Aber wenn ich lese, welchen Preis Du dafür gezahlt hast .... Hat es sich dennoch für Dich gelohnt - ich glaube nicht.
Ehrlich gesagt war doch mein Arrangement, dass die Beziehung zu meiner Geliebten meine "tröge" Ehe ganz "hervorragend" ergänzt hat. Für meinen Kick haben Geliebte, Ehefrau und Kind eine Menge gezahlt. Das schreibe ich nicht grinsend sondern voller Scham.
Ich habe bis jetzt mit dieser Sache verdammt viel Schwein gehabt. Ich hätte auch leicht Frau und Geliebte verlieren können - das wäre unter dem Titel ausgleichende Gerechtigkeit sicher fairer gewesen.
So bin ich am Ende fast noch ein "Gewinner" weil ich das erste Mal alles bis zum Ende durchbringen musste.
Wenn ich das richtig lese, dann hattest Du schon nicht selten nebenher genügend ONS und diese Affäire war auch nicht Deine erste. Und hätte sich Dir Deine Geliebte sich nicht so in Deine Arme geworfen, dann wärst Du der "gespielt brave" Ehemann in dieser Zeit geblieben ...??? Das klingt ja fast so, was hätte ich denn machen sollen ... sie kam und ich wollte ... oder wie?
Quatsch, als Opfer einer "Verführung" sehe ich mich nun wirklich nicht. In dem konkreten Fall hatte ich zwar nicht "gebaggert" aber ich musste nicht wirklich überredet werden. Wie ein Junkie meint man anfangs auch, man hätte das schon im Griff ...
Für mich entsteht der Eindruck, dass Du sehr blumenreich Deine Geschichte hier beschreibst mit dem Motiv, dass Dir ja nichts anderes übrig bleibt, als das zu tun ... Dir den Kick fürs Leben draußen zu holen, als warten dort alle frustierten Menschen nur darauf, sich auf solche Geschichten einzulassen.
Ich hoffe, dem Eindruck konnte ich widersprechen?
Und dass man sich auch irren kann bei der Partnerwahl, dass es Gründe gibt, eine Ehe zu beenden - kein Thema - aber dann sollte man doch einen Schlussstrich ziehen und ehrlich gehen. Ich kann Dir - Exer - mit Deiner Einstellung nicht folgen.
Das Leben ist offensichtlich nicht so, man verliebt sich, heiratet, entliebt sich, trennt sich .... Es gäbe sonst nicht so viel Dreiecksbeziehungen, Betrogene und Betrüger(-innen). Von außen betrachtet ist vieles eindeutig und klar entscheidbar. Ich habe hier versucht darzustellen, wie ambivalent des Leben des "Geigers, des Schweins"
😉 ist. Damit möchte ich mich nicht bebauchpinseln. Dass das Verhalten unehrlich und moralisch verwerflich ist, muss ich hier nicht diskutieren. Wichtig ist mir zu klären, was die Ursachen der ambivalenten Gefühlsgemengelagen sind, die zumindestens Fremdgeher und Geliebte dazu bringen, das Spiel so weit auszureizen.
Für mich bestätigt sich dieses Klischee wieder: wenn die Sache zu heiß wird (sprich: einer der Partner der Affaire verliebt sich), dann erinnert man sich an die Werte, die man hat, an die Jahre, die vergingen ... Dabei ist auch das oft nur wieder eine Flucht. Und am Ende zerbrechen dann oft genug alle daran.
Ich habe meine Geliebte geliebt - heiß und innig - und habe erfahren, dass ich meine Frau so liebe, dass ich sie nicht verlassen kann, dass mir meine Familie so viel bedeutet, dass ich sie nicht zerstören kann. Um mir letzteres bewusst zu werden, hätte es der Affäre nicht bedurft.