Ich kenne jedenfalls Leute, die klagen seit Jahren erfolglos auf Bewilligung, weil JC irgendwelches Einkommen bzw. Vermögen unterstellt, und müssen teilweise auf der Straße leben, ohne KV, ohne irgendwas, außer alte Almosensuppe einer Wohlfahrt, die sich gut und gerne "Staatsapparat" nennen darf. 🙄
Und es geht um Leben und Tod, nicht um Schönrederei von Unrecht.
Solche Fälle sind dramatisch, keine Frage. Umgekehrte Fälle gibs aber auch reichlich, also Hartz 4 Empfänger, die nebenbei schwarz arbeiten und die sehr gut leben. Ein wesentliches Problem an Sanktionen in unserer Gesellschaft ist, dass erst das Verhalten der Menschen, sie notwendig macht. Ich könnte mich stets darüber aufregen warum ich Steuern zahlen muss für den Unterhalt von Polizei, obwohl ICH nicht der "Grund" für deren Notwendigkeit bin.
Ich denke, es kann nicht sein, dass wir ein System verurteilen, weil es nicht perfekt ist. Kritik finde ich garnicht falsch, es ist aber völlig daneben Vergleiche mit dem dritten Reich zu ziehen. Der Threadtitel hat bestenfalls BILD Niveau.
Unser Sozialsystem zahlt so viel, dass wir Einwanderer in diesem System haben, also Menschen, die aus wirtschaftlichen nach Deutschland einreisen um hier Hartz 4 zu beantragen. Dass für jeden von uns, der an einen gewissen Lebensstandard gewöhnt ist, Hartz 4 sehr hart ist, möchte ich dabei garnicht in Abrede stellen. Aber das ist eben relativ.
Die Selbstmordrate unter Hartz 4 Empfänger ist höher als bei dem Rest der Bevölkerung? Was hat das mit Hartz 4 zu tun? Du kannst weltweit solche Statistiken erheben und ich wette, dass Selbstmordraten bei Menschen mit geringem Einkommen ÜBERALL höher als bei "Normalverdienern" sind.
Übrigens: Solch harte Abstürze wie dargestellt gibt es meistens nicht.
Wer arbeislos wird bekommt je nach bisherigem Einkommen einen Aufstockungsbetrag auf Hartz 4, stürzt also nicht gleich von vielleicht über 2000 € netto auf Hartz 4, sondern bekommt erstmal Arbeitslosengeld I, dann Hartz 4 plus Aufstockung und erst dann "nur" Hartz 4.