Ich finde, dass eine übertriebene "vermenschlichte" Mensch-Haustierbeziehung, die in ihrer Wertigkeit gleich oder sogar oberhalb von anderen, zwischenmenschlichen, Beziehungen angesiedelt ist unangemessen, unreif und manchmal sogar krankhaft ist.
Ein Partner dem die Beziehung zu mir "gleichwichtig" wie die Beziehung zu seinem Haustier ist kommt für mich deshalb auch aus folgenden Gründen nicht in Frage:
1. Wer sich mir nicht mehr seelisch-geistig-körperlich vebunden fühlt als einer Katze, fühlt offensichtlich keine Seelenverwandschaft und dem ist Liebe als Haltung und selbstauferlegter Auftrag fremd, weshalb vermutlich auch mit mir nur eine "haustierähnliche" symbiotische Beziehung möglich wäre.
2. i.d.R überhöhen Menschen ihre Beziehung zum Haustier als Ersatz für zwischenmenschliche Beziehungen, weil sie entweder unter Beziehungsangst leiden oder aufgrund ihrer Persönlichkeit (Egozentrik!) Anderen nur schwer auf Augenhöhe begegnen können.
3. Sind diese Menschen m.M.n romantisch-infantile Verdränger, weil sie die biologische Eigenart und das natürliche Wesen von Tieren mit den eigenen Beziehungsvorstellungen maskieren,d.h : sie sehen nicht, dass die "Beziehung" zum Tier lediglich eine Summe der biologischen Verhaltensmuster ist: Anerkennung durch Futtergabe und Rudeldominanz.
Die Stubentiger, die kleine Raubtiere sind, würden die "geliebten " Katzeneltern wohl augenblicklich verspeisen, wenn sie Großkatzen werden würden.