F
fleur
Gast
Wir tun uns selbst einen Gefallen, wenn wir lernen-über Andere und über sich selbst mehr zu lächeln. ...sich selbst und mit anderen Nachsicht zu üben..
-L
nur das - haben zumindest gerade meine Eltern mich nicht gelehrt ; ich bin in einer davon gegenteiligen Atmosphäre aufgewachsen. Sie wurden mit ihrer eigenen Waffe erschlagen.
Nein, Waffe ist eigentlich schon der falsche Ausdruck. Es ist ein Selbstverteidigungsmechanismus. Die Welt, die anderen mit so kritischen Augen zu betrachten, schafft Distanz und damit Sicherheit - und man merkt gar nicht, wieviel das mit einem selbst zu tun hat.
ich dachte immer ich wäre tolerant, bis man mir sagte, erst die Intoleranz zu tolerieren, wäre wirklich tolerant, - das hat mich total verwirrt.
Ein Kind legt einen so hohen Maßstab an die Welt / an die Eltern.
Wenn die Eltern Kinder geblieben sind und ihre Kinder lehren, hohe Maßstäbe zu setzen. Bleiben immer höhere Maßstäbe.
Vielleicht war es früher einfacher, als Eltern früher gingen, Menschen weniger alt wurden, damit Kinder lernen konnten, auch andere Maßstäbe zu setzen.
Ich habe drei Kinder,
von drei verschiedenen Vätern,
sowieso schräg - und mag kopfschütteln verursachen,
aber ich hab echt an die Liebe geglaubt, es waren drei Beziehungen,
an Liebe hab ich geglaubt und mir gemeinsame Kinder gewünscht.
Ich hab sie dann irgendwie leider doch alleine großgekriegt.
Der eine oder andere Vater war mehr oder weniger auch hilfreich.
Das waren alles keine Unglücke:
Das waren Kinder, die ich mir gewünscht habe, weil ich glücklich war, jedes einzelne hab ich geliebt. Und ich war eine liebe Mutter - und ich hab echt viel hinter mir ganz alleine mit den Kids.
Und ich war nicht drauf vorbereitet, was da auf mich zugekommen ist, in der Pubertät, mein Großer, mein erster, der auf einmal nur noch verbarrikadiert in seinem Zimmer PC-Spiele spielte, eine zwölfjährige die mit 18jährigen Dealern spazierenging, statt zu schule.
Heute ist alles gut, er ist 24, Ausbildung fast fertig, nach seinem Versuch Mathe zu studieren, Sie 22, eines der besten Abis der Schule.
Wißt Ihr was? Ich gebs zu: Ich habe nicht so weit gedacht!! Ich habe nicht so weit gedacht, dass ich perfekt lebensfähige Individuen schaffen muss. Das meine Aufgabe sein möge, vielleicht perfekte Menschen zu schaffen.
Wenn ich hier all diese Zeilen von anklagenden Kindern (und letztlich auch mir selbst) so lese, ist das soviel Wut, dass man mich schlecht behandelt, kritisiert, mich nicht selbstbewußt macht)
Nein: Ich wollte einfach ein Kind - Kinder .
Süss - Liebhaben.
Und dabei konnte ich eben nur so liebhaben, wie ich kann.
Wie ich Liebe gelernt habe.
woher hätt ich denn was anderes zaubern sollen.
und auch heute bin immer noch das , was ich kann
und immer auch noch mit den Wurzeln, von dem was mir in die Kinderschuhe gesteckt wurde.
Ich habe mir die ganze Zeit
mehr Liebe,
mehr Toleranz,
mehr Angenommensein
gewünscht.
Und nicht verstanden, dass es nicht ihre Aufgabe ist, diesbezüglich eine Revolution zu starten, sondern meine, weil ich weiß,
wie man gut liebt.
mit Toleranz, jemanden anzunehmen, so wie er ist.
mit den Dingen, von denen sie keine Ahnung hatten.
meine Mutter war 19, jetzt ist sie 68
und es einfach an der Zeit, dass ich aufhöre, sie mit Steinen zu beschmeißen und zu beschimpfen, weil ich mehr gewünscht hätte.
Ich habe mich bei ihr entschuldigt.
Es tut mir leid.
Und das hat ganz viel damit zu tun:
Wir tun uns selbst einen Gefallen, wenn wir lernen-über Andere und über sich selbst mehr zu lächeln. ...sich selbst und mit anderen Nachsicht zu üben..
-L
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