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Eindrücke, Gefühle, Situationen sammeln. Nur warum?

  • Starter*in Starter*in Mr. Pinguin
  • Datum Start Datum Start
Ich kann ja gut verstehen, dass das Sammeln schöner Erlebnisse (also schöner Erinnerungen) schön ist. Aber der Sinn des Lebens besteht darin meines Erachtens nicht.

Dann bestünde der Sinn in schönen Rückerinnerungen. Kann der Sinn darin bestehen, sich mit der Vergangenheit zu befassen? Wohl kaum. Der Sinn des Lebens besteht auch nicht ausschließlich darin, glücklich zu sein (schöne Rückerinnerung).

Nein, der Sinn besteht nicht in dem Ausüben der Gedächtnisfunktion. Der Sinn besteht eher darin, sich mit der Gegenwart zu befassen und das zu tun, was man jetzt für erforderlich hält. Dazu gehört gelegentlich auch ein verantwortungsvoller Blick in die Zukunft. Die Vergangenheit kommt sekundär - nicht als Hauptsinn! - ins Spiel:

Ich kann jederzeit denken, dass ich im Hinblick auf mein vergangenes Verhalten gut gehandelt habe. War mein Verhalten nicht gut, so kann ich das als Mahnung erfahren.

Wirklich Sinn macht so eine Rückerinnung aber nur unter einer religiösen Perspektive. Meines Erachtens fragt sich fast jeder - und wenn auch nur unbewußt - ob er mit seinem Leben vor einer höheren Instanz bestehen könnte. Insofern sind Erlebnisse der Vergangenheit nicht nur reine Erinnerungen, sondern Zeugnisse eines moralisch guten oder schlechten Verhaltens. Man kann sich ihrer nicht nur erinnern, sondern sie sind relevant im Hinblick auf eine erhofftes oder befürchtetes Feedback eines göttlichen Wesens.

Insofern kann es nicht schlecht sein, wenn man sich am Ende eines jeden Tages darüber Rechenschaft ablegt, wie man im Angesicht eines möglichen Gottes gehandelt hat. Und wenn es einem gelungen ist, sich maximal moralisch bemüht zu haben, dann darf man sich zusätzlich die begründete Hoffnung machen, dass dies auch ein göttliches Wesen positiv zu beantworten weiß.
 
Wirklich Sinn macht so eine Rückerinnung aber nur unter einer religiösen Perspektive. Meines Erachtens fragt sich fast jeder - und wenn auch nur unbewußt - ob er mit seinem Leben vor einer höheren Instanz bestehen könnte. Insofern sind Erlebnisse der Vergangenheit nicht nur reine Erinnerungen, sondern Zeugnisse eines moralisch guten oder schlechten Verhaltens. Man kann sich ihrer nicht nur erinnern, sondern sie sind relevant im Hinblick auf eine erhofftes oder befürchtetes Feedback eines göttlichen Wesens.

Wir drehen uns im Kreis.
Ich frage mich nicht, ob mein Leben einer höheren Instanz gefällt. Ob ich moralisch gut oder schlecht bin, interessiert mich eher im Hier und Jetzt in Bezug zu meinen Mitmenschen. Wie geht es ihnen mit mir. Und wie geht es mir selbst. Erlebnisse kommen oder kommen nicht. Manche kann ich sozusagen hervorrufen, auf andere habe ich keinen Einfluss. Die meisten Menschen, denke ich, sammeln sie auf irgendeine Weise. Warum kauft man im Urlaub irgendwelchen Schwachsinn, obwohl man genau weiß, man braucht das nie? Es macht Spaß. Und auch Spaß braucht man im Leben. Erlebnisse sammeln im sinnvollen Sinn mache ich, um daraus zu lernen. Geistig weiter zu kommen. Einfach für mich und meine Weiterentwicklung.

Ich selbst kämpfe um jeden Tag, um jede Stunde, weiß oft nicht, woher ich die Kraft nehmen soll für weitere Stunden, würde dem Tod gern die Hand reichen. Aber nie gibt es für mich den Gedanken an Abrechnung mit einem höheren Wesen. Dafür aber die Frage, was habe ich heute erlebt, was hat mein Leben, mein Herz reicher gemacht. Wer oder was hat mich auch nur für einen Augenblick glücklich gemacht, wen konnte ich zum Lächeln bringen. Und manche Erinnerung schenkt mir ein Lächeln und gibt mir Hoffnung für ein Stück Zeit. Sammeln auch um Entwicklung sehen zu können, um weiter zu lernen. Meine Fotos zum Beispiel. Ich sammle sie, um zu sehen, war es gut, was muss ich noch lernen, um besser zu werden. Ich sammle aber auch Hexen. Wozu? Weil es Spaß macht, weil diese Hexen etwas in mir berühren und eben dem Ganzen eine Gestalt geben. Man SIEHT etwas, das man fühlt.

Auch Erinnerungen an andere Menschen... Man nimmt oder sieht den Gegenstand und Liebe bekommt Gestalt durch die Erinnerung. Auch Gegenstände sprechen das Herz an, öffnen für Gefühle.

LG kiablue

 
Also die Frage stellte sich mir im anderen Thread, der mittlerweile nicht mehr da ist.

Da hieß es von einer Userin, dass es kein Leben danach gibt und das die Schlussfolgerung daraus ist, dass man leben muss, so lange man kann, weil man am Ende es vielleicht bereuen wird, weil man es nicht getan hat.

Also, dieses Sammeln von diesen „Eindrücken, Gefühlen, Situationen“, warum soll man das machen, wenn es kein Leben danach gibt und man stirbt und dann ist alles weg? Warum soll man es bereuen, wenn man sein Leben nicht gelebt hat (nicht leben konnte), wenn dann sowieso alles vorbei ist?


Das ist doch so, um mal wieder einen Vergleich zu bringen, als sammle ich kostbare Erinnerungsstücke in einer Kiste, kippe Benzin darüber und zünde es an. Das macht doch -ü b e r h a u p t- keinen Sinn!

Gut, also wenn es kein Leben danach gibt, dann muss ich es zumindest auch nicht bedauern, wenn das gegenwärtige Leben ein Haufen Mist ist. Denn völlig gleich, man lebt ja sowieso nur als Wurmfutter.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto unklarer wird mir, wie man mit so einer Einstellung leben kann.

Wahrscheinlich weil das Leben so ausgefüllt ist, dass man keine Zeit zum Sinnieren hat. Könnte ich mir jetzt zumindest noch vorstellen.

Dein Grundproblem ist: du denkst zu viel und lebst zu wenig sonst würdest du diese unsinnige Frage nicht stellen.

Deine einsame Denkerei hat dein Denken in Schräglage gebracht, du denkst depressiv-nihilistisch.
Das könnte zur Dauersache werden oder aber du veränderst einiges in deinem Leben und kommst wieder in die Spur.

Der Sinn des Lebens besteht auf jeden Fall darin etwas Schönes zu erschaffen. Es gibt natürlich depressive Painbodyfetischisten die fixiert sind auf Schattenpunk, die negativen Seiten des Lebens..aus unterschiedlichen Gründen..meistens liegt es am Anhaften an unschönen Vorerinnerungen die jemand einseitig als die Welt und das Leben schlechthin definiert. Eine alte unüberwundene Angst wirft Schatten, aber auch nur solange wie man kein Licht in sein Leben läßt.

Es gibt da von Platon das Modell der Wachstafel...das das Gedächtnis wie eine Wachstafel ist in die Eindrücke eingedrückt werden. Diese Eindrücke sind überschreibbar mit anderen Eindrücken. Es ist nie falsch gute und schöne Eindrücke zu sammeln um sich im Leben wohl und aufgehoben zu fühlen. Schattenkrieger meiden natürlich das Licht und das Schöne.

Die Tendenz Negatives stärer zu erinnern als Positives steckt in uns allen, das ist evolutionär so bedingt und macht auch Sinn da es wichtig ist Gefahren stark genug zu erinnern. Angst ist als Warninstrument da. Wer genügend Mut zum Leben hat und sich frei genug im Leben bewegt wird nie Probleme damit haben zum Ausgleich viele postitive Erfahrungen zu sammeln damit man mit gelegentlichen Negativereignissen gut klar kommt.
Es gibt allerdings auch einige Menschen die halt noch unvernünftig sind, ängstlicher als andere, sich anstatt nach vorne zu gehen (trotz einiger Widrigkeiten des Lebens) versteckt halte und isolieren....und damit noch ängstlicher und depressiver werden, weil ein Leben im Schatten halt Schatten wirft.

Die Bemühung ein guter Mensch beginnt dort sich zunächst selbst ein guter Mensch zu sein. Einseitige Aufopferung für andere ist eher Helfersyndrom und schafft Abhängigkeiten und Schräglage. Darauf sollte man bei der Definition eines Gutmenschen achten.

Tyra


ceterum censeo: ein Hilfeforum ist kein Ort um Leben zu erleben, also in Maßen konsumieren! Im Internet wird die Welt größteteils auf einen zweidimensionalen Rahmen reduziert...recht flach, flatlinig + nicht sehr tiefgehend. Der Mensch ist ein Sinneswesen und ein Tag in freier Natur bringt viel mehr als Tage vor dem PC.
Das Leben am besten, tiefsten und intensivsten spüren kannst du in sinnvollem Tun und wenn du in Bewegung bleibst...körperlich und geistig.
 
Sorry, weils so gut ist:🙂

Dein Grundproblem ist: du denkst zu viel und lebst zu wenig sonst würdest du diese unsinnige Frage nicht stellen.

Deine einsame Denkerei hat dein Denken in Schräglage gebracht, du denkst depressiv-nihilistisch.
Das könnte zur Dauersache werden oder aber du veränderst einiges in deinem Leben und kommst wieder in die Spur.

Der Sinn des Lebens besteht auf jeden Fall darin etwas Schönes zu erschaffen. Es gibt natürlich depressive Painbodyfetischisten die fixiert sind auf Schattenpunk, die negativen Seiten des Lebens..aus unterschiedlichen Gründen..meistens liegt es am Anhaften an unschönen Vorerinnerungen die jemand einseitig als die Welt und das Leben schlechthin definiert. Eine alte unüberwundene Angst wirft Schatten, aber auch nur solange wie man kein Licht in sein Leben läßt.

Es gibt da von Platon das Modell der Wachstafel...das das Gedächtnis wie eine Wachstafel ist in die Eindrücke eingedrückt werden. Diese Eindrücke sind überschreibbar mit anderen Eindrücken. Es ist nie falsch gute und schöne Eindrücke zu sammeln um sich im Leben wohl und aufgehoben zu fühlen. Schattenkrieger meiden natürlich das Licht und das Schöne.

Die Tendenz Negatives stärer zu erinnern als Positives steckt in uns allen, das ist evolutionär so bedingt und macht auch Sinn da es wichtig ist Gefahren stark genug zu erinnern. Angst ist als Warninstrument da. Wer genügend Mut zum Leben hat und sich frei genug im Leben bewegt wird nie Probleme damit haben zum Ausgleich viele postitive Erfahrungen zu sammeln damit man mit gelegentlichen Negativereignissen gut klar kommt.
Es gibt allerdings auch einige Menschen die halt noch unvernünftig sind, ängstlicher als andere, sich anstatt nach vorne zu gehen (trotz einiger Widrigkeiten des Lebens) versteckt halte und isolieren....und damit noch ängstlicher und depressiver werden, weil ein Leben im Schatten halt Schatten wirft.

Die Bemühung ein guter Mensch beginnt dort sich zunächst selbst ein guter Mensch zu sein. Einseitige Aufopferung für andere ist eher Helfersyndrom und schafft Abhängigkeiten und Schräglage. Darauf sollte man bei der Definition eines Gutmenschen achten.

Tyra


ceterum censeo: ein Hilfeforum ist kein Ort um Leben zu erleben, also in Maßen konsumieren! Im Internet wird die Welt größteteils auf einen zweidimensionalen Rahmen reduziert...recht flach, flatlinig + nicht sehr tiefgehend. Der Mensch ist ein Sinneswesen und ein Tag in freier Natur bringt viel mehr als Tage vor dem PC.
Das Leben am besten, tiefsten und intensivsten spüren kannst du in sinnvollem Tun und wenn du in Bewegung bleibst...körperlich und geistig.
 
Hallo kiablue!

Ich frage mich nicht, ob mein Leben einer höheren Instanz gefällt. Ob ich moralisch gut oder schlecht bin, interessiert mich eher im Hier und Jetzt in Bezug zu meinen Mitmenschen.
...
nie gibt es für mich den Gedanken an Abrechnung mit einem höheren Wesen. Dafür aber die Frage, was habe ich heute erlebt, was hat mein Leben, mein Herz reicher gemacht.
Es geht bei einem Vernunftgläubigen nicht darum, sich einem göttlichen Wesen fremdbestimmt zu unterwerfen. Zuerst kommt die Moral, die autonom und selbstbestimmt aus Achtung für sich selbst und nicht aufgrund irgendeiner anderen Autorität ausgeübt wird. Man tut das Gute um des Guten willen.

Und dann kann (und sollte) in einem zweiten Schritt die Hoffnung hinzutreten, dass ein göttliches Wesen diesem freien, selbstbestimmten menschlichen guten Handeln zustimmen würde. Auf diese Weise tritt zur Moral die Religion. Gott will keine Arschkriecher, die aus Angst vor ihm handeln, sondern Menschen, die das Gute um des Guten willen tun.

Ergänzung: Nicht kommt die Moral von der Religion, sondern die Religion von der Moral. Dieser Punkt wird oft missverstanden.

Ergo scheinen wir zumindest darin übereinzustimmen, dass die Moral an erster Stelle steht.
 


Wir drehen uns im Kreis.
Ich frage mich nicht, ob mein Leben einer höheren Instanz gefällt. Ob ich moralisch gut oder schlecht bin, interessiert mich eher im Hier und Jetzt in Bezug zu meinen Mitmenschen. Wie geht es ihnen mit mir. Und wie geht es mir selbst. Erlebnisse kommen oder kommen nicht. Manche kann ich sozusagen hervorrufen, auf andere habe ich keinen Einfluss. Die meisten Menschen, denke ich, sammeln sie auf irgendeine Weise. Warum kauft man im Urlaub irgendwelchen Schwachsinn, obwohl man genau weiß, man braucht das nie? Es macht Spaß. Und auch Spaß braucht man im Leben. Erlebnisse sammeln im sinnvollen Sinn mache ich, um daraus zu lernen. Geistig weiter zu kommen. Einfach für mich und meine Weiterentwicklung.

Ich selbst kämpfe um jeden Tag, um jede Stunde, weiß oft nicht, woher ich die Kraft nehmen soll für weitere Stunden, würde dem Tod gern die Hand reichen. Aber nie gibt es für mich den Gedanken an Abrechnung mit einem höheren Wesen. Dafür aber die Frage, was habe ich heute erlebt, was hat mein Leben, mein Herz reicher gemacht. Wer oder was hat mich auch nur für einen Augenblick glücklich gemacht, wen konnte ich zum Lächeln bringen. Und manche Erinnerung schenkt mir ein Lächeln und gibt mir Hoffnung für ein Stück Zeit. Sammeln auch um Entwicklung sehen zu können, um weiter zu lernen. Meine Fotos zum Beispiel. Ich sammle sie, um zu sehen, war es gut, was muss ich noch lernen, um besser zu werden. Ich sammle aber auch Hexen. Wozu? Weil es Spaß macht, weil diese Hexen etwas in mir berühren und eben dem Ganzen eine Gestalt geben. Man SIEHT etwas, das man fühlt.

Auch Erinnerungen an andere Menschen... Man nimmt oder sieht den Gegenstand und Liebe bekommt Gestalt durch die Erinnerung. Auch Gegenstände sprechen das Herz an, öffnen für Gefühle.

LG kiablue


manchmal ist das Leben Kampf und manchmal ist es Tanz.
Achte darauf dass du nicht verkrampft und blockiert nur kämpfst dort und dann wo und wenn es an sich nichts zu kämpfen gibt. Achte auf die Tanzmomente und das diese stets in deinem Leben die meisten Momente ausmachen.

Was Materielles und Dinge angeht: sie sind Erinnerungsmarker.

Das du Hexen sammelst ist Zeichen deiner inneren Sehnsucht mehr Macht im Leben zu entfalten, damit dir vieles müheloser gelingt. Werde die Hexe, dann brauchst du sie nicht mehr sammeln. Die Hexen die du sammelst erinnern dich täglich daran, dass in dir schlummernde Grundeigenschaften auf die Chance warten sich entfalten zu können.

Was macht eine sogenannte Hexe aus? Sie kann zaubern...Magie ausüben, Macht ausüben...nichts was du nicht auch könntest....im Rahmen der allgemeinen physikalischen Gegebenheiten versteht sich. Hexen haben altes Wissen, das kannst du dir ebenfalls aneignen indem du dich intellektuell weiterbildest und Wissen vernetzt.
Kräuterkunde ist Basiswissen, damit weisst du welches Kraut gegen Trübsal und Kraftlosigkeit wirkt.
Hexen zeigen ebenfalls Ambivalenz..es gibt Schwarzmagierinnen und Weisse Hexen je nachdem wofür und wie Wissen eingesetzt wird.

Sammle Wissen und wende es an. Günstigerweise auf gute Art und Weise. In der Anwendung lernst du weiter dazu. Das ist der Sinn des Lebens. Und die Moral von der GEschicht: denkst du nur und zu viel über Leben nach, lebst du nicht. Lebst du dein Leben, kriegt dein Leben ein Gesicht. Eins das sieht und sieht das alles gut ist und Lasten und Belastungen oft in erster Linie Kopfsache sind. Die Leichtigkeit und Leichtfüßigkeit beginnt im Kopf und setzt sich ins Leben fort...nicht umgekehrt.
= alte Hexenweisheit

Und noch was: sammle nie mehr als du tragen und/oder ertragen kannst. Das richtige Maß ist auch wichtig, sonst werden Sammlungen manchmal erdrückend.
Rein aus Spass sammelt niemand etwas...es steckt oft mehr dahinter, auch etwas Symbolisches mit Hinweischarakter.

Gegenstände sind auf gewisse Weise starr und statisch...geronnene Zeit, geronnene Form...wenig flüssig, ihnen fehlt es an Dynamik. Die Sehnsucht nach Dauerhaftigkeit drückt sich in Sammelleidenschaft für DINGE aus.
Platon würde sagen dass Dinge das Abbild einer göttlichen Idee sind, eine mimesis und damit bereits ein stückweit weg sind von der Uridee die formlos ist und im Fluß.
Die tiefste Erinnerung für mich ist die an die Zeit vor der Zeit wo NICHTS war....weder Form noch Laut noch Farbe sondern nur schwebendes Sein.

Was dein Herz berührt ist eher die an einen Gegenstand gebundene Erinnerung....und auch die kannst du eines Tages ohne den jeweiligen Gegenstand in dir tragen sofern du lernst ein stückweit loszulassen von der Dingwelt. Tust du es beginnst du zu schweben (im übertragenen Sinn)...alles wird leichter auf gewisse Weise.

Tyra

ich habe zu Hause eine kleine Sammlung an Flußsteinen....fühlen sich gut an in der Hand, erinnern an Vergänglichkeit und Urtümlichkeit, Zeitenfluss, Stein der Weisen...und einige persönliche schöne Erinnerungen...

Mit Dingen aus einem Urlaub nimmt man ein Stück Urlaub mit in den Alltag. Das braucht man an sich nicht wenn man die Unterscheidung Urlaub/Alltag nicht zu stark macht.
 
Hallo kiablue!


Es geht bei einem Vernunftgläubigen nicht darum, sich einem göttlichen Wesen fremdbestimmt zu unterwerfen. Zuerst kommt die Moral, die autonom und selbstbestimmt aus Achtung für sich selbst und nicht aufgrund irgendeiner anderen Autorität ausgeübt wird. Man tut das Gute um des Guten willen.

Und dann kann (und sollte) in einem zweiten Schritt die Hoffnung hinzutreten, dass ein göttliches Wesen diesem freien, selbstbestimmten menschlichen guten Handeln zustimmen würde. Auf diese Weise tritt zur Moral die Religion. Gott will keine Arschkriecher, die aus Angst vor ihm handeln, sondern Menschen, die das Gute um des Guten willen tun.

Ergänzung: Nicht kommt die Moral von der Religion, sondern die Religion von der Moral. Dieser Punkt wird oft missverstanden.

Ergo scheinen wir zumindest darin übereinzustimmen, dass die Moral an erster Stelle steht.

streich den Hoffnungsteil....ist aus meiner Sicht an sich überflüssig wie ein Hündchen auf Zustimmung von oben (vom Herrchen) zu lechzen.
es gibt kein oben und unten...Gott ist man sich selbst auf Erden und allen ein Wohlgefallen indem man ohne Ansinnen Richtung religiöser Taktik einfach tut was gut ist.

Mit der Hoffnung auf Belohnung durch Gott wird übrigens ad absurdum geführt das Gute allein um des Guten willens zu tun...also entweder-oder!

Du kannst natürlich sagen: ich tue das Gute sowohl um des Guten willen als auch der privaten Hoffnung heraus von Gott dafür anerkannt oder belohnt zu werden.
Ich mag es lieber schlicht und mir reicht der erste Teil, als innere Instanz sehe ich das Göttliche im Menschen. Gott sehe ich nicht als Papafigur die von oben herab Handeln bewertet.
Ich denke Intuition ist so etwas wie die Instanz die innerlich zustimmt wenn man etwas gut macht oder sich innerlich sträubt wenn man etwas tut was nicht so gut ist.
 
streich den Hoffnungsteil....ist aus meiner Sicht an sich überflüssig wie ein Hündchen auf Zustimmung von oben (vom Herrchen) zu lechzen.
Die Hoffnung in dem von mir beschriebenen Sinne hat nichts leidendes an sich. Sie ist eher als frohe Hoffnung, als möglicher Bonus zu verstehen.

es gibt kein oben und unten...Gott ist man sich selbst auf Erden und allen ein Wohlgefallen indem man ohne Ansinnen Richtung religiöser Taktik einfach tut was gut ist.
Wie kann ich von mir als Gott sprechen angesichts meiner Unvollkommenheit und Bedürftigkeit? Im Hinblick auf eine angeblich "religiöse Taktik" verweise ich auf meine Aussagen zur Autonomie und dem Primat der Moral. Ansonsten weiß, dass Sie vom Buddhismus inspiriert sind.

Mit der Hoffnung auf Belohnung durch Gott wird übrigens ad absurdum geführt das Gute allein um des Guten willens zu tun...also entweder-oder!
Ich seher hierin keinen Widerspruch. Sogar im normalen Leben ist es möglich, gute Arbeit zu leisten und "dennoch" zusätzlich darauf zu hoffen, dass es dem Chef gefällt.

als innere Instanz sehe ich das Göttliche im Menschen. Gott sehe ich nicht als Papafigur die von oben herab Handeln bewertet.
Vielleicht lokalisieren sie Gott einfach in sich selbst.
 
Was ist eigentlich Gott für Sie ?
Das habe ich bei Ihnen irgendwie noch nie verstanden.
Hallo, Dr. Huh!

Vielleicht ist es klüger, wenn ich mich darauf beschränke, was Gott für den Menschen bedeutet.

Ich hoffe auf ein göttliches gerechtes Wesen, dass den Menschen nach seiner moralischen Qualität (hat sich Manuel+ bemüht oder nicht?) beurteilt und ihm ein Feedback gibt. Das heißt, dass ich zB hoffe, dass Sadisten eine Art von Strafe erfahren und dass bemühte Menschen etwas entsprechend positives mit Hilfe dieses Wesens erfahren etc.

Dies kann ich nur von einem Wesen erwarten, dass allwissend und allmächtig ist. Und aufgrund der Allmächtigkeit kann es nur einen einzigen Gott geben, weil man sich Allmächtigkeit schlecht teilen kann.

Mehr braucht man eigentlich nicht von Gott zu wissen.

Vielleicht noch dies: damit ist nichts darüber gesagt, dass es ihn auch wirklich gibt. Aber wenn es ihn gibt, dann verstehe ich ihn in dieser Richtung.

Es stellt sich also nicht die unbeantwortbare und fruchtlose Frage, ob es ihn gibt, sondern die Frage, ob es sinnvoll und vernünftig ist, an so einen Gott zu glauben (oder lieber: auf ihn zu hoffen) oder nicht.
 

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