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"Ich garantiere dir, es wird eines Tages besser!!!" - Was soll das?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Es geht doch in diesem thread nicht um Argumente für oder gegen Suizid.

Der TE wollte wissen, was wir davon halten, wenn oberflächlich getröstet wird.

Mehr nicht.

TE, für ein solches Verhalten gibt es grob gesagt drei Erklärungen:

Der Sprecher möchte höflich sein.
Der Sprecher hat keine Lust, sich mit deiner Situation weiter zu beschäftigen.
Der Sprecher hat selbst Krisen überwunden und daraus gelernt.

Such es dir je nach Situation aus.
 
Aber vielleicht möchte sich der TE auch mal entscheiden, ob er Nettigkeiten nun verabscheuen oder fordern will.
 
Die Empörung über so gut wie alle Aussagen, ob wohlwollend oder schonungslos ehrlich, spricht für sich.
 
Natürlich ist Selbstmord schwach. Wer aus Angst vor dem Leben handelt, kann sich nicht mit Mut schmücken.

"Schwach"..

Man kann natürlich glauben, was man will.

Vor einem fremden Leben, das Leben eines Menschen, von dem man so gut wie nichts weiß, außer dass dieser Mensch in einer schwierigen Lage ist.. dann so zu tun, als wüsste man schon..

Wie oft fühle ich mich außerstande, bei vielen Hilferufen hier, etwas zu sagen..

In manchen der "Antworten" in diesem Thread setzt sich fort, was TE als Titel formuliert hat.. Nur, dass es hier nicht als vermeintlich gut gemeinter Spruch daherkommt, sondern als angebliches "Wissen", wie die Dinge für den anderen stehen.. was zu tun sei..

So ein Pech aber auch, dass ausgerechnet der betroffene Mensch diese "Antworten" nicht selber gefunden hat.

Warum nur haben so oft andere Menschen die "richtigen Antworten", wissen, was genau getan werden muss - nur nicht die Betroffenen?

Manche "Antwort" und angebotene "Hilfe" trägt diese "Hilfe" eher als einen Mantel.
Der "Sinn" und Zweck mancher Antwort liegt darin, sich selbst weiterhin etwas vorzumachen, das Bild, das man von sich gemacht hat, weiterhin zu pflegen (zu füttern).

Ist es möglich einen anderen nicht zu belügen, wenn man sich selbst belügt, sich in Bezug auf das eigene Leben, auf die eigene Realität etwas vormacht, vor der eigenen Wahrheit Angst hat?
Manchmal schon, da anscheinend kein oder kaum ein Mensch restlos alles von sich zu wissen scheint - mein Eindruck jedenfalls.
Sehr komplexes Thema..
 
Ich habe geschrieben, dass Selbstmord schwach ist - aber keine Garantie dafür gegeben, dass alles besser wird. Vor allem nicht von allein.
 
Weiterleben unter Qualen zeugt von mehr Stärke als Selbstmord. Wenn man es mit der Zeit, kann mitunter ein ganzes Leben dauern, schafft, diese Qualen zu verringern, umso besser. Wer das schafft wird froh sein, sich nicht umgebracht zu haben.
 
Woher nehmen sich Menschen das Recht heraus, solche Garantien zu geben, die sowieso nicht eingehalten werden können? Wenn es einem die letzen 10 Jahre immer schlechter ging, weshalb soll es einem in den nächsten 10 Jahren besser gehen? Also als Garantie? Wer nicht mehr kann, der kann nun mal nicht mehr.

Hallo Gast

Woher nimmst du dir das Recht heraus, so über die anderen Menschen herzuziehen? Menschen die du gar nicht kennst und auch gar nicht verstehst was sie von dir wollen, was sie damit meinen?

Woher nimmst du das Wissen, zu sagen, die nächsten zehn Jahre wird es dir nicht besser gehen?

Woher nimmst du dir das Recht heraus für dich festzulegen, dass du nicht mehr kannst?

Woher nimmst du dir das Recht heraus auf der ganzen Menschheit, ihren kulturellen und ihren gesellschaftlichen und sozialen Leistungen herumzuhacken?

Woher nimmst du dir das Recht heraus, zu wissen, was alles schlecht ist und alles Gute schlecht zu machen?
 
Hallo Gast Woher nimmst du dir das Recht heraus, so über die anderen Menschen herzuziehen? Menschen die du gar nicht kennst und auch gar nicht verstehst was sie von dir wollen, was sie damit meinen?
Ich ziehe über niemanden her. Ich werde mich jedoch nicht der Anmaßung hergeben, jemanden irgendwas für seine persönliche Zukunft zu versprechen und das als Einzeiler in einen Thread zu klatschen.

Woher nimmst du das Wissen, zu sagen, die nächsten zehn Jahre wird es dir nicht besser gehen?
Das ist eine realistische Einschätzung, keine Tatsache.

Woher nimmst du dir das Recht heraus für dich festzulegen, dass du nicht mehr kannst?
Muss ich auf diesen Unsinn überhaupt antworten? Ich kann mir für meine eigene Person jedes Recht herausnehmen was mir passt. Wenn es mir nicht gut geht, dann geht es mir nicht gut. Wenn ich aufgegeben habe, dann habe ich aufgegeben.

Woher nimmst du dir das Recht heraus auf der ganzen Menschheit, ihren kulturellen und ihren gesellschaftlichen und sozialen Leistungen herumzuhacken? Woher nimmst du dir das Recht heraus, zu wissen, was alles schlecht ist und alles Gute schlecht zu machen?
Habe ich doch gar nicht. Ich sage nur, dass ich damit nichts anzufangen weiß.

@TE Du kannst nicht erwarten, dass man dir sagt, dass du dich endlich umbringen sollst.
Habe ich nie verlangt und würde genauso wenig irgendwas ändern.
Ich verstehe nicht, warum sich hier soviele angegriffen fühlen. Natürlich ist Selbstmord schwach. Wer aus Angst vor dem Leben handelt, kann sich nicht mit Mut schmücken.
Warum soll Suizid überhaupt schwach oder stark sein? Es ist einfach eine Entscheidung, die man überhaupt nicht bewerten sollt, statt ihr irgendwelche Attribute anzuhängen. Der eine schwer depressiv und völlig am Ende, der andere extreme Geldprobleme. Macht dies einen Unterschied? Ich glaube nicht. Am Ende ist der Mensch tot.
 
Es ist aufheiternd und aufbauend, wenn man dem betroffenen das Gefühl vermittelt verstanden/ angenommen zu sein, dass man in der Situation nicht allein ist und sich an wen wenden, über Dinge reden kann. Das ist 1000mal mehr wert, als so eine sellenlos hingeklatschte Phrase. Mehr ist dieser Satz oft nämlich nicht.
Für mich eben selbst das nicht, auch wenn dies wieder ein anderes Thema sein mag. Es gibt nichts was mich aufbauen könnte, da ich schon jetzt komplett versagt habe und nichts mehr aufholen kann. Die Welt ist nun einmal kein Ponyhof. Wer versagt, den bestraft nun einmal das Leben.

Ich kann keine Freundschaften aufbauen, Beziehungen führen, dauerhaft arbeiten gehen, mich selbst versorgen, irgendeine Freude an Hobbys finden, mich sportlich betätigen, ... Es geht einfach nicht mehr.
 

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