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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Also ich muß es nicht dreimal schreiben: Ich habe Alternativen aufgezeigt.
Neoliberal heißt, daß sich der Staat aus allem ( immer mehr ) heraushält, wobei er aber nach den Gesetzen den Einzelfall ( jeder nach seiner Kraft ) im Blick haben müßte. Ihr wollt Gleichmacherei nach Kassenlage.
Und auch bei Hartz 4 wird niemand vorgeschrieben wie er sein Geld einzusetzen hat.
Mehr muß man dazu auch nciht sagen.....
 
So groß ist die Not noch nicht, dass Rhenus und ich zusammen arbeiten *zwinker*

Aber es ist doch interessant, dass wir in diesem Thema (obgleich unserer politisch oft abweichenden Meinungen) mal weitestgehend einer Meinung sind.

Nur ein Beispiel:
Im Rahmen von Hartz 4 werden Heizkosten in Höhe der tatsächlichen Kosten übernommen.
Ich bin kein Hartz 4 Empfänger und heize i.d.R. nicht über 20 Grad um Geld und Energie zu sparen.
Warum kann man einem Menschen nicht ausreichend Einkommen (BGE) zur Verfügung stellen und es ihm überlassen, ob er die Heizung etwas runter dreht und dadurch spart?
Glaubt ihr wirklich Menschen würden das BGE alle versaufen? Hartz 4 bekommt man i.d.R. auch als Geldleistung, könnte man genauso gut versaufen!
Bei Hartz 4 zwingen wir die Menschen dazu ihre Rechnungen einzureichen, als Bittsteller regelmäßig vorzusprechen, produzieren einen riesen Verwaltungsaufwand. Dann wird die Angemessenheit geprüft und 1-2 Monate (!) später bekommen viele erst das Geld.
Schlimmer noch: Die Realität sieht so aus, dass viele Rechnungen pauschal abgelehnt werden und der rechtmäßige Anspruch erst durch Klage eingefordert werden kann. Für die Menschen ein Spießrutenlauf, für Gerichte und Behörden ein riesen Aufwand.

Ja, "Neoliberalismus" ist immer ein gutes Schlagwort. Aber wir dürfen nicht alles was Menschen mehr Freiheit gibt, als neoliberal kaputt reden.

Übrigens: Ja das BGE bedeutet auch Verwaltungsaufwand. Aber weit (!) weniger als unser Hartz 4 System. Was muss der Staat denn für das BGE tun? Einfach jedem bis zum Tod einen monatlichen Betrag überweisen, das ist ja mal aufwendig....*eyeroll*
 
Da hast Du es ja wieder: Der Mensch ( alle oder nur die Armen - man weiß es ja nicht... ) soll jeden Monat einen bestimmten Betrag bekommen ( wie hoch weiß man auch nicht.... ) und in einer Notlage soll er unter die Brücke. Oder doch nicht? Also jetzt vielleicht doch den Apparat zumindest bereithalten? Man weiß es nicht.....
Ich habe übrigens an keiner Stelle gesagt, daß ich diese Agenda 2010 ( die Hartz Gesetze ) für gut halte. Ganz im Gegenteil. Ich bete eher dafür, daß die SPD auf den richtigen Weg zurückkommen möge, damit sie wieder wählbar ist. Ich bin für solidarische Systeme in jeder Form.
 
Da hast Du es ja wieder: Der Mensch ( alle oder nur die Armen - man weiß es ja nicht... ) soll jeden Monat einen bestimmten Betrag bekommen ( wie hoch weiß man auch nicht.... ) und in einer Notlage soll er unter die Brücke. Oder doch nicht? Also jetzt vielleicht doch den Apparat zumindest bereithalten? Man weiß es nicht.....

Wieso soll denn jemand mit einem BGE unter ner Brücke schlafen? Du haust immer so Sprüche raus...
Ob ich jemandem heute Hartz 4 in Höhe von 900 € (400 € Regelsatz + Mietkosten, Nebenkosten etc.) gebe oder morgen 900 € als BGE. Krieg ich dann mit dem gleichen Geld keine Wohnung?
Der Unterschied ist schlicht:
- Mit Hartz 4 muss ich alle Kosten dem Arbeitsamt gegenüber mühsam belegen, produziere eine riesen Arbeit. Und wenn ich sparsam heize und damit Umwelt schone, spart das mir selber keinen Cent.
- Mit dem BGE kann ich ohne ständig beim Staat betteln zu gehen mein Leben selber gestalten und werde für sparsames Verhalten belohnt

Übrigens: Wenn jemand heute die Miete vom Amt mit Hartz 4 versäuft, muss er auch unter der Brücke pennen.

Ich habe übrigens an keiner Stelle gesagt, daß ich diese Agenda 2010 ( die Hartz Gesetze ) für gut halte. Ganz im Gegenteil. Ich bete eher dafür, daß die SPD auf den richtigen Weg zurückkommen möge, damit sie wieder wählbar ist. Ich bin für solidarische Systeme in jeder Form.

Was ist denn für DICH, der richtige Weg?
 
Du hast was Wort "Notlage" überlesen. Darum geht es ja. Wenn jemand im BGE in eine solche gerät, muß er ( bildlich gesprochen ) unter die Brücke, weil Du die Bürokratie die ihm vorher geholfen hat, abgebaut hast. Aber ich vermutete ja, daß Du den Apparat ja trotzdem für diese Fälle halten willst. Und schon wars nix mit dem Bürokratieabbau...
Was machst Du als BGE-Empfäner wenn Dir der Vermieter die Miete hochsetzt? Was machst Du dann? Zum Staat rennen, oder?

Ja, ja, die Eigenverantwortung....Ist das nicht ein großes Wort der FDP???? ( das war mal eine Partei in Regierungsverantwortung! )

Die Alternative zum neoliberalen Mist ist die Rückkehr zur solidarischen Finanzierung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen gleich hohe Beiträge in Kranken-Arbeistlosen und Rentenversicherung. ( und nicht einseitig wie jetzt.... Die Nahles von der SPD denkt ja mal drüber nach )) Dann kann zunächst ein Arbeitslosengeld in Höhe von meinetwegen 85% bezahlt werden. Und zwar in der Dauer angepasst an die Dauer der Arbeitsjahre bzw. Zeit. Erst nach dieser Zeit gibt es Arbeitslosenhilfe, unbegrenzt und angepasst an die persönliche Bedürftigkeit. ( also wie früher ) Letzteres steuerfinanziert, wobei ich ( und nicht nur ich ) der Ansicht bin, daß man auch ökologische Steuern sehr viel stärker einführen und zur Fianzierung verwenden könnte. Umwelt verschmutzen sollte teurer sein.

Hier, der trefflcihe Kommentar zum sog. Althaus BGE Modell.

Gastkommentar: Grundeinkommen - ein gefährlicher Traum - SPIEGEL ONLINE

( ja ja, ich weiß, das wollen wir ja gar nicht. Wir wollen ein anderes, das wir zuerst noch erfinden müssen )
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast was Wort "Notlage" überlesen. Darum geht es ja. Wenn jemand im BGE in eine solche gerät, muß er ( bildlich gesprochen ) unter die Brücke, weil Du die Bürokratie die ihm vorher geholfen hat, abgebaut hast. Aber ich vermutete ja, daß Du den Apparat ja trotzdem für diese Fälle halten willst. Und schon wars nix mit dem Bürokratieabbau...
Was machst Du als BGE-Empfäner wenn Dir der Vermieter die Miete hochsetzt? Was machst Du dann? Zum Staat rennen, oder?

Was macht denn der Hartz 4 Empfänger heute wenn seine Miete die Angemessenheit überschreitet? Der bekommt auch nicht mehr und muss in eine kleinere Wohnung umziehen. Wohnkosten sind bei Hartz 4 gedeckelt und darüber hinaus hast du Pech.

Ist dir eigentlich bewusst wie heute Sozialkassen durch dieses System ausgenutzt werden?
Vermieter setzen bewusst Mieten am Limit der Angemessenheit an (das Amt zahlt ja). Es werden kleine Wohnung viel zu teuer vermietet. Vermieter und Mieter teilen sich die Differenz.
Hartz 4 Empfänger scheren sich (manche!) einen Dreck um darum zu sparen wenn sie am Ende eh immer alles bekommen, was sie verbrauchen. Also Wasserhahn auf und Heizung mollig warm an.

Dann kann zunächst ein Arbeitslosengeld in Höhe von meinetwegen 85% bezahlt werden. Und zwar in der Dauer angepasst an die Dauer der Arbeitsjahre bzw. Zeit. Erst nach dieser Zeit gibt es Arbeitslosenhilfe, unbegrenzt und angepasst an die persönliche Bedürftigkeit. ( also wie früher ) Letzteres steuerfinanziert, wobei ich ( und nicht nur ich ) der Ansicht bin, daß man auch ökologische Steuern sehr viel stärker einführen und zur Fianzierung verwenden könnte. Umwelt verschmutzen sollte teurer sein.

Da sind wir mal auf einer Seite, ich bin auch gegen Umweltverschmutzung.
Allerdings schlägst du etwas vor das du beim BGE kritisierst: Ein insgesamt teureres System. Schließlich willst du 85% als Arbeitslosengeld zahlen.
Finanzieren willst du das durch Steuern und Abgaben der Arbeitgeber? Klingt super, aber wer zahlt das am Ende? Wir oder? Entweder indem wir mehr Steuern auf umweltschädliche Güter entrichten (Benzin) oder indem wir mehr für Waren ausgeben weil die Arbeitgeber ihre Mehrkosten über höhere Preise weiter geben.
Dem Geringverdiener hilft dein System Null, weil 85% Arbeitslosengeld bei dem Hartz 4 Niveau ist.
Und wer vorher gut verdient hat? Der ruht sich doch auf den 85% aus und nimmt keinen schlechter bezahlten Job an.
 
Bei Hartz 4 zwingen wir die Menschen dazu ihre Rechnungen einzureichen, als Bittsteller regelmäßig vorzusprechen, produzieren einen riesen Verwaltungsaufwand. Dann wird die Angemessenheit geprüft und 1-2 Monate (!) später bekommen viele erst das Geld.
Schlimmer noch: Die Realität sieht so aus, dass viele Rechnungen pauschal abgelehnt werden und der rechtmäßige Anspruch erst durch Klage eingefordert werden kann. Für die Menschen ein Spießrutenlauf, für Gerichte und Behörden ein riesen Aufwand.

Hartzer sind gerade mal 4 Millionen oder noch weniger. Was konkret habe ich denn als AN und alle anderen vom BGE, die noch nie auf Stütze angewiesen waren und sich dies als Lebensziel auch nicht gesteckt haben?

Ich meine, soll mich das jetzt jucken ob irgendwer an irgendeiner Stelle Verwaltungsaufwand hat oder ob ein Hartz IV Empfänger einen Beleg einreichen muss? Was sonst noch? Also das ich auch BGE bekomme das dann in voller Höhe wieder abgezogen bekomme kann ja für mich nicht der ganze Spaß sein, oder? 😉
 
Falls Du das nicht bemerkt hast: Ich habe das beschrieben was Jahrzehnte recht gut funktioniert hat.
Und was solidarisch war. Das BGE ist es nicht, sondern der Ausstieg aus der Solidarität.
Und natürlich wird man früher oder später dazukommen, über Ökosteuern viel mehr zu fianzieren. Der Abstand zwischen menschlicher Arbeit und Maschinen ( Energie ) wird mit jeder Lohnerhöhung größer. Insofern wird man weiter umsteuern müssen. Im Gegenzug könnten die Lohnnebenkosten sinken, was für neue Arbeitsplätze sorgen würde.

Und wenn - ich habe es eingestellt - Du jetzt dieses Althaus-Modell siehst. Da kannst auch Du doch höchstens lachen. Da würd ich sagen: Melde Dein kostenloses Modell des BGE zum Patent an .

PS: Bitte richtig lesen. Das ehemalige Arbeitslosengeld 1 ( eins! ) lag bei 85% - Arbeitslosenhilfe je nachdem bei 45%, und Bedarf.

Und noch eine Bemerkung dazu: Das Volk mißt daran, warum jemand nicht arbeitet. ( oder nicht kann ) Das ist der Schlüssel, warum das BGE ein gefährlicher Traum ist. Mir erschließt sich nicht, warum ein Staat freiwillig auf Potential verzichten soll. Wenn wir die Agenda 2010 lesen, dann ist dort von fordern und fördern die Rede. Warum soll die Gemeinschaft ( vor allem diejenigen die gerade mit dem zahlen dran sind ) nicht auch etwas fordern dürfen?
 
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