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Das Modell Familie am Ende?

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Ohne die Antwort von Burbacher ersetzen zu wollen, folgende Gedanken von mir zu Deiner Frage.

Die alte Welt hat immerhin unser heutiges Leben ermöglicht. Ohne die alte Welt gäbe es unser heutiges Leben mit allen seinen guten Möglichkeiten nicht. Wir geniessen mehr Freiheiten und Rechte als die vorherigen Generationen. Für mich bedeutet das dankbar für alles Gute zu sein, was ich heute erlebe. Also so schlecht kann die alte Welt nicht gewesen sein.

Die alte Welt war sicher nicht fehlerfrei. Jedoch die moderne Welt verkennt die guten Werte, die nur deshalb vorhanden sind, weil sie schon in der alten Welt vorhanden waren. Z.B. Freiheit und Brüderlichkeit gab es schon immer. Wir haben sie nur mehr Menschen nutzbar gemacht. Rechte, die früher nur wenigen Privilegierten zur Verfügung standen, stehen heute (in Deutschland) weitgehend allen zur Verfügung.

Die moderne Welt bringt mit ihren vielfältigen Möglichkeiten auch die Wahlfreiheit für oder gegen den Hedonismus. Auch das gab es schon in der alten Welt. Lediglich ist die hedonistische Einstellung heute ebenso verbreitet, wie es früher nur von Privilegierten bekannt war. Das macht mir die moderne Welt unsympathisch.

Was genau meinst du, warum die ursprünglich gute Welt sich neuerdings zu einer schlechten Welt entwickelt hat? Gab es da einen bestimmten Auslöser?
 
Nun ja, Nordrheiner. Sag' doch einfach mal, wie man das alles von vornherein besser macht.

Theoretisch ganz einfach: Junger Mann sucht junge Frau. Von der Liebe getragen heiraten beide und zeugen Nachkommen. Sie kümmern sich liebevoll um die Kinder, bis zu deren Eintritt in das Leben eines Erwachsenen.
Vor ihrem Kennenlernen haben beide für sich feste Werte, wie Respekt, Dankbarkeit, Fürsorge, Aufmerksamkeit (Zuhören), Ehrlichkeit und Treue entdeckt und gepflegt. Diese Werte bringen sie in die Erziehung der Kinder ein.
Sie bieten den Kindern, vor allem den Kleinkindern, Liebe und Geborgenheit. Dadurch ermöglichen sie den Kindern, später als Erwachsene selbstständig, selbstsicher und emotional stabil im Leben zu stehen und selbst feste Beziehungen aufzunehmen.

Von vorneherein .... setzt im Ideal voraus, in der eigenen Ursprungsfamilie erlebt und erfahren zu haben, was Liebe und Geborgenheit bedeuten. Und davon muß ein Kind solange "trinken", wie es Liebe und Geborgenheit benötigt. Die Familie ist die erste und die wichtigste Schule für das Leben, in der die Werte zu lernen sind, die für das Leben als Erwachsener wichtig sind.

Als junger Mann oder junge Frau, die aus einer solchen guten Familie kommt, suche "ich" mir am besten einen Lebenspartner, der Ähnliches erlebt und gelernt hat. Menschen müssen nicht gleiche Temperamente haben. Aber die Übereinstimmung in guten und wichtigen Werten sowie das Vorhandensein von Bindungsfähigkeit, sind schon für das "von Vorneherein" als guter Start sehr wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was genau meinst du, warum die ursprünglich gute Welt sich neuerdings zu einer schlechten Welt entwickelt hat? Gab es da einen bestimmten Auslöser?

Ja, einen bestimmten Auslöser identifiziere ich in dem Bösen, was in jedem Menschen, wie das Gute, mit angelegt ist. Jeder Mensch, denke ich, steht immer und immer wieder im Leben vor der Wahl, für was er sich entscheidet. Und die meisten Menschen entscheiden sich für sich selbst, für eine hedonistische Lebensführung, je mehr Freiheiten sie haben. Und hedonistische Lebenseinstellung und Lebensführung ist böse.

Die Neigung des Menschen, gerne hedonistisch zu leben, war schon immer vorhanden, also auch in der alten Welt. Lediglich hat jetzt "jemand" die Gittertüre für alle geöffnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Theoretisch ganz einfach: Junger Mann sucht junge Frau. Von der Liebe getragen heiraten beide und zeugen Nachkommen. Sie kümmern sich liebevoll um die Kinder, bis zu deren Eintritt in das Leben eines Erwachsenen.
Vor ihrem Kennenlernen haben beide für sich feste Werte, wie Respekt, Dankbarkeit, Fürsorge, Aufmerksamkeit (Zuhören), Ehrlichkeit und Treue entdeckt und gepflegt. Diese Werte bringen sie in die Erziehung der Kinder ein.
Sie bieten den Kindern, vor allem den Kleinkindern, Liebe und Geborgenheit. Dadurch ermöglichen sie den Kindern, später als Erwachsene selbstständig, selbstsicher und emotional stabil im Leben zu stehen und selbst feste Beziehungen aufzunehmen.

Von vorneherein .... setzt im Ideal voraus, in der eigenen Ursprungsfamilie erlebt und erfahren zu haben, was Liebe und Geborgenheit bedeuten. Und davon muß ein Kind solange "trinken", wie es Liebe und Geborgenheit benötigt. Die Familie ist die erste und die wichtigste Schule für das Leben, in der die Werte zu lernen sind, die für das Leben als Erwachsener wichtig sind.

Als junger Mann oder junge Frau, die aus einer solchen guten Familie kommt, suche "ich" mir am besten einen Lebenspartner, der Ähnliches erlebt und gelernt hat. Menschen müssen nicht gleiche Temperamente haben. Aber die Übereinstimmung in guten und wichtigen Werten sowie das Vorhandensein von Bindungsfähigkeit, sind schon für das "von Vorneherein" als guter Start sehr wichtig.

Klingt ales lieb und nett, aber bist du dir sicher, dass dies der Sinn unserer Existenz ist?
 
Klingt ales lieb und nett, aber bist du dir sicher, dass dies der Sinn unserer Existenz ist?

Nein, ich sehe in dem allerbesten Familien- oder Lebensmodell nicht den Sinn unserer Existenz. Das Leben der vorgenannten Werte, in Familie oder auch ohne Familie, ist lediglich das Vehikel, mit dem wir uns am besten in diesem Leben bewegen. In so einem guten und schönen Vehikel zu fahren, sagt noch nichts über die Qualität des Ziels aus, auf das ich mich zubewege.
Und hinsichtlich des Ziels, welches den Sinn unseres Lebens beeinflusst und bestimmt, sind sich die Menschen uneins. Auch da besteht Wahlfreiheit, ob man sich selbst ein schön empfundenes Ziel gibt oder einfach ziellos durch das Leben fährt. Und wer an Gott glaubt, lässt sich das Ziel nennen. Das ist aus meiner Sicht sinnvoll.
 
Danke, das bestätigt mir deine urzeitliche Weltanschauung.
Zu urzeitlich stehe ich. Ich finde diese urzeitliche Einstellung gut und kenne keine auch nur annähernd bessere oder gleichwertige.

Wäre es eine Mutter mit Kind, der Vater bereits verstorben, könntest du das Wort "Familie" in Bezug auf diese Frau wohl aussprechen, oder? Der Vater wurde ihr von Gott genommen, also kann sie nichts dafür, denn nicht sie hat ihn vor die Familienhaus-Türe gesetzt.

Wie sieht es mit einem anderen Beispiel aus: Der Vater ist Alleinerziehender, seine Kinder wohnen und leben bei ihm. Die Mutter hat ihn verlassen. Bezeichnest du seine Einelternfamilie als Familie oder als Gemeinschaft?
Die Bezeichnung halte ich für völlige Nebensache. Von mir aus auch Restfamilie.

Wie viele Menschen streben von vornherein eine Familie ohne Vater und Mutter an? 😕 Du meinst also, dass wenn man eine Familie gründete, dann soll das auch so sein, dass man die Familie wie die Ehe (bis dass der Tod euch scheidet) zuende lebt;
Ja, das finde ich gut.
evtl. soll sich Frau schnellstens einen Ersatzdaddy suchen, wenn der Vater das Weite sucht?!😕
Nein. Ich denke nicht, dass sich ein verlassener Partner schnellstens einen neuen suchen sollte.

Für dich ist eine Alleinerziehende mit Kind(ern) eine wichtige "Gemeinschaft", wie du schreibst; Für mich ist Familie generell eine Gemeinschaft, die ich Familie nenne; seien meine Familienmenschen mit hetero, lesbischen oder schwulen Partnern in Beziehung, mit oder ohne Kinder, Mutter mit Kind oder Vater mit Kind.

Deine Einstellung respektiere ich, ohne sie zu teilen.
 
Nein, ich sehe in dem allerbesten Familien- oder Lebensmodell nicht den Sinn unserer Existenz. Das Leben der vorgenannten Werte, in Familie oder auch ohne Familie, ist lediglich das Vehikel, mit dem wir uns am besten in diesem Leben bewegen. In so einem guten und schönen Vehikel zu fahren, sagt noch nichts über die Qualität des Ziels aus, auf das ich mich zubewege.
Und hinsichtlich des Ziels, welches den Sinn unseres Lebens beeinflusst und bestimmt, sind sich die Menschen uneins. Auch da besteht Wahlfreiheit, ob man sich selbst ein schön empfundenes Ziel gibt oder einfach ziellos durch das Leben fährt. Und wer an Gott glaubt, lässt sich das Ziel nennen. Das ist aus meiner Sicht sinnvoll.

Schaue dir die Menschen mal an: Glaubst du denn wirklich, dass sich Menschen ziellos durch ihr Leben bewegen?
 
Schaue dir die Menschen mal an: Glaubst du denn wirklich, dass sich Menschen ziellos durch ihr Leben bewegen?

Diese Fragen kann ich nur annähernd gut beantworten, wenn wir differenzieren. Wenn ein junger Mann oder eine junge Frau vorhaben, einen bestimmten Beruf zu erlernen und eine Berufsschule besuchen oder ein Studium absolvieren, so verfolgen sie ein (gutes) Ziel. Wenn sie sich vornehmen, auch eine Familie zu gründen, so ist das auch wieder ein (gutes) Ziel. Insofern setzen sich Menschen immer wieder Ziele. Selbst wenn "ich" vorhabe, heute Abend einen Freund zu besuchen, ist das schon eine (gute) Zielsetzung. Die Frage, die sich mir in Bezug auf Deine vorherige Frage (Sinn der Existenz) stellt, lautet: Ein Ziel nach dem anderen .... wohin gelange "ich"? Also die vielen kleinen und großen Ziele, die sich Menschen setzen - oder wohin sie sich treiben lassen - führen zu einem Punkt. Und da stellt sich für mich die Frage: Wohin führen "mich" meine kleinen und großen Ziele? Will ich dieses (End-) Ziel?
 
Diese Fragen kann ich nur annähernd gut beantworten, wenn wir differenzieren. Wenn ein junger Mann oder eine junge Frau vorhaben, einen bestimmten Beruf zu erlernen und eine Berufsschule besuchen oder ein Studium absolvieren, so verfolgen sie ein (gutes) Ziel. Wenn sie sich vornehmen, auch eine Familie zu gründen, so ist das auch wieder ein (gutes) Ziel. Insofern setzen sich Menschen immer wieder Ziele. Selbst wenn "ich" vorhabe, heute Abend einen Freund zu besuchen, ist das schon eine (gute) Zielsetzung. Die Frage, die sich mir in Bezug auf Deine vorherige Frage (Sinn der Existenz) stellt, lautet: Ein Ziel nach dem anderen .... wohin gelange "ich"? Also die vielen kleinen und großen Ziele, die sich Menschen setzen - oder wohin sie sich treiben lassen - führen zu einem Punkt. Und da stellt sich für mich die Frage: Wohin führen "mich" meine kleinen und großen Ziele? Will ich dieses (End-) Ziel?

Ich schrieb es vorhin schon: Die besten Ziele führen dich zu Schönheit und Passung.

Nur führen dich Zwang und Bedrängung ganz woanders hin.

---

Die primäre Aufgabe des Menschen ist, Freiheit zu leben und Freiheit zu geben,

nicht Zwang zu leben und Zwang zu geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich schrieb es vorhin schon: Die besten Ziele führen dich zu Schönheit und Passung.
Bei dieser Aussage verstehe ich nicht, was Du konkret meinst.

Nur führen dich Zwang und Bedrängung ganz woanders hin.

Bei Deinem letzten Satz denke ich an den Mainstream. Wohin lenkt die Gesellschaft? Unterschwellig wollen Menschen akzeptiert werden - und um die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhalten, passen sie sich dem Mainstream an. Siehe auch "andere Vorstellungen von Familie, von Lebensführung." Ich denke, dass Mainstream ein Korsett ist, welches man sich anlegt, der eine freiwillig, der andere fühlt sich dazu gedrängt.
 
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