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"Ich garantiere dir, es wird eines Tages besser!!!" - Was soll das?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Diese Symptome von denen du schreibst: Vergesslichkeit, Unkonzentriertheit - ich könnte die Liste weiterführen - die kenne ich auch, und wenn ich hier anfangen würde, über meine Erfahrungen, die ich im Beruf gemacht habe - auch bedingt durch meine Persönlichkeit.....
Ein Therapeut hat mir einmal im Rahmen einer ambulanten Therapie ins Gesicht gesagt - und ich habe ihn aufgefordert es zurückzunehmen, wenn er das nur gesagt hat, um ein mir eine positive Reaktion zu bewirken - Herr ................, wie haben sie es eigentlich geschaft, hier heute bei mir zu sitzen? Was er damit zum ausrdruck bringen wollte war einfach: Warum sind sie eigntlich nicht schon längst über die Klinge gesprungen. Er hat damit nicht übertrieben.
Ich hab bereits die vierzig überschritten und habe schon einigen Mist durchgemacht.
Und ich bin früher noch zorniger, noch viel wütender auf mich und diesen verfluchten Planeten gewesen.
Ich habe schmerzhaft lernen müssen, dass ich mit dieser starken, destruktiven Energie, noch alles viel schlimmer gemacht habe.
Wenn mir damals einer erzählt hätte, das sich einmal etwas ändern wird - und ich beziehe mich da nicht auf die Symptome - dann hätte ich im auch gesagt: Ja, du mich auch! Und geh zum ......!
Ich weiß, dass ich immer noch ein schwieriger, komplizierter Mensch, Aber ich habe gelernt damit umzugehen und aufgehört zu versuchen, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen.

Durch positive Suggestionen wird sich sicher nicht viel ändern!
Aber durch andere Haltung - zum Beispiel dich selbst und deine derzeitige Situation anzunehmen - und durch ein positiveres Erleben von dir und deiner Umwelt.
Erkenne auch einmal an, dass du, trotz deiner Defizite und deiner Probleme, doch auch schon eine Ausbildung gemacht hast, du hast zuvor die Schule geschafft, du bist im Ausland gewesen etc.
Zählt das denn garnichts? Wenn du bereits bist, dich selbst und dein Schicksal anzunehmen, und aufzuhören beginnst, dich selbst und dein Leben zu hassen, erst dann kann sich auch etwas in eine bessere Richtung entwickeln.
Ich würde mir nicht die Mühe machen und um diese Zeit hier rumtippseln, wenn ich nicht wüßte, worüber ich schreibe.
Du hast hier viel zum Besten gegeben und ich kann lesen.
Es ist nicht leicht was zu verändern und es braucht Geduld und Zeit, "aber du musst es dir selbst auch wert sein".

Auf meine Fragen, die - das weiß ich nur zu gut - schwer zu beantworten sind, bist du leider nicht mehr eingegangen.
 
Die Zeit macht überhaupt nichts. Was soll ich noch in einer weiteren Klinik? Medikamente bringen nichts und das sonstige Angebot war immer ein schlechter Witz. Von Therapie konnte nicht die Rede sein und davon abgesehen habe ich mich komplett aufgegeben. Ich schaffe die simpelsten Dinge nicht.

Dazu noch meine Frage: Ich kenne aus meiner Zeit Angebote wie, Gesprächs-, Musik-, Gestalt-Therapie und eben entspannungstherapeutische Maßnahmen wie Sport, Muskelrelaxion, Yoga, Meditation, Massagen.....
Medikationen sind bei mir auch nie wirklich angeschlagen, aber die o. g. Themen haben mir sehr weitergeholfen.

Zitat; ".......und davon abgesehen habe ich mich komplett aufgegeben......."

Das ist ein Problem. Ohne die Bereitschaft, dich auf etwas einzulassen, wie soll sich da etwas positiv ändern?
Und ja, ich habe auch viele Sachen ausprobieren müssen und viele unterschiedliche Diagnosen und Versuche.........
Mich aufgegeben und irgendwann wieder bereit gewesen für einen weiteren Versuch.
Ich gehe davon aus, dass meine Lebenssituation, beruflich wie privat, sicher nicht repräsentativ ist für eine glückliches, erfülltes Leben.
 
zum Beispiel dich selbst und deine derzeitige Situation anzunehmen - und durch ein positiveres Erleben von dir und deiner Umwelt.
Ich und meine Umwelt sind nicht positiv und was soll ich an meiner verdreckten Wohnung, meiner kaputten Gesundheit und meinem gestörten Verhalten bitte annehmen? Manchmal benutze ich zum Beispiel ein Handtuch für alles. Erst trockne ich einen Teller damit ab, dann schnaube ich rein, später trockne ich mich damit ab und so weiter. Richtig eklig.

Erkenne auch einmal an, dass du, trotz deiner Defizite und deiner Probleme, doch auch schon eine Ausbildung gemacht hast, du hast zuvor die Schule geschafft, du bist im Ausland gewesen etc. Zählt das denn garnichts?
Zählt überhaupt nicht. Wir leben in Deutschland und nicht im Kongo. Das sind Grundvoraussetzungen. Wie eine Katze die lernt einer Maus/einem Vogel aufzulauern.

Wenn du bereits bist, dich selbst und dein Schicksal anzunehmen, und aufzuhören beginnst, dich selbst und dein Leben zu hassen, erst dann kann sich auch etwas in eine bessere Richtung entwickeln.
Ich akzeptiere wie ich bin, aber hasse mich dafür. Daran kann sich nichts ändern.

Ich würde mir nicht die Mühe machen und um diese Zeit hier rumtippseln, wenn ich nicht wüßte, worüber ich schreibe. Du hast hier viel zum Besten gegeben und ich kann lesen.Es ist nicht leicht was zu verändern und es braucht Geduld und Zeit, "aber du musst es dir selbst auch wert sein".
Ich bin es mir aber nicht Wert, weil ich einfach so viele gestörte Verhaltensweisen aufweise, nicht behandelbare körperliche Beschwerden habe und einfach mental völlig kaputt bin. Ich akzeptiere nicht mal, dass ich ein Mensch mit Bedürfnissen und Trieben bin. Ich halte zum Beispiel die Nahrungsaufnahme und Sexualität für abartig.

Auf meine Fragen, die - das weiß ich nur zu gut - schwer zu beantworten sind, bist du leider nicht mehr eingegangen.
Ich habe doch das mit der Ausbildung und dem Ausland dazu geschrieben oder worauf beziehst du dich?

Dazu noch meine Frage: Ich kenne aus meiner Zeit Angebote wie, Gesprächs-, Musik-, Gestalt-Therapie und eben entspannungstherapeutische Maßnahmen wie Sport, Muskelrelaxion, Yoga, Meditation, Massagen.....
Medikationen sind bei mir auch nie wirklich angeschlagen, aber die o. g. Themen haben mir sehr weitergeholfen.
Sowas habe ich in Kliniken alles mitgemacht und die Musik-Therapie zum Beispiel war auch nett, aber das war es auch. Es hat mir keine neuen Wege eröffnet oder meine Gedankenwelt beeinflusst.
Zitat; ".......und davon abgesehen habe ich mich komplett aufgegeben......." Das ist ein Problem. Ohne die Bereitschaft, dich auf etwas einzulassen, wie soll sich da etwas positiv ändern?
Ich bin kein positiver Mensch und auch du wirst an dieser Stelle aufgeben. Ich zerrede jeden Beitrag und jeden Vorschlag.

Und ja, ich habe auch viele Sachen ausprobieren müssen und viele unterschiedliche Diagnosen und Versuche......... Mich aufgegeben und irgendwann wieder bereit gewesen für einen weiteren Versuch.
Ich gehe davon aus, dass meine Lebenssituation, beruflich wie privat, sicher nicht repräsentativ ist für eine glückliches, erfülltes Leben.
Ich bin kein positiver Mensch und hasse diesen "Drang", dass Menschen immer "glücklich" sein wollen. Für weitere Versuche bin ich nicht mehr bereit, da ich im Grunde schon alles ausprobiert habe, was in Deutschland angeboten wird. Weiteres Geld für irgendwelche Therapiemöglichkeiten im Ausland habe ich nicht. Bin nach der Ausbildung auch arbeitslos geworden und kann meine Wohnung auch bald nicht mehr bezahlen. Da ich mich weigere auch irgendeine Tätigkeit anzunehmen, bin ich in wenigen Monaten obdachlos.
 
Mentale Visualisierungen oder Gedanken nach dem Motto: "Die Personen meinen es doch nicht böse" haben sich nie bewahrheitet oder irgendeine Linderung gebracht, im Gegenteil. Wenn man mitten in der Ausbildung von einem Tag auf den anderen in eine Klinik ging (nur Ausbilder/Personal wussten Bescheid) und dann von anderen Auszubildenden (Wir waren fast drei Dutzend) nie auch nur eine einzige Nachfrage kam, dann wusste ich ganz genau wo ich stehe.

Aber wenn dann mal jemand in der Berufsschule fehlte, habe ich natürlich selbst gleich nachgefragt ob alles in Ordnung sei und Unterlagen aufbewahrt etcpp. Ein kompletter Fehler. Mir hätten Menschen eigentlich immer sonstwo vorbeigehen sollen, dann wäre es auch nie zu der Depression gekommen.

Ich wurde auch oft enttäuscht. Das hatte viele Gründe. Es lag teilweise an den anderen, aber auch an mir selbst, weil ich zwischenmenschlich noch einiges aufzuholen hatte (auch heute noch) und deshalb leicht an Menschen geriet, die nicht zu mir passten und mich früher oder später enttäuschten. Aber man lernt dazu.
 
Hallo Gast

Also, ich weiß nicht, Depression hin oder her, es scheint doch mehr so zu sein, dass du so leben willst, dich dafür entschieden hast. Das sagst du ja selber. Deshalb wird dir auch nichts und niemand helfen können.

Du bist immer der Gute, der Arme, Kranke und alles andere und die anderen sind Schuld. Du weißt genau, dass alle anderen Menschen das mit dem Handtuch eklig finden. Deshalb hast du es für uns extra mental visualisiert. Findest du es denn eklig?

Warum trocknest du den Teller denn ab, der trocknet auch von alleine?

Ah, ich verstehe, du wurdest immer schlecht behandelt und musst dir immer blöde Sprüche anhören und deshalb musst du jetzt den Teller mit dem ekligen Handtuch abtrocknen. Alles klar.
 
Dann bist du also schon lange zu dem Entschluß gelangt, dein "Schicksal" anzunehmen bzw. es dabei zu belassen, weil du keinen Funken Hoffnung hast du aber auch schreibst, dass du, aufgrund deiner Sichtweise und Einstellung, keine Motivation verspürst, etwas verändern zu wollen.
Aber du bist noch nicht am Ende deiner Reise angelangt, und auch du wirst dich weiterentwickeln und verändern.
 
Also, ich weiß nicht, Depression hin oder her, es scheint doch mehr so zu sein, dass du so leben willst, dich dafür entschieden hast. Das sagst du ja selber. Deshalb wird dir auch nichts und niemand helfen können.
Wenn ich mir, bedingt durch meine eigenen Gedanken und Verhaltensweisen, welche sich eingebrannt haben, nicht mehr helfen lasse, weil ich komplett aufgegeben habe, da hat dies nichts mit irgendwelchen "Entscheidungen" zu tun. Es ist mein Zustand, nicht mehr oder weniger. Ich habe mich nicht entschieden depressiv zu werde. Ich habe sogar sehr viele Versuche unternommen dagegen anzukämpfen, nur ohne Erfolg. Es gibt auch nichts mehr was ich jetzt noch großartig testen könnte. Ich habe Antidepressiva aus jeder bekannte Kategorie eingenommen, mich durch Sonderbehandlungen versucht auf einen besseren Weg zu begeben, mich in Therapien bemüht. Mich auch immer im Alltag bemüht. Hat nicht geklappt, ist eben einfach so. Ich habe eben versagt.
Du bist immer der Gute, der Arme, Kranke und alles andere und die anderen sind Schuld.
Dies ist nicht nur eine böswillige Unterstellung, sondern auch einfach nicht die Wahrheit. Jeder Mensch ist für sein Verhalten selbst verantwortlich. Das schließt mich mit ein. Nur du denkst anscheinend Dinge nach dem Motto: "Der steht morgens auf und überlegt sich wie er sich das Leben noch schlechter machen könnte". Das ist aber nicht richtig und das weißt du auch. Die Wahrheit ist eher die, dass ich morgens meist gar nicht mehr aufstehe. Schau mal zu welchen Uhrzeiten ich hier meine Beiträge teilweise geschrieben habe. Und nein, ich bin kein Frühaufsteher. Ich bin auch jetzt wieder seit über 24 Stunden wach. Sobald ich mich hinlege, schlafe ich aber auch 18 Stunden.
Du weißt genau, dass alle anderen Menschen das mit dem Handtuch eklig finden. Deshalb hast du es für uns extra mental visualisiert.
Ich habe es visualisiert und die Spitze des Eisberges zu demonstrieren, weil einige Menschen ja meinen jegliche Probleme immer kleinreden zu wollen.
Findest du es denn eklig?
Wirst du mir gerade vor, dass ich mich damit gebrüstet hätte? Dan solltest dich mal fragen ob mit dir alles in Ordnung ist. Natürlich ist es eklig, aber ich zucke nicht mal mehr mit den Schultern, wenn ich den Müll einfach in die Ecke werfe.
Warum trocknest du den Teller denn ab, der trocknet auch von alleine?
Da freut sich die Scheibe Toast. Aber es ist ja heute auch modern seine Kleidung auch nicht mehr trocknen zu lassen, sondern gleich nass überzuziehen.
Ah, ich verstehe, du wurdest immer schlecht behandelt und musst dir immer blöde Sprüche anhören und deshalb musst du jetzt den Teller mit dem ekligen Handtuch abtrocknen. Alles klar.
Informiere dich bitte noch einmal was Kausalität, Korrelation und Unterstellung bedeuten. Textverständnis wäre auch nicht schlecht.

Dass du die Tatsache, dass mir niemand auch nur eine SMS, E-Mail oder einen Anruf spendiert hat, als ich plötzlich für 2 Monate weg war, sollte eigentlich jeden Menschen irritieren. Was das mit dem Handtuch zu tun haben soll ist absolut fraglich.
 
Dass du die Tatsache, dass mir niemand auch nur eine SMS, E-Mail oder einen Anruf spendiert hat, als ich plötzlich für 2 Monate weg war, sollte eigentlich jeden Menschen irritieren. Was das mit dem Handtuch zu tun haben soll ist absolut fraglich.

Wieder mal ein Knackpunkt. Du willst, dass andere sich für Dich interessieren, obwohl Du Dich selbst nicht für Dich interessierst.
Mich hat das in der Klinik überhaupt nicht interessiert, ich war froh, mal wochenlang meine Ruhe zu haben. Und ich bin bewusst nicht kontaktiert worden, damit ich mich in Ruhe um mich kümmern kann.
Ist das Dein Selbst, was Du gerade lebst? Was ist Dein Selbst? Im Moment fühlst Du Dich wie ein Haufen Scheixxe und wünschst Dir, dass jemand kommt und sagt, dass er noch nie einen so schönen Haufen Scheixxe gesehen hat, den Haufen mitnimmt und sich um ihn kümmert. Das zumindest lese ich heraus. Die tiefe Sehnsucht geliebt zu werden. Da Du kein Kind mehr bist, ist es an Dir, Dir diese Liebe zu geben. Ohne Deine eigene Liebe wird es auch keine andere geben. Denn Du würdest sie nicht spüren.
 
Wieder mal ein Knackpunkt. Du willst, dass andere sich für Dich interessieren, obwohl Du Dich selbst nicht für Dich interessierst. Mich hat das in der Klinik überhaupt nicht interessiert, ich war froh, mal wochenlang meine Ruhe zu haben. Und ich bin bewusst nicht kontaktiert worden, damit ich mich in Ruhe um mich kümmern kann.
Ist das Dein Selbst, was Du gerade lebst? Was ist Dein Selbst?
Schon wieder diese Unterstellungen. Ich bin nicht du und hätte mich nicht für mich selbst interessiert, wäre ich wohl nicht in die Klinik gegangen oder? Versuch es mal mit etwas mehr Logik.

Im Moment fühlst Du Dich wie ein Haufen Scheixxe und wünschst Dir, dass jemand kommt und sagt, dass er noch nie einen so schönen Haufen Scheixxe gesehen hat, den Haufen mitnimmt und sich um ihn kümmert. Das zumindest lese ich heraus.
Das ist genau dein Problem. Du liest hier Dinge aus deiner eigenen Erfahrung heraus, welche überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben. Wo habe ich auch nur ein einziges Mal den Wunsch verlauten lassen, dass sich noch jemand um mich kümmern soll? Alles was ich jetzt nur noch will ist meine endgültige Ruhe. Einschlafen und nicht mehr aufwachen. Keine Freude, keine Angst. Keine Emotionen, keine Gedanken.


Die tiefe Sehnsucht geliebt zu werden. Da Du kein Kind mehr bist, ist es an Dir, Dir diese Liebe zu geben. Ohne Deine eigene Liebe wird es auch keine andere geben. Denn Du würdest sie nicht spüren.
Und die dritte Unterstellungen. Du behauptest im Endeffekt, dass ich mich um andere Menschen nicht gekümmert, was einfach nicht stimmt. Ich habe Ihnen in der Ausbildung geholfen, ich habe Ihnen in der Berufsschule geholfen, ich war mit Ihnen manchmal außerhalb unterwegs. Kam aber, als ich plötzlich verschwand, irgendwas zurück? Erst als ich wieder im Betrieb auftauchte, kamen ein paar Rückfragen. Aber weißt du von wem? Von Leuten die erst vor einem halben Jahr ihre Ausbildung begonnen hatten. Nicht von den Leuten, mit denen ich fast 2,5 Jahre zusammen ausgebildet worden bin.

Soll ich dir ehrlich was sagen? Es war in meinem Leben nie anders und das habe ich mittlerweile akzeptiert.

Liebe ist also mit Abstand das Letzte, was ich suche. Denn Liebe ist auch nur ein rein biologischer Prozess um soziale System aufrecht zu erhalten oder Menschen zur Zeugung zu bewegen. Ein gesichertes soziales Umwelt ist nämlich für junge Kinder sehr wichtig, damit sie überhaupt erst selbst zeugungsfähig werden können.

Was soll ich also genau mit dieser Thematik anfangen, wenn ich komplett bindungsunfähig bin?
 
Wieder mal ein Knackpunkt. Du willst, dass andere sich für Dich interessieren, obwohl Du Dich selbst nicht für Dich interessierst.
Mich hat das in der Klinik überhaupt nicht interessiert, ich war froh, mal wochenlang meine Ruhe zu haben. Und ich bin bewusst nicht kontaktiert worden, damit ich mich in Ruhe um mich kümmern kann.
Ist das Dein Selbst, was Du gerade lebst? Was ist Dein Selbst? Im Moment fühlst Du Dich wie ein Haufen Scheixxe und wünschst Dir, dass jemand kommt und sagt, dass er noch nie einen so schönen Haufen Scheixxe gesehen hat, den Haufen mitnimmt und sich um ihn kümmert. Das zumindest lese ich heraus. Die tiefe Sehnsucht geliebt zu werden. Da Du kein Kind mehr bist, ist es an Dir, Dir diese Liebe zu geben. Ohne Deine eigene Liebe wird es auch keine andere geben. Denn Du würdest sie nicht spüren.
Die Gefahr besteht, dass man sein eigenes Problemfeld, seine eigenen Empfindungen und Wahrnehmungen, auf andere überträgt. Woher willst du wissen, dass er die Liebe anderer nicht spüren kann? Vielleicht ist ja sein Problem nicht, dass er zu viel Rummel um sich rum hat und mal Ruhe braucht, sondern dass er viel zu viel auf sich alleine gestellt ist. Dann ist es doch nur zu verständlich, dass er von 0815-Sprüchen, wie den im Threadtitel, furchtbar angeeiert wird. Den Spruch kann man, wenn man selbstverständlich viele Kontakte hat und keine Probleme hat, immer wieder neue zu schließen, ganz anders aufnehmen und tatsächlich als so etwas wie eine Hoffnung betrachten. Aber er wirkt eben wie eine Ohrfeige, oder wie ein Stich ins Herz, wenn man das mit dem "mitten im Leben stehen", also zugehörig zu sein, so nie erlebt hat. Wie soll man denn hoffen, wenn es dafür keine schlüssigen Belege gibt, weil man nie entsprechende Erfahrungen machen durfte, so wie es eben bei Menschen ist, die froh sind, wenn sie mal niemanden sehen müssen. Das sind völlig verschiedene Problemfelder, die man verschieden angehen muss. Wenn er sich wie ein Haufen "Scheixxe" fühlt, dann sollten eben die Umstände geschaffen werden, dass er sich nicht mehr so fühlen muss. Positiver Zuspruch, Mut machen, die Möglichkeit schaffen, dass er sich irgendwo angliedern kann, dass er die Erfahrung macht, dass er angenommen wird. Wie soll er Liebe geben, wenn niemand da ist? Das geht nicht. Nicht jeder bekommt einfach so ein soziales Umfeld geschenkt.
 

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