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Das Modell Familie am Ende?

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Die primäre Aufgabe des Menschen ist, Freiheit zu leben und Freiheit zu geben,
nicht Zwang zu leben und Zwang zu geben.

Ich denke nicht, dass Freiheit leben oder geben eine primäre Aufgabe ist. Jedoch ist aus meiner Sicht Freiheit so eine Art "Naturrecht", welches niemandem verwehrt werden darf. Freiheit bedarf lediglich auch die Verantwortung für das Tun. Nach meiner Auffassung endet Freiheit dort, wo Schaden für andere entsteht oder entstehen kann.
 
Offensichtlich bist du für die alte Welt und gegen die moderne Welt.

Was genau macht die alte Welt so viel prächtiger als die neue Welt?

Tsunami,

ich störe mich an den Begrifflichkeiten, die Kareena da verwendet, "alte Welt" und "moderne Welt" und Du hast nichts Besseres zu tun, als dich genau dieser Begriffe zu bedienen.
Auch, wenn Du es nicht glauben willst, mir wächst noch lange kein Moos auf der Stirn und ich stehe noch mitten im Leben.
Es ist nichts mehr als ein rhetorischer Trick, als Gedanken mit dem Hauch des Gestrigen zu brandmarken, um das angeblich so Neue, Bessere zu propagieren. Ich kann in dem Zerfall der Familie kein gesellschaftliches Heil erkennen und mir sind nur wenige junge Menschen begegnet, die das Ende ihrer Familie, die Verantwortungslosigkeit familienflüchtiger Väter oder auch Mütter feiern konnten.
Ihnen wurde der Halt genommen, die emotionale und soziale Basis unter den Füßen weggezogen. Wenn das Fortschritt sein soll, sehe ich schwarz für unsere Gesellschaft.
Das kann man freilich nur dann richtig gewichten, wenn man selbst Familie erlebt und erfahren hat.

Burbacher
 
Bei Deinem letzten Satz denke ich an den Mainstream. Wohin lenkt die Gesellschaft? Unterschwellig wollen Menschen akzeptiert werden - und um die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten, passen sie sich dem Mainstream an. Siehe auch "andere Vorstellungen von Familie, von Lebensführung." Ich denke, dass Mainstream ein Korsett ist, welches man sich anlegt, der eine freiwillig, der andere fühlt sich dazu gedrängt.

Vielleicht ist Vieles in diesem Leben, in dieser Gesellschaft, ein Korsett. Nicht zuletzt deine höchstpersönliche Denk- bzw. Sichtweise?

---

Du denkst immer, dass du so frei und wissend wärest. Ist das aber wirklich so?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke nicht, dass Freiheit leben oder geben eine primäre Aufgabe ist. Jedoch ist aus meiner Sicht Freiheit so eine Art "Naturrecht", welches niemandem verwehrt werden darf. Freiheit bedarf lediglich auch die Verantwortung für das Tun. Nach meiner Auffassung endet Freiheit dort, wo Schaden für andere entsteht oder entstehen kann.

Okay, Schaden vermeiden, da gehen wir d'accord.

Was aber genau ist die vornehmliche Aufgabe des Menschen? Eine Familie zu gründen?
 
Tsunami,

ich störe mich an den Begrifflichkeiten, die Kareena da verwendet, "alte Welt" und "moderne Welt" und Du hast nichts Besseres zu tun, als dich genau dieser Begriffe zu bedienen.
Auch, wenn Du es nicht glauben willst, mir wächst noch lange kein Moos auf der Stirn und ich stehe noch mitten im Leben.
Es ist nichts mehr als ein rhetorischer Trick, als Gedanken mit dem Hauch des Gestrigen zu brandmarken, um das angeblich so Neue, Bessere zu propagieren. Ich kann in dem Zerfall der Familie kein gesellschaftliches Heil erkennen und mir sind nur wenige junge Menschen begegnet, die das Ende ihrer Familie, die Verantwortungslosigkeit familienflüchtiger Väter oder auch Mütter feiern konnten.
Ihnen wurde der Halt genommen, die emotionale und soziale Basis unter den Füßen weggezogen. Wenn das Fortschritt sein soll, sehe ich schwarz für unsere Gesellschaft.
Das kann man freilich nur dann richtig gewichten, wenn man selbst Familie erlebt und erfahren hat.

Burbacher

Familien zerfallen mehr als ehedem, die Welt zerbricht in Trümmer, Traurigkeit, Leid und Chaos. Und worin genau siehst du die Gegenstrategie?
 
Vielleicht ist Vieles in diesem Leben, in dieser Gesellschaft, ein Korsett. Nicht zuletzt deine höchstpersönliche Denk- bzw. Sichtweise?

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Du denkst immer, dass du so frei und wissend wärest. Ist das aber wirklich so?

Tsunami,

fast hätte ich dir im ersten Halbsatz deiner Replik an Nordrheiner einen Erkenntnisfortschritt attestiert. In der Tat sind wir nämlich durch unsere Geburt auch in ganz bestimmte Lebensbedingungen hineingeboren. Schon die Tatsache, dass wir entweder als Mann oder Frau geboren werden, wird unseren weiteren Lebensweg bestimmen, zumindest insoweit unsere biologischen Möglichkeiten betroffen sind.
Zudem bestimmen die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen, in die uns das Leben stellt, unsere weitere Entwicklung zu einem erheblichen Teil. Insofern sind wir von Anbeginn an nicht wirklich frei, und für viele von uns stellt sich im weiteren Lebenslauf die Aufgabe, diese Voraussetzungen moderierend zu gestalten und uns von gegebenen Zwängen zu lösen, soweit dies möglich.
Ich muss nicht für Nordrheiner antworten, aber deine Frage an ihn, können wir uns alle stellen, und ich liefere dir meine Antwort gleich dazu: Nein, wir sind nicht so frei und wissend, wie wir gerne sein möchten.
Wenn Du dir den Wissenszuwachs, der sich ständig ereignet, vor Augen führst, musst Du dir zwangsläufig eingestehen, kaum etwas zu wissen.
Nein, ich eröffne kein neues Thema im Thema, aber gerade dieser ständige Wandel, dem wir alle ausgesetzt sind, dem wir uns nicht entziehen können, macht es geradezu zwingend notwendig, dass es ein paar Konstanten in unserem Leben gibt.
Zu diesen Konstanten gehört etwa die Familie, gehören halbwegs stabile Beziehungen, eine soziale Einbindung und ein eigenes Werte-und Orientierungsmuster, von dem wir uns leiten lassen. Ohne dem werden wir beliebig und im engeren wie im weiteren Sinne haltlos und orientierungslos auch.

Burbacher
 
Tsunami,

fast hätte ich dir im ersten Halbsatz deiner Replik an Nordrheiner einen Erkenntnisfortschritt attestiert. In der Tat sind wir nämlich durch unsere Geburt auch in ganz bestimmte Lebensbedingungen hineingeboren. Schon die Tatsache, dass wir entweder als Mann oder Frau geboren werden, wird unseren weiteren Lebensweg bestimmen, zumindest insoweit unsere biologischen Möglichkeiten betroffen sind.
Zudem bestimmen die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen, in die uns das Leben stellt, unsere weitere Entwicklung zu einem erheblichen Teil. Insofern sind wir von Anbeginn an nicht wirklich frei, und für viele von uns stellt sich im weiteren Lebenslauf die Aufgabe, diese Voraussetzungen moderierend zu gestalten und uns von gegebenen Zwängen zu lösen, soweit dies möglich.
Ich muss nicht für Nordrheiner antworten, aber deine Frage an ihn, können wir uns alle stellen, und ich liefere dir meine Antwort gleich dazu: Nein, wir sind nicht so frei und wissend, wie wir gerne sein möchten.
Wenn Du dir den Wissenszuwachs, der sich ständig ereignet, vor Augen führst, musst Du dir zwangsläufig eingestehen, kaum etwas zu wissen.
Nein, ich eröffne kein neues Thema im Thema, aber gerade dieser ständige Wandel, dem wir alle ausgesetzt sind, dem wir uns nicht entziehen können, macht es geradezu zwingend notwendig, dass es ein paar Konstanten in unserem Leben gibt.
Zu diesen Konstanten gehört etwa die Familie, gehören halbwegs stabile Beziehungen, eine soziale Einbindung und ein eigenes Werte-und Orientierungsmuster, von dem wir uns leiten lassen. Ohne dem werden wir beliebig und im engeren wie im weiteren Sinne haltlos und orientierungslos auch.

Burbacher

Das Problem ist nur, dass ihr beide - du weniger, Nordrheiner mehr - ja so selbstherrlich seid, dass mir fast die Spucke wegbleibt. Tut mir leid: Fail.

---

Ihr wisst auch nicht, wie es ist, wenn mal mehr als einmal vergewaltigt, geknechtet, geschlagen und erniedrigt wird. Wisst ihr das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist nur, dass ihr beide - du weniger, Nordrheiner mehr - ja so selbstherrlich seid, dass mir fast die Spucke wegbleibt. Tut mir leid: Fail.

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Ihr wisst auch nicht, wie es ist, wenn mal mehr als einmal vergewaltigt, geknechtet, geschlagen und erniedrigt wird. Wisst ihr das?

Tsunami,

sollte das, was Du hier beschreibst, dir selbst geschehen sein, fände ich das schrecklich. Und ich könnte deine Einstellung zum Thema Familie verstehen.
Dass jemand, dem so etwas widerfahren ist, keine positive Einstellung zur Familie und zum Thema Familie haben kann, verstehe ich.
Gleichwohl hätte ich es dienlich gefunden, hättest Du uns diese Umstände frühzeitig und zur besseren Einordnung deiner Meinung mitgeteilt. Wir hätten uns, da bin ich sicher, einige gegenseitige Blessuren erspart.

Burbacher
 
Also nein, es ist kein rhetorischer Trick, diese Altertümlichkeit. Man sollte einfach mal die Realität sehen und in die Tatsache Einsicht zeigen, daß sehr viele ( ich hatte dazu % Zahlen eingestellt ) Menschen eben nicht ein Leben lang auf einen einzigen anderen Menschen programmiert sind, sondern sich Liebe einfach so verlieren kann. Um das zu begriefen, muß man nicht mal besonders gescheit sein. Und neimand kann so doof sein, die Menschen trotzdem in diese "Zweisamkeit" ( man nennt es, umschrieben "Verantwortung", damit es niemand merken soll ) zu pressen. Was aber nun mit "Familie" nichts zu tun hat - denn wie wir wissen, heiraten die Leute ( manche auch öfters mal ) oder finden wieder andere Partnerschaften. Davon geht das Abendland nicht unter.
 
Kareena,

Du argumentierst mir zu pauschal und deine Vokabel "die moderne Welt" halte ich für viel zu wage.
Dagegen stehen auch die zahlreichen Familien, die immer noch "funktionieren" und die sich angesichts solcher Feststellungen wahrscheinlich verwundert die Augen reiben würden.

Burbacher

Ja mag sein das es pauschal ist aber guck dir das doch mal an. Es gibt Familien die dieses Modell leben. Aber dann kommen solche Sprüche wie Herdprämie usw. (Betreuungsgeld) Dann gibt es Frauen die ihre Eizellen einfrieren lassen um sich voll auf den Job konzentrieren. Natürlich gibt es Familien die ihre Werte leben, aber die müssen sich auch diverse Sachen anhören. Ich sage nicht das diese Entwicklung gut ist. Ich finde diese moderne Einstellung auch nicht gut. Das was ich schreibe befürchte ich eher.
 
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