bird on the wire
Aktives Mitglied
Danke für die Antworten.
Ich denke auch, dass ein anonymer Brief die schonenste Lösung ist. Heute Abend werden ich einen verfassen und ihn ihr zusenden.
Ich finde einen anonymen Brief feige und verletzend. Unter guten Kollegen muß man auch mal den Mut haben sich offen und einfühlsam nahe zu treten.
Aus einem Brief kann man vieles herauslesen. Es kann viel einfacher zu Mißverständnissen kommen. Im Gespräch kann man den gegenseitigen Eindruck besser klären.
Wenn ich mir vorstelle, ich hätte damals so einen anonymen Brief bekommen. Der mir die Möglichkeit nimmt, mich zu erklären... Daß ich mich immer fragen würde, wer hat den geschrieben. Daß ich neben dem Schmerz, daß man mich nicht riechen kann, mich auch noch fragen muß, wer von alle den Kollegen war das wohl. Ich kein anteilnehmendes Gesicht dazu sehe, sondern mich fragen muß, ist das Mobbing...? Will mir jemand weh tun?
Für mich jedenfalls wäre ein anonymer Brief seinerzeit eine Katastrophe gewesen. Ich hätte mich gar nicht mehr auf die Arbeit getraut.
Wie Deine Kollegin das einschätzen wird, mußt Du beurteilen. Ob das für sie schonender ist als ein Gespräch. Nur Du kennst sie ja.