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Wieder Sonntag Nacht und keine Lust auf die neue Arbeitswoche

  • Starter*in Starter*in Paulj
  • Datum Start Datum Start
@ Portion, von schaffen oder nicht schaffen ist auch nicht die Rede, es geht einfach darum dass man Dinge auch mal in Ruhe machen will und nicht im Hinterkopf schon wieder irgendwie Zeitdruck hat.

Da können auch einfache Dinge wie eine kleine Bude schon zum Stress werden, weil man eben durch den ständigen Zeitdruck auch eine gewisse Antriebslosigkeit entwickelt.
 
@ Portion, von schaffen oder nicht schaffen ist auch nicht die Rede, es geht einfach darum dass man Dinge auch mal in Ruhe machen will und nicht im Hinterkopf schon wieder irgendwie Zeitdruck hat.

Also muss man arbeitslos sein damit die Wohnung geputzt werden kann!? Sorry, das ich verstehe ich jetzt gerade nicht. Ich hab 10 Jahre lang eine 70 qm Singlebude gehabt. Stress hat man vielleicht von Montags bis Freitags auf der Arbeit, aber das hat doch eigentlich nichts mit dem Wochenende zu tun. Wer sich da auch noch Stress bereitet und zu viele Termine vergibt, bekommt natürlich nicht alles unter einen Hut. Sich mal 3 Stunden am Stück um die Wohnung zu kümmern, muss da ganz einfach drin sein. Hier mutiert ja wohl hoffentlich keiner zu einem Müll Messi?

Aber Knuddel40 sprach ja von Fernbeziehung. Dann ist man natürlich auch nicht zu Hause. Aber ansonsten würde ich das jetzt nicht verstehen.

Ich hab auch mal ein komplettes We alles sein gelassen aber spätestens das übernächste Wochenende muss man dann ja wohl auch mal wieder zum aufräumen / putzen einplanen.
 
Also eine Singlebude schafft man aber doch Samstagsvormittags locker.

SO locker auch nicht...

Ich hab z.B. meine beiden Kater, die verlieren im Moment ihr Fell in Mengen, das ist nicht mehr feierlich... frage mich, wo sie die ganzen Haare hatten...

Da komm ich mit "mal eben 3 Stunden am Samstagvormittag" nicht hin, zumal ich teilweise alle 2 Wochen Samstags vormittags arbeiten muss.

Was mich auch so kirre macht, ist der "Zwang", durch das frühe Aufstehen auch abends immer schon so früh ins Bett zu müssen. 🙁 Ich brauch meine 8 Stunden Schlaf, also fällt für mich um 21 Uhr der Hammer.

Und Tage wie heute (bzw. jeder Donnerstag) sind total für den Po.
5 Uhr aufstehen, von 6.30 - ca. 18.30 Uhr im Office hocken, ca. 19 Uhr daheim sein, Tiere versorgen, duschen, was zu essen runterschlingen - fertig. 🙁
 
Ja, mich nervt das auch, dass die Arbeitstage in der Regel von vorn bis hinten durchstrukturiert sind, und man meistens nur wenig Zeit für spontane Dinge hat, auf die man Lust hätte.

Wie schön wäre es da, z.b. jeden Freitag einfach Zeit zu haben... Für Spaziergänge, Ausflüge, Museumsbesuche, ein Buch lesen, im Straßencafé sitzen und den Tag genießen, usw.

Zum Teil mache ich das jetzt auch schon, indem ich zwischendurch einzelne Urlaubstage nehme. Es ist unglaublich angenehm, an einem Werktag Zeit zu haben... Leider bleibt mir dann zu wenig Urlaub übrig, um eine größere Reise zu machen, aber das nehme ich dann in Kauf... Die einzeln eingestreuten Urlaubstage bringen mir persönlich mehr als ein längerer Urlaub am Stück...
 
Scheinbar geht es ja wirklich vielen so. Und Acromantula hat recht, hört sich alles einfach und nach schnellschnell an, ist es aber nicht, und vor allem gibt es Tage wo man einfach keine Lust hat sich schon wieder zu hetzen. Einkauf, Haushalt, Wäsche, Garten, Auto usw... da kann man SA Abends schon wieder platt sein.
 
Scheinbar geht es ja wirklich vielen so.

Ich denke auch, dass es vielen so geht. Trotzdem ist es gesellschaftlich anscheinend nicht besonders akzeptiert, über solche Probleme zu reden. Da muss man den hartgesottenen Macher geben, der gar nicht genug kriegen kann von seiner Arbeit, und der nur für seinen Beruf lebt... Grade in der EDV (wo ich arbeite) geht jeder davon aus, dass man ein leidenschaftlicher Computerfreak ist, der sowieso keine anderen Interessen und Lebensziele hat...
 
Wie "schön", dass es anderen auch so geht. Manchmal mag man ja unter Familie/Freunden seinen Mund gar nicht mehr aufmachen, weil man das Gefühl hat, dass einen keiner versteht. Ich stecke mitten in der Jobkrise und der Gedanke, die nächsten 30 Jahre von morgens bis abends im Büro zu sitzen, machen mich langsam krank. Jetzt gucke ich mich zwar nach anderen Jobs um, aber da ist eben auch der finanzielle Aspekt nicht außer Acht zu lassen. Ich könnte jetzt definitiv was anderes machen, aber dann gehe ich nur noch arbeiten, um meine Wohnung, Versicherungen, Auto und Sprit zu bezahlen. Und ein paar Kröten bleiben noch zum Essen übrig. Ja super, ist das der richtige Weg? Arbeiten, vielleicht mit ein bisschen mehr Spaß, aber chronisch Pleite?! Super. Ich habe zwar noch einen Nebenjob, aber in dem müsste ich dann zwangsläufig auch mehr arbeiten, damit ich wenigstens noch was sparen kann.

Ich weiß nicht, in welche Richtung ich soll. Mich überfällt nach kurzer Zeit immer eine Monotonie und Langeweile im Büro, dass ich das Gefühl habe, dass es im Prinzip gar nichts für mich gibt. Und ich kenne einige, die wirklich glücklich in ihrem Job sind... wieso nicht ich?!

Ich stehe vor der Arbeitslosigkeit, drehe mich im Kreis, habe keine Ahnung wie es weitergehen soll.. ja und am Ende wird mir erstmal nichts anderes übrig bleiben, als wieder ins Büro zu gehen, bis ich weiß, was ich will, was mich glücklich macht oder endlich der Lottogewinn kommt.
 
Hallo Catzi, noch jemand dessen Worte von mir stammen könnten 🙂

Die große Frage warum nicht ich bringt einen leider auch nicht weiter.

Früher hatte ich mir da gar keine so großen Gedanken gemacht, bis ich irgendwann gemerkt habe wie trostlos eigentlich das Berufsleben wörtlich genommen ist, und wieviel man im Endeffekt dafür tun muss um sich eine finanzielle Sicherheit zu schaffen, von der man aufgrund Dauerarbeit eigentlich gar nichts mehr hat.

Nur welche Alternativen gibt es? Auf den Lottogewinn kannst du vermutlich warten bis er sich für dich nicht mehr lohnen würde, aber zugegebenermaßen träume auch ich ab und zu davon. Es geht ja auch nicht darum dass ich zu faul zum arbeiten an sich wäre, aber ich sehe keinen Sinn darin immer höher und höher zu streben und mit jedem Schritt auf der Karriereleiter auch gleichzeitig ein Stück freie Lebenszeit einzubüßen. Abgesehen davon weißt du wirklich wie es in den Leuten aussieht die scheinbar so glücklich mit ihrem Job sind ? Die wenigsten sprechen darüber und noch wenige würden zugeben überfordert oder unzufrieden zu sein.

Ein bekannter meines Onkels war Nr.1 Verkäufer bei einer Firma, das hat ihn unheimlich Stolz gemacht, jeden Tag hunderte von Km mit dem Auto unterwegs, Termine hier, Termine da, 12-14 Stunden am Tag... die Kohle stimmte zwar, aber nun liegt er in einer Klinik und kann nicht mehr weil er völlig ausgebrannt ist.
 
Ja das Problem ist eigentlich allgegenwärtig.
Viele sind davon betroffen und wie ihr schon geschrieben habt: Reden kann/will/darf man in Deutschland irgendwie nicht.
Schön dass es doch dann ein Forum gibt wo man seinen Frust auslassen kann und darüber diskutieren kann.
Das gleiche Problem haben unter Anderem auch viele Schulabgänger die vor dem Berufseinstieg stehen. Was soll man nur machen?

Ich bin auch in einer solchen Situation und habe mich auf Beruf.me über verschiedene Berufe erkundigt und mein Fernstudiumsinteresse stark geweckt. Man kann also seinen "alten, trotzigen, unmotivierten" Beruf weiter führen und dann abends oder in freien Stunden weiterbilden und sich für den Traumjob qualifizieren.
 

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