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Bedingungsloses Grundeinkommen

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ฬσℓνєяίηє meinte:
Als letzte Möglichkeit Bargeld abschaffen und im Falle von zu geringem Geldfluss (geringer Konsum) in der Realwirtschaft alle Spareinlagen und vielleicht sogar Aktiendepots, Fonds o.ä. mit Negativzinsen belegen.

Genau... um die konsumgeile Gesellschaft zu noch mehr Konsum zu bewegen und weiterhin dazu verleiten, um für Werte zu Schuften, die eigentlich nichts wert sind. Schade, dabei hast du doch in deinen Beiträgen ein paar sehr interessante Punkte aufgeführt.

ฬσℓνєяίηє meinte:
Das Dilemma ist nur, dass man nicht genau weiß wie man es ändern kann ohne dass es komplett zusammenbricht, weil dann z.B. die Superreichen ihr Kapital plötzlich entziehen o.ä.

Es gibt schon gewisse Modelle die herumkursieren... aber werden die dann mal eben so einfach eingeführt? Nein, es wird wohl wenn wieder Blut fließen müssen und ich bezweifel trotzalldem, dass die Mehrheit sich danach darum scheren oder überhaupt eine Ahnung haben wird, wie wichtig dieses Geldsystem für sie in ihrem Alltag sein wird. Wer weiß das eigentlich schon heutzutage? Wohl die wenigsten... und die Meisten davon befinden sich eher in der Oberliga. Also bleibt wohl alles wie es ist. Aber mal sehen was uns das Jahr 2014 hinüberwinkt.
Gute Nacht. 😀
 
ฬσℓνєяίηє;2674413 meinte:
- Möglicherweise sogar eine gestaffelte Vermögenssteuer oder Einkommenssteuer bis zu 95% oder sogar 99% ab einem jährlichen Vermögenszuwachs (und/oder Einkommen) von sagen wir ab 10-100 Mio. Euro. Könnte mich da schwer festlegen was sinnvoll wäre.
Also bei einigen deiner Phrasen könnte ich mich auch schwer festlegen, was hier genau sinnvoll sein könnte... 🙄
 
Auf jeden Fall wäre es für diese Großverdiener und Vermögenden sinnvoll, dann schnell das Schiff zu verlassen. Das machen sogar einige, die weniger verdienen....
Dann wären die Armen irgendwann unter sich und jeder könnte auf seinen zustehenden 4400qm der Kartoffelzucht frönen. Dann schnell raus aus dem wirren EU-Zeug und DM drucken. Damit jeder ein Grundeinkommen von 1500 Euro hat.🙂🙂🙂
 
Ach iwo, Mike. 99% ESt würde jeder mit Kusshand zahlen! 😀 Unsere Politiker könnten bei so manchem Hobbyökonom in Sachen "Karren an die Wand fahren" sogar noch in die Lehre gehen...und das soll was heißen!
 
ฬσℓνєяίηє;2674267 meinte:
[...]

Zum Geldsystem weiß man heute folgendes:
- Durch die Zinseszinsen wird Vermögen der arbeitenden Bevölkerung und des Mittelstandes an die Superreichen geleitet.
Da diese Superreichen für das Geld nicht arbeiten und auch keine Waren produzieren, aber trotzdem an Zinsen verdienen (egal ob aus Aktiengeschäften, Spareinlagen o.ä.). D.h. sie schaffen keinen Gegenwert - werden aber immer reicher. Die Kluft von Arm und Reich wird dabei immer größer und wächst exponential mit der Verschuldung von Staaten (was nichts anderes heißt, als dass immer mehr Geld im Umlauf ist, da der Staat ja einen Kredit bei einer Bank hat). Das ein Staat Schulden hat wäre nicht so schlimm, wenn sie nicht so viele Zinsen darauf zahlen müssten. Dasselbe Prinzip wie mit den Superreichen. Die Banken schaffen keinen realen Gegenwert, sondern verdienen nur.
Die Summen werden immer größer, steigen exponential. Deshalb brauchen wir ständiges Wirtschaftswachstum um das abzufangen. Das Wachstum ist aber unmöglich auf Dauer zu halten - wie wir bereits an den chaotischen Situationen vieler Länder und des Planeten (Umwelt) sehen. Es kommt also irgendwann zu einem Währungscrash.

[...]

Die Ausführungen von ฬσℓνєяίηє zum Geldsystem sind schwierig zu bestreiten, im Grunde gar nicht.

Das Geldsystem, wie es heutzutage existiert bzw. gehandhabt wird, ist insbesondere durch die Art der Verzinsung in sich ungesund und ungerecht, weil es die entsprechende Möglichkeit bietet und diese auch genutzt wird. Da man auf vernünftigen Umgang jedoch nicht unbedingt vertrauen kann, wären tatsächlich ein paar angepasste Rechtsverordnungen sinnvoll, welche natürlich dem Niveau eines Volksentscheids entsprechen sollten und nicht nur den Interessen einiger weniger. Hier stellt sich natürlich unter anderem das Problem, dass das Bewusstsein und das Expertenwissen über Geldmechanismen eher dort liegen, wo auch die größeren Summen des Geldes liegen.

Insofern ist Geld für "den kleinen Mann" vielleicht eher nur eine Sache davon, dass er am Ende des Monats Geld überwiesen bekommt, um damit Telefonrechnung, Lebensmittel, Miete und die Kindererziehung zu bezahlen, die Steuererklärung eher ein Buch mit sieben Siegeln. Für den anderen wiederum ist Geld vielleicht eher ein Mittel, um die Profitmarge zu erhöhen, um mit Unternehmensexistenzen zu spielen oder gewinnversprechende Derivate zu handeln, die Steuererklärung wiederum eins der lukrativsten Geschäfte.

Ein "schlauer Geschäftsmann" meinte mal, dass es zwei Möglichkeiten gibt: Entweder man arbeitet für sein Geld oder man lässt das Geld für sich arbeiten.

Faszinierender Gedanke, nicht wahr? Warum sollten wir für Geld arbeiten, anstatt das Geld für uns arbeiten zu lassen? Funktioniert ja auch, nur nicht für jeden. Wenn jeder nur das Geld arbeiten lässt, wer arbeitet dann noch?

Und hier sind wir auch wieder bei einer psychologischen Facette des Grundeinkommens. Wenn dem, der wenig hat und ein Grundeinkommen viel bedeuten würde, automatisch Leistungsverweigerung und Leistungnichterbringung vorgeworfen wird, was leistet jemand, der "sein Geld für sich arbeiten lässt"?

---

Ganz nebenbei fällt mir ein, dass ich kürzlich gehört habe, dass Franzosen nicht nur viel "freudiger" als ihre deutschen Nachbarn demonstrieren, sondern es dort auch eine "Reichensteuer" gibt.

Wie ist diese beschaffen und wozu soll sie dienen?

---

Wenn es um Geld geht, dann sind die USA wohl die Meister aller Zeiten. Gibt es ein Land, welches höhere Staatsschulden hat? Ein guter Freund von mir, der im "Barter-Business" tätig ist, nennt das Selbstfinanzierung durch Selbstkreditierung. Schon irgendwie geil, Schulden zu haben und zu machen, die man weder zurückzahlen will, noch kann, auch nicht muss. Schade, dass man das als Privatperson nicht auch kann.

..

Vielleicht zur Veranschaulichung des Geldsystems ein älterer Beitrag, den ich nicht neu formulieren möchte:

Die Reise nach Jerusalem

Kennt ihr dieses Kinderspiel? Wenn nicht, dann hier.

Ich nehme als Beispiel Amerika. Allerdings funktionieren, mit kleinen Modifikationen, die Geldsysteme dieser Welt (auch das deutsche) nicht anders.

Wenn der amerikanische Staat, die Regierung, das Land bzw. die Bevölkerung Geld braucht - und das ist sehr oft der Fall - dann geht die Regierung zur amerikanischen Zentralbank. Die amerikanische Zentralbank - die Federal Reserve - ist ein Privatunternehmen. Nichts ist umsonst - dafür gibt es den Zins. Wenn die Federal Reserve dem amerikanischen Staat Geld leiht, dann muss dieses Geld plus Zins zurückgezahlt werden.

Die interessante Sache ist die, wenn in eine Volkswirtschaft z.B. 100 Milliarden $ reingepumpt werden (Ausgabestelle: Bank), woher kommt dann der Zins für die 100 Milliarden $ her? Egal, wie man es dreht und wendet, es muss immer mehr Geld zurückgegeben werden, als eigentlich da ist.

Und an diesem Punkt kommen wir zur "Reise nach Jerusalem". In diesem ganzen Kreislauf von Leihen und Verleihen von Geld, Geschäfte machen, Anlegen, Kredite aufnehmen, etc., wird ständig Zins bzw. eine Zinsforderung auf das vorhandene Geld aufgeschlagen.

Und hin und wieder stoppt die Musik, und es sind definitiv nicht genug Stühle da.

Mit anderen Worten, im aktuellen Geldsystem sind niemals genügend Stühle für alle vorhanden - und es werden immer weniger - lokal und global gesehen. Das heißt, im aktuellen Geldsystem sind insolvente Unternehmen, entlassene Mitarbeiter, gescheiterte Existenzen, Obdachlosigkeit und Armut vorprogrammiert.

---

ฬσℓνєяίηє;2674413 meinte:
- Als letzte Möglichkeit Bargeld abschaffen und im Falle von zu geringem Geldfluss (geringer Konsum) in der Realwirtschaft alle Spareinlagen und vielleicht sogar Aktiendepots, Fonds o.ä. mit Negativzinsen belegen.

Genau... um die konsumgeile Gesellschaft zu noch mehr Konsum zu bewegen und weiterhin dazu verleiten, um für Werte zu Schuften, die eigentlich nichts wert sind. Schade, dabei hast du doch in deinen Beiträgen ein paar sehr interessante Punkte aufgeführt.

Ich bin mir nicht völlig sicher, was ฬσℓνєяίηє gemeint hat, aber es hat meines Erachtens gar nichts mit dem zu tun, was du gemeint hast.

Bargeld, also das Hin- und Herschieben von Papier oder Metall, ist bereits jetzt ein Relikt alter Zeiten. Gestern beispielsweise habe ich mir online einen niederländischen Server angemietet. Da gab es sage und schreibe 8 Zahlungsmöglichkeiten, und keine davon inkludierte das Verschieben von Metall oder Papier. NFC oder MFG, dem "elektronischen Geld" gehört die Zukunft.

Was Negativzinsen oder "Schwundgeld" anbelangt, gibt es mindestens ein Beispiel, wo es gut funktioniert hat, bis es eben verboten wurde. Siehe hier.
 
Was den wirklichen Unterschied Macht, ist nicht eine Frage der Finanzen bzw. Finanzierbarkeit, sondern eine Frage der Brüderlichkeit und der Schwesterlichkeit.
 
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