Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Paranoide Persönlichkeitsstörung

Hallo! 🙂

Ich lese schon eine ganze Weile in diesem interessanten Thread mit (na ja, nicht alles, aber ich verfolge das Meiste...) und diese Aussage deines Ex...

mein ex meinte mal, dass er keine kinder will. denn wenn das kind wird wie er, könnte er es nicht mit der schuld umgehen, es in diese welt gesetzt zu haben.... so viel zu seiner sichtweise.

...also in der Hoffnung dass ich jetzt nicht ins Fettnäpfchen trete, setzt diese Aussage deines Ex nicht voraus, dass er doch Kenntniss hat von seiner Störung und seinem "abnormen" Verhalten?

Wie sonst sollte er dann diese Aussage tätigen?

Auf der anderen Seite - jetzt mal einen Gedankengang weiter - hab ich auch schon häufig gelesen und mitbekommen, dass psychologische Muster und Verhaltensweisen vererbbar sind. Insofern wäre es doch vielleicht sogar als "Verantwortungsbewusst" zu bezeichnen, wenn dein Ex vermeiden möchte, seine Störung evtl. an den Nachwuchs weiterzugeben...oder...? 😕
 
Hallo! 🙂

Ich lese schon eine ganze Weile in diesem interessanten Thread mit (na ja, nicht alles, aber ich verfolge das Meiste...) und diese Aussage deines Ex...



...also in der Hoffnung dass ich jetzt nicht ins Fettnäpfchen trete, setzt diese Aussage deines Ex nicht voraus, dass er doch Kenntniss hat von seiner Störung und seinem "abnormen" Verhalten?

Wie sonst sollte er dann diese Aussage tätigen?

Auf der anderen Seite - jetzt mal einen Gedankengang weiter - hab ich auch schon häufig gelesen und mitbekommen, dass psychologische Muster und Verhaltensweisen vererbbar sind. Insofern wäre es doch vielleicht sogar als "Verantwortungsbewusst" zu bezeichnen, wenn dein Ex vermeiden möchte, seine Störung evtl. an den Nachwuchs weiterzugeben...oder...? 😕

Auch wenn nicht ich gefragt wurde (ich glaube, ich träume heute Nacht von diesem Thread) 🙂
Mein Ex sagte mir mal haargenau das Gleiche. Als ich fragte, wie er das meinen würde, stellte sich heraus, dass das bloß auf seine äußeren Komplexe bezogen war. Als wir getrennt waren, meinte er, er würde keine Kinder mit mir haben wollen, da er ja nicht wollen würde, dass die genau so gestört sein würden wie ich..
Für mich hat sich das letztlich also eher als Phrase herausgestellt, ähnlich dem schon so oft geschriebenen "Ich weiß, dass ich nicht alles richtig gemacht habe (keine Angabe dazu, was er denn falsch gemacht hätte), aber DU hast ALLES falsch gemacht!"..
Wenn ich davon ausginge, dass er sich seiner Störung bewusst wäre und keine Kinder wollen würde, da er Angst hätte, diese Störung vererben zu können.. Da wäre das tatsächlich sehr verantwortungsbewusst!🙂
 
Auch wenn nicht ich gefragt wurde (ich glaube, ich träume heute Nacht von diesem Thread) 🙂
Mein Ex sagte mir mal haargenau das Gleiche. Als ich fragte, wie er das meinen würde, stellte sich heraus, dass das bloß auf seine äußeren Komplexe bezogen war. Als wir getrennt waren, meinte er, er würde keine Kinder mit mir haben wollen, da er ja nicht wollen würde, dass die genau so gestört sein würden wie ich..
Für mich hat sich das letztlich also eher als Phrase herausgestellt, ähnlich dem schon so oft geschriebenen "Ich weiß, dass ich nicht alles richtig gemacht habe (keine Angabe dazu, was er denn falsch gemacht hätte), aber DU hast ALLES falsch gemacht!"..
Wenn ich davon ausginge, dass er sich seiner Störung bewusst wäre und keine Kinder wollen würde, da er Angst hätte, diese Störung vererben zu können.. Da wäre das tatsächlich sehr verantwortungsbewusst!🙂

Also hat dein Ex - vermutlich genau wie bei Elisa - mit seiner Aussage lediglich implizieren wollen, dass er NUR MIT DIR keine Kinder haben wollen würde...mit einer anderen Partnerin wäre das dann wohl für ihn kein Problem gewesen, weil DU ja alles falsch gemacht hattest und er nur "nicht alles richtig"...faszinierende Weltanschauung...😕
 
Also hat dein Ex - vermutlich genau wie bei Elisa - mit seiner Aussage lediglich implizieren wollen, dass er NUR MIT DIR keine Kinder haben wollen würde...mit einer anderen Partnerin wäre das dann wohl für ihn kein Problem gewesen, weil DU ja alles falsch gemacht hattest und er nur "nicht alles richtig"...faszinierende Weltanschauung...😕

Würdest du mit dem schlechtesten und bösartigsten Menschen der Welt Kinder haben wollen?
Vermutlich nicht🙂
Keine Ahnung, ob es mit einer anderen Partnerin kein Problem wäre.
Immerhin kam der Spruch "Er könnte es nicht verantworten...", wohlgemerkt wegen den 2 Komplexen bzgl. seinem Äußeren, (für mich völlig unbegründet da er zu dem Zeitpunkt für mich der tollste Mann der Welt war) während der Beziehung.
Vielleicht wird es wegen seinen Komplexen nie zu Kindern kommen und wenn die Beziehung dann auch wieder den Bach runtergeht, ist er froh, keine Kinder mit dieser Frau zu haben, da sie alle anderen an Bösartigkeit natürlich wieder übertrifft..
Jedenfalls wird das nicht aus Angst vor Vererbung seiner wirklichen psychischen Störung passieren 😉
 
@Loner

nein, missverständnis! er meinte damit, er will seinem kind nicht antun, die gleiche böse welt ertragen zu müssen wie er...also schuldgefühl seinem kind gegenüber nicht anderen!


wisst ihr was- dieser ellenlange thread ausgedruckt, ok etwas bearbeitet natürlich und wir könnten es an einen verlag schicken...'erfahrungsberichte von einer liebesbeziehung mit einem paranoid persönlichkeitsgestörten' - das ist mit sicherheit ne marktlücke!😉 ich habe jedenfalls bisher keine brauchbare literatur gefunden.
 
@Loner
nein, missverständnis! er meinte damit, er will seinem kind nicht antun, die gleiche böse welt ertragen zu müssen wie er...also schuldgefühl seinem kind gegenüber nicht anderen!

Ach so...nun fällt der Groschen...gaaanz langsam...da muss man sich erst mal hineindenken...😕...die ganze Welt ist ausnahmslos böse (außer er..?) und diese würde er seinen Kindern nicht antun wollen.

Aber aufgrund der Störung kann er nicht auf die Idee kommen, dass diese Bösartigkeit nur in seinem Kopf existiert bzw. er sich selbst konstruiert hat...oh je...

Keine schlechte Idee, so einen Erfahrungsbericht auf den Markt zu bringen...so kann man aus einer traumatischen Beziehung wenigstens noch etwas Kapital schlagen! 😛
 
@Loner

nein, missverständnis! er meinte damit, er will seinem kind nicht antun, die gleiche böse welt ertragen zu müssen wie er...also schuldgefühl seinem kind gegenüber nicht anderen!

Das wäre sicherlich ein (in meinem Fall) zweiter Aspekt, der es regelrecht verbietet, Kinder in die Welt zu setzen.
Wäre ja auch zuviel verlangt, etwas Schönes an dieser durch und durch schlechten Welt zu sehen und dieses an die eigenen Kinder weiterzugeben..
Wir hätten alle während der Beziehung Tagebuch führen sollen und diese dann mit den jeweiligen späteren Erfahrungen und Gedankengängen in einem Band veröffentlichen sollen..
Das gibt es mit Sicherheit nicht, da hast du Recht!
 
Ich bin auch dafür, aus diesem Thread ein Buch zu machen 🙂
Wenn man bedenkt, dass ca. 2 % Betroffene in der Bevölkerung unter dieser Störung leiden (die Dunkelziffer ist sicherlich noch viel höher), dann sind "wir" doch sehr sehr viele, die mit einem Menschen mit dieser Störung mal zusammengelebt haben bzw. es immer noch tun. Der Bedarf an solcher Literatur müsste doch wirklich sehr hoch sein.
Auch wenn ich mich wiederhole, aber mir hat das Lesen in diesem Thread hier schon unwahrscheinlich geholfen bei der Verarbeitung des Traumas mit meinem Ex.
 
die Logik des Wahnsinns klingt logisch....es gibt Väter/Mütter mit paranoider Störung gemischt mit Schizophrenie die da weiter gehen....um die Kinds vor der bösen Welt zu retten töten sie sie......solche Störungen können ganz schön auswachsen...selbstgefährdend und auch fremdgefährdend werden. Hier ist ganz ganz viel Konfrontation (aber de-eskalativ) und Realitätstrainig sehr wichtig.
So etwas habe ich mit meiner damals psychotischen (teilweise paranoischen) Schwester gemacht..hat gut gewirkt. Wirkt aber nur wenn man sone Art Respektperson ist und überzeugend wirkt. Man muss dabei der Logik des Gestörten ne realistischere Sichtweise (= nicht alles ist schlecht und die ganze welt ist böse, sondern nur Teile davon und es gibt auch gute Teile etc.) präsentieren und diese Logik wie einen Keil in die gestörte Logik klemmen um ihr Geltung zu verschaffen...Saat setzen sozusagen...manchmal geht die auf...Gestörte, die vehement abblocken und wenn die Grundbeziehung schon nicht vorhanden ist, also kleinerlei Anbindung an den Partner, keinerlei Achtung ggü dem Partner da ist, also auch kein Zuhören und ernst nehmen was der andere sagt, geht das natürlich nicht.

Man kann grundsätzlich schon erreichen dass der Betreffende schrittweise erkennt, dass seine eigene Logik nicht so recht stimmt.....wenn bei dem Gestörten zumindest ansatzweise Einsicht da ist oder erreichbar ist, man an den Betreffenden rankommt und der zumindest ansatzweise zuhört und man selbstsicher, ruhig, einfach ,klar und glaubwürdig Realität vermitteln kann...Ist aber sehr schwer und eher Therapeutenjob (oder besser noch: Job des gesamten Umfelds...je mehr da mit machen desto besser....Realitätserkennung ist ohnehin ein Konstruktionsprozess der ständig diskutiert werden muss...eine Sichtweise ergänzt die andere usw.) würde ich sagen.
Manche Störungen müssen auch zuerst medikamentös behandelt werden...manche Störungen können auch nur vorgetäuscht sein, manche Störungen können funktionalisiert werden...das ganze ist ein schwieriges Feld, eine klare fachkundige Diagnose ist wichtig und allein ist man mit so etwas an sich in einer Partnerschaft total überfordert.

Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
ein paar mal schaffte ich es, ihn wieder auf ruhigere bahnen zu bringen. ein beispiel:

ich rief an um 7, weil wir uns verabredet hatten, abends zusammen kartoffelgratin zu machen. ich fragte, wann ich denn genau vorbeikommen sollte. er meinte: 'um 9.' ich wäre gerne so schnell wie möglich bei ihm gewesen und dachte auch, für einen auflauf und überhaupt zum abendessen etwas spät. also sagte ich: 'so spät??' und er fragte, wann ich denn kommen wollte. ich: 'naja um 8...' plötzlich platze es aus ihm heraus: wenn ich schon genau wissen würde, wann ich kommen will, dann soll ich ihn doch nicht vor eine pseudowahl stellen. ich hätte es doch eh schon entschieden.

erstmal war ich mal wieder seh vor den kopf gestoßen und fühlte mich ungerecht beschuldigt. doch dann beruhigte ich mich, fuhr zu ihm hin und sagte als erstes unten an der tür zu ihm: 'hör zu...es stimmt, ich wollte etwas anderes als du. aber nur weil das so ist, heißt es nicht automatisch, dass wir machen, was ich will.' und dieses mal zog sich sein beleidigtsein nicht ewig hin, wir vertrugen uns und er erzählte mir, dass es ihm nicht gut ging, weil etwas an diesem tag am telefon mit seinen eltern war. deswegen wollte er wohl auch länger allein sein.

ich bildete mir ein, ich könne vielleicht öfters 'den schlüssel raus' finden, aber meistens blieb ich eben nicht so neutral, sondern wurde wütend, weil ich mich angegriffen fühlte...auch noch aus dem hinterhalt, weil eben noch alles ok war und mit einem mal wurde ich an den pranger gestellt.

ich denke, man muss sich wie so eine art 'erzieher' verhalten, wie so ein streitschlichtender betreuer auf ner kinderfreizeit, der die raufbolde auseinander zieht und ruhig ihre gefühle auseinander nimmt und dem nachgeht, was es ausgelöst hat. aber ich denke, in ner partnerschaft kann man nicht so objektiv, distanziert sein und ich finde das auch patronisierend, man stellt sich über den anderen...wie halt eigentlich, wenn man mit einem kind redet in einer erziehungsposition. ich möchte aber auf gleicher ebene wie mein partner sein.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben