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Warum vermietet niemand eine Wohnung an Hartz 4 Empfänger?

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Ich vermiete nicht an Hartz-IV-Empfänger. Und ich vermiete auch nicht an die vor ein paar Seiten hier erwähnten Raucher (es sei denn, sie rauchen nur draußen).

Grund?

Ganz einfach: Aus Schaden wird man klug.

Ist ja wohl meine Sache, wem ich die Wohnung überlasse und wem nicht.

Ich werd mich hier nicht hinstellen und behaupten, alle Hartz-IV-Empfänger seien teuer für den Vermieter. Nein, ich weiß nur, welche Erfahrung ich gemacht habe. Vielleicht ist meine Erfahrung nur ein unglücklicher Zufall. Aber dann werden ja all die anderen Vermieter, die solche schlechten Erfahrungen nicht gemacht haben, gern weiter an Hartz-IV-Empfänger vermieten und es gibt für die Hartz-IV-Empfänger gar kein Problem.

Wenn es aber doch Probleme für Hartz-IV-Empfänger gibt, eine Wohnung zu finden, dann haben wohl doch ein paar Vermieter mehr schlechte Erfahrungen gemacht und nicht nur ich...

Vorurteile und Klischees, aber so ist es am einfachsten, vor allem wenn es genug potentielle Mieter gibt. Ist wie am Arbeitsmarkt auch, da gibts ne Menge Angebot und viele Arbeitslose, und die Firmen können sich die Kirschen rauspflücken.

Fair? Nicht unbedingt, aber was ist schon fair im Leben?
 
Vorurteile und Klischees, aber so ist es am einfachsten, vor allem wenn es genug potentielle Mieter gibt.
Es kann sein, dass andere Vermieter Vorurteile haben - bei mir war es nicht so. Ich habe ja an Hartz-IV-Empfänger vermietet.

Einmal und nie wieder...

Ist wie am Arbeitsmarkt auch, da gibts ne Menge Angebot und viele Arbeitslose, und die Firmen können sich die Kirschen rauspflücken.
Ganz so einfach ist das mit den Kirschen nicht, aber natürlich versuche ich es.

Fair? Nicht unbedingt, aber was ist schon fair im Leben?
Ich habe Wohnraum zu vermieten. Für faire Auswahl zwischen den Bewerbern bin ich nicht zuständig. Da habe ich die freie Wahl. Und werde dabei natürlich durch meine Erfahrungen beeinflusst.
 
Falsch!
Bewirbt man sich und will die Bewerbungskosten erstattet bekommen, muss vorher ein schriftlicher Antrag auf Erstattung der Kosten gestellt und genehmigt werden. Nicht jeder Hartz IV-ler bekommt durch Vorlage der Kosten eine nachträgliche Erstattung.

Wieso falsch? Du hast doch selbst geschrieben das lediglich ein Antrag gestellt werden muss. Über die Vorgehensweise im einzelnen, hab ich mich gar nicht geäussert da dies unerheblich ist.
 
Es kann sein, dass andere Vermieter Vorurteile haben - bei mir war es nicht so. Ich habe ja an Hartz-IV-Empfänger vermietet.

Einmal und nie wieder...

Soso, einmal und nie wieder, bedeutet, du hast es mit einem Versucht vielleicht auch mehreren bist auf die Nase gefallen, ohne näher bestimmten Grund und deswegen sind Hartz IV Bezieher als Mieter böse ....

Aber wozu die Gründe dafür nennen, wenn man einfach seinen Frust ablassen kann, nicht wahr?

Schubladendenken unterstützen und fordern heißt das Motto.

@Portion Control

Ich weiß, dass du nur die Sichtweise wiedergegeben hast, aber genau dieses denken ist schlicht und ergreifend falsch. Jeder hat mal mit irgendwem Probleme, egal ob Arbeitsloser, Rentner oder Arbeiter/Angestellter oder auch Selbstständige oder was auch immer und hier von einem auf den anderen zu schließen ist kompletter Blödsinn.

Das hatte schon einmal, wie ich bereits erwähnte, jemand in der deutschen Geschichte getan und es wurde alles benutzt, um einer bestimmten Bevölkerungsgruppe die Schuld an was auch immer zu geben und wo das endete brauche ich hier nicht erwähnen und das gleiche passiert hier.

Vor der Einführung von Hartz IV war das seltsamer Weise alles nicht vorhanden, aber jetzt wo Hartz IV da ist, wird auf einmal so gedacht?

Woher dieser Sinneswandel? Woher dieser Hass und diese Vorurteile?

Ganz einfach, die Medien suggerieren einem immer alles und was dort suggeriert wird, muss schließlich der Wahrheit entsprechen und es wird gekonnt ignoriert, dass es sich um Einzelfälle handelt. Aber wen interessieren solche kleinen Details schon.

Ich schrieb es auch bereits, mit dem rosa Ponyhof und dem bösen, böse Realismus .....

Ihr solltet ehrlich mal alle, die gegen Hartz IV Bezieher wettern, auch mal in dieses System reinschlittern, dann werdet ihr merken, dass das Problem in der Regel nicht der Hartz IV Bezieher ist, sondern das zuständige Jobcenter und das unzureichend qualifizierte Personal dort. Da sitzen in der Regel nämlich keine Beamten, die das gelernt haben oder Angestellte, sondern nur angelerntes Personal und diese kommen aus vollkommen unterschiedlichen Berufsgruppen. Ich hatte sogar schon einmal einen Sozialpädagogen als Sachbearbeiter und der wollte mir dann etwas über Rechte und Pflichten erzählen und als ich ihm dann die ganzen Gesetzestexte an den Kopf geworfen hatte, wusste er, dass er gar nichts wusste und in seiner "Schulung" eigentlich nur Schrott gelernt hatte.

Das ist die Realität in den Jobcentern und selbst bei Beamten, muss ich mir fragen gefallen lassen, wo denn stehen würde, dass die dafür zuständig wären, obwohl die es eigentlich wissen sollten und müssen.
 
Also Werbungskosten, zb. Bewerbungskosten bekommt man hierzulande vom Jobcenter erstattet. Man muss natürlich die Belege sammeln und einreichen - von alleine kommt nix.
Falsch!
Bewirbt man sich und will die Bewerbungskosten erstattet bekommen, muss vorher ein schriftlicher Antrag auf Erstattung der Kosten gestellt und genehmigt werden. Nicht jeder Hartz IV-ler bekommt durch Vorlage der Kosten eine nachträgliche Erstattung.
Wieso falsch? Du hast doch selbst geschrieben das lediglich ein Antrag gestellt werden muss. Über die Vorgehensweise im einzelnen, hab ich mich gar nicht geäussert da dies unerheblich ist.
Für dich ist es unerheblich, hingegen für andere Mitlesende erheblicher. Man soll sich nicht einfach bewerben und darauf hoffen, die Erstattung der Kosten allein durch Nachweise zu erhalten. Man sollte zuerst einen Antrag beim Jobcenter stellen, auch wenn es in der Eingliederungsvereinbarung festgehalten ist. Die Höhe der Erstattung kann zudem varieren.
Siehe Link: Erstattung der Bewerbungskosten - besserbewerben.de

Für das Thema "Warum vermietet niemand eine Wohnung an Hatz 4 Empfänger?" ist es unerheblich, ja.
 
Ich weiß, dass du nur die Sichtweise wiedergegeben hast, aber genau dieses denken ist schlicht und ergreifend falsch. Jeder hat mal mit irgendwem Probleme, egal ob Arbeitsloser, Rentner oder Arbeiter/Angestellter oder auch Selbstständige oder was auch immer und hier von einem auf den anderen zu schließen ist kompletter Blödsinn.

Wir haben hier auch schon gelesen das einige Vermieter existieren die gar nicht mehr vermieten aufgrund von schlechten Erfahrungen und die Hütte lieber leer stehen lassen. Oder lieber verkaufen. Es bezieht sich also nicht alles stur auf Hartz IV Empfänger, sondern vielmehr auf ERFAHRUNGSWERTE!

Magst du anderen Menschen ihre Erfahrungswerte absprechen? Oder möchtest du anderen aufdiktieren, ab wann und in welchem Maße sie sich nach gemachten Erfahrungen richten dürfen? Kann man Chrismas aus dem HR Forum haftbar halten, wenn man deinen Worten folgt und evtl. 2-4 negative Erfahrungen in Serie erlebt? Regulierst du diese Ausfälle für andere, so vehement wie du hier meinst in die Presche für andere springen zu müssen?

Das hatte schon einmal, wie ich bereits erwähnte, jemand in der deutschen Geschichte getan und es wurde alles benutzt, um einer bestimmten Bevölkerungsgruppe die Schuld an was auch immer zu geben und wo das endete brauche ich hier nicht erwähnen und das gleiche passiert hier.

Jetzt kommst du auch noch mit dem dritten Reich? Bitte erspare uns diese peinliche Nummer!

Da sitzen in der Regel nämlich keine Beamten, die das gelernt haben oder Angestellte, sondern nur angelerntes Personal und diese kommen aus vollkommen unterschiedlichen Berufsgruppen.

Was hat das mit der regelmäßigen Mietzahlung zu tun? Soll der zuständige SB vom Jobcenter jetzt den Dauerauftrag für die Miete einrichten? 😕
 
Für mich gäbe es etliche Überschriften die, die Grundproblematik dieses threads auf den Punkt bringen:"Sind Menschen die ihre Wohnungen nicht an hartz 4 Empfänger vermieten unsolidarisch, gleichgültig und egoistisch ?"" Warum fühlen sich viele Mitmenschen nicht mehr für die sozialen, materiellen und psychischen Defizite ihrer Mitbürger zuständig ?" " Warum greifen die traditionell christlichen Klischees vom "Armen", dem wir bedingungslose Barmherzigkeit schulden nicht mehr ?"Vorausschicken möchte ich, dass ich persönlich schon an den ethischen Grundsatz glaube, dass jede Form von Rechten, also auch das Eigentumsrecht mit einer dementsprechenden Verantwortung verbunden sind, d.h dass auch Eigentumsrechte nicht isolierte Werte per se sein können, weshalb sie in eine Rechtsordnung eingebunden sind ,die durch Auflagen wie Steuern, Bauverordnungen, Formpflichten (Grundbuch) etc., den Eigentümer auch sozial verpflichtet.
Jedem Eigentümer, der diesen Verpflichtungen rechtskonform entspricht, steht ein freies Verfügungsrecht über sein Eigentum zu und das ist anzuerkennen, verfassungsrechtlich und demokratisch. Die Allermeisten Mitbürger bekennen sich zu einem sozialen Wohlfahrtsstaat und finanzieren diesen über Arbeit und Steuern, die es erst möglich machen, dass es dauerhafte Transferleistungen, die vor Elend bewahren, gibt.
Damit hartz 4 Empfänger nicht obdachlos werden hat der Staat ein eigenes Sozialbausystem errichtet, das primär Menschen mit niedrigem Einkommen versorgen soll. Tatsache ist auch, dass in Anbetracht der hohen Wohn- und Mietpreise etliche Menschen, die aufgrund eines oft nur temporär niedrigen Einkommens, diese günstigen Sozialwohnungen bekommen, diese auch dauerhaft behalten wollen,obwohl sie sich auch eine Wohnung am freien Wohnungsmarkt leisten könnten, oder obwohl für sie selbst gar kein dringender Wohnbedarf mehr gegeben ist. Das unsolidarische Verhalten innerhalb der Bezieher von niedrigeren Einkommen führt daher oft zu einer zusätzlichen Verknappung von sozialem Wohnraum. Wer unter diesen Gesichtspunkten den moralischen Zeigefinger gegenüber Menschen erhebt, die ihr Leben lang gearbeitet und gespart haben um sich eine Immobilie zu erwirtschaften, und von diesen fordert, dass sie ihre Immobilie quasi als erweiterten sozialen Wohnraum betrachten müssen, vergreift sich m.M.n auch moralisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten nicht selbst genutzten immobilien werden doch heutzutage nicht erarbeitet und erspart, sondern geerbt.
Meinem gerechtigkeitssinn wuerde es entsprechen, wenn nicht selbst genutzte immobilien nicht mehr vererbt werden koennen, sondern im todesfall an den staat fallen, der dort dann wohnungen fuer beduerftige bereitstellen koennte.
 

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