_Tsunami_
Urgestein
In gewisser Weise ist die Natur ja personal. Beinhaltet sie doch den Menschen und das, was der Mensch als gut, schlecht, gerecht, moralisch oder eben auch personal wahrnehmen/empfinden kann.Welchen Zweck hat denn dann die Welt, wenn Gott alles ist?
Ich fürchte, die logische Konsequenz des Pantheismus lautet: es ist alles paletti. Es gibt keinen Zweck.
Daraus auf einen irgendwie gearteten Gott zu schließen, erscheint mir nicht unbedingt als logisch, aber naheliegend.
Für mich persönlich leitet sich jegliche Existenz aus Naturprinzipien ab. Und ich glaube, dass diese Naturprinzipien das sind, was einige Menschen oder Kulturen als Gott bezeichnen.
Wie ich gerade in der Wikipedia nachgelesen habe, ist meine Sichtweise dem Phanteismus gar nicht so unähnlich:
Wenn nun "Gott" tatsächlich "alles" ist, und "alles" ist "Gott", dann ist das ja nicht gleichbedeutend damit, dass "alles" bedeutungs-los, zweck-los, oder sinn-los ist. Das wäre ja nur der Fall, wenn im nächsten Moment oder von Moment zu Moment alles rein "zufällig" wäre, somit auch alle Elementarteilchen sich rein zufällig verhalten würden, so dass alles im nächsten Moment "zu Staub verfallen" bzw. "auseinanderbrechen" müsste, bwz. erst gar nichts entstehen und sich entwickeln könnte.Der Ausdruck Pantheismus (von altgriechisch πᾶν pān „alles“ sowie θεός theós „Gott“)[SUP][1][/SUP] bezeichnet die Auffassung, Gott sei eins mit dem Kosmos und der Natur. Das Göttliche wird im Aufbau und in der Struktur des Universums gesehen, welche durch Praktiken der Naturwissenschaft untersucht werden. Ein personifizierter, allmächtiger Gott ist somit nicht vorhanden.
Offensichtlich ist jedoch nichts in diesem (uns beobachtbaren) Universum rein "zufällig", sondern "gerichtet" und strukturiert. Und diese "Gerichtetheit" bzw. Struktur von Universum und Existenz ist meines Erachtens gleichbedeutend mit einem inhärenten Zweck bzw. Sinn. Nicht einer dieser subjektiven oder an Kultur gebundenen Sinne, sondern unabhängig von Ort und Zeit ein universaler Sinn.