Aus meiner Sicht nicht. Aber er zeigt sehr gut die Sichtweise von theistischer dualistischer Religion (bis auf wenige Ausnahmen) und von der Suche nach Sinn auf.
Es ist der Glaube, daß dies hier nicht das eigentliche, wirkliche ist, sondern nur eine Durchgangsstation zum eigentlichen (Eigentlich egal ob man das dann als Gott, Paradies oder Glück sieht, ob man das in einem fiktiven später in diesem Leben oder nach dem Tod sieht - obwohl der Glaube, das es ein seiendes Wesen gibt, das das Sein geschaffen hat, IMHO einfach zu abstrus ist. Aber der Glaube an ein Ich ist ja auch sehr seltsam).
Letztlich ist es der (Irr)Glaube: "So wie es jetzt ist, sollte es nicht sein. Wäre es anders wäre es besser."
Es ist der Versuch einer totalen Ignoranz des fließenden HierJetzt.
"Erster Frühlingstag —
blauer Himmel und strahlende Sonne.
Alles wird allmählich frisch und grün.
Mit meiner Bettelschale gehe ich langsam zum Dorf.
Die Kinder sind überrascht mich zu sehen,
Umringen mich freudig und bringen so
Meinen Bettelgang am Tempeltor zu einem Ende.
Ich lege meine Schale auf einen weißen Felsen
Und hänge meinen Sack an den Ast eines Baumes.
Hier spielen wir mit wilden Gräsern
und werfen einen Ball.
Eine Zeit lang spiele ich Fangen,
während die Kinder singen;
Dann wechseln wir.
Bei diesem Spielen, hier und dort, habe ich völlig die Zeit vergessen.
Die Vorübergehenden deuten auf mich,
lachen über mich und fragen:
»Was ist der Grund für solch Narrentreiben?«
Ich gebe keine Antwort, verbeuge mich nur tief;
Selbst wenn ich geantwortet hätte,
würden sie mich nicht verstehen.
Schau dich um!
Da ist nur eins und das ist es!"
Ryokan