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Wieder Sonntag Nacht und keine Lust auf die neue Arbeitswoche

  • Starter*in Starter*in Paulj
  • Datum Start Datum Start
Ja merkste was? Er blockiert dein Leben, nur "um zu leben" braucht man nunmal ein gewisses Maß an finanziellen Mitteln...

Drum schrieb ich ja auch, dass der "Felsblock Beruf" gleichzeitig das Gebäude (des Lebens) stützt und behindert.

Andere Menschen scheinen das übrigens nicht so zu empfinden. Typischerweise mein Kollege, der mir gegenüber sitzt: er arbeitet wesentlich länger als ich, oft auch am Wochenende, und heute hat er noch keine Minute lang den Schreibtisch verlassen, die Mittagspause lässt er ausfallen, usw.

Diese Diskrepanz macht mir auch zu schaffen: auf der einen Seite ich, der kaum seine Mindestarbeitszeit rumkriegt; auf der anderen Seite mein Kollege, den man oft beinahe zwangsweise heimschicken muss, weil er sonst im Büro einziehen würde...
 
Naja, gibt eben auch Menschen, die privat einsam und ohne Interessen sind. Die finden das Wochenende grausam und können es kaum erwarten, am Montag wieder arbeiten zu können, weil nur das ihrem Leben Sinn gibt.
 
Wenn jemand die Arbeit als Lebenserfüllung sieht und weder Freizeit, Famillie noch irgendwelche Hobbies braucht, dann soll er es tun. Ich erkenne darin keinen Sinn.



Habe hier noch was zum Thema gefunden:

Zehn um Zehn: Von diesen 10 Jobs kann man nicht leben - 10 um 10 - Bild.de

(auch wenn es von der Bild stammt ist es die Realität)

Zitat1:

Tja das ist der Realitätsverlust der Politiker plus den dicken Managern zu verdanken. Die Löhne entsprechen schon gar nicht mehr der Realität. Wenn jetzt schon arbeitnehmer Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen weil sie mit 1200 Euro netto nicht mehr auskommen ist das schon arm. Arm ist es aber auch weiterhin auf ALG 2 Empfänger , Rentner und Frührentner dann zu motzen diese Menschen als Sozialschmarotzer hinzustellen die grade mal mit 400 euro auskommen müssen, der Betrag wurde von mir nur aufgerundet und entspricht nicht der Realität. Das ist ein drittel von 1200 Euro. Tja da muss man sich auch mal fragen wer weiter zu Sozialschmarotzern hingestellt wird dann. Wie jemand hier auch sagte jeder sucht seinen Beruf selbst aus, das stimmt. Nur was ist wenn die Beruf unterirdisch bezahlt werden. Wer will den schon andere Pflegen wenn sie grade mal nach Harz 4 bezahlt werden ? Dafür ein Anwalt für ein StundenGgespräch gleich drei Tankfüllung für den dicken Wagen einnimt? Die Situation hat sich seit der EU und dem Euro nur noch verschärft. Das ist nunmal Fakt , auch wenn wieder anders Reden und gefäsclht Statistiken aufzählen.. Die Realiät sieht anders aus, ansonsten müssten Hundertetausende auch nicht der Stormabgestellt werden, der ebenfalls kaum noch bezahlbar ist. Im Endeffekt kann man nur eins sagen : Deutschland züchtet sich seine Sozialschmarotzer zusammen. egal ob die Arbeitssuche erschwert wird von Ämtern, oder Arbeitnehmer nun in den gleichen Topf gedrückt werden wie die angeblichen Sozialschmarotzer. In dem Sinne kann man nur sagen: Wilkkommen in Deutschland geh gleich zum Amt.

Zitat 2:

Ich habe 1997 als Stablerfahrer 24,50 DM ( 12.53 € ) verdient.
Heute bekomme ich bei einem anderen Unternehmen ( gleiche Brange ) 21,51 DM ( 11,00 € ).
Wie kann der Lohn so in den Keller gehen bei den Lohnerhöhungen von durchschnittlich 2,3%.
Ganz einfach, der Arbeitgeber senkt die Löhne bei Neueinstellungen und die differenz geht in seine Tasche.
Vorstände die früher 3 Mio DM verdienten, gehen heute mit 5 - 6 Mio € nach Hause. - Wer das Geld hat, hat die Macht!
 
Naja, gibt eben auch Menschen, die privat einsam und ohne Interessen sind. Die finden das Wochenende grausam und können es kaum erwarten, am Montag wieder arbeiten zu können, weil nur das ihrem Leben Sinn gibt.


Grade in meiner Branche gibt es viele solche Menschen, die sich anscheinend fast nur über den Beruf definieren, und die sich im Privatleben langweilen... Urlaube und Feiertage sind für sie ein Graus... Etliche meiner Kollegen retten sich mit Bereitschaftsdiensten über die Wochenenden...

Das Problem ist allerdings: da sie viiiiieeeel mehr arbeiten als ich, haben sie auch viel mehr Ahnung und Fachwissen als ich... Im Vergleich zu ihnen schneide ich immer schlecht ab, da ich am Wochenende garantiert andere Sachen im Kopf habe als meinen Beruf....
 
Das Thema erinnert mich an den ersten Thread, den ich hier überhaupt eröffnet hatte: Thema: Wie schafft man eine funktionierende Work-Life-Balance? Das war (und ist teilweise) also auch mein persönliches Problem.

Das ist ein gutes Thema und das ist auch im prinzip mein Problem bislang gewesen.
Mein Traum war auch einmal eine Rundreise in den USA von Ost nach West. Ich hätte dafür gerne komplette 4 Wochen Urlaub gehabt aber leider noch keinen Job, der mir dies ermöglicht hätte. Da kommt der Monatsabschluss quer, da sind die Wirtschaftsprüfer im Haus, die UST und LST VA kann auch nicht liegenbleiben, da hat der Chef schon Urlaub, da ist ne Konferenz mit der Muttergesellschaft aus UK, und und und...2 Wochen maximal am Stück sind vertretbar. 🙄


Und dies ist in den letzten Jahren eher noch aussichtsloser geworden da ja fleissige Kollegen um einen herum lieber gekündigt werden damit man auch auf der Arbeit seine Ruhe hat und genug Motivation um die jobs zu erledigen für welche wir vorher 3 Leute waren...
Nichtmal in Ruhe kranksein kann man heute mal drei Tage am Stück ohne schlechtes Gewissen!

Und das ist eben der Punkt: Eine sich im Einklang befindende Work-life-balance sollte auch die Möglichkeit bieten, mal kurz auszubrechen und sich einen solchen Traum zu erfüllen.
Aber nein! Stattdessen sieht der Alltag so aus, dass man selbst eine Erkältung noch die ganze Woche verschleppt und sich ins Wochenende rettet. Sich in der Freizeit dann auskurieren um Montags wieder Spalier stehen zu können. So sieht es doch in vielen Bereichen aus.
 
Nichtmal in Ruhe kranksein kann man heute mal drei Tage am Stück ohne schlechtes Gewissen!

Und das ist eben der Punkt: Eine sich im Einklang befindende Work-life-balance sollte auch die Möglichkeit bieten, mal kurz auszubrechen und sich einen solchen Traum zu erfüllen.
Aber nein! Stattdessen sieht der Alltag so aus, dass man selbst eine Erkältung noch die ganze Woche verschleppt und sich ins Wochenende rettet. Sich in der Freizeit dann auskurieren um Montags wieder Spalier stehen zu können. So sieht es doch in vielen Bereichen aus.

Ich könnte dir nicht mehr für diesen Beitrag danken. Freut mich dass es wenigstens noch ein paar erkennen.
Wer hat heute kein schlechtes Gewissen mehr wenn er mal flachliegt? Und anstatt sich mal wenigstens zu recht 3 Tage auszukurieren schleppt man sich dann zur Arbeit weil man ja auch Angst um seinen Job hat.
 
Wer hat heute kein schlechtes Gewissen mehr wenn er mal flachliegt? Und anstatt sich mal wenigstens zu recht 3 Tage auszukurieren schleppt man sich dann zur Arbeit weil man ja auch Angst um seinen Job hat.

Vor etwa drei Jahren hatte ich einen Bandscheibenvorfall und war deshalb krankgeschrieben... Doch allen Ernstes hat mir mein damaliger Teamleiter dann vorgeworfen, ich würde mit meiner Krankschreibung das Team im Stich lassen, und man würde mir das jetzt übel nehmen...
 
Es ist allerdings auch kein Wunder, dass in meiner Branche viele Leute keine Familien gründen. Mit meinen Arbeitszeiten könnte kein Kindergarten mithalten. Außerdem wäre ich abends zu "platt", um dann noch Nerven für Kind(er) zu haben. Mein Freund arbeitet in der selben Branche - dem ginge es genauso. Frauen, die es dennoch "wagen", reiben sich im Stress zwischen Job und Familie und dem aussichtslosen Kampf um die Ressource Zeit völlig auf.

Genau das ist der Grund, warum ich auch keine Kinder hab. Mein Freund verdient nicht genug, um eine Familie zu ernähren, zumal er noch Unterhalt für seinen Sohn zahlen muss und so müsste ich nach 1 Jahr Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten.
Aber - welcher KiGa macht um 6 Uhr auf und um 19 Uhr (nach meinem langen Donnerstag?) erst wieder zu?
Und ich krieg die Hausarbeit ja so schon kaum auf die Reihe - Vollzeitarbeit + Kind + Haushalt = geht nicht.
 
Und ich krieg die Hausarbeit ja so schon kaum auf die Reihe

Ich muss zugeben, obwohl ich kein Kind habe, leidet meine Hausarbeit auch. Denn nach dem Vollzeitjob habe ich häufig keine Lust, Zeit und Energie, um abends noch den Feudel zu schwingen... Da ich allein wohne erledigt das auch niemand sonst für mich :-(
 

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