardiktat. Somit gewinnt die Schwarzarbeitsituation oft genug vor dem möglichen Garantiefall. Ist ein Spagat den jeder selber verantworten muß. Und manchmal geht es auch garnicht anders.
Meine normale Handwerkerstunde hat damals 80-100DM gekostet (Brutto) + Anfahrt von 30-50DM. Jede angefangene Stunde zählte als volle Stunde. Damit war ich noch im Mittelfeld! Ich hatte allerdings auch meine Sparwoche mit 50% Rabatt und ohne Anfahrt - bei gleicher Leistung.
😉 Weil ohne Kleinkunden ging es nun mal nicht auf. Motto: Kleinvieh macht auch Mist.
😀 Allerdings war ich dabei immer alleine unterwegs, sonst hätte sich das nicht gerechnet.
Kollegen, so wie der TE, die gerne länger schlafen, mit denen konnte ich kein Geschäft machen. Heutzutage ist der Konkurrenzkampf noch härter geworden. Schon deshalb geht diese Unzuverlässligkeit gar nicht.
Wie auch immer, Schwarzarbeit hat so seine Tücken. Muß jeder selber wissen. Geben wird's das immer. Bei den Mindestlöhnen ist es doch kein Wunder.
Höhere Löhne = höhere Preise. Damit wird man mit H4 irgendwann ganz automatisch an den Rand der Gesellschaft getrieben. Auch die, die arbeiten wollen und keine Anstellung finden. Und die, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr können, haben die Arschkarte Altersarmut inklusive H4.
Solange wie es nur um Gewinnmaximierung geht, solange wird automatisch die Altersarmut und H4 gefördert, einfach weil man sich keine Rücklagen schaffen kann. Gleichzeitig werden die Sozialsysteme unterlaufen. Siehe Zeitarbeit oder Werksverträge.
Hier ist die Politik gefragt.
Leider muß ich mir an der Wahlurne überlegen was ich wählen soll: "Pest oder Kolera?" Tja.... Der Lobbyismus macht so etwas möglich. Fair war gestern.:mad: