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2012 Bewusstseinssprung?!

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Wo ist eigentlich Dein Glaube an den wissenschaftlichen Fortschritt geblieben? Hier wäre mal ein konstruktiver Platz für denselben. Aber warum Du ihn gerade hier nicht anbringst, obwohl Du ihn sonst gerne predigst, wundert mich .

Transhumanismus, Doc, wäre doch so ein Bewusststeinssprung, den du dir wünschen würdest, bzw. den aktiven Weg dahin. 🙂

Peter
 
Ich glaube, wir reden aneinander vorbei, EuFrank.

Ja, ich stimme dir zu: Dass wir hinter unser heutiges Wissen zurückfallen, ist sehr unwahrscheinlich.

Aber ich spreche eher von der Gesellschaft als Ganzes und von gesellschaftlichen Themen. Es macht für mich nicht den Eindruck, als sei die breite Masse heute in Relation wissender als vor 200 oder 500 Jahren.

Was meine ich damit? Es gibt heute einen gewissen Wissensschatz, den die Menschheit hat. Diesen Schatz hatte sie aber schon vor 200 oder 500 Jahren.

Er war kleiner, keine Frage. Aber auch die damalige Menschheit hatte einen Wissensschatz. Die damalige breite Masse wusste auch nicht alles aus diesem Wissensschatz.

Sie wussten das, was für sie in ihrem Alltag wichtig war. '

Auch die heutige breite Masse weiß nur das, was für sie in ihrem Alltag wichtig ist. Ihr Wissen ist in Relation zum verfügbaren Wissensschatz meiner Meinung nach gleich geblieben.

Wie ja bekannt sein dürfte, glaube ich als Transhumanist an die technologische Singularität. Also der Zeitpunkt, ab dem ein Mensch nicht mehr dem technologischen Fortschritt folgen kann, weil er sich durch intelligente Maschinen verselbstständigt hat.

Diese Art der Singularität gibt es heute schon, sie ist aber eine für die breite Masse. Das heißt, wenn man jemanden vor einen Computer setzt, der noch nie damit umgegangen ist und der PC gibt die Meldung, dass für das abspielen eines Internet-Videos Flash benötigt wird, dann können die meisten normalen PC-Nutzer damit was anfangen.

Sie wissen wofür Flash gebraucht wird und wo sie es herbekommen.
Mehr wissen sie - mich eingeschlossen - aber nicht. Sie können z.B. nicht sagen, wie Flash funktioniert. Es ist ein oberflächliches Wissen.

Natürlich gibt es heute Experten, die genau wissen, wie Flash funktioniert. Aber auch das wird, mit dem eintreten der Singularität, ein Ende haben. Dann werden auch die besten Experten dem KI generierten Fortschritt nicht mehr folgen können.

Aber wie gesagt, mir geht es eher um gesellschaftliche Themen.
Sowas wie ein Genozid kann bei allem Wissen immer wieder passieren, er passiert ja auch zur Zeit.

Sowas wie die Ungleichbehandlung von Mann und Frau kann meiner Meinung nach ebenfalls immer wieder passieren.

Transhumanismus, Doc, wäre doch so ein Bewusststeinssprung, den du dir wünschen würdest, bzw. den aktiven Weg dahin.
Natürlich, ich bin ja auch einer. Aber Transhumanismus ohen ein Regulativ KI, finde ich sehr gefährlich.
 
@Gregory: Lies StanisIaw Lem - Summa technologiae

Das Buch ist Jahrzehnte alt, aber beschreibt immer noch die ferne Zukunft, z.B. auch die Grenzen von Maschinensteuerung ohne menschlichen Einblick, und die Möglichkeiten, bzw. Unmöglichkeiten bei KI. Und noch vieles mehr interessantes ist da drin, z.B. wie man mittels Nanotechnologie Informationen züchtet und nicht mehr erforscht - Ende der 60er geschrieben!
 
Von dem Buch habe ich schon gehört, mich bisher jedoch nicht durchringen können, es auch zu kaufen.
 
Kauf dir doch nen speckig gebrauchtes bei amazon. Ich find gebrauchte alte Bücher haben mehr Charme. Wirklich, du wirst es nicht bereuen. Lem war mal das klügste Kind Südpolens 😉, hat noch im hohen Alter die Probleme des Indernetz analysiert (die Megabit-Bombe). Der bringt auf einer Seite mehr Infos, als manche in einem Kapitel bringen. Nichtmal Dantes Inferno hab ich so langsam lesen müssen.
Seine Romane und Kurzgeschichten sind aber auch genial. Empfehle zum Einstieg den Kurzgeschichtenband. "Die Sterntagebücher des Weltraumfahrers Ijon Tichy". Das was mal bei ZDF kam, war wirklich völlig daneben, hatte gar nix mit dem Witz des Buches zu tun.
Das Buch, die summa technologiae, kommt auch von Anfang der 60er und enthielt schon genaue Vorstellungen von virtueller Realität. Das ist Dimensionen von Jules Vernes Gespür für Trends entfernt.
 
Ich befürchte ich muss euch enttäuschen – wenn beim Menschen noch etwas zu erwarten ist – dann eine ‚kulturelle Evolution’, aber die biologische Evolution beim Menschen ist – zumindest z.Z – auf Eis gelegt. Dazu ist der Genpool zu groß. Sollte es durch eine Katastrophe, z.B. einen Meteor, einen Supervulkanausbruch wie Yellowstone oder vielleicht auch einen Atomkrieg zu einer Reduktion der Population kommen, dann wäre vielleicht wieder was möglich. (Die 'Epigenetik' lasse ich jetzt mal aus - die bewegt sich im Rahmen den das Genom ihr vorgibt)

Und was das Wissen angeht – dazu müsste man den Begriff erst einmal definieren. Unser ‚Wissen’ ist eine Kulturleistung. Und unsere ‚Kultur’ ist eine dünne Lage die schnell den Bach runter ginge, wenn sich die Umstände ändern. Das kann man z.B. schon bei Ländern sehen die sich im Krieg befinden. Bei einer weltweiten Katastrophe, bei der sämtliche Produktionsstätten betroffen, alle großen Städte zerstört, alle modernen Kommunikationsmittel vernichtet, Transport und Staatswesen betroffen wären – wir würden in die Steinzeit zurück fallen. Aber dann könnten wir wieder evolutionieren 😀
 
Und was das Wissen angeht – dazu müsste man den Begriff erst einmal definieren. Unser ‚Wissen’ ist eine Kulturleistung. Und unsere ‚Kultur’ ist eine dünne Lage die schnell den Bach runter ginge, wenn sich die Umstände ändern. Das kann man z.B. schon bei Ländern sehen die sich im Krieg befinden. Bei einer weltweiten Katastrophe, bei der sämtliche Produktionsstätten betroffen, alle großen Städte zerstört, alle modernen Kommunikationsmittel vernichtet, Transport und Staatswesen betroffen wären – wir würden in die Steinzeit zurück fallen. Aber dann könnten wir wieder evolutionieren 😀
Psst, nur mal unter uns beiden, die andern lesen jetzt mal weg: ich denke als erstes sollte man sich in solchen Zuständen der Optiker entledigen, damit wird man mittelfristig rund die Hälfte der dann halbblinden Konkurrenten um Ressourcen los 😀 😛 😉.
 
Die Evolution ist nicht nur dadurch auf Eis gelegt, Polux, sondern auch durch uns selbst, durch Wissenschaft.

Wir haben heute ein genaues Bild vom Menschen. Was er ist und wichtiger, was er nicht ist. Und jede gehäuft auftretende Anomalität, würde mit allen zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Mitteln, bekämpft werden.
 
Psst, nur mal unter uns beiden, die andern lesen jetzt mal weg: ich denke als erstes sollte man sich in solchen Zuständen der Optiker entledigen, damit wird man mittelfristig rund die Hälfte der dann halbblinden Konkurrenten um Ressourcen los .

Das du so fies sein kannst, Max, hätt ich ja garnich gedacht 😀

Naja, Polux, ach die schönen Endzeitfilm-Szenarien 😱 - stimmt, dann müssten wir wohl wenns überhaupt ginge, neu evolutionieren.

Ich hoffe aber, dass es nicht dahin kommt, und auch, das Gen- und Nanotechnologie für Anomalien eingesetzt werden, und nicht für mehr - uns verdummen lässt. Angeblich haben wir ja auch noch ne Menge freier Gehirnkapazitäten. Aber der Trend zur Verdummung ist jetzt schon da.

Peter
 
Das du so fies sein kannst, Max, hätt ich ja garnich gedacht 😀
Du weisst doch, schlechten Menschen gehts immer gut 😉.

Im übrigen könnte sich bei uns, auch ohne fehlenden Selektionsdruck aus der Umwelt (ohne Raubtiere/Menschen die Kurzsichtige rumkriegen), eine Weiterentwicklung des Phänotyp (so wird das nämlich geschrieben *g*) ergeben, durch in uns liegende, intrinsische Selektion.

Einfachstes Beispiel: Besiegen von vererbten Genkrankheiten durch PID. Das wäre ne evolutionäre Entwicklung. Screening der Eltern und wenn es reszessive Gene für schwere Erkrankungen gibt, starkes anraten von PID in Form von Embryo-DNA-Analyse oder bei der Auswahl von Zellhaufen bei in-vitro-Befruchtung.
Find ich auch ne humane Form der Eugenik, weil andere Embryos treibt man ja auch noch mit 11 Wochen ab. Warum dann also nicht viel kleinere Zellhaufen selektieren?

EDIT: Anderes Beispiel könnte, aus der Luft gegriffen, sein: Blonde Frauen werden i.A. (Ausnahmen-Regel) bei der Partnerwahl bevorzugt, und so kann sich auch ein reszessives Gen, ohne sonstige Vorteile, ein respektable "Anhängerschaft" verschaffen.
 
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