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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Kennst Du die Sprüche "in der Not frißt der Teufel Fliegen" und "beggars are not choosers" (paßt besser als die deutsche Version vom geschenkten Gaul)? Habenichtsen steht Dankbarkeit gut zu Gesicht, nicht das hochnäsige Stellen von Ansprüchen.
Edit: wer wirklich ohne eigenes Verschulden in Not ist - Krankheit - könnte jederzeit zusätzlich finanzielle Unterstützung bekommen, allerdings nach Einzelfall-Prüfung, nicht per Gießkannenprinzip. Wer aber im BGE bliebe, obgleich er arbeiten könnte... wäre vollkommen selber schuld und hätte die Demütigung verdient.

Also nochmal:
Du willst allen unverschuldet in not geratenen helfen OHNE sie zu demütigen.
Damit sich aber niemand die Hilfe erschummeln kann, willst du die Hilfe GENERELL demütigend gestalten.
Was denn nun?

Einzelfallprüfung findet doch heute auch statt und dennoch wird betrogen. Du wirst das nie verhindern können. Es ist ein Bilderbuchdenken, dass man Hilfeempfänger in gut und böse aufteilen könnte.

Ich bleibe dabei:
Unser aktuelles Sozialsystem ist fehleranfällig, bürokratisch, menschlich grenzwertig, oft unfair und hintergehbar.
Ein BGE wäre nicht perfekt und auch nicht betrugssicher, aber in der Summe besser.
 
Habe ich doch schon erläutert.
+ Mit dem BGE brauchen wir (außer zur Arbeitsvermittlung) keine Arbeitsämter mehr und setzen viel Personal für andere Aufgaben frei
+ Bürokratisch wird vieles leichter. Wir müssten auch keine Sozialversicherung eintreiben.
+ das BGE ist gerechter weil es nicht bedarfsgerecht sondern mit einer festen Summe budgetorientiert ist. Statt Vollkasko Fürsorge vom Staat wird die menschliche Selbstverantwortung gestärkt. Wer z.B. an der Miete spart, darf den Überschuss behalten.
+ kein Lohndumping und Missbrauch der Arbeitskräfte weil niemand zur reinen Existenzsicherung arbeiten muss
+ Keine Brandmarkung der Menschen als Hilfeempfänger weil jeder das BGE erhält
+ Arbeit lohnt sicher wieder. Heute bekommen Menschen in Vollzeit manchmal kaum mehr als Hartz 4 Empfänger
+ Gerechtigkeit für Menschen, die sparen und vorsorgen.
+ Rechtssicherheit und Einfachheit. Jeder weiß, was er mindestens bekommt ohne wenn und aber.
 
Und wer verwaltet das BGE? Eine neue eigene Behörde, das Sozialamt (= massive Personalaufstockung) oder doch das Arbeitsamt? Am Verwaltungsaufwand an sich kommt niemand vorbei, weil das BGE nicht vom Himmel fiele. Auch an den Sozialversicherungen nicht, die einzige, die ggf. wegfallen könnte, wäre die Arbeitslosenversicherung, aber für hohe Krankheitskosten käme ein BGE z. B. nicht auf, auch nicht für erhöhte Lebenshaltungskosten nach Unfall oder im Pflegefall, da müßte - ohne Versicherung - der Betroffene selbst wieder in den Geldbeutel greifen.
 
Das mit dem BGE scheinen sich ein paar Leute hier zu rosarot auszumalen, bei genauem Betrachten. Angenommen, jemand entscheidet sich dafür, sein ausbezahltes monatliches BGE einfach komplett zu versaufen, zu verf* oder zu verspielen, statt dafür eine Wohnung zu suchen ... dann schläft er eben unter der Brücke und muß um sein Essen betteln, weil es ja allein seine Entscheidung ist, was er mit dem Geld macht. Und manche Leute können einfach nicht vernünftig mit Geld umgehen, sobald es in der Hand ist, ist es sofort weg, und der Rest des Monats ist dann noch lang.

Und ich kann mir durchaus vorstellen, daß man bei einer Einführung des BGE die staatlichen Hilfen für Wohnungslose massiv einschränken täte, weil ja dann * eigentlich * jeder genug Geld hat, um sich irgendwo einen Schlafplatz zu mieten. Das würde allerdings nicht bedeuten, daß dann auch genug billig mietbarer Wohnraum zur Verfügung stünde, das tut er ja heute schon nicht, und sozialer Wohnungsbau kostet extra, zusätzlich zum BGE. Heute kümmert sich das Sozialamt wenn nötig im Rahmen von Hartz um Wohnraum, aber mit BGE würde die Wohnungssuche zum "Privatvergnügen" jedes einzelnen mutieren - denn das Geld dafür käme ja nicht mehr vom Sozialamt, das hätte jeder einzelne in der Tasche... 😛 ... oder doch zuerst Vorrang für die Unterkunft, und nur was danach übrigbleibt wird an jeden einzelnen ausbezahlt?
 
Das mit dem BGE scheinen sich ein paar Leute hier zu rosarot auszumalen, bei genauem Betrachten. Angenommen, jemand entscheidet sich dafür, sein ausbezahltes monatliches BGE einfach komplett zu versaufen, zu verf* oder zu verspielen, statt dafür eine Wohnung zu suchen ... dann schläft er eben unter der Brücke und muß um sein Essen betteln, weil es ja allein seine Entscheidung ist, was er mit dem Geld macht. Und manche Leute können einfach nicht vernünftig mit Geld umgehen, sobald es in der Hand ist, ist es sofort weg, und der Rest des Monats ist dann noch lang.

Zwar bin ich von einem BGE auch nicht überzeugt, aber deine Kritik seit ein paar Seiten empfinde ich als ziemlich stumpfsinnig. Dazu gehört auch obiges Zitat. Aktuell mit Hartz IV können die Geldempfänger nichts versaufen? Ich meine, inwiefern ist in deinem Beitrag jetzt ein sinnvolles Gegenargument zum BGE enthalten?

Die Sache mit dem Wohnraum ebenso. Wo wohnen Hartz IV Empfänger aktuell? Ein Sozialamt kann auch nur Wohnungen vermitteln die bereits vorhanden sind. Des weiteren ist es keineswegs einer der Hauptaufgaben des Sozialamtes, Wohnungen zu suchen. Das muss man auch jetzt selbst.
 
Andreas, im Zweifelsfall mit Rhenus zusammen ein Modell entwickeln: Alle kriegen mehr, aber keiner hat was davon.

Zitat:
+ das BGE ist gerechter weil es nicht bedarfsgerecht sondern mit einer festen Summe budgetorientiert ist. Statt Vollkasko Fürsorge vom Staat wird die menschliche Selbstverantwortung gestärkt. Wer z.B. an der Miete spart, darf den Überschuss behalten.
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Das ist blanker Unsinn, Gleichmacherei, neoliberal. Aber die Vorstellung mit einem BGE auch noch Sozialkosten einzusparen wird mancher eriner gerne lesen. ich nicht.
 
Völlig recht. Trickserei und ein (bewußter oder unbewußter?) Mange an Voraussicht. Denn daß unbegrenzt steigende Geburtenzahlen illusorisch sind, hätte man sofort wissen können und müssen, und Statistiken lesen und deuten konnte man schon damals.

In dieser Generation war es denkbar Kriege zu führen.
Denn von den Gefallenen blieb ja die Rente im Topf. Darum gab es erst einmal was zu verteilen.

Ebenso daß das Lebensalter in Friedenszeiten ansteigen wird, und daß das zu frühe Abstoßen alter Mitarbeiter von Firmen auf Kosten der Rentenkasse, sprich der arbeitenden Allgemeinheit, dann logisch auch für viele Jahre auf der Rentenkasse lasten wird.

Ja deshalb setzte er auf Geburten! Er meinte damit Beitragszahler.
Genau daran hapert es ja... an Beitragszahlern!
Und deshalb ist die Rente nicht mehr zu halten.

In den folgenden Jahren wurde ja auch tüchtig eingezahlt, darum war was zu verteilen, was aber selbst nicht erarbeitet war.
Diese doppelte Last trägt die Generation ab 1960 geboren. Sie zahlte viel und wird nun für ihren Fleiß bestraft oder auch vergoldet, soweit man das Glück hatte in einem Konzern zu arbeiten.

Alle diese Unabwägbarkeiten wären mit dem BGE beseitigt, weil es jeder selbst in der Hand hielte, wie er leben möchte.


Genau betrachtet, war das Rentensystem von Anfang an ein Pyramidensystem, bei dem viele Berufstätige für wenige Rentner einzahlen sollen, aber die vielen, wenn sie ins Rentenalter kommen, dann selber in die Röhre schauen, weil es die noch mehr Berufstätigen, die für sie einzahlen müßten, nicht gibt und auch gar nicht geben kann, weil eine Bevölkerung auf begrenzter Landesfläche nicht ins Uferlose anwachsen kann.

Nein, sorry, das war es nicht, es war ein Kontensystem, was sich an tatsächlichen Einzahlungen orientierte.
Jetzt kann man lange darüber streiten, doch heute würde das System auch versagen.

Und Mikenull kann sich ja das Blaue vom Himmel wünschen... man müsse nur so oder so, die Stellschraube verstellen..., Geld in marodes System pumpen...
Dass was er er sich wünscht, ist Schnee von gestern und passt nicht mehr in diese globalisierte Welt.
Denn es wurden ja zu viele Fakten und die private Vorsorge geschaffen, wobei das von den Kritikern des BGE geflissentlich unterschlagen wird.

Da bekommt auch der Ärmste bis zum Milliardär vom Staat Geld. Nur der Milliardär sehr viel, der Arme nichts...!!!

Pyramidensysteme funktionieren nun mal nicht auf Dauer, auch nicht wenn sie "langsam" anwachsen. Für niedrige Beiträge, die vor 40 Jahren bezahlt wurden, kann ein Rentner heute keine Superrente nach heutigem Geldwert erwarten.

So funktioniert die Rente ja auch nicht, man erspart sich nur Anwartschaft.
Die aktuellen Beitragszahler zahlen die Rente von jetzigen Rentnern - die damaligen Beitragszahler, mit vielen Überstunden, die Renten der damaligen Rentnern, die fast nichts einbezahlt hatten.
Aber die Zahlungen flossen und daher wurde politisch eingegriffen und das Geld vorzeitig verteilt.
Das geschah, um die Renten damals stark steigen zu lassen und weil man sich Sozialhilfe ersparen wollte.

Nicht zuletzt deshalb, weil das Geld schon damals gleich wieder ausgegeben wurde und nicht bis heute angelegt und Zinsen erwirtschaftet hat, die eine Erhöhung rechtfertigen würden. Das ist der Fehler eines nicht kapitalgedeckten Rentensystems. Man stelle sich vor, man zahlt 40 Jahre lang jeden Monat einen Betrag bei einer beliebigen Bank ein, und wenn man dann abheben will, stellt sich heraus, daß man nicht einmal den vollen eingezahlten Betrag herausbekommt, geschweige denn Zinserträge, weil die Bank das Geld fleißig anderswo verplempert hat...

Das ist doch so...!
Wer meint denn, bei diesem 0,nix Leitzins, zumal die Politik seit paar Jahren gestattet, dass der Versicherer sich "arm" rechnet, also Unkosten von deinem Spargeld kassieren darf, dass noch was rauskommt?

DAS gäbe einen Aufschrei! Aber beim Staat ist sowas möglich und voll rechtmäßig. Durchgangsposten eben, und jeder neugewählte Politiker wäscht seine Hände in Unschuld über die Fehlentscheidungen seiner Vorgänger - und versucht die Fehler von damals durch neue Fehler für die Zukunft zu korrigieren. Die Folgen dieser neuen Fehler, irgendwann in 20 oder mehr Jahren, muß der Politiker von heute ja nicht mehr ausbaden...

Ich will dir ja nix, doch die Rendite ist momentan in der Gesetzlichen höher, als anderswo...
Nur sie wird ja ausgetrocknet und heimlich beerdigt... 😉

Ja darum muss man das BGE schaffen, weil es dann weitgehend den Politikern entzogen wird.
Adenauer wollte 1957 die Wahl gewinnen, das gelang ihm, Schröder sich ein zweifelhaftes Denkmal setzen.
Das katapultierte die SPD, in die Bedeutungslosigkeit.

Da macht sich ein Herr Oppermann (SPD) aktuell törichte Sorgen, dass die Kanzlerin nicht genügend rechte Wählerschaft bindet...
Dass sie zu links sei... 🙄
Zu grotesk!

Dabei sollte Oppermann doch mal erklären, warum die SPD nicht mehr sozial ist und die linken Parteien (Mehrheit) nicht in eine Koalition unter ihrer Führung, führen kann...

Wenn man die Plätze mit der CDU tauschen will, nur zu...
Dann wird die CDU auch das BGE noch einführen...🙂
 
Andreas, im Zweifelsfall mit Rhenus zusammen ein Modell entwickeln: Alle kriegen mehr, aber keiner hat was davon.

Zitat:
+ das BGE ist gerechter weil es nicht bedarfsgerecht sondern mit einer festen Summe budgetorientiert ist. Statt Vollkasko Fürsorge vom Staat wird die menschliche Selbstverantwortung gestärkt. Wer z.B. an der Miete spart, darf den Überschuss behalten.
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Das ist blanker Unsinn, Gleichmacherei, neoliberal. Aber die Vorstellung mit einem BGE auch noch Sozialkosten einzusparen wird mancher eriner gerne lesen. ich nicht.

Neoliberal? Erkläre mal... 🙂
Wieso?
Und was verstehst du unter neoliberal?

Sozialkosten spart man ein, indem sich keiner mehr mutwillig arm machen kann, der vorher gut verdiente oder Selbstständig war, nicht in die Sozialkassen einzahlte und dann trotzdem Sozialhilfe in großer Höhe bekommt.

Weißt du, ich würde mich freuen, wenn einmal Fakten zur Kenntnis genommen würden.
Wie kommst du z.B. auf solch einen Satz?

Alle kriegen mehr, aber keiner hat was davon.

Das entbehrt jeglicher Logik!

Greifbare Argumente, statt rumnörgeln, wäre mal dringend gefragt.
Man kann ja gegen das Modell sein, doch dann muss man Alternativen aufzeigen, wenn man als Diskutant ernst genommen werden will.

Aber die Vorstellung mit einem BGE auch noch Sozialkosten einzusparen wird mancher eriner gerne lesen. ich nicht.

Das sei dir doch unbenommen.
Du wirst schließlich persönliche Gründe genug haben, das so zu sehen.
Doch ein Staat sollte für alle Bürger sorgen, nicht nur für gewisse Leute, die ihr "Schäfchen" im Trocknen haben.
Wo ich auch theoretisch dazu gehören würde.
Ich wäre auch nicht auf das Geld angewiesen, doch ich bin nicht der Nabel der Welt und es gibt Millionen, die das BGE unbedingt benötigen werden.
Also sehe ich das als Solidarität!
Mit Armen aber auch mit denen, die sich jetzt dusselig zahlen...

So käme ich nie auf den Gedanken, man müsse erwachsene Menschen bevormunden. Ihnen unterstellen, sie könnten ihr Geld nicht sinnvoll einsetzen.
Denn was sinnvoll ist, darüber kann man doch streiten, denn dann sage ich provokant:

"Dann soll lieber jemand sein Geld versaufen,
als davon Waffen kaufen!"

Und was erwachsene Menschen mit ihrem Geld tun, darüber steht anderen eh kein Urteil drüber zu...
Und komisch, bei Reichen käme niemand auf die Idee zu fragen, ob jemand Banknoten als Klopapier benutzt...
Ist doch interessant, oder?

 
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