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Ich kann nicht mehr ...

Hallo Nachtblume!
Ja, Günter schreibt wirklich gut und es hört sich alles so richtig an.
Nur leider - oder gott sei dank - ist es bei mir nicht so.

1.Ich finde auch Günther´s Aussagen zu "theoretisch" und zu "pädagogisch"- dennoch steckt in seinen Äußerungen viel, viel Wahrheit - so sehe ich es zumindestens auch! Dieses nach "Aufmerksamkeit heischen" hat eben auch bei mir exakt die von ihm erwähnten Wurzeln!!! Mein Vater verstand es mich irgendwie ganz subtil niederzumachen, ODER- eben auch recht direkt......

Man kann nicht unbedingt alles in der Kindheit suchen. Ich habe ein glückliche Kindheit genossen. Bin mit 3 Geschwistern aufgewachsen und meine Eltern haben uns allen vieren die Liebe und Aufmerksamkeit gegeben, die wir brauchten. Auch sonst ist mir nichts widerfahren, was irgendwie negative Auswirkungen auf mein Leben gehabt haben könnte. Ich habe lange für mich geforscht, habe viel an mir gearbeitet und in meiner Vergangenheit gesucht. Auch ich habe immer gedacht, irgendwas muß in meiner Kindheit fehl gelaufen sein, dass ich so bin wie ich bin ... Ist es aber nicht. Oder ich habe es noch nicht gefunden ...

Und um nochmal darauf einzugehen. Ja, ich bin ein Mensch, dem es sehr schwer fällt, wenn ihm Aufmerksamkeit entzogen wird. Aber in diesem Fall - mit diesem Mann - ist es was anderes. Vielleicht wäre es alles nicht ganz so extrem abgelaufen, wenn ich anders wäre ... aber das Kämpfen, das Hoffen, das Lieben ... es sind meine Gefühle.

2.Bijoucat hat zwar Recht, dass es nicht eher "vorbei" ist, bevor man sich emotional entfernt hat - und da ist Jule noch nicht!- aber gesund ist dieser Kampf sicher nicht. "Man" muß da durch - "kann nicht aufhören- zu hoffen, zu kämpfen- bevor man SELBER SOWEIT ist, so "schrecklich" es alles ist.Ende ungewiss....... Ich finde Jule´s Leiden mittlerweile auch viel zu krass...........

Ihr habt alle Recht. Es ist nicht eher vorbei, als das ich den Schlußstrich ziehe! Und wenn ich soweit bin, dann tue ich es. Ich habe es schon so oft versucht. Weil ich ja auch weiß, dass es mir nicht gut tut. Das es mich kaputt macht ... bisher habe ich es nicht geschafft - aber irgendwann bin auch ich soweit!

und ich frage mich allerdings auch : Jule, warum kümmerst du dich nicht umfassender um vernünftige psyologisch/psychotherapeutische Unterstützung??? Und ich rate dir nochmals an, bei deiner Persönlichkeitsstruktur, bzw. das was hier erkennbar wird: Such dir eine WEIBLICHE Therapeutin.

Ich weiß es nicht! Ich nehme es mir immer vor und will es eigentlich auch, aber dann tue ich doch nicht den letzten Schritt ...
Aber irgendwie habe ich ein bisschen "bammel" davor. Weißt du, ich habe eine Therapeutin gehabt, die zu mir sagte "wenn sie nicht reden, warum sind sie dann hier?" und einen Therpeuten, der gegähnt hat und "heimlich" auf die Uhr geschaut hat, während ich ihm meine Geschichte erzählte.
Ich brauche jemanden, der mich zum reden bringt. Ich habe ein Problem damit über das ganze zu reden, denn ich denke immer, es ist so ein Mini-Problem, so unwichtig ... Ich weiß, dass das nicht stimmt, denn für mich ist es eine großes Problem ... aber das ist so eine blöde Kopfsache!

Liebe Grüße, Jule
 
Zuletzt bearbeitet:
Und Günter hat mit o. g. Aussage völlig recht. Du huldigst ihm, indem er ununterbrochen in deinen Gedanken präsent ist. DU räumst ihm dadurch Macht über dich ein. Egal, wie eckig und kantig er auch ist. Das Bewusstsein dessen hält dich trotzdem nicht davon ab, dich weiterhin permanent gedanklich mit ihm zu beschäftigen.


Ja, wenn man es so sieht ... wenn das huldigen ist. Ja! Er ist Tag und Nacht in meinen Gedanken und ich bekomme ihn da nicht raus.
Aber es wird besser ... nur wann ist die Frage. Wenn ich soweit bin ...
 
*mitles*

Wahrscheinlich unterstützen wir hier alle Mr. X !!!

Was hält ihn den permanent in Jules Gedanken? Na Beiträge zum Beispiel!
 
*mitles*

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*lach*
Ja, ihr seit Schuld! 😉

Ich möchte euch noch eins schreiben.
Mir ist das alles wirklich schon total peinlich und ich bin soooo froh, dass ich keinem von euch tatsächlich in die Augen schauen muß. Denn ich weiß, wie bescheuert ich mich verhalte. Und ich verstehe auch, dass das die wenigsten nachvollziehen können.
Trotzdem werde ich hier weiter schreiben, egal wie lang sich das ganze hin ziehen wird und wieviele Wiederholungen es noch geben wird. Denn es hilft mir!
Im realen Leben ist das Thema so gut wie abgeschlossen. Ab und an wird kurz darüber gesprochen ... besonders wenn plötzlich der Kontakt wieder da ist. Aber keiner hier in meinem Umfeld kennt den genauen Ablauf. Was alles passiert ist ... Treffen, nicht treffen ... nett, Streit ... dieses ganze hin und her - ich behalte es im realen Leben für mich.
 
Liebe Jule,

schreib ruhig, so oft zu magst über all das und zieh aus unseren Diskussionen hier, was du brauchst. Ist nicht peinlich. Wenn es dir hilft, ist es total ok. Und ich finde übrigens nicht, dass du dir den Salat selbst zuzuschreiben hast...du hast 50% und er hat sie auch 😉

Aber ich unterstütze noch mal Nachtblumes und Günthers Aussage: geh in Therapie! Ganz ernsthaft. Das Thema ist nicht unbedeutend, für dich bestimmt es in großen Teilen dein Leben.
Ich fände allerdings nen männlichen Therapeuten besser, er kann dir nämlich männliches Denken besser klar machen und das ist wichtig. 😉
Ich wäre -ganz klar- heute nicht da, wo ich bin, ohne meinen Dr. und seine Lebenshilfe.

Ach, und eine Idee kam mir eben noch als ich das hier gelesen habe:
Im realen Leben ist das Thema so gut wie abgeschlossen. Ab und an wird kurz darüber gesprochen ... besonders wenn plötzlich der Kontakt wieder da ist. Aber keiner hier in meinem Umfeld kennt den genauen Ablauf. Was alles passiert ist ... Treffen, nicht treffen ... nett, Streit ... dieses ganze hin und her - ich behalte es im realen Leben für mich.

Ich versteh ja, dass Familie und Freunde irgendwann nichts mehr hören mögen, der Punkt ist bestimmt irgendwann erreicht, aber vielleicht solltest du dein Thema doch wieder "in die Realität holen". Sonst hast du keine Chance auf Weiterentwicklung, oder?
Und ein Therapeut wäre neutral und professionell und für 100 EUR in der Stunde kannst du genau das auch verlangen!

LG Bijoucat
 
Man kann nicht unbedingt alles in der Kindheit suchen. Ich habe ein glückliche Kindheit genossen. Bin mit 3 Geschwistern aufgewachsen und meine Eltern haben uns allen vieren die Liebe und Aufmerksamkeit gegeben, die wir brauchten. Auch sonst ist mir nichts widerfahren, was irgendwie negative Auswirkungen auf mein Leben gehabt haben könnte. Ich habe lange für mich geforscht, habe viel an mir gearbeitet und in meiner Vergangenheit gesucht. Auch ich habe immer gedacht, irgendwas muß in meiner Kindheit fehl gelaufen sein, dass ich so bin wie ich bin ... Ist es aber nicht. Oder ich habe es noch nicht gefunden ...

Geht mir ganz ganz ähnlich...
keine unglückliche Kindheit, so was ist nicht immer Ursache.
Bei mir sind wir mittlerweile drauf gestoßen, was meiner Liebesgeschichte diese große Bedeutung verleiht. Ich suche diese "Urstrukturen", die Liebe und Geborgenheit, die familiäre absolute Loyalität, wie man sie eigentlich nur von seiner Mutter und seinem Vater bekommt, in meinem Freund.
Er wiederum sucht in mir ebenso mütterliche Wärme, Stärke und ist ebenso aus auf eine Art "Urvertrauen". Diese "archaischen" Strukturen machen die Liebe so stark und "existentiell".
Allein wäre ich darauf nicht gekommen, trotzdem ich Teile davon geahnt habe.
 
Eine Entscheidung treffen ist eine Sache, mit den Folgen der Entscheidung leben zu müssen und auch zu können ist leider wieder eine ganz andere Sache. Auch die Entscheidung sozusagen auf Probe zu treffen kann für manch einen schon ganz schön schwierig sein.

Hallo nochmal,

also ich muss es nochmal sagen, Günters Beiträge waren super. Natürlich sind sie theoretisch. Aber jede Praxis braucht eine theoretische Unterlage weil sonst geht gar nix. Mit es geht gar nichts meine ich eben eine Entscheidung durchhalten zu können. Doch manchmal geht es eben nicht von heute auf morgen.

Ich sehe es nicht so, dass man mit Beiträgen hier Mister X unterstützt. Nein, mit meinem Beitrag wollte ich sagen, dass selbst ein Schluss machen welches nicht durchgehalten wird auch viel viel Lob verdient. Es ist ein Bemühen in die richtige Richtung. Und ich fand die theoretische Grundlage von Günter sehr gut, da sie 1. eine Entscheidung fördert und 2. in dem man vielleicht erkennt was sich so in einem abspielt die Entscheidung länger oder sogar ganz durchhalten kann.

Das Problem bei solchen Geschichten ist nämlich, hat man die Entscheidung erstmal getroffen, sozusagen das Problem gelöst (eigentlich gelöst) dann fällt man in ein großes tiefes leeres Loch und genau dann braucht man viel Zuspruch und Mut um die Entscheidung durchhalten zu können. Daher verdient jede Entscheidung und wenn es auch nur ein verzweifelter Versuch ist viel viel Lob und nichts entmutigendes wie, ach das hast ja schon oft gesagt und hältst eh wieder nicht durch.

Sorry Jule, kann sein, dass ich das jetzt zu sehr auf mich beziehe. Aber ich denke du verstehst mich.
 
Liebe Jule

Nein! Das ist nicht wahr! Ich sehe ihn schon genauso wie er ist. Er ist in meiner Phantasie nicht der perfekte Mann, er ist nicht der, der 100 proz. zu mir passt. Ich sehe ihn schon sehr real. Mit all seinen Macken und Ecken.
Ich drücke es einmal so aus, Jule: Jeder Gott wäre zufrieden, wenn er soviel Beachtung bekommen würde, wie dieser Mann.

Ich renne nicht 1,5 Jahre hinter jemandem her nur um vielleicht wieder ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Nein, ich verwechsel nicht Liebe mit Aufmerksamkeit die mir entzogen wird. Ganz so krass bin ich dann doch nicht ...
Ich habe nichts von verwechseln gesagt. Könnte es nicht sein, dass Du die intensivsten Gefühle erlebst, wenn Du eine verlorene Aufmerksamkeit zurückgewinnen möchtest?

Man kann nicht unbedingt alles in der Kindheit suchen. Ich habe ein glückliche Kindheit genossen. Bin mit 3 Geschwistern aufgewachsen und meine Eltern haben uns allen vieren die Liebe und Aufmerksamkeit gegeben, die wir brauchten. Auch sonst ist mir nichts widerfahren, was irgendwie negative Auswirkungen auf mein Leben gehabt haben könnte.
Es müssen ja keine negativen Erfahrungen sein, die Dich dazu bewegen, Dich heute so zu verhalten. Ich wurde auch geliebt, meine Familie war ganz "normal". Meine Mutter hat mich so sehr geliebt, dass sie es noch nicht einmal geschafft hat, mich loszulassen, als ich die letzten 10 Jahre bis zu ihrem Tod den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen habe. Als Folge davon verliere ich mich leicht in Beziehungen, lasse mich nicht so leicht auf Nähe ein und habe nie erfahren, was es heißt, verlassen zu werden, oder, und das ist ganz wichtig, loszulassen. In dieser Beziehung liegt die Grundlage meiner Unfähigkeit, mit Trennungen angemessen umzugehen. Und sie hat meine persönliche Art zu lieben geprägt.

Ich habe lange für mich geforscht, habe viel an mir gearbeitet und in meiner Vergangenheit gesucht. Auch ich habe immer gedacht, irgendwas muß in meiner Kindheit fehl gelaufen sein, dass ich so bin wie ich bin ... Ist es aber nicht. Oder ich habe es noch nicht gefunden ...
Du mußt dafür die Strukturen Deiner Vergangenheit von außen betrachten können. Als Teil Deiner eigenen Familie ist das ohne fremde neutrale Hilfe kaum möglich.

Und um nochmal darauf einzugehen. Ja, ich bin ein Mensch, dem es sehr schwer fällt, wenn ihm Aufmerksamkeit entzogen wird. Aber in diesem Fall - mit diesem Mann - ist es was anderes.
Soso. Ja was ist denn da anders?

Wahrscheinlich unterstützen wir hier alle Mr. X !!!

Was hält ihn den permanent in Jules Gedanken? Na Beiträge zum Beispiel!
Jun, das sehe ich auch so. Aber es sind nicht die Benutzer, die antworten, die Jules Geschichte am laufen halten, es ist Jule selbst. Die Zuwendung, die Jule im Forum erhält, nimmt ihr einen Teil der Belastung ab, bildet einen Rückhalt, mit dem sie die Geschichte weiter am laufen halten kann.

Mir ist das alles wirklich schon total peinlich und ich bin soooo froh, dass ich keinem von euch tatsächlich in die Augen schauen muß. Denn ich weiß, wie bescheuert ich mich verhalte. Und ich verstehe auch, dass das die wenigsten nachvollziehen können.
Da braucht Dir nichts peinlich zu sein, Jule. Ich habe solche Geschichten auch schon hinter mir. Und was Hartnäckigkeit angeht, stehe ich Dir in nichts nach.

Trotzdem werde ich hier weiter schreiben, egal wie lang sich das ganze hin ziehen wird und wieviele Wiederholungen es noch geben wird. Denn es hilft mir!
Im Nachhinein habe ich den Eindruck, dass mir Gespräche mit anderen Menschen nicht auf Dauer geholfen haben. Ich bin trotz aller Gespräche solange weiter mit dem Kopf gegen den Brückenpfeiler gelaufen, bis ich es irgendwann gelassen habe. Mir haben allenfalls kritische Meinungen geholfen. Ich weiß noch nicht einmal, ob sie damals für etwas gut waren. Aber heute, wo ich diese Zeit hinter mir habe, helfen sie mir, meine Geschichte besser einordnen zu können.

Jule, suche Dir einen Therapeuten. Suche Dir jemanden, der Dich durchschaut, der Dir nicht alles durchgehen läßt. Jemand, der nicht zuläßt, dass Du in einem Jahr immer noch an derselben Stelle stehst, wie heute. Das Forum mag Dir eine Stütze sein, aber es hilft Dir nicht dabei, weiterzukommen.

Geht mir ganz ganz ähnlich...
keine unglückliche Kindheit, so was ist nicht immer Ursache.
Bei mir sind wir mittlerweile drauf gestoßen, was meiner Liebesgeschichte diese große Bedeutung verleiht. Ich suche diese "Urstrukturen", die Liebe und Geborgenheit, die familiäre absolute Loyalität, wie man sie eigentlich nur von seiner Mutter und seinem Vater bekommt, in meinem Freund.
Er wiederum sucht in mir ebenso mütterliche Wärme, Stärke und ist ebenso aus auf eine Art "Urvertrauen". Diese "archaischen" Strukturen machen die Liebe so stark und "existentiell".
Allein wäre ich darauf nicht gekommen, trotzdem ich Teile davon geahnt habe.
Auch das sind Strukturen aus der Kindheit, Bijoucat. Ich habe nicht gesagt, dass eine damatische schlechte Kindheit die Ursache aller Probleme ist.

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Um WAS geht es in einer Therapie???? Stichwort: Männlicher Therapeut um " DIE MÄNNLICHE SICHTWEISE" zu verstehen--- geht es jetzt darum die Verhaltensweisen des Angebeteten auseinander zu nehmen oder primär um einen SELBER???!
Jule, du hast mal in deinen Tagebuch eine entscheidende Aussage getroffen die ungefähr so lautete:" Er war -nur- der Auslöser, ich stand schon VORHER am Abgrund - er hat mich im Grunde nur "geschubst".
Da habe ich gedacht, dass du zumindestens selber genau erkennst/erkannt hast, dass diese Form der Liebe nichts gesundes birgt und ganz viel mit einen selber und kranken Strukturen zu tun hat. Versteh mich nicht falsch!! Ich war keinen Deut "besser":mad:


Ergo, denke mal unter den oben von dir selber erwähnten Aspekt über Therapie nach, denn dann bagatellisierst du deine Seelenlage SELBER schon viel, viel weniger!!!
Du schreibst, dass du dich nicht gut öffnen kannst. Deshalb denke ich ne Frau wäre besser für dich als Therapeutin. Pauschalisieren kann man das eh nie.Ich habe die Erfahrung ganz einfach für mich gemacht und kenne diese Erkenntnis auch aus meinen Freundeskreis. Zwischen männlichen Therapeut und Patientin laufen -leider- ganz oft "Mann/Frau-Spielchen" ab und das ist definitiv Fakt!!
Ich habe ne tolle Therapeutin gefunden und erlebe das erste Mal richtige EHRLICHKEIT bei mir- keine Schönfärberei vielleicht was die eigenen Person betrifft - vielleicht z.B aus weiblicher Eitelkeit etc...


Deine oft tiefe Verzweifelung mußt und solltest du nicht so klein reden! Diese "Noch- Abhängigkeit" von deinem Ex macht dich fertig, ich denke du brauchst dringend jemand NEUTRALEN um dich hieraus vielleicht in kleinen Schritten nach und nach zu befreien.

Liebe ist ein freies, unabhängiges Gefühl, nicht das was wir da fühlen. Existenziell- ja, das ist das kranke aber, wenn es bei mir auch keinesfalls anders lief.
Aussagen wie "Ich kann ohne dich nicht leben" sind Worte, und wenn man dieses Gefühl hierzu passend empfindet ist es nicht gesund!!!
Liebe Jule, ich habe meinen Mann verloren, WEIL ER GESTORBEN ist, - verreckt- vor meinen Augen, dieser Mann hat mir soviel gegeben--ich werde es vielleicht niemals wieder in meinen Leben SO erleben dürfen............

WAS bitte ist die Quintessenz dieser "Romeo und Julia Aussagen" ala "ICH KANN OHNE DEN ANDEREN NICHT LEBEN"-- DASS ich ihm hätte folgen "müssen", oder?? Was ist das für ein Gedankengut??!!

Jule, niiie hätte ich gedacht, dass ich irgendwann mal "nach vorne" komme in meiner Bez.. Wir sind ja tatsächlich seit über einen viertel Jahr wieder zusammen, er hat sich getrennt, hat ne Wohnung, der juristische Teil ist in Arbeit - und jetzt............ steht zwischen uns wieder alles in Frage!! Und weißt du was? Ich nehme es viiiiiiiiiiel gelassener als je zuvor!! Bin zwar jetzt nicht glücklich über die Entwicklung, nein, das bestimmt nicht, ABER, ich habe langsam aber sicher keine Lust mehr mich deshalb runterziehen zu lassen, wieder in ein völliges Loch zu fallen- nein, will und kann ich nicht mehr!!!!!!

WAS glaubst du was los ist bei einem Mann mit einem dünnen Nervenkostüm, wenn es um die juristischen Klärungen geht wegen der Unterhaltszahlungen etc..(gerade bei meinem Freund, wo es um sehr viel geht...)
Dann die räumliche Trennung von den Kindern, die erst nach dieser gewissen Zeit "sackt" und Trauer macht.... Bei meinem Freund war es genau wie bei Andrea, er GENOSS die Freiheit geradezu, lebte auf, war gut drauf.....alles schien gut, die Basis dafür dieses Mal richtig zusammen zu wachsen war besser, unglaublich fast für mich nach allem.........
Und jetzt? Turbokrise........:mad:
Und dann kommt noch hinzu, dass es absolut nicht geht, dass die Kinder von mir schon erfahren----- sagte auch meine Psychologin, die müssen gerade die erneute Trennung der Eltern verabeiten, da geht es nicht an, dass man ihnen jetzt schon ne neue Frau an Papa´s Seite vor die Nase setzt. Sehe ich völlig ein!!!

UND jetzt geht der Alltag los - und ich muß erkennen, es wird schwierig, sehr, sehr schwierig mit einem Mann mit diesem Hintergrund (der bei deinem ja auch besteht)
Ich weiß DAS hilft dir jetzt nichts - aber glaube es mir - es ist so...!!

Kopf hoch, ganz liebe Grüsse, Nachtblume
 
Liebe Nachtblume und liebe Jule,

Um WAS geht es in einer Therapie???? Stichwort: Männlicher Therapeut um " DIE MÄNNLICHE SICHTWEISE" zu verstehen--- geht es jetzt darum die Verhaltensweisen des Angebeteten auseinander zu nehmen oder primär um einen SELBER???!
...
Du schreibst, dass du dich nicht gut öffnen kannst. Deshalb denke ich ne Frau wäre besser für dich als Therapeutin. Pauschalisieren kann man das eh nie.Ich habe die Erfahrung ganz einfach für mich gemacht und kenne diese Erkenntnis auch aus meinen Freundeskreis. Zwischen männlichen Therapeut und Patientin laufen -leider- ganz oft "Mann/Frau-Spielchen" ab und das ist definitiv Fakt!!
Ich habe ne tolle Therapeutin gefunden und erlebe das erste Mal richtige EHRLICHKEIT bei mir- keine Schönfärberei vielleicht was die eigenen Person betrifft - vielleicht z.B aus weiblicher Eitelkeit etc...


Ich glaube, das Wichtigste ist, dass es ein Therapeut ist, dem man vertrauen kann - Mann oder Frau - egal. Eine neutrale Person - sehr sehr richtig!!
Ich habe bisher keine weibliche Therapeutin "ausprobiert"...aber zwischen meinem Dr. und mir laufen keine "Mann-Frau"-Mechanismen ab. Er ist sehr professionell. Jedoch gewinnt er eine männliche Sicht auf die Lage und versteht die Handlungsweise meines Freundes ganz gut und kann mir manches erklären, mein Verständnis in die richtige Richtung bringen.
Im Endeffekt hilft es MIR, denn ich kann so mit meinem Schatz anders "kooperieren" und es erklären sich mir Dinge ganz anders als das vor einem halben Jahr der Fall war...

Jule, niiie hätte ich gedacht, dass ich irgendwann mal "nach vorne" komme in meiner Bez.. Wir sind ja tatsächlich seit über einen viertel Jahr wieder zusammen, er hat sich getrennt, hat ne Wohnung, der juristische Teil ist in Arbeit - und jetzt............ steht zwischen uns wieder alles in Frage!! Und weißt du was? Ich nehme es viiiiiiiiiiel gelassener als je zuvor!! Bin zwar jetzt nicht glücklich über die Entwicklung, nein, das bestimmt nicht, ABER, ich habe langsam aber sicher keine Lust mehr mich deshalb runterziehen zu lassen, wieder in ein völliges Loch zu fallen- nein, will und kann ich nicht mehr!!!!!!


Oh, das tut mir leid, das zu hören Nachtblume, aber wenn du es gelassener nehmen kannst, dann beruhigt mich das für dich doch etwas. Vielleicht "erholt" er sich aus dieser Krise? Er kann doch nicht ernsthaft daran denken, NOCHMAL zurück zu gehen! Irgendwann muss er das Ende doch mal einsehen...wenn er keine positive Entscheidung fällt, verliert er nämlich am Ende noch alles: die alte Familie UND dich.
Nachtblume, wie kann er DICH in Frage stellen? Du hast unmittelbar nichts mit seiner Entscheidung gegen das alte Leben zu tun! Du bist nur die Verheißung eines neuen Lebens. Warst nie die Ursache der Trennung von der Ehefrau.

WAS glaubst du was los ist bei einem Mann mit einem dünnen Nervenkostüm, wenn es um die juristischen Klärungen geht wegen der Unterhaltszahlungen etc..(gerade bei meinem Freund, wo es um sehr viel geht...)
Dann die räumliche Trennung von den Kindern, die erst nach dieser gewissen Zeit "sackt" und Trauer macht.... Bei meinem Freund war es genau wie bei Andrea, er GENOSS die Freiheit geradezu, lebte auf, war gut drauf.....alles schien gut, die Basis dafür dieses Mal richtig zusammen zu wachsen war besser, unglaublich fast für mich nach allem.........
Und jetzt? Turbokrise........:mad:


Du meine Güte! Kann er denn seine Kinder nicht oft genug sehen? Ist der Zugang eingeschränkt? Nur alle 2 Wochen vielleicht?
Mein Therapeut hält ein langsames "Auseinanderwachsen" von der alten Familie für gut und zu bewältigen, nicht zu radikale Brüche...die tun dem Vater und den Kindern sehr weh. Am besten so, dass langsam die Gewohnheit an eine neue Situation eintritt.

Aber so oder so: Schmerzen macht das immer, Trauer, vor allem nach so langer Zeit und gescheiterten Lebensperspektiven, selbst, wenn er die Ehefrau nicht mehr liebt und schon lange nicht mehr liebt. Der Schmerz ist da und er muss ihn nach und nach bewältigen. Aber so ist das Leben.
"Wir" als neue Partner müssen da mächtig was aushalten...ich schweife ab, das passt gar nicht in Jules Thread, vielleicht noch nicht...aber es heißt, einen "gebrauchten" Mann zu haben, der immer wenig Zeit haben wird, wegen der Verpflichtungen den Kindern gegenüber, der vielleicht weniger Geld haben wird, deswegen, der Schuldgefühle mit sich rum schleppt...und DER Mann soll uns ein guter Partner sein?! Unbelastet ist er nicht und nur eine sehr große und stabile Liebe kann das aushalten. Sehr schwer, nicht nur für ihn, für die alte Familie, auch für den neuen Partner.
Und dann kommt noch hinzu, dass es absolut nicht geht, dass die Kinder von mir schon erfahren----- sagte auch meine Psychologin, die müssen gerade die erneute Trennung der Eltern verabeiten, da geht es nicht an, dass man ihnen jetzt schon ne neue Frau an Papa´s Seite vor die Nase setzt. Sehe ich völlig ein!!!


Verstehe die Logik...aber würde es nicht auf der anderen Seite den scheinbaren Widerspruch zwischen dir und den Kindern entspannen?? Normalität und eine neue Festigkeit bringen? Das frage ich mich...bei mir ist es knapp 2 Wochen nach dem Auszug noch zu früh, das ist klar...ich will es sowieso ihm überlassen und nicht drängeln...aber ich denke viel drüber nach...erzählt er dir wenigstens schon mal von den Kindern? Bezieht er dich in seine Gedanken ein, die sich um sie drehen?
UND jetzt geht der Alltag los - und ich muß erkennen, es wird schwierig, sehr, sehr schwierig mit einem Mann mit diesem Hintergrund (der bei deinem ja auch besteht)
Ich weiß DAS hilft dir jetzt nichts - aber glaube es mir - es ist so...!!

Ja, das kann ich mir ausmalen. Geht mir dann sicher auch so.
Und hier komme ich auf Jule zurück: die Frage kann man nämlich schon vorher im Kopf wälzen, während man so sehr um diesen Mann kämpft: Liebe ich ihn so sehr, dass ich bereit bin, mir diese Probleme, diesen "Hintergrund" auch mit an Land zu ziehen? Ich bekomme nie einen Single-Mann, da werden immer viele Verpflichtungen sein. Werde ich zurück stecken können, aber auch meine Rechte vertreten können?
- Hört sich unromantisch an, aber diese Frage muss man sich wirklich stellen. Mein Freund hat sie sich übrigens auch für mich gestellt und befürchtet auch, wie ich mich all dem werde gewachsen zeigen können, aber ich hab ihm durch die letzten Wochen so viel Stabilität und Beständigkeit bewiesen, so viel Verlässlichkeit, dass wir es in Angriff nehmen können.

LG Bijoucat
 

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