Und das geile ist, dass da irgendwo in Dir ein Fünkchen Hoffnung lebt. Ohne die Hoffnung, doch noch irgendwas zu finden, was Dich im Leben halten könnte, hättest Du dieses Thema nicht eröffnet, wenn es in Dir so aussieht, wie oben beschrieben.
Das mag man leicht denken, aber ich bin mittlerweile selbst zur Überzeugung gekommen, dass auch das nicht stimmt.
Fakt ist aber: niemand kann Dein Leben leben, das kannst Du nur selbst. Genauso wie niemand für Dich essen oder kacken kann. Ernsthafte Frage: WARUM bist Du noch da?
Dahinvegetieren ist immer noch einfacher als seinen Selbsterhaltungstrieb komplett zu überwinden. Es klingt ja immer so simpel "Spring doch einfach", aber Leute haben schon einen nicht-geöffneten Fallschirm aus 3000 Metern Höhe überlebt. Aber irgendwelche Androhungen oder Methodendiskussionen sollen das hier überhaupt gar nicht werden. Ich bin viel zu schwach und feige um irgendwas zu unternehmen, sowohl positiv als auch negativ.
Gast, ich weiß auch nicht, was ich dir raten soll, ich denke nur, dass durch irgendwelche getippten Worte sich dein Zustand und deine Situation wohl nicht bessern wird. Zumindest nicht in diesem Rahmen. Ich hoffe aber einfach, dass du dennoch einen Weg findest, dein Leben zum besseren zu wenden oder irgendein Ziel in diesem Leben, das es für dich selbst zu gehen lohnt.
Dankeschön, jedoch ist mir das natürlich absolut bewusst, dass mir niemand von Außen helfen kann. Ich sage selbst immer: "Nur du kannst dir selbst helfen".
Mit Vorwürfen oder gar Beleidigungen ist dir wirklich nicht zu helfen. Ich/wir können hier lesen, mitfühlen und Verständnis zeigen. Was und wie du es ausdrückst wirkt nicht, als wärst du gaga oder würdest dir alles nur einreden. Abgesehn davon, denke ich, was dir fehlt, ist einfach mal eine positive Erfahrung, die du realisieren und für dich auch so annehmen kannst. Was könnte das denn sein? Zum Thema Therapie habe ich auch eine eher kritische Haltung. Ich habe aber zuletzt einen sehr positive Erfahrung bei einem stationären Aufenthalt gemacht. Was mir hilft ist, dass ich eine eher aufgeschlossener, offener Mensch bin. Könnte für dich eine ähnliche Erfahrung eine Hilfestellung für einen neue Chance, eine neuen Anfang sein? Ich wünsch dir, dass du dir noch einmal selbst die Chance gibst, dir helfen zu lassen. Trotz aller deiner Erfahrungen: Es gibt wirklich auch sehr gute Einrichtungen.
1) Ich habe vor kurzer Zeit trotz schwerer Depressionen eine Berufsausbildung abgeschlossen, sogar mit guten Noten. Ich war danach zwei Wochen in einem richtig tollen Urlaub (anderer Kontinent) in einem Land, vor ich vor knapp 15 Jahren das letzte Mal war und mich immer auf den Tag gefreut habe, wo ich zurückkehren werde. Wo hat es mir also an dieser Stelle an positiven Erfahrungen gemangelt?
2) Ich bin leider auch ein aufgeschlossener, offener und hilfsbereiter Mensch. Das hat mir aber das hier alles erst eingebrockt. Denn immer wenn ich irgendwo mit irgendwelchen neuen Ärzten oder Therapeuten gesprochen habe, verhielt ich mich fast schizophren. Ich bin dann immer höchst professionell und einsichtsvoll. Ich hätte meine Probleme sehr gut und richtig analysiert und hätte ein großes Verständnis/Verstehen. Selbst bei diesen ganzen d2/FAKT-II/...-Konzentrationstests habe ich immer sehr gute und überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt.
Nur spiegelt das überhaupt nicht die alltägliche Wahrheit wieder. Ich kann mir überhaupt nichts merken, meine Aufmerksamkeitsspanne ist sehr gering und ich habe heftige Probleme mich überhaupt auf etwas zu konzentrieren. Das war auch schon vor der eigentlich Depression problematisch. Schließlich durfte ich früher eine Ehrenrunde drehen und habe mein Abi ziemlich verhauen. War ein richtiger Spaß mich danach irgendwo zu bewerben.
Wenn du jeden Tag an Selbstmord denkst, wächst der Drang nur weiter, weil es nunmal in der Natur der Sache liegt, dass aus Gedanken Taten folgen wollen. War positive Suggestion mal ein Thema in der Therapie? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?
Gab es etwas, das dir (kurzzeitig) geholfen hatte?
Psychoedukation, Autosuggestion, IPT, PMR ... alles hinter mir. Weder konnte ich mich entspannen, noch irgendwelche positiven Emotionen und Gedanken verspüren.
Mentale Visualisierungen oder Gedanken nach dem Motto: "Die Personen meinen es doch nicht böse" haben sich nie bewahrheitet oder irgendeine Linderung gebracht, im Gegenteil. Wenn man mitten in der Ausbildung von einem Tag auf den anderen in eine Klinik ging (nur Ausbilder/Personal wussten Bescheid) und dann von anderen Auszubildenden (Wir waren fast drei Dutzend) nie auch nur eine einzige Nachfrage kam, dann wusste ich ganz genau wo ich stehe.
Aber wenn dann mal jemand in der Berufsschule fehlte, habe ich natürlich selbst gleich nachgefragt ob alles in Ordnung sei und Unterlagen aufbewahrt etcpp. Ein kompletter Fehler. Mir hätten Menschen eigentlich immer sonstwo vorbeigehen sollen, dann wäre es auch nie zu der Depression gekommen.