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Der Sinn des Lebens

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Meine krasseste Erfahrung war wohl, als ich gestorben bin. Zu jenem Moment sah ich die ganze Welt, jeden Menschen, alle Aktionen und wie es sich entwickeln würde.

Allerdings, ja, bin ich nicht gestorben und sehe die Dinge wie fast jeder andere auch.

All is one and one is all. Daher wundert mich dein Fazit nicht wirklich. Ich langweile mich allerdings gerade und wundere mich, warum ich mir so ein monotones Leben ausgesucht habe, was soll ich davon gewinnen? Andererseits, besser als in Kenia zu leben und jeden Tag aufs neue ums Überleben zu kämpfen! - Besser? hmm... ja wer weiß....

Naja vielleicht dämmert es mir ja am Sterbebett, oder davor, hab wohl noch einige Dekaden vor mir die Erkenntnis zu erlangen...
 
Ich habe auch noch einmal darüber nachgedacht und man muss das anders formulieren, denke ich. "Sehe ich einen Sinn in meinem Leben?" oder "Hat das Leben einen Sinn?"

Wenn man mal davon ausgeht, ob das Leben an sich, jedes Individuum in seiner Masse gesehen, jede Pflanze, jedes Tier, alles was da noch so rumfleucht im Universum, einen Sinn hat, dann... nein? Ja?
Wer weiß.

Aber das ist was uns so Angst macht, wir wissen nicht ob es eine höhere Instanz gibt für die das Leben sinnvoll ist.
Daraus hinausgehend stellen wir uns selbst diese Frage. Ob das eigene Leben einen Sinn hat. Und nein, eigentlich nicht. Man ist, im Strom der Zeit, gefangen und ist so dermaßen unbedeutend für alles.
Die Geschichte des Menschen ist unbedeutund klein zur Geschichte der Erde und nichts im Vergleich zum Universum und das Leben von mir, das Leben von dir, das Leben von diesem oder jedem ist ... unausdrücklich. Unsere Unbeständigkeit des Seins lässt uns in Ohnmacht erstarren. Alles was wir sind, ist sinnlos.

Nun, aber unser individuelles Leben, das ist nicht sinnlos. Unser Hier und Jetzt, das sind wir. Die Geschichte der Erde ist interessant, aber ich kann sie nicht vorstellen. Das Universum ist für mich unereichbar, schon utopisch. Das Hier und Jetzt bestimmt unser Sein, und unseren Sinn. Ja, in vielen Jahren möge sich keiner mehr an uns erinnern und unser Grabstein schon längst zerstört, unsere Knochen sind nurnoch unwichtiger Staub, aber wir sind dann nichtmehr, und wir sind unwichtig. Was wir jetzt sind, leben, tun, das ist von Wichtigkeit. Oder ist es nicht, das muss man aber für sich selbst entscheiden.
Jede Sekunde unseres Daseins hat einen Sinn, aber nur solange wir diesen "Sekunden" einen Sinn geben wollen.

Und das muss jeder für sich selbst wissen, obwohl es viele Erkenntnisse gibt an deren man sich inspirieren lassen kann.
Der Sinn des Lebens ist wohl sich ewig auf der Suche nach einer Antwort zu begeben. Welche Antwort das sein mag, und die Frage selbst, diese formen wir Tag für Tag für uns neu. Jeden Tag sind wir ein anderer Mensch, haben neue Erfahrungen, neue Werte, neue Vorstellungen. Das Leben ändert sich, und somit der Sinn davon. Eine allgemeine Antwort ist somit kaum ausdrückbar.
Unsere Sinne formen unseren Sinn für unser Leben, das Denken bestimmt unser Sein. Unser Sein die Richtung unseres Lebens. Man muss keine große Instanz erschaffen, für die man erhofft sinnvoll zu erscheinen. Es reicht nur da zu sein und dem Wunder Glauben zu schenken.

Also kurz um, ich denke, dass es keinen Sinn ergibt und das ist meine Überzeugung, heute. Morgen sehe ich das wieder anders, vielleicht, aber damit wird sich Zukunfts-a_f auseinander setzen müssen.
 
Mir kommt es so vor, als ob wir in dieser Welt "wie in einem Bahnhof" leben. In diesem Bahnhof gibt es Restaurants und Geschäfte aller Art. Die meisten Menschen scheinen zu glauben, dass der Sinn ihres Daseins darin besteht, sich einen guten Platz zu verschaffen und den Aufenthalt im Bahnhof nach eigenem Geschmack so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch werden Philosophien, Regeln und religiöse Ideen entwickelt, um dem Aufenthalt Sinn und Ordnung zu geben. Einige verhalten sich egoistisch, andere altruistisch. Für jemanden, der diese Menschen im Bahnhof betrachtet, kommt es merkwürdig vor, dass nur eine Minderheit nach dem Fahrkartenschalter (Ziel des Aufenthaltes)sucht. Es gibt auch Menschen, die zwar von dem Fahrkartenschalter erfahren - aber selbst eine Bombendrohung bewegt diese Menschen nicht, nach einem "Zug heraus" Ausschau zu halten und sich ein Ticket zu besorgen. An Begründungen mangelt es nicht.

Ich selbst halte es mit Lena7, die folgendes schrieb:

Der Sinn meines Lebens, das ist mir gerade wieder so klar geworden, ist der genau das weiter zu sagen !

Und dazu machte Lena7 auf ein echt gutes Video aufmerksam.
https://www.youtube.com/watch?v=QFf_xPVYgSU
Danke Lena7
 
Aus meiner Sicht nicht. Aber er zeigt sehr gut die Sichtweise von theistischer dualistischer Religion (bis auf wenige Ausnahmen) und von der Suche nach Sinn auf.

Es ist der Glaube, daß dies hier nicht das eigentliche, wirkliche ist, sondern nur eine Durchgangsstation zum eigentlichen (Eigentlich egal ob man das dann als Gott, Paradies oder Glück sieht, ob man das in einem fiktiven später in diesem Leben oder nach dem Tod sieht - obwohl der Glaube, das es ein seiendes Wesen gibt, das das Sein geschaffen hat, IMHO einfach zu abstrus ist. Aber der Glaube an ein Ich ist ja auch sehr seltsam).
Letztlich ist es der (Irr)Glaube: "So wie es jetzt ist, sollte es nicht sein. Wäre es anders wäre es besser."
Es ist der Versuch einer totalen Ignoranz des fließenden HierJetzt.

"Erster Frühlingstag —
blauer Himmel und strahlende Sonne.
Alles wird allmählich frisch und grün.
Mit meiner Bettelschale gehe ich langsam zum Dorf.
Die Kinder sind überrascht mich zu sehen,
Umringen mich freudig und bringen so
Meinen Bettelgang am Tempeltor zu einem Ende.
Ich lege meine Schale auf einen weißen Felsen
Und hänge meinen Sack an den Ast eines Baumes.
Hier spielen wir mit wilden Gräsern
und werfen einen Ball.
Eine Zeit lang spiele ich Fangen,
während die Kinder singen;
Dann wechseln wir.
Bei diesem Spielen, hier und dort, habe ich völlig die Zeit vergessen.
Die Vorübergehenden deuten auf mich,
lachen über mich und fragen:
»Was ist der Grund für solch Narrentreiben?«
Ich gebe keine Antwort, verbeuge mich nur tief;
Selbst wenn ich geantwortet hätte,
würden sie mich nicht verstehen.
Schau dich um!
Da ist nur eins und das ist es!"


Ryokan
 
Der Teil in uns, der nach einem Sinn fragt, ist unser Ego, das etwas Besonderes, nein Besseres sein will. Es gilt zu verstehen, dass ebenso wie das Leben und der Tod gleichermaßen Sinn oder keinen Sinn ergeben, jedes Lebewesen gleichermaßen besonders oder nicht besonders ist.
 
Der Sinn des Lebens ist es Erfahrungen zu machen. Je weniger neue Erfahrungen man sich "gönnt" desto "ärmer" fühlt sich die Seele
 
Der Sinn des Lebens ist es Erfahrungen zu machen. Je weniger neue Erfahrungen man sich "gönnt" desto "ärmer" fühlt sich die Seele

Hallo derFlieger,

es ist doch offensichtlicher (automatischer) Teil des Lebens Erfahrungen zu machen. Genauso könnte man demnach sagen: Es ist Sinn des Lebens zu Atmen. Seele ist überaus schwieriges und komplexes Thema, dazu "+1" = "besser" zu rechnen geht grundlegend nicht auf. Allein dazu sei eine schlechte Erfahrung erwähnt, welche der Seele schadet.


Grüße P
 
Allerdings möchte ich zu meinem letzten Post hinzufügen: Man sollte bedenken das es ein Fehler sein könnte den Sinn des Lebens auf eine einzige Sache herunter zu brechen.
 
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