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2012 Bewusstseinssprung?!

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Selbstverständlich lernt die Masse dazu. Es sind nur Einzelne die stehenbleiben.

Stimmt.
Etwas, das der Mensch vielen Tieren voraus hat. Die lange Zeit des Erwachsenwerdens. Zeit, die genutzt wird, um aus der Erfahrung der Eltern und deren Eltern usw. zu lernen.
Dieser Bestand macht den Fortschritt erst Möglich.
 
Das ist Erziehung gewesen, Peter. Umerziehung, um genau zu sein.
Das allerdings kann genauso gut wieder in die andere Richtung schlagen

Das wir keine Hexen mehr verbrennen - Erziehung ? Oder diesen Nationalismus ab 1960 gegenüber Gastarbeitern hier aus Europa - z.B. Italienern ?

Ne, das ist viel zu pessimistisch gesehen von dir, Doc.

Peter

PS: Aber selbst wenn - das Massenbewusstsein ist träge, wenn aber die "kritische" Masse überschritten ist, schlägts so schnell nicht wieder um.
 
Selbstverständlich lernt die Masse dazu. Es sind nur Einzelne die stehenbleiben.

Tut sie nicht, nicht nachhaltig. Eine Generation kann vielleicht lernen, etwas kann sich in ihr kollektives Gedächtnis einbrennen. Aber spätestens bei der über-nächsten Generation ist das meiste verflogen.

Allerdings will ich nicht verschweigen, dass das auch was gutes hat.
So kann es immer wieder einen "frischen" Start geben.
 
Hallo Dr. House!

Das ist Erziehung gewesen, Peter. Umerziehung, um genau zu sein.
Das allerdings kann genauso gut wieder in die andere Richtung schlagen.

Der Mensch hat kein genetisches Gedächtnis. Ein Mensch wird völlig ohne Wissen geboren.
Ich bin zwar kein Biologe, aber der Mensch ist auch nur ein Tier. Und gewisse Erfahrungen, die die Masse der Menschheit macht, schlagen sich auch im Verhalten des Individuums nieder. ZB erkläre ich mir dadurch die Spinnenphobie oder dass wir uns erschrecken, wenn es laut knallt. Oder gewisse Fluchtinstinke...
 
Tut sie nicht, nicht nachhaltig. Eine Generation kann vielleicht lernen, etwas kann sich in ihr kollektives Gedächtnis einbrennen. Aber spätestens bei der über-nächsten Generation ist das meiste verflogen.

Allerdings will ich nicht verschweigen, dass das auch was gutes hat.
So kann es immer wieder einen "frischen" Start geben.
Ich denke, dass vor allem das Wissen immer mehr anwächst. Die Qualität und Quantität von Wissen wächst ständig. Dass zB der Umgang mit der Gesundheit auf einen Stand von vor 200 Jahren zurückfällt, ist doch sehr unwahrscheinlich. Dazu müßte unter anderem der Zugang zu den Medien, die dieses Wissen speichern, unterbunden werden.
 
Zu behaupten, dass die Masse nichts dazulernt, würde bedeuten, die Evolution zu leugnen. Die Menschheit als Ganzes verbessert sich ständig im Sinne der Evolution.

Oft sind es die Einzelnen, die untergehen, weil sie nicht "lernen" wollen oder können. Da scheint mikenull Recht zu haben.

Dr. House meinte:
Allerdings will ich nicht verschweigen, dass das auch was gutes hat.
So kann es immer wieder einen "frischen" Start geben.
Einen "frischen Start" kann es erst geben, wenn die Kontinuität der menschlichen Entwicklung unterbrochen wäre, also nach einer Vernichtung der Menschheit.
 
Um mal zum Thema zu kommen - es wird keinen Bewusstseinssprung geben. Wo sollte der denn herkommen, und wieso ?
Meiner Meinung nach wird es einen Bewusstseinssprung geben, nämlich dann, wenn die Leute wirklichen Mangel verspüren, werden sie merken dass nicht-nachhaltiges, Ressourcen-aufbrauchendes, Leben nicht funktioniert.

Bewusstseinssprünge gibt es doch immer wieder. Eine Idee wird von einigen eingebracht, dann schwelt sie wie ein schlummernder Erreger in wenigen Köpfen, und wenn die Bedingungen passen, wenn das Immunsystem der Menschen geschwächt ist, schnappt sich die Idee die Köpfe von ein paar Meinungsführern und sobald sie da ist, kann sie bei entsprechendem Umfeld wie eine Epidemie alle infizieren. Genauso laufen auch Revolutionen (also mit Volksbeteiligung) ab, du brauchst ein Konzept, und musst dann hoffen dass die richtigen Umstände kommen.

Und in der Biologie wird das ja mittlerweile auch angenommen, dass sich evolutionäre Veränderungen nicht nur kontinuierlich vollziehen, sondern sich auch mehrere Genmutationen ansammeln, die erstmal keine Auswirkungen haben, das Tier noch nicht verändern, und dann wird irgendwo ein Schalter umgelegt und mehrere der schlummernden Mutationen werden gleichzeitig bedeutsam und das Äußere, der Phenotyp, ändert sich innerhalb von wenigen oder einer Generation sprunghaft.

So, und jetzt mal nen möglichen Bewusstseinssprung beschrieben: in den nächsten Jahren werden die Meisten noch denken dass wir nie ein Energieproblem bekommen, und im Zweifel am nicht ausreichenden Öl die Scheichs Schuld tragen. In paar Jahren haben wir dann nen reellen Mangel, und dann werden auch die Medien das so groß und ausufernd thematisieren, dass die große Masse, genauso wie zum sinnlosen Mülltrennen, dann zum ressourcenschonenden Verhalten und Denken umschaltet. Damit meine ich nicht so ein bißchen larifari und nette Absichten demonstrieren, sondern echte Anstrengungen im Sinne des kompletten Umbaus der Gesellschaft.

Ausserdem werden wir akzeptieren müssen, dass Wachstum für Jahrzehnte undenkbar werden wird. Überlegt mal, die ganze heutige Wirtschaft, alles auf ständige Expansion ausgerichtet, wenn die sich auf dauerhafte Schrumpfung ausrichten muss. Das Beides wird im Vergleich zu den vorrigen Jahrtausenden ein immenser Bewusstseinssprung. Wird vermutlich zu spät sein, aber ich denke wir werden nochmal zeigen, dass wir es immer schon gekonnt hätten, nachhaltig *mit* der Welt, und nicht ausnutzend auf ihr, leben.

Letztens in "der Tag an dem die Erde stillstand": "wir verändern uns erst, wenn wir direkt am Abgrund stehen".
 
Zitate von EuFrank:

Ich bin zwar kein Biologe, aber der Mensch ist auch nur ein Tier. Und gewisse Erfahrungen, die die Masse der Menschheit macht, schlagen sich auch im Verhalten des Individuums nieder. ZB erkläre ich mir dadurch die Spinnenphobie oder dass wir uns erschrecken, wenn es laut knallt. Oder gewisse Fluchtinstinke...
Das mit der Spinne ist nicht korrekt. Es gibt verschiedene Untersuchungen die zeigen, dass diese Phobie von Eltern auf ihre Kinder vererbt wird. Haben Eltern keine Angst vor Spinnen, so werden die Kinder aller Wahrscheinlichkeit nach auch keine entwickeln.

Des weiteren führst du hier Instinkte an, die ich aber so nicht gemeint habe. Ich sprechen von Wissen, welches nicht biologisch weiter vererbt werden kann.

Ich denke, dass vor allem das Wissen immer mehr anwächst. Die Qualität und Quantität von Wissen wächst ständig. Dass zB der Umgang mit der Gesundheit auf einen Stand von vor 200 Jahren zurückfällt, ist doch sehr unwahrscheinlich. Dazu müßte unter anderem der Zugang zu den Medien, die dieses Wissen speichern, unterbunden werden.
Stimmt, unser Wissen wächst immer weiter an.

Merkst du aber was davon? Eher nein, würde ich sagen.
Wissen ist eine Sache, sich Zugang zu diesem Wissen zu verschaffen, es zu verstehen und daraus zu lernen, eine andere.

Viele von den absurden Behauptungen hier in diesem Thread würden so gar nicht erst entstehen, wenn sich manche einfach mal in eine Bibliothek begeben würden.

Zu behaupten, dass die Masse nichts dazulernt, würde bedeuten, die Evolution zu leugnen.
Nein, du verwechselst da etwas. Die Evolution hat nichts mit Wissen zu tun, sondern mit Anpassung an die Umwelt, an Lebensbedingungen - u.a.

Im Übrigen ist das auch ein unbewusster und sehr langsamer Prozess, der nichts mit der Ansammlung von bewusstem Wissen zu tun hat.

Einen "frischen Start" kann es erst geben, wenn die Kontinuität der menschlichen Entwicklung unterbrochen wäre, also nach einer Vernichtung der Menschheit.

Nein, so ist das nicht gemeint. Man stelle sich mal vor, es gäbe ein genetisches Gedächtnis. Dann würden natürlich nicht nur die positiven Erfahrungen vererbt, das positive Gelernte weitergegeben, sondern auch das negative.

So könnte es niemals eine wirkliche Versöhnung zwischen ehem. Feinden, z.B. Staaten oder ethnischen Gruppen, geben.
 
Hi Max,

ich stimme dir voll und ganz zu - nur wird sich das über Jahre hinziehen, und nicht im Jahr 2012 geschehen. Dieses Datum macht man ja an Nostradamus und dem Maya-Kalender fest. Dass diese Entwicklung eintreten wird und muss ist klar. Nur überleg dir mal, eine andre Wirtschaftsordnung, auf Nachhaltigkeit statt Wachstum ausgelegt, damit einhergehend eine neue Finanzordnung - was das für eine riesige Umstellung wäre. 🙂

Peter
 
Hallo Dr. House!

...

Stimmt, unser Wissen wächst immer weiter an.

Merkst du aber was davon? Eher nein, würde ich sagen.
Wissen ist eine Sache, sich Zugang zu diesem Wissen zu verschaffen, es zu verstehen und daraus zu lernen, eine andere...
Als Beispiel möchte ich das medizinische Wissen anführen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir noch einmal hinter den aktuellen Wissensstand fallen werden.

Dies gilt zB im Umgang mit Bakterien, Viren, Infektionskrankheiten. Oder denke an die Erkenntnisse aus der Ernährungslehre.

Woher kommt wohl die so stark gestiegene Lebenserwartung?

Wo ist eigentlich Dein Glaube an den wissenschaftlichen Fortschritt geblieben? Hier wäre mal ein konstruktiver Platz für denselben. Aber warum Du ihn gerade hier nicht anbringst, obwohl Du ihn sonst gerne predigst, wundert mich 🙂.
 
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