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Evangelikale stellen Indianer als Monster dar

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Evangelikale sind Radikalinskis die sich freuen wenn irgendwo auf der Welt Naturkatastrophen stattfinden und sie darüber predigen können wie Gott die Menschen in den Katastrophengebieten für ihre Sünden bestraft.

Lena ich weiß auch nicht ob du in deinem Keller mit der Peitsche Dämonen austreibst. Bei deiner fundamentalistischen Haltung halt ich alles für möglich.

So ist es.

Als damals der Tsunami viele Menschen tötete, erklärten die Evangelikalen, das seien alles eben "sündige Menschen" gewesen.

Fromme Menschen habe der Tsunami verschont!
 
Universelle Menschenrechte gibts so wenig wie eine göttliche Moral.

Was du predigst, bedeutet anderen Menschen zu erzählen das ihre Weltsicht die Falsche ist. Das führt aber nur zu Konflikten. Das was du für richtig hältst, kann für andere falsch sein. Aufzwingen kannst du es niemandem ohne dabei Menschenrechte einzubüßen.

Unwissend könntest in dem Fall auch du sein. Was weißt du über die Glaubensvorstellungen dieser Menschen? Was weißt du darüber, was ihnen das Leben wert ist?

Du willst ihnen deine Sicht der Welt aufzwingen und im Zweifelsfall auch mit Gewalt.

Hier geht es nicht um kulturelle Selbstbestimmung. Es geht nicht um Kultur sondern um das Verständnis des Lebens und der spirituellen Welt. Im Übrigen ist selbstbestimmtes4 Leben auch ein Menschenrecht.

Und ich kann es nur wiederholen, bring erst mal dein Zuhause in Ordnung, dann kannst du dich über Andere aufregen. Tu doch bitte nicht so, als würden in Deutschland keine Menschen sterben.

Tuesday

Was ist mit dem selbstbestimmten Leben der behinderten Kinder? Das ist kein Konflikt zwischen verschiedenen Kulturen, sondern zwischen Kollektivrechten (das Recht einer Mehrheit ihre Sichtweise des Lebens auch auf Kosten von Individuen ihres eigenen Kollektivs durchzusetzen) und Individualrechten (Menschenrechten.)
Kulturelle Selbstbestimmung, Nationale Souveränität, usw. alles Begriffe die heute von Diktatoren und verbrecherischen Regimen instrumentalisiert werden, um weiter ungestraft Individuen zu foltern, zu töten, ihrer Rechte zu berauben....Warum sollen nur immer die Täter eine Kultur repräsentieren, die Opfer innerhalb desselben "Kollektivs" haben bestimmt nicht dieselbe Vorstellung von "ihrer Kultur"?
Wer meint Menschenrechte gäbe es nicht universell und sie seien eine kulturelle Erfindung des Westens, den frage ich, was denn bitte Ideen wie "kulturelle Selbstbestimmung" und "Nationale Souveränität" anderes seien sollen als Gedankenkonstrukte, da find ich die "Idee der Menschenrechte" noch wesentlich sympathischer.
Das heißt jetzt nicht, dass man immer gleich mit einer Armee da einfallen sollte, wo Menschenrechte verletzt werden, zumal das so gut wie immer selbst Menschenrechtsverletzungen Unschuldiger nach sich zieht, aber ein Recht so zu leben (andere Menschen zu töten) hat niemand, daran ist nichts schützenswertes.

Ich habe keine Sympathie für evangelikale Ansichten und gut möglich, dass das in diesem Fall auch eine Erfindung christlicher Hardliner über die bösen "Heiden" sein könnte, nur falls es stimmen sollte, ist das durch nichts zu rechtferigen.

Edit: Wenn die Katholische Kirche jetzt hier plötzlich das Recht auf Menschenopfer fordern würde und das mit Kollektivrechten (Religionsfreiheit) begründen würde, niemand käme auch nur auf die Idee ihnen das zugestehen zu wollen, weil wir richtigerweise die Individualrechte an erste Stelle setzen. Wenn es aber nur weit genug weg ist, dann ist es in Ordnung, weil es dann eine schützenswerte "kulturelle Eigenart?" darstellen könnte?
 
Zuletzt bearbeitet:
Europäische Gutmenschen neigen gern dazu, Indianer als "edle Wilde" in der Tradition von Winnetou zu sehen, die Früchte von den Bäumen pflücken und kein Tier, geschweige denn einen anderen Menschen auch nur schief ansehen. Die Realität ist eine andere, viele der Urwaldstämme wie z. B. die Yanomami haben Traditionen als eifrige Kriegsführer mit z. T. grausamen Praktiken gegen Feinde, aber auch untereinander. Traditionen, die sich im Lauf von Jahrtausenden gebildet haben und ihr Überleben garantierten gegen eine in Wahrheit gar nicht so freigiebige Natur und ganz besonders gegen menschliche Konkurrenten, die ihnen das Jagdrevier streitig machen. Es gibt auch "friedlichere" Arten, die körperliche Fitness zwecks Überleben zu beweisen als Kriegszüge gegen die Nachbarn, z. B. Wettbewerbe im Laufen, beladen mit Baumstämmen, die für Männer im Schnitt 130 Kilo wiegen und für Frauen etwas weniger (bei eher zierlich gebauten Menschen wohlgemerkt, die absolut keine fettbemuskelten Bodybuilder sind). Daß man unter solchen Bedingungen für Kinder, die behindert sind und somit wahrscheinlich als Schwächlinge aufwachsen täten, nicht viel Mitgefühl zeigt, ist logisch, Schwächlinge kann man sich in Kämpfen gegen Nachbarn und gegen die immer weiter vorrückende "Zivilisation" (Holzfäller, Landräuber, Jäger etc.) nicht leisten.
Ein Missionar, der was gegen diese Praxis unternehmen möchte, kann allenfalls die unerwünschten Kinder "kaufen", sprich gegen begehrte Waren eintauschen, und in einem Waisenheim oder einer Pflegefamilie unterbringen. Christliche Polemik wie die beschriebene beweist allenfalls null Verständnis für die Eigenarten und Umständen anderer Kulturen und wieder mal die typisch christlich-europäische Eroberermentalität, nach der gefälligst alles nach der Pfeife des weißen "Massa" zu springen hat.
Universelle Menschenrechte, auch für Behinderte, sind sogar in Europa und den "zivilisierten Ländern" eine ziemlich neue Idee. Den Eingeborenen in Brasilien, Neuguinea oder anderswo ist das Konzept komplett fremd.
 
Europäische Gutmenschen neigen gern dazu, ...

Dieses Wort finde ich ja irgendwie ziemlich problematisch, weil es meistens (fast immer?) abwertend verwendet wird.

Universelle Menschenrechte, auch für Behinderte, sind sogar in Europa und den "zivilisierten Ländern" eine ziemlich neue Idee. Den Eingeborenen in Brasilien, Neuguinea oder anderswo ist das Konzept komplett fremd.

Woraus man aber nicht zwingend ableiten muss, dass Menschenrechte etwas Schlechtes oder Nichtwünschenswertes wären, oder?

Den Eingeborenen in Neuguinea sind wahrscheinlich auch die meisten modernen medizinischen Errungenschaften fremd, und trotzdem haben sie eine positive Bedeutung auf das Wohlbefinden der Menschen.
 
Manche Indianervölker praktizier(t)en Kannibalismus als Teil der Bestattungsriten, der Tote wurde verbrannt und die Asche dann mit Bananenbrei vermengt gegessen, auf diese Weise sollte der Tote in seinen Nachkommen weiterleben können. In Neuguinea, wo tatsächlich richtiger Kannibalismus üblich war (das Verzehren von Feinden, um deren Kraft zu "übernehmen" - mit der Folge von Kuru, der menschlichen Version des "Rinderwahnsinns"...) ist vielleicht auch der eine oder andere Verstorbene am Stück im Kochtopf gelandet.

Aber behinderte Neugeborene haben in Hinsicht auf Stärke oder erwünschtem Weiterleben nichts zu bieten, deshalb ist es eher unwahrscheinlich, daß die gegessen wurden. Eher hat man sie einfach im Urwald entsorgt, und die Tiere des Urwalds haben sich um den Rest "gekümmert". Daß Kranke, Alte und Schwache einfach zurückgelassen oder der Wildnis überlassen wurden, war eine Praxis, die in vielen Naturvölkern üblich war, die Prärieindianer Nordamerikas haben das genauso gehandhabt wie die Buschmänner in Afrika oder die Aborigines in Australien.
Naturvölker kennen keine Alten- und Pflegeheime!
 
Dieses Wort finde ich ja irgendwie ziemlich problematisch, weil es meistens (fast immer?) abwertend verwendet wird.
Ich meine es auch so. Gutmenschen sind in meinen Augen Leute, die eine riesengroße rosarote Brille aufhaben, durch die nur das durchgelassen wird, was den Gutmenschen genehm ist, ein Leben als rosa Ponyhof nämlich. Daß die realen Verhältnisse sehr oft ganz anders sind, wird konsequent ausgeblendet, ignoriert, fällt dem inneren Zensor mit der großen Schere zum Opfer. Wie eben die Sache mit den Eingeborenen, die in Wahrheit alles andere als "automatisch" gute Menschen oder edle Wilde oder wahlweise auch die besten Naturschützer auf dem Planeten sind.

Woraus man aber nicht zwingend ableiten muss, dass Menschenrechte etwas Schlechtes oder Nichtwünschenswertes wären, oder?
Den Eingeborenen in Neuguinea sind wahrscheinlich auch die meisten modernen medizinischen Errungenschaften fremd, und trotzdem haben sie eine positive Bedeutung auf das Wohlbefinden der Menschen.
Und doch ist beides Produkt einer völlig fremden Kultur, die den Menschen im Urwald aufgedrückt werden soll. Zusammen mit den ganzen Negativprodukten natürlich, wie etwa leicht zugänglicher Alkohol (hat schon zahllose Eingeborene ruiniert), Fernsehen und eingeschleppte Krankheiten. In Ländern wie Brasilien, wo es noch primitive und abgelegen lebende Stämme gibt, geht man inzwischen so weit zu sagen, daß es zum Schutz dieser Völker das beste ist, wenn sie gar nicht erst mit der Außenwelt in Berührung kommen - außer die Leute selber wollen es. (Du kennst vielleicht das Foto von der Indiogruppe, die mit Pfeilen auf einen Hubschrauber schießt.) Da dürfen inzwischen nicht mal mehr Missionare hin, und Völkerkundler nur mit sehr, sehr viel Genehmigungen. Schon seit der Kolonisierung Südamerikas gibt es den bösen Spruch "Erst kommen die Missionare, dann die Soldaten". Oder heutzutage eher landsuchende Siedler, die den Urwald niederbrennen zwecks Anlegen von Feldern, alle Tiere für den Kochtopf schießen und die Indianer entweder gewaltsam vertreiben oder durch andere hinterhältige Methoden (z. B. gezieltes Anstecken mit Krankheiten per erregerinfizierter Decken - wurde in Nordamerika praktiziert!) beseitigen.
 
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