Die meisten Beiträge gehen in die Richtung, daß Alleinstehende sich nach Paaren und Eltern richten müssen. Die dürfen erzählen und angeben und sich was auf ihre Familien, Hochzeiten und Schwangerschaften einbilden, soviel sie wollen. Sie brauchen auf niemanden Rücksicht zu nehmen. Sie können allen ihre Kinderthemen aufdrängen und dürfen einem Single ohne schlechtes Gewissen das Gefühl geben, dass er sowieso nichts Interessantes erlebt und erzählen kann. Wieso eigentlich? Sind Paare und Eltern was Besseres?
Sie sind nichts besseres. Nur wenn ich mit Freunden weggehe und die sind verheiratet / liiert und haben nunmal Kinder dann ist es doch völlig normal, dass sie aus ihrem Leben erzählen und da gehören nunmal Partner und Kinder dazu.
Es ist ja nicht so , dass das das einzige Thema ist, über das man redet, aber es ist eben auch ein Thema, ganz einfach weil es eben zu deren Leben dazugehört.
Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern damit aus deren Leben zu erzählen, so wie ich aus meinem erzähle.
Und dann lese ich hier ständig vom "Glück", das der böse Single den lieben Paaren nicht gönnt. Ja, welche Beziehung ist denn so glücklich? Wird nicht fast jede zweite Ehe geschieden? Gibt es keine Kinder, die ihren Eltern Sorgen und Ärger machen? Das ist doch alles nur Fassade. Als ob es nichts anderes im Leben gäbe!
Es gibt Kinder und Partner, die zuweilen Sorgen bereiten und auch darüber redet man mit Freunden, einfach , weil auch das zum Leben gehört, ebenso wie über die schönen Momente.
Und wenn ich mit denen nicht über ihr Leben reden kann oder die mit mir , dann wird es ein Smalltalk übers Wetter, den die Welt nicht braucht.
Und es geht nicht darum , ob ein Single den Paaren das Glück nicht gönnt, sondern darum, ob er einfach auch aktzeptieren kann, was die anderen so bewegt und das sind halt auch diese Themen zuweilen.
Nochmal es ist nicht das einzige Gesprächsthema aber eben, aus der Lebensituation heraus, auch ein Thema.