Jetzt muss ich doch mal ganz blöd fragen, was du mit deinem Beitrag eigentlich aussagen möchtest.
Ich meine, wenn Freiheit und Selbstverwirklichung kritisch betrachtet werden, braucht es doch auch ein klares Argument, einen Vorteil, dem Modell "Familie" zu fröhnen.
Um was geht es dir also hierbei? Bist du in der Position für jeden einzelnen innerhalb unserer Gesellschaft festzulegen, dass man eine Familie gründen solle? Und da du dies ja vorgeben möchtest wäre noch eine Antwort darauf interessant zu erfahren, weshalb die Familiengründung besser ist. Was versprichst du dir davon? Ich meine außer der Tatsache alle Menschen in ein Modell zu zwängen, ganz gleich ob ihnen das passt oder nicht.
Geht es dir rein um den Selbsterhaltungstrieb, das überleben unserer Spezies? Komm, so billig alleine, wird deine Argumentation hoffentlich nicht ausfallen.
Also, was genau steckt dahinter? Ich meine, auf 204 Seiten wird das unverbindliche Single Leben nun schlecht gemacht. Allmählich wäre es doch auch mal wissenswert zu erfahren, weshalb eigentlich. 😉
Ich kenne die Antwort von Eduardo nicht. Meine Antwort ist folgende:
Single's gab es schon immer. An Menschen, die
nicht in einer festen Lebensgemeinschaft leben wollen, ist aus meiner Sicht auch grundsätzlich nichts zu kritisieren. Aber was ist - wenn Du möchtest, aber nicht mehr kannst? Der von Eduardo zitierte Artikel zeigt auf, dass das der Trend ist. Partnerschaft wollen - aber möglichst unverbindlich und daher auch folglich kurz. Und der Artikel zeigt auch auf:
"So berichtet mehr als jede dritte Singlefrau zwischen 20 und 39, bei der Partnersuche "stets nur bindungsunwilligen Männern" zu begegnen. Natürlich sorgt auch der Kinderwunsch der Frauen ab dreißig dafür, dass sie dann eher bereit sind, sich festzulegen als Männer." Und mit den bindungsunwilligen Menschen gehören bindungsunfähige Menschen in die Single-Gruppe.
Was sich im Gegensatz zu früher geändert hat, ist das Verhältnis von bindungsunfähigen/bindungsunwilligen Menschen zu bindungsfähigen und bindungswilligen Menschen. Und daraus ergeben sich zwei gravierende Probleme:
Heiraten bindungswillige aber bindungsunfähige (bindungsgestörte) Menschen, Mann/Frau, setzen sie i.d.R. Kinder in die Welt, so dreht sich bei diesen Eltern das Leben um diese ihre Kinder. Und wenn ihre Kinder als Erwachsene heiraten und ebenfalls Kinder haben, so dreht sich das Leben der Großeltern zumindest zum erheblichen Teil auch um die Enkel. Anders ausgedrückt: Eine lebenswerte Welt von morgen ist ebenfalls wichtig. Natürlicherweise ist die Welt von morgen für Single's nicht wichtig. Für einen Single ist die Einstellung "was morgen ist, ist mir egal" verständlich.
Und wenn bindungsunwillige, bindungsgestörte, bindungsunfähige Menschen wider aller Erwartungen doch heiraten bzw. Kinder in die Welt setzen, vergrößern sie damit ihr Problem. Ich behaupte, dass Bindungsgestörte sowie bindungsunfähige Menschen schlechte Ehepartner sind - und daher zu hohen Scheidungsraten den Löwenanteil liefern. Und Scheidung ist keine natürliche Basis, um Kindern eine intakte Familie zu bieten - im Gegenteil. Und wenn Familien auseinanderbrechen, ist der Boden für Persönlichkeitsstörungen bei Kindern aller Art gelegt.
Ich sehe also zwei Hauptprobleme: Gleichgültigkeit gegenüber der Zukunft sowie Persönlichkeitsstörungen.
Und jetzt könnte ich noch die beiden Hauptprobleme ausführen, aber ich denke, die Folgen dieser Hauptprobleme sind Dir u.U. auch deutlich, oder?