Versteht mich bitte nicht falsch. Ich wiederhole meine Sicht auf Gott nochmal etwas ausführlicher.
In der Situaltion vor dem Urknall/der Materie mag Gott - neben Urenergie, Urseele, Urlicht usw. auch Urperson gewesen sein. Aber "er" musste sich teilen, um sich selbst erfahren zu können. Auch uns spiegeln ja die Mitmenschen, wer wir sind - was der Liedermacher Hannes Wader mal so - und ganz gut finde ich - ausgedrückt hat: "und soll mein Denken zu etwas taugen, und sich nicht nur im Kreise drehn, muss ich die Welt auch mit euren Augen, den Augen meiner Freunde, sehn".
Und nach dieser von mir angenommenen Teilung Gottes im Geistigen - ging es doch nicht, von Allwissenheit zu Allerfahrung zu kommen. Weil manche Dualitäten, wie Armut/Reichtum, Macht/Ohnmacht, Gesundheit/Krankheit u.a.m. als Situation, in der man feststeckt und kämpfen muss - im Geistigen garnicht erfahrbar gewesen wären.
Wir wissen heute, selbst als Nicht-Physiker - dass aus Energie Materie entstehen kann - da Quanten oder Teile davon beide Zustände annehmen können. Also gabs - für mich logischerweise - den Urknall. Und dann aus kleinsten Anfängen und über lange lange Zeit - uns Menschen, Tiere und Pflanzen.
Wenn meine Sicht nun die ist, das Gott Alles Was Ist ist, sowohl in der Materie als auch im Geistigen - UND - Menschen, Tiere und Pflanzen beseelt sind, wie schon von Platon und Aristoteles angenommen - wenn die Seele den Gottesfunken darstellt - dann schliesse ich keinesfalls aus, dass "Gott" AUCH Person geblieben ist. Irgendwie wären wir doch sonst durch die von mir angenommene Teilung Gottes (ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, kann aber keine Quelle mehr angeben) zu Unpersonen geworden. Trotz Wachbewusstsein/Wille/Geist und Unterbewusstsein/Seele.
Alles was ist - schliesst auch alles mit ein - keine Selbstaufgabe Gottes so er sich geteilt hätte. Ich wehre mich nur gegen ein Bild, was von den drei Religionen die auf Abraham zurückgehen, vermittelt wird. Wir ständige Neuschöpfungen, mit einer Erbsünde behaftet, eines strafenden Vaters (hätte ein allwisssender Gott überhaupt soetwas tun können ???) und der seinen Sohn hätte opfern müssen, damit wir teilweise errettet würden - der andre Teil ewig verdammt ?? Würde ein Vater das tun ?
Nein. Den Menschen vor über tausend oder tausenden Jahren hat man soetwas vllt erzählen müssen. Wir aber sollten endlich Gottes wirkliche Grösse mehr begreifen, und das KEINES, nicht eines seiner Kinder oder Teilungen - ewig verdammt würde oder verloren ginge.
Liebe Mitleser/innen - auch wenn ich hier Spuren hinterlasse (was mich durchaus freut, aber sollen nur Denkanstösse sein) - ich bin kein Guru, und mag solche genausowenig wie Religionen. Denkt selber über Gottes Grösse nach, obwohl wir uns ja kein Bild von ihm machen können - früher ist das wohl als Abbild verstanden worden. Wenn ihr zu dem Schluss kämt, gelassen zu bleiben, da es keine ewige Verdammnis gäbe - dann wäre ich froh. Und seit und bleibt mitmenschlich in euerm Leben - nicht jeder kann ein Ghandi oder so sein.
Leben und Leben lassen. Und bleibt gelassen.
Peter