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Das "Leben" nach dem Tod - Was ich nicht verstehe!

  • Starter*in Starter*in Matschgesicht
  • Datum Start Datum Start
Ach Matschgesicht, dann sag doch mal ehrlich was Du denkst.
Nimmst Du an, daß die Chance das es ein "Leben danach" gibt - genau wie kein Leben danach - 50 : 50 ist?
 
Ich vermag nicht beiden Optionen eine Prozentzahl zuzuteilen.
Nach dem was wir wissen scheint ein Bewusstsein ohne Gehirn nicht gleich wahrscheinlich, wie die Theorie dass unser Gehirn Bewusstein erschafft. Aber einfach so 50:50...das kann ich nicht sagen, selbst wenn ich Wissenschaftler in dem Gebiet wäre würde ich das nicht in Prozentzahlen ausdrücken können.

Peter Russell: Does Our Brain Really Create Consciousness?

fasst es finde ich auch nochmal ganz gut zusammen. Etwas zu sehr in Richtung "Wir könnten ja alle falsch liegen", aber naja...

Das ist übrigens nicht mein Versuch jetzt wissenschaftliche Artikeln hier zu präsentieren, ich fand nur die Meinung in dem Artikel ganz passend.
 
Achso was ich ehrlich denke:

Ich denke die Wissenschaft sollte sich selbst niemals einengen und ich habe bei diesem Thema (wahrscheinlich auch bei vielen anderen, wenn nicht gar bei allen) das Gefühl, dass außergewöhnliche Theorien zu schnell als "Quark" abgestempelt werden. Das heißt nicht, man sollte sein bisheriges Weltbild und alle gesammelten Beweise über den Haufen werfen, aber eben die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es auch anders sein kann. Aber das ist ein grundlegendes Problem von Menschen: Der Mehrheit folgen ist einfacher und Fehler eingestehen undenkbar...naja es funktioniert halt auch gut 😀 Hin und wieder kommt dann aber jemand mit seinem "Open mind" und wird als "bekloppter Irrer " abgestempelt...Jahrzehnte später kommt die Mehrheit dann auf die Idee "Hm, es könnte ja sein dass er zum Teil Recht hatte"
 
Und was hat sich Jahrzehnte in Bezug auf Götter oder "Leben danach" geändert. Gibt es heute Erkenntnisse die daraufhindeuten das es beides gibt? Oder ist die Entwicklung nicht gerade andersrum?

Freilich richtig ist Deine Annahme, das viele Theorien schnell al Quark abgestempelt werden.
Obwohl die Teekanne in der Umlaufbahn mit genau gleich vielen "Beweisen" wie ein Gott belastet ist - wird so ziemlich jeder Gläubige dies als Quark abtun.
 
Richtig, genau da wo sich Anhaltspunkte bieten ( die Wissenschaft kann niemanden persönliche Erlebnisse wie Tunnellicht o.ä. widerlegen ) nämlich z.B. das was man unter dem Überbegriff "weinende Madonnen" versteht, widerlegt die Wissenschaft alle Betrügereien.
 
Die Wissenschaft engt sich niemals ein, im Gegenteil, sonst wäre es keine Wissenschaft.

Erläutern bitte?

Weil, so wie es da steht stimme ich dem nicht zu. Natürlich engt sie sich selbst ein und entfaltet nicht ihr volles Potenzial, wenn Erkenntnisse von Minderheiten nicht genügen anerkannt und als "Blödsinn" abgestempelt werden. Das machen Menschen so.

Und was hat sich Jahrzehnte in Bezug auf Götter oder "Leben danach" geändert. Gibt es heute Erkenntnisse die daraufhindeuten das es beides gibt?

Leben nach dem Tod und Gott haben immernoch NICHTS miteinander zu tun. Das scheinen einige nicht zu verstehen. Ja und Erkenntnisse die darauf hindeuten gibt es. Beispielsweise die Erkenntnis dass unser Bewusstsein evtl gar nicht mal ansatzweise so funktioniert wie wir bisher >glaubten<. Das es (noch?!) keine Beweise dafür oder dagegen gibt ist klar, sonst müssten wir nicht darüber diskutieren
 
okay... klingt so, als ginge man, im übertragenem Sinn, zur Markenwerkstatt, um ein Update für das Kernbewußtsein (das Gefühl von sich selbst) zu erhalten.

Das klingt zwar sehr technisch, macht mir aber deutlicher worum es geht. Der Glaube an Gott kommt ja vom Herzen. Bestenfalls natürlich.
Herzenssachen sind für einen Außenstehenden oft genug sehr unverständlich. Die Kraft der Liebe (zu Gott) versetzt Berge... usw.

Wenn nur unser Kern über den Tod hinaus erhalten bleibt, man auch fest davon überzeugt ist, dann ist für mich nur natürlich, dass man schon zu Lebzeiten für den bestmöglichen Erhalt desselben und der Erweiterung (das Wissen über das eigene Wissen und Nichtwissen) sorgt. (Thema Metakognition) (Mit dem Gewisssen reinigen, tu ich mich etwas schwer, da ich nicht nachvollziehen kann und will, wie man schwere Straftaten einfach via Beichtstuhl und Rosenkranz als erledigt ablegen kann. Das Beichtgeheimnis schützt hier den Falschen.)

Der Wermutstropfen für mich ist die Tatsache, dass es 2 Testamente gibt. Es gab also ein Update. Was für mich bedeutet, dass man aus dem Alten gelernt hat. So ist es doch im Leben auch.

Nun kann man mich für meine Sichtweisen zum Teufel schicken oder eben nicht. Aber!
Den Satanismus haben wir auch noch. Was zeigt, dass ein Atheist zwischen beiden Gruppen steht. Folglich müssen manche Gläubige oder Satanisten die Atheisten missionieren bevor die Konkurrenz kommt und sie holt. Am Ende weiß niemand was nach dem Tod kommt. Sich vorsorglich drum streiten, dass geht bestens. Dabei ist jedes Mittel gut genug. Selbst der Tod. Tja.... den Letzten beisen die Hunde.

Wenn wir wüßten was nach dem Tod kommt, was würde wohl passieren? Doch nur eins, der Vorteil wird gesucht und ausgenutzt. Warum sollte sich das nach dem Tode ändern, wenn nach dem Tot vor dem Tot wäre?


Hallo Abendtau,

Du kannst echt auf witzige Gedanken kommen (nicht negativ gemeint)...
..aber mit dem Beichten ist es eher so (ebenso computertechnisch erklärt):

Das, solltest Du dir einen Virus (Synonym für die Sünde) eingefangen haben, Du zwar, je nach dem wie schwerwiegend dieser ist, locker weiter leben kannst, aber im Laufe der Zeit ist Dein System so versaut, das es nicht mehr sinnvoll funktionieren kann und niemand es gebrauchen kann, es sei denn um chaotische Dinge damit zu tun (unregelmaßige Lichtschows, völliges Durcheinanderbringen von Inhalten, etc.). Deshalb geht man beichten, um den Folgenstop des Virus zu erreichen (in Quarantäne verschieben). Die Sünde hat sich nicht geändert, nur sie wirkt estmal nicht mehr weiter in Dir).

Im Glauben sich taufen lassen, heißt alle seine bisherigen Sünden verlieren, denn der alte Mensch stirbt mit Jesus am Kreuz.

"Sterben eines Menschen meint nur das verlassen des Körpers"

"Jesus war Gott und Mensch in einem, Licht von Licht, Gott von Gott und dennoch ein Menschensohn wie alle anderen auch, er war von schöner, semitischer Gestalt, es gibt sogar ein "Foto" von Ihm (Das turiner Grabtuch)"

Das Taufen habe ich mit 25 Jahren "erledigt" und dachte: ich werde so viel wie möglich von mir festhalten, so wie es nur irgendwie geht, dann aber wurde ich gänzlich anders, jetzt bin ich froh darüber, denn ich fühle mich echter denn je zuvor, allerdings tun dann die Dinge auch mehr weh, wenn man Sie versteht...
...stellt euch vor die Tiere wüssten was mit ihnen geschieht, wie sehr würden Sie leiden.
 
Das ist doch das Eigentliche, warum es geht bei der Frage "Leben nach dem Tod". Aus der Beantwortung dessen ein Wertebild für Menschen zu entwerfen. Also richtet man sich nach einer nicht bewiesenen Annahme und nicht nach einer erlebten Realität. Hart von Menschen erkämpfte Werte wären schon vorhanden, aber ein Beharren auf "Fiktionen" trüben/verwässern diese Werte auch wieder und führen zu obiger Aussage. Liebe ist nicht von einer Fiktion abhängig, sondern von Dir. Das andere Extrem ist dann ein Wertebild zu entwerfen, was den Menschen nur noch als biologischen Rohstoff betrachtet.

Hallo Klaas,

meinen Satz, welchen man bei Deinem Text sieht. "Ohne Liebe ist bitter:..." ist keine Fiktion, sondern ein Fakt, auch wenn wir damit unsere Vorstellung von dem (von mir aus eben jetzt: fiktiven) Nachtod erklären.

Denn: verschiebe ich meine Fakten in eine fiktive Umgebung (Fiktion), so bestehen sie immernoch gleich, nur eben fiktiv, das ändert aber ihren inhaltlichen Zusammenhang nicht.

Das woraus sie bestehen.
 
Ja und Erkenntnisse die darauf hindeuten gibt es. Beispielsweise die Erkenntnis dass unser Bewusstsein evtl gar nicht mal ansatzweise so funktioniert wie wir bisher >glaubten<. Das es (noch?!) keine Beweise dafür oder dagegen gibt ist klar, sonst müssten wir nicht darüber diskutieren
Du scheinst dir zu gefallen in deiner Rolle als Agnostiker gegenüber allem.
Weißt du, was passiert...
... wenn der Präfrontalcortex läsioniert wird? Man verliert seine Impulskontrolle.
... wenn der Occipitallappen läsioniert wird? Bestimmte Bereiche des Sehens werden beeinträchtigt.
... wenn der Hippocampus geschädigt wird? Man verliert die Fähigkeit, Neues im Gedächtnis abzuspeichern. Jemand, der keinen funktionstüchtigen Hippocampus hat, bleibt also immer auf der Bewusstseinststufe stehen, die er bis zur Läsionierung entwickelt hat.
... wenn bestimmte bereiche im Hirn, die mit dem Riechsinn zusammenhängen (vielleicht die Insula, ich bin mir gerade nicht mehr sicher) stimuliert werden? Man hat das Gefühl, etwas zu riechen, was garnicht existiert.
... wenn das Netzwerk zwischen Frontalcortex, Thalamus und Striatum überaktiv ist? Man entwickelt zwanghafte Vorstellungen, mit denen man sich den ganzen Tag lang beschäftigen muss oder man wird dazu gezwungen, ständig die selben Dinge zu tun.
... die HPA-Achse gestört ist? Man reagiert empfindlicher auf Stress.

Und das beste daran ist, dass man das alles beobachten kann. Nun, wie rechtfertigst du deinen Agnostizismus?
 

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