Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Evangelikale stellen Indianer als Monster dar

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich kann weiterhin nicht verstehen, dass Menschen, die in einer Gruppe leben, von selbst drauf kommen müssen, dass es falsch ist, was sie tun. Auf welche Erfahrung stützt sich das? Die Geschichte der Welt zeigt im Grunde das genaue Gegenteil.
 
Ich kann weiterhin nicht verstehen, dass Menschen, die in einer Gruppe leben, von selbst drauf kommen müssen, dass es falsch ist, was sie tun. Auf welche Erfahrung stützt sich das? Die Geschichte der Welt zeigt im Grunde das genaue Gegenteil.

Wie sind wir Europäer von der Hexenverbrennung losgekommen?

Wie sind wir Europäer von den Kreuzzügen losgekommen?

Wie sind wir von Geozentrischen Weltbild losgekommen?

Wie sind die Amis von der Sklavenhaltung weggekommen?

... Ich könnte noch mehr solche Fragen stellen...
Ich denke diese Fragen zeigen, dass es eben in der Vergangenheit anders lief.

Oder auf was stützt du deine Aussage?

*Edit*

Wie schon gesagt wurde, man kann nicht einfach dort hin gehen und sagen so wie ihr lebt ist schlecht lebt so wie wir. Die machen das warscheinlich schon seid Jahrzehnten oder Jahrhunderten so. So ein gesellschaftlicher Wechsel kann nicht einfach so vorgenommen werden und vor allem nicht aufgezwungen werden.

Ich finde man kann schon zeigen, dass es auch anders geht. Vllt. einem kleinen Teil mal zeigen, wie die Welt sonst aussieht. Aber sicher nicht vorschreiben, dass sie das so nicht mehr tun dürfen.

Ausserdem zeigt die Vergangen heit sehr gut, dass der Mensch eben Angst vor dem hat, was nicht unserem Weltbild entspricht (Erde ist nicht Mittelpunkt des Universums). Warum wohl hat die Kirche diese Leute die das behaupteten verfolgt? Sie hatten angst.
Wenn wir nun den Leuten alles im Leben umkrempeln wollen werden sie auch nur Angst haben. Und sie werden dann vllt. aus Angst vor "der Strafe der Götter" gleich noch mehr Menschen Opfern (Nur als Beispiel kann auch was anderes sein).

*/Edit*

Gruss

Kust'r
 
Zuletzt bearbeitet:
ich frage mich was der Threadersteller bezwecken wollte:

eine schweizer Zeitung (BILD Niveau?) berichtet über das Treiben australischer Missionare in Brasilien, ganz gleich ob diese Indianer nun menschenfressende Barbaren oder "edle Wilde" sind, das alles betrifft niemanden hier im Forum unmittelbar - wozu also der Thread?

Mir drängt sich der Eindruck auf, als ob hier gegen Evangelikale im speziellen und gegen Christen im allgemeinen polemesiert werden soll - wozu das?
 
Wie sind wir Europäer von der Hexenverbrennung losgekommen?

Wie sind wir Europäer von den Kreuzzügen losgekommen?

Wie sind wir von Geozentrischen Weltbild losgekommen?

Wie sind die Amis von der Sklavenhaltung weggekommen?

... Ich könnte noch mehr solche Fragen stellen...
Ich denke diese Fragen zeigen, dass es eben in der Vergangenheit anders lief.

Oder auf was stützt du deine Aussage?

Lief es nicht, du hast bloß ein sehr unvollständiges Geschichtswissen.

Die Idee des Endes der Sklaverei kam z.B. hauptsächlich von französischen Eliten, den Verbündeten der USA gegenüber Britannien. Die hat dann langsam aber sicher auch unter amerikanischen Eliten an Unterstützung gefunden.

Der Kern ist, dass neue Ideen und Gedanken nie aus dem Inneren kommen, sondern durch Austausch. Austausch mit anderen Menschen, Gruppen, Religionen usw. Deshalb ist es wichtig, dass wir keine Menschen in Isolation leben zu lassen.

Es gibt universelle Menschenrechte. Ein Mensch an sich hat einen Wert, egal aus welcher Kultur, Ethnie, Nation usw. stammt.
 
Es gibt universelle Menschenrechte. Ein Mensch an sich hat einen Wert, egal aus welcher Kultur, Ethnie, Nation usw. stammt.

Universelle Menschenrechte gibts so wenig wie eine göttliche Moral.

Was du predigst, bedeutet anderen Menschen zu erzählen das ihre Weltsicht die Falsche ist. Das führt aber nur zu Konflikten. Das was du für richtig hältst, kann für andere falsch sein. Aufzwingen kannst du es niemandem ohne dabei Menschenrechte einzubüßen.
 
Christen lügen meiner Meinung nach genau wie alle anderen Menschen auch

Du hast es nicht verstanden, was Lena sagen will. Menschen, die lügen, sind keine Christen.

Die Erde ist nicht 6000 Jahre alt (was hier auch nicht das Thema ist)

Das ist keine Lüge sondern eine Annahme, eine Weltsicht.




Ich kann weiterhin nicht verstehen, dass Menschen, die in einer Gruppe leben, von selbst drauf kommen müssen, dass es falsch ist, was sie tun. Auf welche Erfahrung stützt sich das? Die Geschichte der Welt zeigt im Grunde das genaue Gegenteil.

Dass es falsch ist, was der brasilianische Indianerstamm tut, beurteilst du auf Grundlage dessen, was du gelernt hast. Man kann aber nicht dort hingehen und denen das so sagen. In ihrem Umkreis, in ihrer Welt, ist das moralisch vertretbar, was sie tun. Es hat seine Berechtigung. Sonst würden sie es nicht tun.

Ich möchte jetzt nicht über den Artikel urteilen, dazu weiß ich zu wenig über den Film, kann also nicht sagen, ob das nun so ist, dass dieser brasiliansiche Stamm behinderte Kinder aussetzt, aber sicher gibt es dies bei indignen Stämmen. Manuel sprach das Problem mit den Albinos in Afrika an.

Das Thema, inwieweit man sich einmischen darf, finde ich schon sehr interessant. Ich beschäftige mich mit Schamanismus und kann mich ein klein wenig in die Welt eines südamerikanischen Indianerstamms eindenken.

Zunächst mal müsste man die Frage klären, um welche Art der Behinderung es sich gehandelt hat. Vielleicht war dieses Kind ja auch einfach zum Sterben verurteilt und für einige Indianerstämme ist es normal, zum Sterben in den Urwald zu gehen.

Wir müssen auch bedenken, dass das Überleben für diese Menschen nicht einfach ist und möglicherweise überfordert es einfach die Gruppe, einen Behinderten durchzuschleppen. Vielleicht geht es da um Ressourcen und der Stamm hatte keine andere Wahl.

Die Indianer gehen auch anders mit dem Tod um als wir. Für sie geht dieses Kind zurück in die Einheit, aus der wir alle kommen. Da ist das Verhältnis zum Tod ganz anders.

Ich möchte an der Stelle auch darauf hinweisen, dass es noch nicht so lange her ist, dass man in Deutschland unwertes Leben getötet hat. Wir sollten uns da also nicht zu sehr über diese Menschen stellen.




Die machen das warscheinlich schon seid Jahrzehnten oder Jahrhunderten so.

Tatsächlich machen sie das bereits seit Jahrtausenden so.


Ausserdem zeigt die Vergangen heit sehr gut, dass der Mensch eben Angst vor dem hat, was nicht unserem Weltbild entspricht (Erde ist nicht Mittelpunkt des Universums). Warum wohl hat die Kirche diese Leute die das behaupteten verfolgt? Sie hatten angst.

Da ging es eigentlich mehr um einen Herrschaftsanspruch und um Machtdenken. Hätte die katholische Kirche zugegeben, dass ihr Bild falsch ist, hätten sie damit ihre Unfehlbarkeit in Frage gestellt. Und das haben sie nur sehr ungern aufgegeben.


Wenn wir nun den Leuten alles im Leben umkrempeln wollen werden sie auch nur Angst haben. Und sie werden dann vllt. aus Angst vor "der Strafe der Götter" gleich noch mehr Menschen Opfern (Nur als Beispiel kann auch was anderes sein).

Die meisten südamerikansichen Indianerstämme hatten bereits Kontakt mit der westlichen Kultur und Menschenopfer gibt es dort heute nicht mehr. Sicher, man kann nicht ausschließen, dass irgendwo im dichten Busch noch ein paar sitzen, die völlig abgeschottet sind, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch.

Heute ist es eher so, dass man neu entdeckte Stämme so gut wie möglich in Ruhe lässt und eher eine Bannmeile um das Gebiet zieht. Gerade die brasilianische Regierung legt heute Wert darauf, dass abgeschottete Stämme keinen bis nur sehr geringen Kontakt zu unserer westlichen Kultur haben.


Vielleicht werden dort behinderte Säuglinge tatsächlich in den Wäldern ausgesetzt und dem Tod überlassen. Auf der anderen Seite sollten wir uns mal überlegen, dass in unserer Gesellschaft keineswegs alles wunderbar ist und bei uns alles von einem moralischen Standpunkt aus entschieden wird.

In diesem Forum kommen so viele Menschen zusammen, die auf die ein oder andere Weise verletzt worden sind, Frauen und Männer, die als Babys schon sexuell missbraucht worden sind. Oder eben auch Menschen, die in unserer Leistungsgesellschaft kaputt gehen. DAS geht uns in der Tat alle was an und da dürfen wir uns alle echauffieren und da dürfen wir alles daran setzen, dass wir das ändern.

Wenn wir das geschafft haben, können wir ja auf die Indianer im Regenwald zurückkommen. Und wenn wir dabei sind, uns mit denen zu beschäftigen, vielleicht gelingt es uns dann ja, lange genug still zu sein, um viel von diesen Menschen zu lernen. Es gibt da Stämme, die haben ein tolles soziales System. Da können wir uns eine dicke Scheibe von abschneiden. Und dann könnten wir vielleicht ja voneinander lernen.


Tuesday
 
ich frage mich was der Threadersteller bezwecken wollte:

eine schweizer Zeitung (BILD Niveau?) berichtet über das Treiben australischer Missionare in Brasilien, ganz gleich ob diese Indianer nun menschenfressende Barbaren oder "edle Wilde" sind, das alles betrifft niemanden hier im Forum unmittelbar - wozu also der Thread?

Mir drängt sich der Eindruck auf, als ob hier gegen Evangelikale im speziellen und gegen Christen im allgemeinen polemesiert werden soll - wozu das?

Der Artikel und das Video, auf das er rekurriert, haben mich erhitzt und ich hielt eine Diskussion darüber für angemessen. Dabei war mein Gedanke jedoch nicht, gegen Christen zu polemisieren.

Überhaupt denke ich, dass es sich bei einer vermeintlichen Kritik an Evangelikale in diesem Kontext mitnichten um Kritik an "Christen" handelt, vielmehr um Kritik an die Institution "Kirche", als eine global wirkende, ständig expandierende Firma. Glaubensfragen und religiöse Perspektiven können anderwertig ausdiskutiert werden, hier geht es entweder um ethnische Diskrepanzen und divergierende Moralvorstellung oder um machtpolitische Expansion unter dem Deckmantel ethischer Läuterung.

Anhand der Feststellung, es würde uns nicht unmittelbar betreffen, diese Diskussion als etwaige Polemik zu desavoieren, ist äußerst schade. Das Ausblenden internationaler Ereignisse aufgrund germanozentrischer(?) Blickwinkel führt zumindest nicht zu einem interkulturellem Verständnis.
 
Was du predigst, bedeutet anderen Menschen zu erzählen das ihre Weltsicht die Falsche ist. Das führt aber nur zu Konflikten.

Manchmal müssen Konflikte geführt werden.

Dass es falsch ist, was der brasilianische Indianerstamm tut, beurteilst du auf Grundlage dessen, was du gelernt hast. Man kann aber nicht dort hingehen und denen das so sagen. In ihrem Umkreis, in ihrer Welt, ist das moralisch vertretbar, was sie tun. Es hat seine Berechtigung. Sonst würden sie es nicht tun.

Nein, ich tue es auf der Grundlage, dass alle Menschen gleich sind und gleich viel wert sind. Egal ob es weiße Europäer sind oder dunkelhäutige Indios. Alle haben die gleichen Menschenrechte.

Kulturrelativismus ist nicht meine Sache.

Ich bin absolut dafür, dass wir das stoppen. Wenn es nötig ist, auch mit Gewalt. Das ist keine "schützenswerte" Tradition, sondern pure Menschenverachtung gespeist aus Unwissenheit und Aberglaube.

Die Grundlegende Frage dahinter ist doch: Was wiegt schwerer, kulturelle Selbstbestimmung oder Menschenrechte? Für mich sind es die Menschenrechte.
 
Der Kern ist, dass neue Ideen und Gedanken nie aus dem Inneren kommen, sondern durch Austausch. Austausch mit anderen Menschen, Gruppen, Religionen usw. Deshalb ist es wichtig, dass wir keine Menschen in Isolation leben zu lassen.

Ich weiß nicht, ob die Indianer der nordamerikanischen Hemisphäre dir da zustimmen. Die wären wohl lieber isoliert geblieben.


Es gibt universelle Menschenrechte. Ein Mensch an sich hat einen Wert, egal aus welcher Kultur, Ethnie, Nation usw. stammt.

Du solltest dich mehr mit anderen Kulturen auseinander setzen. Man kann die Dinge immer von mehreren Seiten aus betrachten. Du stellst das irdische Leben über alles andere. Die Indianer haben eine andere Sicht. Sie leben nicht nur in einer Welt und da sind die Ahnen immer ein Teil ihres irdischen Lebens. Da hat der Tod eines behinderten Kindes einen ganz anderen Stellenwert. Das muss nicht unbedingt Auslöschung von etwas Unwertem sein, sondern für das Kind ein Heimkehren zu den Ahnen.


Tuesday
 
Ich bin absolut dafür, dass wir das stoppen. Wenn es nötig ist, auch mit Gewalt. Das ist keine "schützenswerte" Tradition, sondern pure Menschenverachtung gespeist aus Unwissenheit und Aberglaube.

Unwissend könntest in dem Fall auch du sein. Was weißt du über die Glaubensvorstellungen dieser Menschen? Was weißt du darüber, was ihnen das Leben wert ist?

Du willst ihnen deine Sicht der Welt aufzwingen und im Zweifelsfall auch mit Gewalt.


Die Grundlegende Frage dahinter ist doch: Was wiegt schwerer, kulturelle Selbstbestimmung oder Menschenrechte? Für mich sind es die Menschenrechte.

Hier geht es nicht um kulturelle Selbstbestimmung. Es geht nicht um Kultur sondern um das Verständnis des Lebens und der spirituellen Welt. Im Übrigen ist selbstbestimmtes4 Leben auch ein Menschenrecht.

Und ich kann es nur wiederholen, bring erst mal dein Zuhause in Ordnung, dann kannst du dich über Andere aufregen. Tu doch bitte nicht so, als würden in Deutschland keine Menschen sterben.

Tuesday
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben