K
Kräuterhexe
Gast
Damit hartz 4 Empfänger nicht obdachlos werden hat der Staat ein eigenes Sozialbausystem errichtet, das primär Menschen mit niedrigem Einkommen versorgen soll. Tatsache ist auch, dass in Anbetracht der hohen Wohn- und Mietpreise etliche Menschen, die aufgrund eines oft nur temporär niedrigen Einkommens, diese günstigen Sozialwohnungen bekommen, diese auch dauerhaft behalten wollen,obwohl sie sich auch eine Wohnung am freien Wohnungsmarkt leisten könnten oder obwohl für sie selbst gar kein dringender Wohnbedarf mehr gegeben ist. Das unsolidarische Verhalten innerhalb der Bezieher von niedrigeren Einkommen führt daher oft zu einer zusätzlichen Verknappung von sozialem Wohnraum. Wer unter diesen Gesichtspunkten den moralischen Zeigefinger gegenüber Menschen erhebt, die ihr Leben lang gearbeitet und gespart haben um sich eine Immobilie zu erwirtschaften, und von diesen fordert, dass sie ihre Immobilie quasi als erweiterten sozialen Wohnraum betrachten müssen, vergreift sich m.M.n auch moralisch.
Ja, es gibt diese Sozialwohnungen. Es werden aber schon lange kaum noch welche gebaut, sodass man sagen kann, dass sich Leistungsberechtigte welcher Art auch immer darum "prügeln" müssen. Das Angebot kommt der Nachfrage einfach nicht mehr nach. Und nun? Soll jetzt der Großteil von Bedürftigen ins Obdachlosenheim abgeschoben werden? Wie kannst du hier Moral predigen, während du Arbeitslose als Bürger zweiter Klasse betrachtest, die es gar nicht oder weniger verdienen, ein Dach über dem Kopf zu haben?