Völlig recht. Trickserei und ein (bewußter oder unbewußter?) Mange an Voraussicht. Denn daß unbegrenzt steigende Geburtenzahlen illusorisch sind, hätte man sofort wissen können und müssen, und Statistiken lesen und deuten konnte man schon damals.
In dieser Generation war es denkbar Kriege zu führen.
Denn von den Gefallenen blieb ja die Rente im Topf. Darum gab es erst einmal was zu verteilen.
Ebenso daß das Lebensalter in Friedenszeiten ansteigen wird, und daß das zu frühe Abstoßen alter Mitarbeiter von Firmen auf Kosten der Rentenkasse, sprich der arbeitenden Allgemeinheit, dann logisch auch für viele Jahre auf der Rentenkasse lasten wird.
Ja deshalb setzte er auf Geburten! Er meinte damit Beitragszahler.
Genau daran hapert es ja... an Beitragszahlern!
Und deshalb ist die Rente nicht mehr zu halten.
In den folgenden Jahren wurde ja auch tüchtig eingezahlt, darum war was zu verteilen, was aber selbst nicht erarbeitet war.
Diese doppelte Last trägt die Generation ab 1960 geboren. Sie zahlte viel und wird nun für ihren Fleiß bestraft oder auch vergoldet, soweit man das Glück hatte in einem Konzern zu arbeiten.
Alle diese Unabwägbarkeiten wären mit dem BGE beseitigt, weil es jeder selbst in der Hand hielte, wie er leben möchte.
Genau betrachtet, war das Rentensystem von Anfang an ein Pyramidensystem, bei dem viele Berufstätige für wenige Rentner einzahlen sollen, aber die vielen, wenn sie ins Rentenalter kommen, dann selber in die Röhre schauen, weil es die noch mehr Berufstätigen, die für sie einzahlen müßten, nicht gibt und auch gar nicht geben kann, weil eine Bevölkerung auf begrenzter Landesfläche nicht ins Uferlose anwachsen kann.
Nein, sorry, das war es nicht, es war ein Kontensystem, was sich an tatsächlichen Einzahlungen orientierte.
Jetzt kann man lange darüber streiten, doch heute würde das System auch versagen.
Und Mikenull kann sich ja das Blaue vom Himmel wünschen... man müsse nur so oder so, die Stellschraube verstellen..., Geld in marodes System pumpen...
Dass was er er sich wünscht, ist Schnee von gestern und passt nicht mehr in diese globalisierte Welt.
Denn es wurden ja zu viele Fakten und die private Vorsorge geschaffen, wobei das von den Kritikern des BGE geflissentlich unterschlagen wird.
Da bekommt auch der Ärmste bis zum Milliardär vom Staat Geld. Nur der Milliardär sehr viel, der Arme nichts...!!!
Pyramidensysteme funktionieren nun mal nicht auf Dauer, auch nicht wenn sie "langsam" anwachsen. Für niedrige Beiträge, die vor 40 Jahren bezahlt wurden, kann ein Rentner heute keine Superrente nach heutigem Geldwert erwarten.
So funktioniert die Rente ja auch nicht, man erspart sich nur Anwartschaft.
Die aktuellen Beitragszahler zahlen die Rente von jetzigen Rentnern - die damaligen Beitragszahler, mit vielen Überstunden, die Renten der damaligen Rentnern, die fast nichts einbezahlt hatten.
Aber die Zahlungen flossen und daher wurde politisch eingegriffen und das Geld vorzeitig verteilt.
Das geschah, um die Renten damals stark steigen zu lassen und weil man sich Sozialhilfe ersparen wollte.
Nicht zuletzt deshalb, weil das Geld schon damals gleich wieder ausgegeben wurde und nicht bis heute angelegt und Zinsen erwirtschaftet hat, die eine Erhöhung rechtfertigen würden. Das ist der Fehler eines nicht kapitalgedeckten Rentensystems. Man stelle sich vor, man zahlt 40 Jahre lang jeden Monat einen Betrag bei einer beliebigen Bank ein, und wenn man dann abheben will, stellt sich heraus, daß man nicht einmal den vollen eingezahlten Betrag herausbekommt, geschweige denn Zinserträge, weil die Bank das Geld fleißig anderswo verplempert hat...
Das ist doch so...!
Wer meint denn, bei diesem 0,nix Leitzins, zumal die Politik seit paar Jahren gestattet, dass der Versicherer sich "arm" rechnet, also Unkosten von deinem Spargeld kassieren darf, dass noch was rauskommt?
DAS gäbe einen Aufschrei! Aber beim Staat ist sowas möglich und voll rechtmäßig. Durchgangsposten eben, und jeder neugewählte Politiker wäscht seine Hände in Unschuld über die Fehlentscheidungen seiner Vorgänger - und versucht die Fehler von damals durch neue Fehler für die Zukunft zu korrigieren. Die Folgen dieser neuen Fehler, irgendwann in 20 oder mehr Jahren, muß der Politiker von heute ja nicht mehr ausbaden...