Und wie willst du das anstellen?
Mal sehen. Hab ja noch ein paar Jahre Zeit zum planen. ^^
Meine gesamten Habseligkeiten laufen bis dahin auf meine Lebensgefährtin. Offiziell werde ich nichtmal mehr mit ihr zusammen sein, um keine Hartz IV einbußen zu erhalten. Das heisst ich habe dann irgendwo eine kleine Wohnung die kaum Nebenkosten produziert, die vom Amt bezahlt wird und ich nur mal vorbeischaue um die Post zu holen.
Meine Ersparnisse werden allesamt unter dem Kopfkissen gelagert. Diese werden mir zusätzlich zur Verfügung stehen.
Viel mehr hast dann sicher auch nicht.
Natürlich habe ich dann viel weniger und es ist sicherlich nicht schön, im Alter mit wenig Geld da zu stehen. Andererseits ist es für mich einfach keine alternative, so lange zu arbeiten bis ich vom Bürostuhl in den Sarg falle.
Viele möchten ja diesen Absprung gerne mit rund 60 Jahren machen. Bloß gehen diese Leute es meiner Meinung nach falsch an. Diese versuchen nämlich bis dahin so selbständig wie möglich zu sein, damit man nicht vom Staat abhängig ist und die Schäfchen im trockenen hat. Aber genau darauf zielt unsere Regierung ja ab. Die möchten ja gar nicht das wir bis 67 arbeiten. Sondern mit ernormen Abzügen vorher aufhören. Also kommen ihnen diese Leute wie gerufen. Ich hingegen habe ganz andere Pläne.
Ich mache dieser Denkweise einen Strich durch die Rechnung indem ich noch ein gutes Stück vorher aufhöre. Ich also noch keine Rente bekomme und dem Arbeitsmarkt offiziell mit 60 Jahren zur Verfügung stehe. Wer benötigt einen 60 Jährigen Buchhalter, der nie etwas anderes gelernt hat, mittlerweile Rückenschmerzen hat und den auch sicherlich niemand mehr in eine neue Software einarbeiten braucht?
Unser Staat reibt sich also schon die Hände weil er denkt, ich würde arbeiten gehen so lange ich kann und dann zwischen 63 und 67 endgültig das Handtuch werfe. Er rechnet sich aus, wie viel Rente er an mir spart und wieviel Lohnsteuer von mir im Gegenzug noch in die Kasse gespült wird.
Unterm Strich sieht es dann am Schluß anders aus! Ich zahle keine Lohnsteuer mehr ab vielleicht 57, beziehe einige Monate Arbeitslosengeld, anschließend Hartz IV. Der Staat zahlt meine Krankenversicherung und sogar einen minimalen Beitrag in die Rentenkasse. Mache dir mal einen Spass und rechne dir mit einem Standardgehalt aus, von welchen Summen wir hier dann sprechen.
Schön ist das nicht, ich hätte es auch gerne anders gehabt. Ich fand immer, das jemand der bis 60 durchgehend gearbeitet hat, auch endlich mal in Ruhe gelassen werden sollte. 60 empfand ich vom Bauchgefühl her, immer eine faire Grenze. Sowohl aus Sicht des Staates als auch aus persönlicher Sicht denn in diesem Alter kann man noch rüstig sein und den Lebensabend genießen. Aber bestimmt nicht mehr mit fast 70!
Wenn die Regierung also meint sie müsse mir meinen Lebensabend versalzen, ist das meine Retourkutsche! Abzüge habe ich ohnehin. Ob da jetzt noch ein paar hinzukommen oder nicht, pfff! Dagegen steht 15 Jahre faulenzen und meine Freizeit genießen. Geld haben mit 70? Ich sitze doch heute schon nur auf der Couch rum weil ich täglich 12 Stunden außer Haus und deshalb platt bin. Mit 70 bin ich wahrscheinlich froh, wenn ich überhaupt schmerzfrei aus dem Sessel komme. Soll ich dann etwa anfangen die Welt kennenzulernen? All das nachholen für das ich bislang keine Zeit hatte? Nö, was ich bis 70 nicht von der Welt gesehen habe, benötige ich dann auch nicht mehr. Ich möchte einfach nur meinen Lebensabend mit meiner Partnerin genießen. Ganz egal ob ein Urlaub auf den Malediven drin ist, oder nur ein romantischer Spaziergang über unsere heimischen Wiesen.