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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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Der Sinn des Lebens ist doch unsere Gestaltungskraft - würden wir eh nichts ändern können, welchen Sinn hätte das Leben dann noch? Diese Gestaltungskraft ist unser Selbstbestimmungsrecht ..

Wenn ich in irgendeine Situation gerate, an der ich selbst nichts ändern kann, erfahre ich dann die "pure", "reine" Gestaltungskraft des Lebens - wie das Leben sein Bestimmungsrecht im Bezug auf mich und meine Situation realisiert. Und das zu erfahren ergibt für mich auch einen (Lebens-)Sinn. Denn das ist eine Lebens-Erkenntnis.

Ich erfahre auch dabei, wo die Grenzen meiner Gestaltungskraft und meines Bestimmungsrechts liegen, ich erfahre meine Grenzen - ich erkenne also auch mich selbst.
 
Wenn ich in irgendeine Situation gerate, an der ich selbst nichts ändern kann, erfahre ich dann die "pure", "reine" Gestaltungskraft des Lebens - wie das Leben sein Bestimmungsrecht im Bezug auf mich und meine Situation realisiert. Und das zu erfahren ergibt für mich auch einen (Lebens-)Sinn. Denn das ist eine Lebens-Erkenntnis.

Ich erfahre auch dabei, wo die Grenzen meiner Gestaltungskraft und meines Bestimmungsrechts liegen, ich erfahre meine Grenzen - ich erkenne also auch mich selbst.
Auf der einen Seite stimme ich dir zu, dass das scheinbare "Nichtstunkönnen" eine Herausforderung ist, der es sich zu stellen gilt und dass uns einfach auch kräftemäßig Grenzen gesetzt sind. Allerdings hat das Leben kein "Recht" in Bezug auf mich - es "ist" einfach. Es denkt sich ja nicht: Hey, heute zeige ich ihr mal die Grenze und verfüge über sie, sondern es läuft einfach weiter - wie in einem Jump-and-run-Spiel.
Und man hat immer die Wahl - selbst wenn ich die Grenze meiner persönlichen Gestaltungskraft gefunden habe, bliebe die Wahl, aus dem Leben auszusteigen. Diesen letzten Schritt kann einem keiner nehmen, diese Wahl bleibt immer. Und allein aus dieser Erkenntnis - egal0815 beschrieb es so schön als "Notausgang" - kann man die Kraft ziehen, weiterzumachen.
Man ist nie bloßer Spielball des Lebens.

Aber vielleicht magst du ein Beispiel bringen, was dir vor Augen stand? Es ist ein bisschen abstrakt, was du geschrieben hast und mich würde interessieren, was genau du grad meintest 🙂
 
nebenerscheinung des kapitalismus: "ähm, ich kann nicht sterben, ist zu teuer!"
lol😀

JA und genau DAS ist doch das Absurde des neuen Gesetzentwurfes!! Es geht um die gewerbsmäßige Suizidbeihilfe - nur DIE soll verboten werden! Das heißt im Umkehrschluss: Alles andere ist erlaubt!

Und ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn Suizidbeihilfe zB 8.000 € kosten würde (Kusch), dann würde ich mir das niemals leisten können. Ich sehe die Entgeltlichkeit eher noch als Hindernis...
 
JA und genau DAS ist doch das Absurde des neuen Gesetzentwurfes!! Es geht um die gewerbsmäßige Suizidbeihilfe - nur DIE soll verboten werden! Das heißt im Umkehrschluss: Alles andere ist erlaubt!

Und ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn Suizidbeihilfe zB 8.000 € kosten würde (Kusch), dann würde ich mir das niemals leisten können. Ich sehe die Entgeltlichkeit eher noch als Hindernis...

Ginge mir genauso
und wenn ichs Geld hätte, würde ich eher die Beerdigung davon zahlen.

mich hat einer angeschrieben, ob ich ne Ahnung hätte, wie man das Geld auftreibt,
wenn man eben grünes Licht bekommen hat.
Er wird sichs wohl nicht leisten können.
Traurig, das ein "würdiges" sterben aus finanziellen Gründen dann nicht möglich ist.
 
Ginge mir genauso
und wenn ichs Geld hätte, würde ich eher die Beerdigung davon zahlen.

mich hat einer angeschrieben, ob ich ne Ahnung hätte, wie man das Geld auftreibt,
wenn man eben grünes Licht bekommen hat.
Er wird sichs wohl nicht leisten können.
Traurig, das ein "würdiges" sterben aus finanziellen Gründen dann nicht möglich ist.

Ja, das ist das Folgeproblem einer entgeltlichen Suizidbeihilfe: Ein "Zwei-Klassen-Suizid". Für die, die Geld haben, gibts das Medikament und die ohne Geld müssen zu "herkömmlichen" Methoden greifen.
Oder einen Kredit (das muss man sich mal überlegen, was das für eine absurde Situation ist!) - aber den kriegt auch nicht jeder...
 
Ohne jetzt kaltherzig klingen zu wollen, ich finde Selbstmord verdammt egoistisch! Ich empfinde jetzt noch Wut für meinen Bruder, da er uns alle im Stich gelassen hat. Klar, das Leben kann ziemlich schwer und schmerzhaft sein, aber es gibt immer irgendwo wieder Lichtblicke.
 
Ohne jetzt kaltherzig klingen zu wollen, ich finde Selbstmord verdammt egoistisch! Ich empfinde jetzt noch Wut für meinen Bruder, da er uns alle im Stich gelassen hat. Klar, das Leben kann ziemlich schwer und schmerzhaft sein, aber es gibt immer irgendwo wieder Lichtblicke.

Es ist genauso egoistisch von seinen Angehörigen zu erwarten am Leben zu bleiben, egal was für ne Qual jeder einzelne Tag ist, nur damit man selbst nicht trauern muß.
 
Ich kannte eine Frau, die wohnte bei uns im Haus. Die fragte mich auch was ich darüber, denke und ich sagte, es ist jedem das seine. Wenn er es macht, dann sollte er mich damit in ruhe lassen.

Das Ergebnis war, paar Monate später, bekam sie nicht die gewünschte Aufmerksamkeit also reif sie bei dem halben Dorf an, sie will sich umbringen. Alle waren auf Trab...außer mich, mich hat sie nicht angerufen.
Getan hatte sie sich auch nichts. Sie wollte einfach nur mal wieder auf Kosten anderer im Mittelpunkt sein.

Darum schenke ich dem Thema nicht wirklich Bedeutung. Denn wenn einer so depressiv ist, dass er keinen Ausweg findet, dann würde er nicht damit prahlen.

Das als Hilferuf zu sehen finde ich nervig. Ich kenne Leute, die sich in den Arm geschnitten haben und man musste sich die ganze Nacht um die Kümmern. Am Nächsten Tag ist man auf die Arbeit und der andere hat sich hingelegt und bis Mittag geschlafen.
Darum hasse ich es, wenn einer mich damit nervt.
 
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