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Der Sinn des Lebens

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Ich glaube, das eigentliche im Leben ist so einfach, das es meist übersehen wird. Tony Parsons nannte es deshalb einmal als das offene Geheimnis. Wir lieben die großen Theorien von Gott, immer höheren Bewusstseinszuständen, ewiger Glückseligkeit oder spiritueller od. geistiger od. kultureller Evolution (oder die Theorien von dem Glück, das mir mein nächstes Auto, die nächste Frau, das nächste Haus, der nächste Joint bringen wird - ist meiner Meinung nach das selbe Muster) und übersehen das einfache hier.

Anand - erstmal - klar, dass fernöstliche Religionen "Gott" nicht so personifizieren, nicht so für sich in Anspruch nehmen - andere wären Ungläubige, die es auszurotten gälte, wie die nahöstlichen Relis das tun. Anklänge daran gibts ja auch im Alten Testament. Und ausgerechnent Gottes auserwähltes Volk lässt Jesus kreuzigen - bei drei Religionen, die alle auf Abraham zurückgehen. Naja. Soviel dazu, was ich nicht zitiert habe.

Das "eigentliche Leben" ist aber nicht so einfach, wie du denkst - vllt im Normalfall ja. Bist du sehr arm, oder sehr krank, Gewalt- oder Missbrauchsopfer, Autist, oder sogar zoophil, dann ist es mehr als schwer. All das/diese Menschen hab ich in den 9,5 Jahren wo ich hier bin kennengelernt - und ich sage nochmal - dieses Forum und unsre Kommunikation ist ein Segen, den ich mir in meiner Jugend, als es weder PC noch Internet gab, auch gewünscht hätte.

Weisst du, wir nehmen, so wir gesund sind, dies als selbstverständlich hin. Können dann auch philosophieren, über höhere Bewusstseinszustände, oder menschliches Glück, wie das nächste Auto etc. Aber es gibt eben Menschen, die das nicht können. Die auf Mitgefühl und Barmherzigkeit ihrer Mitmenschen angewiesen sind. Ist letzteres nicht auch ein Sinn des Lebens, nicht die Augen zu verschliessen, was um einen rum passiert ?

Ja doch, ich bin längst kein Christ mehr, aber in dem Umfeld aufgewachsen - kenne daher die Bibel ein wenig - und seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben, ist ein guter und grossartiger Satz. Nur muss ich wieder bremsen - niemand allein kann die Welt "retten" - und da sollten wir uns nicht übernehmen. Eigenliebe - und in dem Zusammenhang auch das nächste Auto, der nächste Joint, oder längerfristige Zukunftsplanung - gehört dazu, Nächste lieben zu können.

Oder ums ganz banal auszudrücken: Wir brauchen selbst Input, um Output geben zu können 🙂

Peter
 
Erst ab dem 3. Jahrhundert gab es ein uns heute ähnlicheres Bild von Gott, einem überstehenden Wesen, einem Kriegsherrn, einem Richter, einem Vater.

a_f. dich zitiere ich auch nur kurz. Ja, es gab bis dahin ein Urchristentum - und das war anders. Danach ist es Staatsreligion und ein Machtinstrument geworden - und man hat sich mehr an diesem Saulus, der zum Paulus geworden ist orientiert, als an Jesus. Hätte es Kreuzzüge, Morden wie in der Inquisition, Hexenverfolgungen, Ausrottungen von Ketzern gegeben - wo Jesus doch sagte: Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, halte ihm auch die rechte hin ? Überzogen, aber Jesus hat Liebe gepredigt und praktiziert.

Jesus Aussagen hätten nicht für eine neue Religion getaugt - und er hat ja auch keine Aufzeichnungen selbst hinterlassen - wollte wohl nur das Judentum reformieren.

Peter
 
Ist es nicht so?: Um religiös zu sein, bedarf es keiner institutionell verfaßten Gemeinschaft mit Riten, Regeln, speziellen Büchern etc.

Der simple Kern der Religion - ich nenne ihn mal: Hoffnung durch Moral - wird ja eigenlich schon durch jede sichtbar verfaßte Kirche mehr oder weniger verfälscht.

Elefant, obwohl ich nu der Vielschreiber bin, Religionen sind doch alle institutionalisiert. Moral nicht - ein einzelner isolierter Mensch wär dazu garnicht in der Lage, sowas zu entwickeln. Du bist aber auf der Spur, wenn du sagst, es braucht keine Institution mit Riten, usw. Die durch Kirchen eh nur jedem, der sich das Denken noch nicht abgewöhnt hat, darüber sinnen lässt: DAS soll der Weg ins Jenseits, in ein Leben nach dem Tod, und der Sinn des Lebens generell sein ?

Hoffnung und Glauben - das zählt, und eigenes Denken.

Peter
 
Was meint ihr, was der Sinn des Lebens ist? Oder meint ihr eher, dass das Leben sinnlos ist?

Wenn eine Sache keinen Sinn macht, dann über den Sinn des Lebens zu diskutieren und zu versuchen, eine allgemeinbefriedigende Antwort zu finden. Ich bin eigentlich Agnostikerin, brauche keinen organisierten Glauben und würde auch für mich keinen eigenen festen Glauben definieren wollen.

Aber der Sinn ist etwas subjektives und so unterschiedlich, wie Menschen es sind. Für mache ist es wirklich der Glaube an einen Gott, andere sind damit unzufrieden, weil sie das aus ihrer Weltsicht nicht gerade für "hoch" oder sinnig einschätzen etc.

Der persönliche Sinn meines Lebens ist, einfach wirklich leben zu können und nicht mehr vor Ängsten wegzulaufen. Ziemlich banal sicher für viele. Ansonsten habe ich eine eher einfache, pragmatische Weltsicht, was den Sinn angeht. Was zählt ist, was jetzt ist und über das später mache ich mir Gedanken (oder auch nicht), wenn es soweit ist.
 
a_f. dich zitiere ich auch nur kurz. Ja, es gab bis dahin ein Urchristentum - und das war anders. Danach ist es Staatsreligion und ein Machtinstrument geworden - und man hat sich mehr an diesem Saulus, der zum Paulus geworden ist orientiert, als an Jesus. Hätte es Kreuzzüge, Morden wie in der Inquisition, Hexenverfolgungen, Ausrottungen von Ketzern gegeben - wo Jesus doch sagte: Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, halte ihm auch die rechte hin ? Überzogen, aber Jesus hat Liebe gepredigt und praktiziert.

Jesus Aussagen hätten nicht für eine neue Religion getaugt - und er hat ja auch keine Aufzeichnungen selbst hinterlassen - wollte wohl nur das Judentum reformieren.

Peter




Dem ist in allen Punkten zu widersprechen! … bis auf den Punkt, dass Jesus Christus (auch) Liebe predigte und praktizierte.

Dass Jesus gekommen sein soll, um das Judentum zu reformieren, ist völlig falsch. Woher hast Du das?
Im Johannesevangelium kann man nachlesen in Kap. 3V17: Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um Menschen zu verurteilen (oder um den jüdischen Staat zu reformieren), sondern um sie (die Menschen) zu retten.
 
Tag ein, Tag aus leben viele Menschen in einer Alltagsroutine aus Arbeit, Essen, Hobbys, Party und Schlafen. Egal wie unser Tag verläuft. Ob chaotisch und “gestresst” oder langweilig vor dem Fernseher, manchmal fragen wir uns: Wozu das alles? Wofür lebt man und was ist der wahre Sinn des Lebens?

Um den Lebenssinn zu finden, ist es von grundlegender Bedeutung, sich seiner (eigenen) primären Werte bewusst zu
sein. Schreibe sämtliche Werte auf, die Dir wichtig sind.

Hier ein paar Beispiele für Werte: Liebe, Gesundheit,Natur, Erfolg, Freiheit, Familie, Loyalität, Frieden, Reichtum, Sicherheit, Geld verdienen, Gerechtigkeit, Spiritualität, Prestige, Harmonie, Spaß, Freude und viele mehr.
Ich versuche anständig zu sein und bleiben, zu helfen wo ich helfen kann,die Natur zu achten und zu pflegen,damit ich am Ende sagen kann,dass ich einen wertvollen Beitrag,wenn auch klein,für diese Welt geleistet habe.Dann habe ich nicht umsonst gelebt
 
Dem ist in allen Punkten zu widersprechen! … bis auf den Punkt, dass Jesus Christus (auch) Liebe predigte und praktizierte.

Dass Jesus gekommen sein soll, um das Judentum zu reformieren, ist völlig falsch. Woher hast Du das?
Im Johannesevangelium kann man nachlesen in Kap. 3V17: Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um Menschen zu verurteilen (oderum den jüdischen Staat zu reformieren), sondern um sie (die Menschen) zu retten.

Wir können an der neutestamentlichen Figur des Jesus - die sicherlich auch ein historisches Vorbild hat - einen Menschen beobachten, der in hohem Maße moralisch handelt (Liebe etc.) und damit Gottes Willen erfüllt. Dies scheint mir die vielleicht wichtigste Lesart des Neuen Testaments zu sein.
 
Dem ist in allen Punkten zu widersprechen! … bis auf den Punkt, dass Jesus Christus (auch) Liebe predigte und praktizierte.

Dass Jesus gekommen sein soll, um das Judentum zu reformieren, ist völlig falsch. Woher hast Du das?
Im Johannesevangelium kann man nachlesen in Kap. 3V17: Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um Menschen zu verurteilen (oderum den jüdischen Staat zu reformieren), sondern um sie (die Menschen) zu retten.

Man muss dazu die Bibel nur mit ein wenig Verstand lesen, dann kommt man von selbst drauf.

Erstens hat Jesus selbst keine Aufzeichnungen hinterlassen - schon das besagt einiges. Zweitens - guck dir doch mal diese Geschichte an, von der Nichtjüdin, die Jesus um Hilfe angefleht hat, und er wollte erst nicht - bis sie gesagt hat: Auch die Hunde essen die Brocken, die von der Herren Tische fallen - DANN hat er ihr geholfen. Sein eigenes Volk hat ihn zwar gekreuzigt, aber er wollte das Judentum reformieren. Er hat schon als Kind sich mit den Schriftgelehrten angelegt - die Tische der Geldwechsler umgeworfen - ihr habt das Gotteshaus zu einem Götzentempel gemacht.

Erst Paulus hat eine Religion daraus gemacht, Aufzeichnungen von Jesus direkt gibts ja leider nicht, gäbe es aber, wenn er einen Neustart gewollt hätte. Paulus erst hat die Ur-Christen mit seinen Briefen zusammenzuhalten versucht, und mit vielen Reisen. Leider ist später eine Staatsreligion und ein Machtapparat daraus geworden, wie wir wissen.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Und es gibt - was die Religionsführer und Christen gar nicht hören wollen - auch ein Evangelium, in dem beschrieben ist wie Jesus einige Spielkameraden in Ziegen verwandelt.
 
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