Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Obama und seine Welt ohne Atomwaffen

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
USA gehört zu 100% China. Die USA haben soviel Schulden bei China das es eigentlich finanziell gesehen nicht mehr ihr Land ist und somit ist Obama eine Witzfigur für China.


-

Ob China die USA oder Obama als Witzfigur ansehen bezweifle ich doch stark, sonst wäre Taiwan schon längst wieder in China eingegliedert...

Und wegen Deutschland: 2 Banken von denen sie sich Geld leihen gehören zu den USA, also gehört ein Teil Deutschlands den USA jetzt? Nun China hat auch genug Schulden, bei wem schau ich direkt mal, nur Russalnd hat eine fast markellose Weste beim Thema Schulden.

VG
 
Das mit dem ideologischen Geplänkel hat man von House auch schon gehört.🙂
Ist das so?
Es ist aber keine Ideologie im Spiel. Der gute Prof. Heinloth ist Physiker. Er nimmt einfach die gesamte Menge Uran, die es auf der Erde gibt und berechnet dann aus dem jährlichen Bedarf den Deckungszeitraum.
Physiker hin oder her. Das IPPC-Kosortium besteht auch aus Wissenschaftlern und verbreitet trotzdem politisierten Müll.
Er lässt dabei aussen vor, dass nur das Uran nutzbar ist, das wir abbauen können. Wirtschaftlich heisst dabei übrigenens nicht nur bezahlbar, sondern in erster Linie, dass man nicht mehr Energie in das Ausbeuten stecken darf, als man aus dem gewonnenen Rohstoff Energie gewinnen wird. Verstehst du?
In Salzseen oder Salzwüsten ist die Konzentration beispielsweise größer. Wie es mit einer möglichen Energiebilanz ausschaut, weißt du nicht. Und schon gar nicht für den benannten Zeitraum in 70 Jahren. Jene Reserven sind schlichtweg heute nicht rentabel abzubauen. Das bedeutet wirtschaftlich.

Außerdem war nicht nur die Rede von Uranvorkommen in Meersalzen, sondern auch die Rede von Thorium, Brüter usw., deren Möglichkeiten durch eine mögliche Verteuerung des Uran erst in Betracht gezogen werden. Auch sie lohnen sich heute nur nicht, weil nicht wirtschaftlich.
 
Ich habe keine Ahnung 😱

VG


Vielleicht hat sie (die lebenserfahrene) sich ja darauf bezogen:................?????

Ich denke und hoffe mal das Obama zum größtenteil hält was er sagt. Man sollte vielleicht nicht deutsche Politiker auf amerikanische schließen (<- es gibt natürlich auch deustche, die ihr Wort halten und amerikanische die das nciht tun)

Die USA sind momentan, trotz der wirtschaftskrise, immernoch das mächtigste Land und Obama ist momentan an der höchsten Spitze der Macht auf Erden. Wenn er es schon nicht schafft zur Vernunft zu rufen und seine Pläne durchzusetzen die weltweite Auswirkungen hat wer dann???

Wie lange sind A-waffen eigentlich haltbar?

Obama wird es auf jedenfall schaffen die Anzahl der Atomwaffen weltweit zu senken, wenn er es wirklich vorhat. Unterstützung würde er genug bekommen, nur die Atomwaffenliebhaber sind auch nciht zu Unterschätzen.
Wir werden ja sehen welchen Weg Obama gehen wird.

Könnte doch sein??? Gruß jm 😛
 
@ JustLike me

Da habe ich wohl etwas wirr geschrieben 😀
Erkennt man wenigstens was ich sagen wollte?

VG
 
Zitat:

Komisch, dass der Strom aus der Steckdose von Atomkraftwerken günstiger ist, als jener aus anderen Kraftwerken. Und das Obwohl der Staat die Atomkraft nicht subventioniert 🙄 . hmmm ..
--------------------------------------------------------------

Stimmt nicht. Man kann heute zu Anbietern wechseln, die Strom aus erneuerbaren Energien billiger anbieten als Atomstrom.

Und natürlich gibt es nichts, was nicht so hoch subventioniert wird, wie Atomstrom.

Zitat:

Staatliche Mittel für Bau und Betrieb von Atomanlagen in Deutschland (Auswahl)
​
​
Bau von Forschungsreaktoren​

ca. 20 Mrd. €​

Öffentlicher Finanzierungsanteil an gescheiterten Projekten („Schneller Brüter“ Kalkar, WAA Wackersdorf, THTR Hamm-Uentrop, AKW Mülheim-Kärlich)​
ca. 9. Mrd. €​
Castor-Transporte
3 Mrd. €​
​
Neubauten von Atomanlagen waren und sind neben staatlichen Mitteln auf Risikokapital angewiesen, welches wiederum die Kapitalkosten erhöht. Unter den Bedingungen liberalisierter Strommärkte wird die Refinanzierung neuer Atomkraftwerke durch die hohen Anfangsinvestitionen und die überdurchschnittlich langen Kapitalrücklaufzeiten grundsätzlich in Frage gestellt.
Die Gewährleistung der Sicherheit der hochkomplexen Anlagen erfordert hohen finanziellen Aufwand, z.B. für Nachrüstungen, die mit zunehmendem Alter der Anlagen kostenintensiver werden. So fielen z.B. für „sicherheitstechnische Optimierungen“ am AKW Biblis A zwischen 1999 und 2005 rund 540 Mio. € an. Die britische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield erhielt im März 2005 eine staatliche Unterstützung von 184 Mio. Pfund, um den Betrieb technisch und wirtschaftlich zu sichern. Der privatisierte AKW-Betreiber British Energy hat allein 2002 - 2004 7 Mrd. € Direktsubventionen zur Aufrechterhaltung von Sicherheitsstandards erhalten.
Vor dem Hintergrund ihrer unsicheren „Performance“ und eingeschränkten Flexibilität(z.B. durch zeitweise Stilllegungen durch Störfälle und aufwändiges Abschalten und Wiederhochfahren) wird der Betrieb von Atomanlagen auch ökonomisch zu einem Risiko. Angesichts der Probleme, die Kosten für den Bau von
Atomanlagen zu kontrollieren, verzichtete die Weltbank bisher grundsätzlich auf die Kreditvergabe für Nuklearprojekte.
Hohe Kosten verursacht auch der hohe Energieeinsatz, der notwendig ist, damit es überhaupt zur Stromgewinnung aus Uranerz kommen kann. Die Produktionskette reicht vom Tagebau, der Aufbereitung, Konvertierung, Anreicherung und Brennstoffproduktion zum Einsatz im AKW und führt dabei auch zu massiven Verlusten hinsichtlich der Energieausbeute. So sind z.B. zur Deckung des Strombedarfs der französischen Urananreicherungsanlage Pierrelatte rund drei der vier Blöcke des benachbarten AKW Tricastin notwendig. Hinzu kommen 41 Mrd. kWh Gas- und 21 Mio. m3 Wasserverbrauch im Jahr.

Der Wirkungsgrad von Atomkraftwerken ist mit 31% dagegen sehr schwach. Rund zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie gehen zwischen dem AKW und dem Verbraucher verloren. Ein Einsatz effizienter Kraft-Wärme-Koppelung ist bei Atomkraftwerken nicht möglich.

Wenn auch nur geringfügig an den Betriebskosten beteiligt, werden die Brennstoffkosten durch die Verknappung von Uran in Zukunft weitere Preissteigerungen verursachen. Der Preis für 1 Pfund (lb) Urankonzentrat (U3O8) ist von 7 US$ im Jahr 2000 bereits auf 36 US$ in 2006 gestiegen.
​
Durchschnittliche Zusammensetzung der Stromerzeugungskosten aus Atomenergie
infoblatt_kosten_atomenergie06_de_grafik1.jpg

(Diehl, Peter: Reichweite der Uran-Vorräte der Welt. Hamburg 2006)
​

2. Unverantwortlich: Die gesellschaftlichen Kosten der Atomenergie
Die Folgeschäden und sonstigen externen Kosten des Betriebs von Atomanlagen werden von der Gesellschaft übernommen. Im Falle eines Super-GAUs, einem Reaktorunfall mit massivem Austritt von Radioaktivität, tragen die Opfer die Kosten.

Beispiel Tschernobyl:
Die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl forderte bisher rund 70.000 Todesopfer. 350.000 Menschen mussten aus den - dünn besiedelten - betroffenen Regionen evakuiert werden, bis zu 800.000 eingesetzte Liquidatoren erkrankten größtenteils an Herz-Kreislauf, Magen-Darm- und Augenkrankheiten, 162.000 km2 sind verseucht, insgesamt rund 9 Mio. Menschen unmittelbar betroffen. In Weißrussland stieg die Krebsrate um 40%. Auch im übrigen Europa nahmen Fehlbildungen zu.


Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden eines Super-GAUs in Deutschland beläuft sich nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums auf rund 5.000 Mrd. €. Bei einem Unfall im AKW Krümmel/Elbe müssten je nach Windverhältnissen ca. 1,2 Mio. Menschen evakuiert werden. 40.000 bis 110.000 Menschen würden an Krebs erkranken und nach 50 Jahren wären rund zwei Drittel der Stadt Hamburg noch unbewohnbar. Wissenschaftlich unstrittig ist, dass schon Niedrigstrahlung Krebs verursacht. Folgen des so genannten „Normalbetriebs“ von Atomanlagen sind damit u.a. genomische Instabilität, Erbgutmutationen, gehäufte Missbildungen und Zellalterung.


Noch nicht abzusehen sind die Kosten für den Abriss von Atomanlagen und den sicheren Abschluss des angefallenen radioaktiven Materials von der Biosphäre. Ein Abklingen der Strahlung auf ein für Mensch und Umwelt ungefährliches Niveau ist erst nach rund 250.000 Jahren, d.h. der zehnfachen Halbwertszeit von Plutonium, zu erwarten.


In den Betreiberländern decken die Rückstellungen für den Abbau und die Lagerung radioaktiven Materials - wenn überhaupt angelegt - oft nur einen Bruchteil der zu erwartenden Kosten. In der Slowakei werden z.B. die bisher 400 Mio. € Kosten für die Stilllegung des AKW Bohunice nun durch einen Aufschlag auf den Strompreis direkt an die Verbraucher weitergegeben. In Großbritannien brauchte die finanziell angeschlagene Betreibergesellschaft die für den Rückbau von Atomkraftwerken an sie gezahlten staatlichen Subventionen vor ihrem Konkurs selbst auf. Die bisherigen Kosten für Stilllegungen, Rückbau und Sanierung von Lagerstätten werden in Deutschland auf 14,5 Mrd. € geschätzt. Diese drohen analog zu den Baukosten zu explodieren.
​
Staatliche Mittel für den Abbau von Atomanlagen in Deutschland (Auswahl)

​
Sanierung Urantagebaugebiet Wismut
6,6 Mrd. €​
Stilllegung und Rückbau von Atomanlagen
2,5 Mrd. €​
Abriss Versuchsreaktor Jülich
0,5 Mrd. €​
Betrieb und Stilllegung Atommülllager Morsleben
1,2 Mrd. €​

3. Unverzichtbar für die Atomenergie: Subventionen und Privilegien
Um den kommerziellen Betrieb von Atomanlagen überhaupt zu ermöglichen, sind umfangreiche staatliche Förder- und Finanzinstrumente zur Verfügung gestellt worden. Alleine über den EURATOM-Vertrag der heutigen Europäischen Union wurden seit 1957 - ohne parlamentarische Kontrolle - ca. 400 Mrd. € Fördermittel gezahlt.
Subventionen für Forschung und Entwicklung der Atomenergie (IEA, nach heutigen Preisen, ohne Investitionsbeihilfen, ohne EU-Mittel, ohne Frankreich)
EU-Länder
1974 - 1998
55 Mrd. US$
OECD-Länder
- 1973
150 Mrd. US$

1974 - 1992
168 Mrd. US$
weltweit
seit 1950er
ca. 1000 Mrd. US$​

Forschungsmittel, Beihilfen und Kredite für Atomenergie in der Europäischen Union
EU-Atomforschung
1994 - 2006
3,7 Mrd. €

2007 - 2011
3,1 Mrd. €
EURATOM
seit 1957
ca. 400 Mrd. €​

Insbesondere die Kernfusionstechnologie hat im Forschungsbereich umfassende Fördermittel verbraucht bzw. wird weitere Mittel aus öffentlichen Haushalten in Anspruch nehmen.
Staatliche Mittel für die Fusionsforschung
ITER-Testreaktor
Verfügbarkeit ab Mitte der 2020er Jahre geplant
3,5 Mrd. US$
Demonstrationsreaktor
geplant nach ITER-Testreaktor
8 Mrd. US$
ITER-Projekt
bisher
10,7 Mrd. €
sonstige
weltweite
Kernfusions-
forschung
1974 - 1998
28,3 Mrd. €​

Fusionsforscher erwarten Baukosten von 2,4 - 4,8 Mio. US$ pro MW installierter Leistung, was umgerechnet Stromerzeugungskosten von 14 - 38 ct/kWh bedeuten würde.
Die fehlende Versicherung von Unfällen und Folgeschäden des Betriebs von Atomanlagen stellt eine weitere Begünstigung der Anlagenbetreiber und damit gleichzeitig eine Vergesellschaftung des Anlagenrisikos dar. Dieses wird von keiner Versicherung getragen.

Das deutsche Atomgesetz (AtG) verlangte vor diesem Hintergrund von den Betreibern bis 2001, dass Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zur Höhe von 1 Mrd. DM abgedeckt werden müssen (AtG, § 13). Den Betreiber selbst traf eine Deckungsvorsorge von höchstens 500 Mio. DM, darüber hinaus gehende Schäden sollte der Staat tragen. Dieser Betrag deckt aber weniger als 0,1% der real möglichen Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden im Falle eines Störfalls ab, d.h. kann eher als "symbolisch" verstanden werden gegenüber den möglichen Kosten eines atomaren Super-GAUs in Deutschland in Höhe von 5.000 Mrd. €. Mit der rot-grünen Novellierung des Atomgesetzes im Sommer 2001 wurde die Deckungsvorsorge der AKW-Betreiber auf nun 2,5 Mrd. Euro erhöht, womit jedoch weiterhin nur ein Bruchteil möglicher Schäden abgedeckt und versichert ist. Würde das volle Risiko abgedeckt, würde sich der Preis von Atomstrom um 21,5 bis 50 ct/kWh verteuern.
Betreiber von Atomkraftwerken profitieren neben der Steuerbefreiung für Kernbrennstoffe in Deutschland von den steuerfreien Rückstellungen der Betreiber für den Abbau von Anlagen und die Lagerung radioaktiven Materials. Die betroffenen Energiekonzerne haben durch diese Regelung Mittel in Höhe von ca. 30 Mrd. € angesammelt, deren Kapital- und Zinserträge frei verwendet werden können, z.B. für den Aufkauf von Konkurrenten oder den Einstieg in neue Geschäftsfelder. Ob die Gelder in Zukunft z.B. nach Fusionen oder Unternehmenskrisen noch verfügbar sein werden, ist dagegen nicht gesichert. Dem Bundeshaushalt entgehen durch den Verzicht auf die Besteuerung jährlich Steuereinnahmen von bis zu 20 Mrd. €.

Betreiber von Atomkraftwerken sind außerdem durch die Befreiung vom Emissionshandelssystem begünstigt. Die Produktionskette zur Herstellung des atomaren Brennstoffes verursacht umfangreiche Emissionen von Treibhausgasen (ca. 34 g CO2/kWh) - wenn auch nicht am AKW selbst. Trotzdem gibt es für die Atomindustrie im Gegensatz zur fossilen Energiewirtschaft keine Beschränkung ihrer Ausstoßmengen, d.h. Betreiber oder Bauherren von neuen AKW werden gegenüber fossilen Kraftwerken begünstigt und müssen weder Kosten für ihre Emissionen tragen noch diese reduzieren.
Die Bundesregierung hat ferner zwischen 1969 und 2000 durch Exportkredite mit Bundesbürgschaften in Höhe von 6 Mrd. € den Export deutscher Atomtechnologie nach Brasilien, Argentinien, in den Iran und andere Länder gefördert (sog. „Hermesbürgschaften“). Wurde der Betreiber im Empfängerland zahlungsunfähig, zahlte der Bundeshaushalt den Exporteur aus.
Nicht zuletzt übernehmen die öffentlichen Haushalte die Kosten für den Transport von Atommüll. Allein für die Rücktransporte von hochradioaktivem Atommüll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague in das Atommüll-Zwischenlager Gorleben verursachen jährlich Kosten von zwischen 30 - 50 Mio. €. Der Transport von 1997 verursachte mit 30.000 beteiligten Sicherungskräften den bisher größten Polizeieinsatz der Bundesrepublik Deutschland.
Zusammenfassung
Atomenergie kann nur unter Rückgriff auf staatliche Subventionen sowie Privilegien gegenüber anderen Energiequellen auf den Strommärkten kommerziell genutzt werden. Auch 50 Jahre nach dem Einstieg in die Atomenergie benötigen die Betreiber von Atomanlagen weiterhin einen Förderaufwand, der mit dem einer vor ihrer Markteinführung stehenden Technologie zu vergleichen ist. Die in der Produktionskette entstehenden oder verborgenen Kosten machen eine effiziente und versorgungssichere Stromproduktion unmöglich. Ihre Folgen stellen auf unabsehbare Zeit eine gesamtgesellschaftliche Belastung dar, die nicht zu verantworten ist.
Kennzeichnend für die Struktur der Stromproduktion aus Atomenergie ist das Abwälzen von Kosten und Risiken auf die Gesellschaft bei gleichzeitiger Privatisierung der kurzfristigen Gewinne.
Ausblick: Laufzeitverlängerungen?
Je älter ein Atomkraftwerk, desto störungsanfälliger, aber auch umso profitabler ist sein Weiterbetrieb. Die Bau- und Kapitalkosten sind gewöhnlich abgeschrieben, während die laufenden Betriebskosten verhältnismäßig gering bleiben. Voraussetzung ist, dass Nachrüstungen unterbleiben und ein Bestandsschutz gewährt wird, wie in Deutschland seit 2001 mit der Vereinbarung von Bundesregierung und Stromkonzernen über die Laufzeiten von
Atomkraftwerken, dem so genannten „Atomkonsens“. Die Erzeugungskosten einer Kilowattstunde Atomstrom können unter diesen Bedingungen auf bis zu 1 ct gesenkt werden und durch Verkauf zum Strombörsenpreis Gewinnmargen von bis zu 500% erzielt werden. Diese Vorteile werden jedoch nicht an die Endverbraucher weitergegeben. Der Strompreis bleibt hoch. Zusätzliche Laufzeitverlängerungen ermöglichen dann Nettogewinne von ca. 300 Mio. € je Atomkraftwerk und Betriebsjahr.
Ausblick: Neubau von Atomkraftwerken?
Die nicht nur in Deutschland geforderte zusätzliche Verlängerung von AKW-Laufzeiten macht deutlich, dass die Atomwirtschaft vor Neuinvestitionen in ihre Kraftwerkstechnologie zurückschreckt. So werden trotz der von der Bush-Administration angebotenen Steuervergünstigungen und vereinfachten Genehmigungsverfahren in den USA keine Neubauten von Atomkraftwerken erwartet.
Möglich sind diese nur mit Hilfe von Marktverzerrungen, staatlichen Subventionen und Dumpingpreisen der Reaktorbauer. Die Entscheidung für den Bau des neuen Europäischen Druckwasserreaktors EPR im finnischen Olkiluoto ist aufgrund von Stromabnahmegarantien der Auftraggeber, einem halbstaatlichen Industriekonsortium, gefallen. Finanziell attraktiv wurde der Neubau erst durch den vom deutsch-französischen Reaktorbauer Areva garantierten Fixpreis von nur 3,2 Mrd. €. Dieses „schlüsselfertige“ Angebot für den neuen EPR geht in seiner Kalkulation jedoch von bisher unerreichten 60 Jahren Betriebsdauer und einer Verfügbarkeit von 90% aus, wobei die Bauzeit nur 57 Monate betragen soll. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass bei einem Prototypen diese hypothetischen Idealzahlen erreicht werden. Steigen die Kosten über den Fixpreis, trägt der Reaktorbauer Areva, und damit der französische Steuerzahler bzw. die Siemens-Aktionäre, die Kosten. Areva hat für den Bau des EPR in Finnland außerdem Vorzugskredite der Bayerischen Landesbank sowie Staatsbürgschaften der französischen Exportkreditagentur Coface erhalten. Diese sichert üblicherweise nur Exportprojekte in risikoreiche Entwicklungs- und Schwellenländer ab.
 
Ja, so ähnlich wie das mit dem "politisierten Müll", den du der IPPC unterstellst.

Physiker hin oder her. Das IPPC-Kosortium besteht auch aus Wissenschaftlern und verbreitet trotzdem politisierten Müll.
Was ich dir sagen will ist, dass ein Physiker sich von seiner Fachrichtung her zwar mit den Prinzipiellen, aber nicht mit den tatsächlichen Verhältnissen auf unserer Erde auskennt. Wenn ein Physiker z.b. ein Endlager planen müsste - dann würde er gucken wie durchlässig Salz im Labor ist. Auf der Grundlage würde er möglicherweise sagen: Wenn ein Salzstock so und so dick ist, bietet er ausreichenden Schutz. Ein Geologe müsste dann ergänzen, dass Salzstöcke nicht homogen sondern plastisch sind und dass es Risse und Grundwasser führenden Schichten gibt.
Unsere Erde ist halt komplex. Es müssen mehrere Fachrichtungen zusammenarbeiten, wenn man sinnvolle Lösungen finden will.
So ähnlich ist das mit den Lagerstätten. Was der Physikprofessor schreibst, ist zwar korrekt - aber es ist nicht umsetzbar und hilft nicht weiter.

Wie es mit einer möglichen Energiebilanz ausschaut, weißt du nicht.
Woher weisst du eigentlich was ich nicht weiss?🙂
 
Stimmt nicht. Man kann heute zu Anbietern wechseln, die Strom aus erneuerbaren Energien billiger anbieten als Atomstrom.
Dein rotziger Ökostrom wird von Jahr zu Jahr hoch subventioniert. Im hohem Milliardenbereich. Deshalb diese Preise.
Und natürlich gibt es nichts, was nicht so hoch subventioniert wird, wie Atomstrom.
[sinnentleertes Einstellen ideologischer *****]
Mit diesem sinnlosen Rumgeschmeiße von Zahlen werde ich mich jetzt sicher nicht auseinandersetzen. Fakt ist, dass der heutige Atomstrom, ob nun vor Ewigkeiten subventioniert oder nicht, günstige Energie liefert. Es ist deshalb der größte Schwachsinn sichere, rentable Anlagen abzuschalten. Allein darum geht es mir.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben