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Umgang formt den Menschen

Gesa, ich sehe es eigentlich genauso wie Du es geschrieben hast.
Wir haben unserer Tochter gesagt:Wenn Du willst-dann kannst Du studieren. Und wir haben sie dabei unterstützt. Geldmäßig und auch sonst.
Wenn sie was brauchte, dann hat sie es gekriegt. Das war für uns selbstverständlich.
Ich kann mich nur im Grundprinzip in die Handlungsweise Deiner Eltern reinversetzten. Richtig verstehen kann ich es nicht. Da bin ich ehrlich.
Vielleicht könntest Du mal mit Deinen Großeltern darüber reden?
Evtl. könnten sie dann mal auf Deine Eltern einwirken...?
Das würde mir jetzt so als Möglichkeit einfallen...

Ganz liebe Grüße
Marion
 
Meine Oma bewirkt auch nichts. Meine Eltern sind beratungsresistent. Leider hat meine Oma es auch nicht wirklich versucht. Nur mal so im Ansatz. Die lässt sich von meinen Eltern unterbuttern bzw. um des lieben Frieden Willens macht sie nichts.
 
Ich danke Euch beiden fuer Eure anteilnehmenden Worte.

Inzwischen mache ich das jetzt so, um mir eben auch noch mehr finanzieren zu koennen, dass ich zu meiner regulaeren Stelle hier auch noch zusaetzlich arbeiten gehen werde. Wegen der Krankenkassenkosten.

@ Fleur/

Nach meiner Erfahrung gibts immer so die zwei Tendenzen der Elternschaft. Sich zuviel kümmern oder zu wenig.
Ich kenne auch fast nur solche Extreme. Vor allem sind bei uns an der Uni HH wahnsinnig viele Studis, die von den Eltern monatlich mehrere Hundert Euro bekommen. Meine koennten mir sicherlich nicht mehrere 100 Euro geben; aber wirklich gar nichts? Und dann noch diese vielen Restriktionen, als ich noch bei ihnen wohnte: die geringe Raumtemperatur im Winter, nur 2x pro Woche duschen, noch zusaetzlich Geld abgeben, weil sie den Hals nicht vollbekommen, dann Internet und Telefon selbst bezahlen, obwohl sie Kindergeld und Obolus von meiner Oma hatten.

Ich bin, um ehrlich zu sein, z.T. auf manche meiner Kommilitonen und Freunde so neidisch gewesen, dass ich mit denen auf Grund der familiaeren und finanziellen Unterschiede keinen fruchtbaren Kontakt mehr fuehren konnte. Wenn man selbst so ein sumpfiges Verhaeltnis zur Family hat, dann kann man sich das bei anderen auch nur schwerlich mitansehen, wenn es das Gegenteil zur eigenen Situation ist.

In der Schulklasse meiner Tochter gibts ein Mädel, die steht mit ihren 8 !!! Jahren morgens alleine auf, hat einen eigenen Wecker, schmiert sich ihr Schulbrot. Nicht etwa, weil die Mutter hart arbeitet, vielleicht Nachtschicht hat, - nö, einfach, weil die andere Prioritäten im Leben setzt (sich selbst, fun, flirten, männer).
Im Kindesalter waren meine Eltern zumindest noch ein bisschen anders. Da haben sie sich wirklich mehr um mich gekuemmert; aber es ist ueber die Jahre immer schlimmer geworden. Was willst du bei Leuten erwarten, die nur in Isolation leben und es nicht weiter gelernt haben, sich auf andere Menschen einzustellen?
Vor allem seitdem es bei meinem Vater beruflich und gesundheitlich so miserabel laeuft, ist es immer schlimmer geworden. Meine Eltern haben seit Jahrzehnten keine sozialen Kontakte, ausser Tante und Oma. Hinzu kommt, dass es bei denen nonstop um die Kosten geht. Wenn man wirklich am Rande des Existenzminimums mebt, kann ich so was verstehen; aber das ist bei ihnen nicht ansatzweise der Fall. Ausserdem, was kann ich dafuer, wenn sie zu bloed sind, Wohngeld zu beantragen???

Natürlich hast Du auch noch Deine Bedürfnisse, Gesa, Du hast auch ein Recht auf Bildung durch Dein Elternhaus! Bis Du eben fertig bist und in der Lage, Dein eigenes Geld zu verdienen. Das gehört nun einmal auch dazu zum Elternsein.
Ich bin verdammt enttaeuscht ueber meine Eltern, v.a. weil ich auf Grund der ganzen Diskussionen das Gefuehl habe, dass denen mein berufliches Vorankommen und damit auch ich ihnen am A**** vorbeigeht oder vorbeigehe.

Aber auch da könnt ich Geschichten erzählen ... von Eltern, die überhaupt kein Interesse an schulischer Entwicklung haben, die dem sogar entgegensteuern, damit ihr Kind mit möglichst geringem Schulniveau möglichst bald arbeitsfähig und damit zum Selbstversorger wird - schlimm!
Die Oma eines sehr guten Freundes von mir interessiert sich fuer dessen schulische und unverstiaere Laufbahn auch einen feuchten Dreck...
Bei der eigenen Oma finde ich das auch krass...

Aber andererseits sich dann brüsten - von wegen Akademikertochter! Ja, das kenn ich auch von zuhause.
Ja, meine Eltern prahlen mit mir ueberall rum. Meine Mutter bei ihren Handarbeitskunden und mein Vater auf der Arbeit.

Na ja, ich nehme es in Kauf, mehrere 1000 Euro Schulden zu haben, nebenher arbeiten zu gehen, nicht so ein aufwaendiges Privatleben zu haben wie andere usz. Ich will fertig sein, weil ich weiss, dass ich mit meiner Faecherkombi keine Probleme haben werde, eine Anstellung zu finden - auch z.B. in Belgien oder Luxembourg nicht. Und weil ich relativ bald das verdienen wuerde, was zu dem, was ich momentan habe, das Dreifache fast ist... zumindest netto. Mit brurro fange ich gar nicht erst an.

Ich habe das vorher gar nicht mitbekommen, dass es bei dir auch so extrem ist. Das tut mir wirklich sehr, sehr leid...
 
Entschuldige, ich habe das erst jetzt gelesen, dass es bei der momentanen Angelegenheit mehr um deine Kinder geht, oder?

Haben deine Eltern dich dann zu Studienzeiten auch nicht unterstuetzt?

Denkst du, dass man lernen kann, diese mangelnde Unterstuetzung zu akzeptieren?
 
Gesa, Deine Eltern werden dazu verpflichtet-Dir für Dein Studium Geld zu geben.
Ihr Anteil wird nach ihrem Einkommen und Deinem Bedarf errechnet.
Davon wird die Hälfte dann als Bafög-kredit berechnet.
So war es zumindest bei uns damals.
Sie MÜSSEN zahlen!

Ansonsten wirst Du höchtswahrscheinlich Deine Eltern nicht ändern..
Traurig aber wahr..:mad:
 
Meine liebe Fleur,

ich habe jetzt gerade Deinen 2ten Beitrag an mich entdeckt. Nochmals vielen Dank dafür..
Du hast sowas von Recht in Deinen Ausführungen..
Klar, das Selbstwertgefühl ist es-an dem es mangelt. Es ist wichtig-es aufzubauen. Das braucht Zeit.
Therapien usw-habe ich alles schon durch. Darauf habe ich im Moment erstmal keine Lust mehr. Zu anstrengend..ich gebs zu.
Denke aber, daß sich dabei schon viel getan hat. Ich werde da auch weitermachen. Nur im Moment eben nicht.
Du hast mir viele Anregungen gegeben. Ich setze mich auch weiter damit auseinander.
Weißt Du, ich liebe meine Kinder Beide. Ich würde alles für sie tun. Mein Mann ebenso.
Ich lasse sie erst einmal gehen, auch wenns schwer fällt.
Sie werden zu uns zurückfinden, wenn es an der Zeit ist.

Liebe Grüße
Marion
 

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