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Hartz IV - ein System, das tötet

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Die leben hier nicht so isoliert wie ein z.B. deutscher Hartz 4 - Empfänger, der nach hiesigen Maßstäben gemessen bettelarm ist und somit aus der Gesellschaft ausgeschlossen ist bzw. nicht mehr teilnehmen kann.

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Unter Umständen ist eine Familie mit einigen Kindern mit Hartz4 besser dran als ein arbeitender Familienvater mit der gleichen Anzahl an Kindern, der keines bekommt.
 
Unter Umständen ist eine Familie mit einigen Kindern mit Hartz4 besser dran als ein arbeitender Familienvater mit der gleichen Anzahl an Kindern, der keines bekommt.

Das könnte sein. Ich vermag es nicht zu beurteilen, weil ich von einem anderen Fall ausging.

Aber eines bleibt nach meinem Wissen: wenn aus dem Ausland jemand hier Hartz 4 bekommt, ist er NICHT stigmatisiert, ganz im Gegenteil. Für eine hiesige Familie muss dies nicht gelten.
 
Unter Umständen ist eine Familie mit einigen Kindern mit Hartz4 besser dran als ein arbeitender Familienvater mit der gleichen Anzahl an Kindern, der keines bekommt.
Die Familie müsste wohl oder übel aufstocken, da der Staat indirekt Lohndumping damit unterstützt. Verstößt vermutlich genauso auch gg. Berufsfreiheit, so wie Hartz IV.

Aber eines bleibt nach meinem Wissen: wenn aus dem Ausland jemand hier Hartz 4 bekommt, ist er NICHT stigmatisiert, ganz im Gegenteil.
Verstehe ich nicht. Wo ist der Unterschied?
 
Verstehe ich nicht. Wo ist der Unterschied?

Habe mich wohl blöd ausgedrückt - der Unterschied liegt darin, dass es für Menschen, die aus dem Ausland zureisen, äußerst erstrebenswert ist, in D Hartz 4 zu erhalten. Teilweise wird alles dafür getan, z.B. durch Bezness oder die Erzeugung eines Kindes, um hier Hartz 4 zu beziehen.

Es ist oft der sehnlichste Wunsch für Menschen aus ärmeren Ländern.

Und die Familien stehen dahinter, unterstützen ihren "Europäer" seeleisch, denn er/sie hat es geschafft.

Ein in D evtl. ohne Familienhintergrund/Freunde lebender "Hartzer", der sich aufgrund dieses Umstandes nicht mehr am sozialen Leben beteiligen kann, ist dagegen "draußen".
 
Ein in D evtl. ohne Familienhintergrund/Freunde lebender "Hartzer", der sich aufgrund dieses Umstandes nicht mehr am sozialen Leben beteiligen kann, ist dagegen "draußen".

Das muss mir jetzt jemand erklären.
Warum kann ein H4ler nicht am sozialen Leben teilnehmen?
Freizeitmangel scheidet wohl aus.
Gemeinnützige Organisationen sind über jede helfende Hand froh (Freiwillige Feuerwehr, Rettung, Essen auf Rädern, Altenheime usw....)
Hobbyvereine gibt es genug, von Modellbau bis Sport.

Kostet alles kein Geld, man lernt viele Leute kennen und vielleicht ergibt sich durch diese neuen Connections sogar der nächste Job.
 
Das muss mir jetzt jemand erklären.
Warum kann ein H4ler nicht am sozialen Leben teilnehmen?
Freizeitmangel scheidet wohl aus.
Gemeinnützige Organisationen sind über jede helfende Hand froh (Freiwillige Feuerwehr, Rettung, Essen auf Rädern, Altenheime usw....)
Hobbyvereine gibt es genug, von Modellbau bis Sport.

Kostet alles kein Geld, man lernt viele Leute kennen und vielleicht ergibt sich durch diese neuen Connections sogar der nächste Job.

Das ist richtig - Freizeitmangel scheidet aus.

Die meisten Hartzer sind aber auf diese Situation nicht vorbereitet. Bedeutet: sie haben sich einen Lebensstandard geschaffen, der nun plötzlich von Hartz 4 bestritten werden muss. Und wenn die Wohnung nicht Hartz 4 - kompatibel liegt oder zu groß ist für den Hartz 4-Richtwert und ein Auto für den zu findenden neuen Job zwingend erforderlich ist, dann kann es ganz schnell passieren, dass das unterm Strich für den Lebensunterhalt verbleibende Geld im Monat bei 120,-- Euro liegt.

Und von diesen 120,-- Euro verbraucht niemand seinen Sprit für freiwilige Dienste - da wird jeder Kilometer berechnet. Da kann man sich nicht mal (bei außerhalb liegenden Wohnungen) mit Kumpels in der Stadt verabreden, Kino, ect. Das ist nicht drin.

Und Jemanden einladen? Gleiche Situation!

Eine Einzelperson, die vorher aus beruflichen Gründen umzog, sich entsprechend ihres Gehaltes eingerichtet und noch keinen Fuss gefasst hat, ist da ganz schnell an einem bestimmten Körperteil der Welt.
 
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Das muss mir jetzt jemand erklären.
Warum kann ein H4ler nicht am sozialen Leben teilnehmen?
Freizeitmangel scheidet wohl aus.
Gemeinnützige Organisationen sind über jede helfende Hand froh (Freiwillige Feuerwehr, Rettung, Essen auf Rädern, Altenheime usw....)
Hobbyvereine gibt es genug, von Modellbau bis Sport.
Das sind u. a. ja auch die Profiteure, die damit auch reguläre Arbeitsplätze vernichten.

Und man sieht schon, wie schwer es fällt, sich in Betroffene reinzuversetzen, wenn es einem "gut geht".

Ich kenne jedenfalls Leute, die klagen seit Jahren erfolglos auf Bewilligung, weil JC irgendwelches Einkommen bzw. Vermögen unterstellt, und müssen teilweise auf der Straße leben, ohne KV, ohne irgendwas, außer alte Almosensuppe einer Wohlfahrt, die sich gut und gerne "Staatsapparat" nennen darf. 🙄

Und es geht um Leben und Tod, nicht um Schönrederei von Unrecht.
 
Ich kenne jedenfalls Leute, die klagen seit Jahren erfolglos auf Bewilligung, weil JC irgendwelches Einkommen bzw. Vermögen unterstellt, und müssen teilweise auf der Straße leben, ohne KV, ohne irgendwas, außer alte Almosensuppe einer Wohlfahrt, die sich gut und gerne "Staatsapparat" nennen darf. 🙄

Und es geht um Leben und Tod, nicht um Schönrederei von Unrecht.

Solche Fälle sind dramatisch, keine Frage. Umgekehrte Fälle gibs aber auch reichlich, also Hartz 4 Empfänger, die nebenbei schwarz arbeiten und die sehr gut leben. Ein wesentliches Problem an Sanktionen in unserer Gesellschaft ist, dass erst das Verhalten der Menschen, sie notwendig macht. Ich könnte mich stets darüber aufregen warum ich Steuern zahlen muss für den Unterhalt von Polizei, obwohl ICH nicht der "Grund" für deren Notwendigkeit bin.

Ich denke, es kann nicht sein, dass wir ein System verurteilen, weil es nicht perfekt ist. Kritik finde ich garnicht falsch, es ist aber völlig daneben Vergleiche mit dem dritten Reich zu ziehen. Der Threadtitel hat bestenfalls BILD Niveau.

Unser Sozialsystem zahlt so viel, dass wir Einwanderer in diesem System haben, also Menschen, die aus wirtschaftlichen nach Deutschland einreisen um hier Hartz 4 zu beantragen. Dass für jeden von uns, der an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt ist, Hartz 4 sehr hart ist, möchte ich dabei garnicht in Abrede stellen. Aber das ist eben relativ.

Die Selbstmordrate unter Hartz 4 Empfänger ist höher als bei dem Rest der Bevölkerung? Was hat das mit Hartz 4 zu tun? Du kannst weltweit solche Statistiken erheben und ich wette, dass Selbstmordraten bei Menschen mit geringem Einkommen ÜBERALL höher als bei "Normalverdienern" sind.

Übrigens: Solch harte Abstürze wie dargestellt gibt es meistens nicht.
Wer arbeislos wird bekommt je nach bisherigem Einkommen einen Aufstockungsbetrag auf Hartz 4, stürzt also nicht gleich von vielleicht über 2000 € netto auf Hartz 4, sondern bekommt erstmal Arbeitslosengeld I, dann Hartz 4 plus Aufstockung und erst dann "nur" Hartz 4.
 
Ich denke, es kann nicht sein, dass wir ein System verurteilen, weil es nicht perfekt ist. Kritik finde ich garnicht falsch, es ist aber völlig daneben Vergleiche mit dem dritten Reich zu ziehen. Der Threadtitel hat bestenfalls BILD Niveau.
Der Threadtitel zieht keinen Vergleich mit dem Dritten Reich. *guckmal*😉

Ansonsten ist Hartz IV eben mehrheitsfähig und die Frage ist doch, ob Mehrheitsfähigkeit alles rechtfertigt?

Mit solchen Vergleichen muss man übrigens aufpassen, denn man kann ja alles hindrehen wie man will, wird auch dahingehend gemacht, als würde man die Opfer der Nazis damit verhöhnen - natürlich völliger Humbug.

Von daher ist hier auch kein Vergleich zu finden, m. M. n., sondern lediglich die Frage, inwieweit sich Parallelen ergeben...

Und ja: meine Meinung ist, dass der Weg dorthin führt, im Kontext mit anderen Strukturen, in dem Sinne, dass Waffen irgendwann immer gebraucht werden.
 
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